Iwan Turgenew - Das adelige Nest
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Uebrigens war Glaphira auf ihren Bruder neidisch; er war so wohlerzogen, sprach so schön französisch und sie konnte kaum: »Bongschur« und »kommang wu portewu?« sagen. Freilich verstanden ihre Aeltern kein französisch«, – aber deshalb war sie nicht glücklicher. – Iwan Petrowitsch wußte nicht, was er vor Gram und Langweile thun sollte; nicht ganz ein Jahr hatte er im Dorfe zugebracht und ihm schien’s, er lebe dort über zehn Jahre. Nur gegen seine Mutter erleichterte er sein Herz und stundenlang saß er in ihren niedrigen Gemächern, das nicht allzukluge Geplauder der alten Frau anhörend, und übegaß sich an Eingemachtem.
Unter den Stubenmädchen von Anna Pawlowna befand sich ein sehr hübsches Mädchen mit hellen sanften Aeugelein, gut und bescheiden, Malania oder deutsch Melanie genannt. Sie war Iwan Petrowitsch schon aufgefallen, als er sie das erste Mal sah; er liebte sie, liebte sie ihres schüchternen Ganges, ihrer bescheidenen Antworten, ihrer sanften Stimme, ihres sanften Lächelns wegen; täglich erschien sie ihm reizender. Auch sie liebte Iwan Petrowitsch von ganzer Seele, wie nur russische Mädchen lieben können, und gab sich ihm hin.
Auf einem Landgute kann nichts lange geheim bleiben, bald wußten Alle von der Verbindung des Junkers mit Melanie; die Kunde von dieser Verbindung drang endlich auch bis zu Peter Andreiitsch. Zu einer andern Zeit hätte er wahrscheinlich solch eine unwichtige Sache nicht beachtet; er war aber schon lange seinem Sohne graut und freute sich jetzt auf die Gelegenheit, den Petersburger Weisen und Modenarren zu beschämen. Ein furchtbarer Sturm erhob sich; Melanie wurde in ein dunkles Zimmer gesperrt, man forderte Iwan Petrowitsch zu seinem Vater, Anna Pawlowna eilte auf den Lärm herbei. Sie suchte ihren Mann zu beruhigen, Fedor Andreiitsch hörte aber auf nichts mehr; gleich einem Geier stürzte er aus seinen Sohn los, warf ihm Sittenverderbniß, Gottlosigkeit und Heuchelei vor, ließ an ihm den langverhaltenen Groll gegen die Fürstin Kubensky aus, überschüttete ihn mit Schimpfworten.
Anfangs schwieg Iwan Petrowitsch und hielt sich zurück, doch als ihm fein Vater mit einer erniedrigenden Strafe drohte, hielt er es nicht mehr aus. »Der Gottesverächter Diderot ist wieder auf der Scene,« dachte er, »so schicke ich ihn denn zur Attaque, wartet nur; staunen sollt Ihr alle.« Und mit ruhiger, gleicher Stimme, obgleich innerlich an allen Gliedern zitternd, sagte er seinem Vater, er hätte Unrecht ihn der Sittenverderbniß zu zeihen; er hätte nicht im Geringsten die Absicht, seine Schuld zu beschönigen, doch wolle er sie sühnen, und mit desto größerem Vergnügen, da er allen Vorurtheilen fern stehe, nämlich – er sei bereit, Melanie zu heirathen.
Als er diese Worte aussprach, erreichte er, zweifelsohne sein Ziel; es erstaunte nämlich Peter Andreiitsch dergestalt, daß er die Augen weit aufsperrte und auf einige Augenblicke die Sprache verlor; doch bald kaut er wieder zu sich und, wie er war, in einem mit Grauwert gefütterten Schlafrock und mit Babuschen auf bloßen Füßen, warf er sich mit vorgestreckten Fäusten auf Iwan Petrowitsch, der, als wäre es absichtlich, diesen Tag die Haare à la Titusund einen neuen englischen blauen Frack, Stiefeln mit Quasten und elegante enge lederne Hosen trug.
Laut schrie Anna Pawlowna auf und bedeckte sich das Gesicht mit den Händen; ihr Sohn aber lief davon, lief durch das ganze Haus, sprang in den Küchengarten, lief dann in den Garten, aus dem Garten auf die Landstraße und lief ohne sich umzusehen, bis er seines Vaters schwere Tritte und sein lautes, oft unterbrochenes Geschrei nicht mehr hinter sich hörte.
»Halt Spitzbube!« schrie dieser, »halt, sonst verfluche ich Dich!« Iwan Petrowitsch verbarg sich bei Nachbarn und Fedor Andreiitsch kehrte nach Hause, matt und schweißtriefend, zurück, und kaum athmen könnend, sagte er, er enterbe seinen Sohn und versage ihm seinen Segen, befahl alle seine dummen Bücher zu verbrennen und die Magd Melanie sofort in ein entferntes Dorf zu schicken. Es fanden sich gute Leute, die Iwan Petrowitsch aufsuchten, und ihn von Allem benachrichtigten.
