Иоганн Гете - Reineke Fuchs

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Reineke Fuchs Goethe wählte — durchaus im Wettstreit mit dem darin erfolgreichen Johann Heinrich Voß — als Versform durchgehend den Hexameter. Er gab dem Werk stark spöttische, mitunter boshafte Züge; sein Epos kann durchaus auch als Kritik des höfischen Lebens gelesen werden, das er gut kannte.

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Denn der Fuß war mit Eisen beschlagen, das waren die Schriften!

Neue Nägel! Ich habe davon sechs Wunden im Kopfe.

Kaum behielt er sein Leben. Ich habe nun alles gebeichtet.

Lieber Neffe! vergebet mir nun die sündigen Werke!

Wie es bei Hofe gerät, ist mißlich; aber ich habe

Mein Gewissen befreit und mich von Sünden gereinigt.

Saget nun, wie ich mich beßre, damit ich zu Gnaden gelänge.

Grimbart sprach: Ich find Euch von neuem mit Sünden beladen.

Doch es werden die Toten nicht wieder lebendig; es wäre

Freilich besser, wenn sie noch lebten. So will ich, mein Oheim,

In Betrachtung der schrecklichen Stunde, der Nähe des Todes,

Der Euch droht, die Sünde vergeben als Diener des Herren:

Denn sie streben Euch nach mit Gewalt, ich fürchte das Schlimmste,

Und man wird Euch vor allem das Haupt des Hasen gedenken!

Große Dreistigkeit war es, gestehts, den König zu reizen,

Und es schadet Euch mehr, als Euer Leichtsinn gedacht hat.

Nicht ein Haar! versetzte der Schelm: und daß ich Euch sage,

Durch die Welt sich zu helfen, ist ganz was Eignes; man kann sich

Nicht so heilig bewahren als wie im Kloster, das wißt Ihr.

Handelt einer mit Honig, er leckt zuweilen die Finger.

Lampe reizte mich sehr; er sprang herüber, hinüber,

Mir vor den Augen herum, sein fettes Wesen gefiel mir,

Und ich setzte die Liebe beiseite. So gönnt ich Bellynen

Wenig Gutes. Sie haben den Schaden; ich habe die Sünde.

Aber sie sind zum Teil auch so plump, in jeglichen Dingen

Grob und stumpf. Ich sollte noch viel Zeremonien machen?

Wenig Lust behielt ich dazu. Ich hatte von Hofe

Mich mit Ängsten gerettet und lehrte sie dieses und jenes,

Aber es wollte nicht fort. Zwar jeder sollte den Nächsten

Lieben, das muß ich gestehn; indessen achtet ich diese

Wenig, und tot ist tot, so sagt Ihr selber. Doch laßt uns

Andre Dinge besprechen; es sind gefährliche Zeiten.

Denn wie geht es von oben herab? Man soll ja nicht reden;

Doch wir andern merken darauf und denken das Unsre.

Raubt der König ja selbst so gut als einer, wir wissens;

Was er selber nicht nimmt, das läßt er Bären und Wölfe

Holen und glaubt, es geschähe mit Recht. Da findet sich keiner,

Der sich getraut, ihm die Wahrheit zu sagen — so weit hinein ist es

Böse — kein Beichtiger, kein Kaplan; sie schweigen! Warum das?

Sie genießen es mit, und wär nur ein Rock zu gewinnen.

Komme dann einer und klage! der haschte mit gleichem Gewinne

Nach der Luft, er tötet die Zeit und beschäftigte besser

Sich mit neuem Erwerb. Denn fort ist fort, und was einmal

Dir ein Mächtiger nimmt, das hast du besessen. Der Klage

Gibt man wenig Gehör, und sie ermüdet am Ende.

Unser Herr ist der Löwe, und alles an sich zu reißen,

Hält er seiner Würde gemäß. Er nennt uns gewöhnlich

Seine Leute: fürwahr, das Unsre, scheint es, gehört ihm!

Darf ich reden, mein Oheim? Der edle König, er liebt sich

Ganz besonders Leute, die bringen und die nach der Weise,

Die er singt, zu tanzen verstehn. Man sieht es zu deutlich.

Daß der Wolf und der Bär zum Rate wieder gelangen,

Schadet noch manchem. Sie stehlen und rauben, es liebt sie der König;

Jeglicher sieht es und schweigt: er denkt, an die Reihe zu kommen.

Mehr als vier befinden sich so zur Seite des Herren,

Ausgezeichnet vor allen, sie sind die Größten am Hofe.

Nimmt ein armer Teufel, wie Reineke, irgendein Hühnchen,

Wollen sie alle gleich über ihn her, ihn suchen und fangen,

Und verdammen ihn laut mit Einer Stimme zum Tode.

