Iwan Turgenew - Tagebuch eines Überflüssigen
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Wenn ein Mensch sich wohl fühlt, so arbeitet sein Gehirn, wie bekannt, sehr wenig. Ein ruhiges und freudiges Gefühl, das Gefühl der Befriedigung, durchdringt sein ganzen Wesen; er ist von ihm ganz eingenommen. Das Bewußtsein der Individualität schwindet bei ihm; er ergiebt sich – wie schlecht erzogene Dichter sich ausdrücken – der Glückseligkeit. Ist aber endlich dieser »Zauber« vorüber, so fühlt er sich oftmals gekränkt; er bedauert, daß er sich inmitten des Glückes so wenig beobachtet, daß er durch Nachsinnen, durch Erinnerung seine Glückseligkeit nicht verdoppelte, nicht verlängerte . . . als ob ein »in Glückseligkeit« schweigender Mensch dazu Zeit hätte, und als ob es der Mühe werth wäre, über seine Gefühle nachzusinnen! Ein glücklicher Mensch ist gleich einer Fliege in der Sonne. Deshalb ist es mir auch, wenn ich über diese drei Wochen nachdenke, fast unmöglich, einen genauen, bestimmten Eindruck in mir wach zu rufen, um so mehr, da während dieser Zeit zwischen uns nichts besonders Bemerkenswerthes vorgefallen ist . . . Diese zwanzig Tage sind für mich eine Heimath von Wärme, von Jugend und Duft, sie erscheinen wie ein heller Streifen auf meinem düstern und grauen Lebenspfade . . . Unerbitterlich klar und deutlich wird auf einmal mein Gedächtniß von dem Augenblicke ab, da über mich – um die Worte desselben schlechterzogenen Poeten zu gebrauchen – die Schläge des Schicksals hereinbrachen.
Ja, diese drei Wochen . . . Uebrigens, ich könnte nicht sagen, daß sie in mir keine Gestalt zurückgelassen haben. Manchmal, wenn es mir geschieht, daß ich lange über diese Zeit nachdenke, schwebt diese und jene Erinnerung aus dem Dunkel der Vergangenheit hervor, grade so wie die Sterne am Abendhimmel unerwartet dem aufmerksam auf denselben gerichteten Auge entgegenblitzen. Besonders blieb mir ein Spaziergang in einem Haine außerhalb der Stadt im Gedächtnis. Es waren unser vier Personen; Frau Oschogin, Lisa, ich und ein gewisser Bismenkoff, ein untergeordneter Beamter der Stadt O . . ., ein blondhaariges, gutmüthiges und bescheidenes Geschöpf. Oschogin selbst blieb zu Hause zurück. Er hatte durch anhaltenden Schlaf Kopfschmerzen bekommen. – Es war ein herrlicher Tag, warm und still. Ich muß bemerken, daß ein Besuchen von Vergnügungsgärten und öffentlichen Anlagen nicht im Charakter der Russen liegt. In den sogenannten öffentlichen Gärten der Gouvernementsstädte werden Sie zu keiner Jahreszeit eine lebendige Seele antreffen, wenn nicht etwa ein altes Mütterchen, das sich auf eine grüne, von der Sonne durchglühte Bank in der Nähe eines großen Baumes ächzend niedergelassen – und das nur in dem Falle, wenn sich ihr in der Umgebung, vor der Thür irgend eines Hauses, kein abgesessenes Bänkchen zeigen wollte. Wenn aber in naher Entfernung von der Stadt ein armseliger Birkenhain vorhanden ist, so fahren Leute vorn Kaufmannsstande, manchmal auch Beamte gewöhnlich an Sonn- und Feiertagen mit Samowar, Kuchen und Melonen hinaus, pflanzen diesen Segen von Delicatessen dicht am Spazierwege auf dem staubigen Grase aus und setzen sich herum, zu essen und im Schweiße ihren Angesichtes Thee zu trinken – bis tief in den Abend hinein. Grade solch ein Hain existirte damals zwei Weist von O . . . entfernt. Wir kamen dort des Nachmittags an, nahmen, wie üblich, unseren Thee ein und machten uns dann alle vier auf, um im Haine ein wenig umherzuschlendern. Bismenkoff reichte seinen Arm Frau Oschogin, ich bot den meinigen Lisa an. Der Tag neigte sich schon seinem Ende zu. Ich befand mich damals in der größten Gluth der ersten Liebe (es waren kaum zwei Wochen seit unserer Bekanntschaft verstrichen), in jenem Zustande der leidenschaftlichen und fürsorgenden Anbetung, in welchem unsere ganze Seele unschuldig und unwillkürlich jede Bewegung des geliebten Wesens verfolgt, in welchem man von der Gegenwart derselben nicht satt wird, sich an dessen Stimme nicht satt hören kann – wo man lächelt und wie ein genesenes Kind aussieht, während ein einigermaßen erfahrener Mensch in einer Entfernung von hundert Schritten schon beim ersten Anblicke erkennen muß, was in solchen Seelen vorgeht. Bis zu diesem Tage hatte sich mir die Gelegenheit noch nicht geboten, Lisa am Arme zu halten. Wir schritten langsam nebeneinander über das grüne Gras dahin. Ein leiser Wind spielte um uns herum in den weißen Birkenästen und warf mir von Zeit zu Zeit das flatternde Band, das ihren Hut umwand, ins Gesicht. Ich verfolgte unaufhörlich ihren Blick, bis sie jedesmal munter nach mir aufschaute; und wir lächelten dann Eines dem Andern zu. Die Vögel zwitscherten über uns, der blaue Himmel schien anmuthig durch das dünne Laub. Der Kopf schwindelte mir vom Uebermaß der Wonne. Ich beeile mich zu bemerken – Lisa war nicht im Geringsten in mich verliebt. Ich gefiel ihr; sie war überhaupt nicht menschenscheu, aber nicht mir war es beschieden, ihre kindliche Ruhe aufzustören. – Sie schritt an meiner Seite wie neben einem Bruder hin. Sie war damals siebzehn Jahre alt . . . Und dennoch schon an diesem Abende und in meiner Gegenwart sollte sich in ihr jene geheime stille Wandelung vollziehen, welche den Uebergang vom Mädchen zum Weibe bedeutet. Ich war Zeuge dieser Umwandelung ihres ganzen Wesens, dieser unschuldigen Befangenheit, dieser fieberhaften Nachdenklichkeit, ich war der Erste, der diese plötzliche Weichheit des Blickes, diese klingende Unsicherheit der Stimme auffing – und, o ich dummer Mensch! o ich überflüssiger Mensch! – während einer vollen Woche schämte ich mich nicht zu vermuthen, daß ich, ich allein die Ursache dieser Veränderung sei.
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