Beschämt, wüthend, schwor er, sich an seinem Vater zu rächen; und noch in derselben Nacht lauerte er dem Bauernkarren, auf welchem Melanie in die Verbannung geschickt wurde, auf, raubte sie mit Gewalt, sprengte mit ihr in die Stadt und ließ sich trauen. Mit Geld hatte ihn ein Nachbar, ein ewig betrunkener, aber sehr guter, verabschiedeter Seemann, ein großer Liebhaber von jeder, wie er sich ausdrückte, edlen Historie, versorgt.
Den folgenden Tag schrieb Iwan Petrowitsch seinem Vater einen giftig-kaltem doch in den artigsten Ausdrücken gehaltenen Brief, und reiste auf das Gut, wo sein Vetter Dmitri Pestoff, mit seiner Schwester, der den Lesern schon bekannten Martha Timotheewna, lebte. Er erzählte ihnen Alles, sagte, er beabsichtige nach Petersburg zu reisen, um sich ein Amt zu suchen, und bat sie, auf einige Zeit seine Frau aufzunehmen. Bei dem Worte: »Frau« – fing er bitterlich an zu weinen, und trotz seiner Philosophie und seiner Erziehung in der Residenz, warf er sich demüthig, nach russischer Weise auf die Knie vor seinen Verwandten und schlug selbst die Diele mit seiner Stirn. Die Pestoffs, mitleidige und gute Leute, willigten gern in seine Bitte ein; er blieb fast drei Wochen bei ihnen, im Geheimen eine Antwort von seinem Vater erwartend. Doch keine Antwort kam – und konnte nicht kommen. Als Peter Andreiitsch die Hochzeit seines Sohnes erfahren hatte, legte er sich krank in’s Bett und verbot in seiner Gegenwart den Namen Iwan Petrowitsch’s zu nennen; nur die Mutter hatte, im Geheimen von ihrem Manne, beim Erzpriester fünfhundert Rubel Assignation geborgt und schickte sie, sowie ein kleines Gottesbild der jungen Frau. Zu schreiben fürchtete sie sich, doch ließ sie Iwan Petrowitsch durch einen magern Bauer, der das Talent hatte, an zehn Meilen in vierundzwanzig Stunden zu gehen, sagen, er solle nicht zu traurig sein; so Gott wolle, würde sich Alles zum Besseren wendete und der Vater seinen Zorn in Gnade umwandeln; daß auch sie eine andre Schwiegertochter lieber gesehen hätte, doch wahrscheinlich hätte es Gott so gewollt, und sie schicke an Melanie Sergeiewna ihren mütterlichen Segen. Der magere Bauer bekam einen Rubel, bat um Erlaubniß seine neue Edelfrau, deren Gevatter er war, zu sehen, küßte ihre Hand und lief nach Hause.
Iwan Petrowitsch aber reiste leichten Herzens nach Petersburg, eine unbekannte Zukunft erwartete ihn; vielleicht drohte ihm sogar Armuth, doch er trennte sich von dem verhaßten Dorfleben, die Hauptsache aber – er hatte seine Lehrer nicht verrathen, er hatte durch seine That Rousseau, Diderot und la Declaration des droits da l’hommegerechtfertigt.
Das Gefühl der erfüllten Pflicht, des Triumphs, ein Gefühl des Stolzes erfüllte seine Seele: auch die Trennung von seiner Frau erschreckte ihn nicht so sehr; in großere Verlegenheit hätte ihn die Nothwendigkeit gebracht, beständig mit ihr leben zu müssen. Eine Sache war abgethan; jetzt mußte er sich um andere Sachen bekümmern.
Gegen seine eigene Erwartung glückte es ihm in Petersburg; die Fürstin Kubensky, welche Mr. Courtin schon verlassen hatte, die aber noch nicht Zeit gehabt hatte zu sterben, recommandirte ihn, um irgendwie ihre Schuld gegen ihren Neffen wieder gut zu machen, allen ihren Freunden, und schenkte ihm fünftausend Rubel, fast ihr letztes Geld und eine Uhr von Lepic mit seinem Namenszuge in einer Guirlande von Amorköpfen.
Keine drei Monate waren vergangen, so hatte er schon eine Stelle als Attachè bei der russischen Gesandschaft in London erhalten und reiste dorthin mit dem ersten abgehenden Schiffe ab. Nach einigen Monaten erhielt er einen Brief von Pestoff. Dieser gute Edelmann gratuliere ihm zu der Geburt eines Sohnes, welcher das Licht der Welt im Dorfe Pokrowskoie den 20. August 1807 erblickt hatte und Feodor, zu Ehren, des heiligen Feodor Stratilats, getauft worden war; wegen ihrer großen Schwäche fügte Melanie Sergeiewna nur einige Zeilen hinzu; aber auch diese wenigen Zeilen setzten Iwan Petrowitsch in Erstaunen; er wußte nicht, daß Maria Timotheewna seiner Frau hatte Schreiben gelehrt.
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