Kleine Diebe hängt man so weg, es haben die großen

Starken Vorsprung, mögen das Land und die Schlösser verwalten.

Sehet, Oheim, bemerk ich nun das und sinne darüber,

Nun, so spiel ich halt auch mein Spiel und denke daneben

Öfters bei mir: es muß ja wohl recht sein, tuns doch so viele!

Freilich regt sich dann auch das Gewissen und zeigt mir von ferne

Gottes Zorn und Gericht und läßt mich das Ende bedenken.

Ungerecht Gut, so klein es auch sei, man muß es erstatten.

Und da fühl ich denn Reu im Herzen; doch währt es nicht lange.

Ja, was hilft dichs, der Beste zu sein, es bleiben die Besten

Doch nicht unberedet in diesen Zeiten vom Volke.

Denn es weiß die Menge genau nach allem zu forschen,

Niemand vergessen sie leicht, erfinden dieses und jenes;

Wenig Gutes ist in der Gemeine, und wirklich verdienen

Wenige drunter auch gute, gerechte Herren zu haben.

Denn sie singen und sagen vom Bösen immer und immer;

Auch das Gute wissen sie zwar von großen und kleinen

Herren, doch schweigt man davon, und selten kommt es zur Sprache.

Doch das Schlimmste find ich den Dünkel des irrigen Wahnes,

Der die Menschen ergreift: es könne jeder im Taumel

Seines heftigen Wollens die Welt beherrschen und richten.

Hielte doch jeder sein Weib und seine Kinder in Ordnung,

Wüßte sein trotzig Gesinde zu bändigen, könnte sich stille,

Wenn die Toren verschwenden, in mäßigem Leben erfreuen!

Aber wie sollte die Welt sich verbessern? Es läßt sich ein jeder

Alles zu und will mit Gewalt die andern bezwingen.

Und so sinken wir tiefer und immer tiefer ins Arge.

Afterreden, Lug und Verrat und Diebstahl und falscher

Eidschwur, Rauben und Morden, man hört nichts anders erzählen.

Falsche Propheten und Heuchler betrügen schändlich die Menschen.

Jeder lebt nur so hin! und will man sie treulich ermahnen,

Nehmen sies leicht und sagen auch wohl: Ei, wäre die Sünde

Groß und schwer, wie hier und dort uns manche Gelehrte

Predigen, würde der Pfaffe die Sünde selber vermeiden.

Sie entschuldigen sich mit bösem Exempel und gleichen

Gänzlich dem Affengeschlecht, das, nachzuahmen geboren,

Weil es nicht denket und wählt, empfindlichen Schaden erduldet.

Freilich sollten die geistlichen Herren sich besser betragen!

Manches könnten sie tun, wofern sie es heimlich vollbrächten:

Aber sie schonen uns nicht, uns andre Laien, und treiben

Alles, was ihnen beliebt, vor unsern Augen, als wären

Wir mit Blindheit geschlagen; allein wir sehen zu deutlich,

Ihre Gelübde gefallen den guten Herren so wenig,

Als sie dem sündigen Freunde der weltlichen Werke behagen.

Denn so haben über den Alpen die Pfaffen gewöhnlich

Eigens ein Liebchen; nicht weniger sind in diesen Provinzen,

Die sich sündlich vergehn. Man will mir sagen, sie haben

Kinder wie andre verehlichte Leute; und sie zu versorgen,

Sind sie eifrig bemüht und bringen sie hoch in die Höhe.

Diese denken hernach nicht weiter, woher sie gekommen,

Lassen niemand den Rang und gehen stolz und gerade,

Eben als wären sie edlen Geschlechts, und bleiben der Meinung,

Ihre Sache sei richtig. So pflegte man aber vor diesem

Pfaffenkinder so hoch nicht zu halten; nun heißen sie alle

Herren und Frauen. Das Geld ist freilich alles vermögend.

Selten findet man fürstliche Lande, worin nicht die Pfaffen

Zölle und Zinsen erhüben und Dörfer und Mühlen benutzten.

Diese verkehren die Welt, es lernt die Gemeine das Böse:

Denn man sieht, so hält es der Pfaffe, da sündiget jeder,

Und vom Guten leitet hinweg ein Blinder den andern.

Ja, wer merkte denn wohl die guten Werke der frommen

Priester, und wie sie die heilige Kirche mit gutem Exempel

Auferbauen? Wer lebt nun darnach? Man stärkt sich im Bösen.

So geschieht es im Volke, wie sollte die Welt sich verbessern?

Aber höret mich weiter. Ist einer unecht geboren,

Sei er ruhig darüber, was kann er weiter zur Sache?

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