Moritz Busch - Die Mormonen
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Um die Mitte des Jahres 1833 waren die Mormonen in Missouri durch Zuwanderungen aus dem Osten auf mehr als dreitausend Seelen angewachsen. Sie hatten mehrere Fabriken und Mühlen errichtet und besaßen in Independence ein gemeinschaftliches Magazin, »der Speicher des Herrn« genannt, sowie eine Zeitung, den »Evening and Morning Star.« An ihrer Spitze standen der Bischof Partridge und Elder Phelps, der Redacteur des ebengenannten Blattes. Es schien, als müßte Zion gedeihen, als sich plötzlich unter den Bewohnern von Jackson-County Demonstrationen feindseliger Natur vorzubereiten begannen. Das Volk hielt mehrere Versammlungen, in denen die Mormonen verschiedener Verbrechen angeklagt wurden, und in deren letzter man den Beschluß faßte, hinfort keinem Mitgliede der Secte die Niederlassung in der Grafschaft zu gestatten, von den darin bereits Angesessenen den Abzug binnen bestimmter Frist zu fordern, die unverzügliche Schließung der Arbeit in ihrem Magazine und ihren Fabriken zu bewirken und der Herausgabe der Zeitung ein Ende zu machen.
Wieviel von jenen Anklagen Wahrheit, wieviel Eingebung der Misgunst war, muß dahin gestellt bleiben. Daß die Mormonen unvorsichtig geprahlt haben mögen, das ganze Land sei ihnen von ihrem Jehova beschieden, scheint ausgemacht. Daß sich viele räudige Schafe unter der Heerde befanden, litte auch dann keinen Zweifel, wenn der Prophet sie nicht ausdrücklich in mehreren Offenbarungen getadelt hätte. Ebenso wahr jedoch ist, daß die Bevölkerung von Missouri den Jüngern Smiths schon deshalb, weil sie meist Yankees waren und mehr noch deshalb nicht wohl wollte, weil sie keine Sclaven hielten. Ebenso wahr ferner, daß Prediger, denen bei dem reißenden Zulaufe zu der Secte um ihre Gemeinden, das heißt, um ihren Brotkorb bange wurde, diese Abneigung zum Hasse schürten. Ebenso wahr endlich, daß die Hinterwäldler des westlichen Grenzlandes, »dieser Schaum, den die schwellenden Wogen der Zivilisation hierher gespült,« ungemein wenig Ursache hatten, über etwaige Viehdiebstähle und sonstige Ungehörigkeiten als über etwas unter ihnen Unerhörtes die Entrüsteten zu spielen. Das Schlimmste aber war, daß man, als die Mormonen der am 20. Juli an sie ergangenen Aufforderung nicht gleich Folge leisteten, zu Gewaltmaßregeln schritt und ihre Druckerei zerstörte, sowie den Bischof Partridge theerte und aus seinen eigenen zerschnittenen Betten federte.
Nach diesem Vorfalle verstanden sich die Führer der Secte dazu, zu Anfang des folgenden Jahres mit den Ihrigen die Grafschaft zu verlassen, und hiermit erklärten sich die Verfolger zufrieden. Als aber gegen Ende des October verlautete, die Mormonen dächten nicht mehr an Erfüllung ihres Versprechens, brach ein neuer Sturm gegen die »Heiligen« los. Der Pöbel von Jackson-County rottete sich zusammen, prügelte, theerte und federte mehrere Mitglieder der Secte, warf ihnen die Fenster ein und plünderte den »Speicher des Herrn« aus. Die Mormonen griffen nun zu den Waffen, und es erfolgte ein Zusammenstoß, bei welchem zwei von der Partei der Angreifer erschossen wurden. Dies rief eine ungeheure Aufregung im Lande hervor, und die Mehrzahl der Secte machte sich sofort zum Abzuge nach der jenseit des Missouri gelegenen Grafschaft Clay auf, wo das Städtchen Liberty ihr Hauptquartier wurde, und wo ihnen im Juni 1834 der Prophet an der Spitze des »Heeres von Zion«, einer wohlbewaffneten Leibwache von hundertfünfzig Aeltesten und Priestern, einen kurzen Besuch abstattete.
Die obersten Behörden des Staates und alle Freunde der Gesetzlichkeit waren empört über diesen Sieg des Pöbels und forderten die Mormonen auf, bei den Gerichten um Schadloshaltung einzukommen. Es wurde ein Proceß anhängig gemacht, allein die Stimmung der niedern Classen war den Heiligen so ungünstig, daß der Attorney-General selbst den Rath ertheilte, die Klage fallen zu lassen – in der That ein trauriges Zeugniß für die Rechtsunsicherheit in der vielgepriesenen Musterrepublik.
Jenseit des Missouri schienen die Verhältnisse der Latter-Day-Saints sich anfänglich befriedigender gestalten zu wollen, und bald waren weite Strecken der dortigen Wildniß in Felder und Fluren verwandelt. In Kirtland wurde im Jahre 1835 eine Theologenschule eröffnet, an welcher mehrere hundert Aelteste Unterricht namentlich im Hebräischen empfingen. Im Frühling des folgenden Jahres kamen einige dieser Herren mit zahlreichen Schaaren von Gläubigen nach Clay-County, und dieses Herzuströmen der Mormonen in Masse, sowie die treffliche Organisation der Secte, die sie stets planvoll und gemeinsam handeln und dadurch rasche Erfolge erzielen ließ, erweckte den Argwohn des Volkes auch hier. Man trat zu Versammlungen zusammen, wählte Ausschüsse und bewirkte durch Zureden, daß die Mormonen nach den benachbarten Grafschaften Davies, Caldwell und Carroll auswanderten. Hier wußten sie, in der Hoffnung, ferner nicht mehr gestört und vertrieben zu werden, mit ihrer rührigen, regsamen Weise und ihrem fast immer gut rechnenden Verstande sich's bald bequem zu machen. Wo das Jahr zuvor nur der unstete Jäger gehaust und der Urwald gerauscht, erhoben sich mit Maisfeldern und Mühlen, Werkstätten und Speichern die Städtchen Dewitt, Far West und (an der Stelle, wo der Erste der Menschen, einer Offenbarung Smiths zufolge, einst seine Kinder gesegnet) Adam-On-Diahman, und im Frühling 1837 war die Zahl der Gläubigen in Missouri bereits auf zwölftausend gestiegen.
Aber die Kirche war fortwährend von Zwistigkeiten zerrissen. Ehrgeizige Heuchler mischten sich in ihr mit ehrlichen Bethörten, ja selbst entschiedene Schurken und Verbrecher suchten in ihrer Mitte eine Zuflucht und einen neuen Wirkungskreis. Ein Theil der Brüder machte falsches Geld. Die Mehrzahl widersetzte sich dem, aber nicht eher wurden die Uebelthäter verjagt, als bis Smith selbst, der jetzt auf immer nach dem Westen kam, sich ins Mittel schlug.
Auch über Shinear-Kirtland nämlich war Unglück hereingebrochen. Die Yankeenatur des Propheten und seiner Freunde hatte ihn bewogen, ein Bankgeschäft zu errichten, das auf den nach einer Offenbarung den Mitgliedern der Secte auferlegten Zehnten von allem ihrem Besitze gegründet war. Diese Bank hatte, trotzdem daß ihr die gesetzlich erforderte Bestätigung vorenthalten wurde, Noten ausgegeben, beträchtliche Summen ausgeliehen, noch beträchtlichere aufgenommen u. s. w. Das war eine Weile trotz der ziemlich unbesonnenen Verwaltung des Geschäfts ganz leidlich gegangen. Aber plötzlich wendete sich das Blatt. Die Bank mußte ihre Zahlungen einstellen, die Gläubiger machten einen Proceß wegen Schwindelei anhängig, und Smith und Rigdon mußten, um dem Sheriff und seinem Verhaftsbefehle, ja vielleicht dem Zuchthause in Columbus zu entgehen, sich bei Nacht und Nebel aus dem Staate flüchten.
Sie gingen nach Zion in Missouri, wo es Smith sehr bald gelang, die etwas gelockerte Disciplin unter den Heiligen wiederherzustellen, wo aber andrerseits seine und noch mehr Rigdons Predigten dazu beitrugen, die Entladung des Gewitters, das auch hier über den Häuptern der Secte hing, zu beschleunigen. Lauter nämlich wie je vorher wurde jetzt verkündigt, daß der ganze Westen den Mormonen dereinst als Erbtheil zufallen und daß der Herr ihre Feinde durch das Schwert vertilgen und alle »Heiden«, d. h. alle Unbekehrten von dort vertreiben werde. Mancher Mormone mochte dadurch zu der Ansicht kommen, daß das Eigenthum Nichtgläubiger schon jetzt eigentlich den Kindern Zions gehöre und daß folglich eine Entfremdung desselben nur eine Vorausnahme der Zukunft, nur eine Herstellung des richtigen Verhältnisses der Dinge, nur eine Erhebung der schlechten Wirklichkeit in die wahre sei. So mögen hin und wieder Kuh- und Pferdediebstähle vorgekommen sein. Dazu kam der Umstand, daß die goldne Bibel die Indianer von den Hebräern abstammen und sie bei ihrer nahebevorstehenden Bekehrung ihre Wiedereinsetzung in ihren Besitz als Ureinwohner des Landes hoffen ließ, woraus die Missourier, von denen viele mit ihrem Blute den Rothhäuten ihren Grund und Boden bezahlt hatten, den erklärlichen, wenn auch nicht sehr logischen Schluß zogen, die Jünger Smiths hätten ein Bündniß mit den Wilden im Sinne, um einen Vernichtungskrieg gegen sie zu beginnen. Man sieht, es waren hier wie dort Misverständnisse. Alle Beschwerden auf Seiten der Gegner des Mormonenthums aber begleitete unzweifelhaft der Neid, der den Heiligen die Errungenschaften ihres Fleißes nicht gönnte, und die Habgier, welche dieselben gern ohne Kaufschilling an sich gebracht hätte.
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