Adalbert Stifter - Witiko
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Des zweiten Tages darauf wehete die Fahne der Versammlung auf dem Zelte des Herzogs. Die Führer gingen in das Zelt. Der Herzog sprach: »Es sind alle Sachen geordnet, welche geordnet werden mußten, und es sind die Scharen gekommen, welche kommen sollten. Es werden heute noch die Zeichen gegeben werden, daß in dem nächsten Frühlichte der Zug beginne. Wir müssen die Veste Znaim hinweg nehmen. Die Feinde ziehen uns entgegen; aber wir werden doch des Weges dahin gehen. Die Ordnungen werden wir erfüllen, wie wir sie beraten haben, und ich wünsche einem jeden Heil und Segen auf der Stelle, auf welcher er ist.«
»Heil und Segen«, riefen die Männer.
»Und wir werden Ordnung und Kriegszucht erfüllen«, sagte Bolemil.
»Wir werden sie erfüllen«, riefen die Männer.
»Und so sagen wir uns Lebewohl, bis wir uns wieder auf einem andern Platze versammeln«, sprach der Herzog.
»Lebe wohl«, riefen die Männer, und zerstreuten sich, und gingen zu ihren Leuten.
Nach einer Stunde tönten die Zeichen, daß mit dem Anbruche des folgenden Morgens der Zug in Bewegung kommen solle, und die Zeichen pflanzten sich durch alle Lager fort.
Und es begannen die Arbeiten zur Beseitigung alles dessen, was hindern könnte.
Und als das Licht nach der Frühlingsnacht wieder gegen die Erde dämmerte, standen die Tausende der Männer auf ihren Füßen oder saßen auf ihren Pferden, und die Ordnungen waren eingerichtet, daß die Züge sich entfalten konnten.
Witiko hatte sein dichteres Lederkleid angelegt, und saß auf dem eisengrauen Pferde. Er bildete die Stellung seiner Schar, ließ zu der Meldung der Zeichen die Hörner der Ziegenböcke bestehen, und zu dem Zuge die langen Pfeifen, wie sie auf dem Wege zu dem Berge Wysoka gewesen waren, und die Männer des Waldes gingen auf den Gefilden, die ihnen zugewiesen worden waren, dahin.
Weit ausgebreitet auf den Feldern und Wiesen und Weiden und in den Wäldern gingen auf allen Wegen und Pfaden die Züge Wladislaws dem Lande Mähren entgegen.
Auf dem Boden des Landes Mähren standen die meisten Banner der Feinde.
Witiko empfing die Nachrichten von Boten, die er ausgesendet hatte, und sendete wieder neue Boten aus, und eines Morgens sahen die Männer die weißen Zeichen in den dunkeln Gefilden des Frühlings. Und wie die Sonne höher an dem Himmelsbogen stieg, waren die Zeichen vor den Scharen Witikos.
Witiko ließ die Männer antreten, wie er sie gelehrt hatte.
Da kam ein Reiter von den Feinden mit einem Friedensfähnlein, und andere Reiter waren hinter ihm. Er verlangte zu dem Führer. Da er vor Witiko stand, sprach er: »Ich will mit dir allein sprechen.«
»Ich nicht mit dir«, antwortete Witiko, »rede vor allen.«
»Männer«, rief der Reiter, »der hocherlauchte Herzog Wratislaw, der uns führt, sagt mit dem Auftrage Konrads, des Herzogs von Böhmen und Mähren, daß er euch Ehren und Rechte und Befugnisse und Reichtümer geben wird, wenn ihr nach eurer Pflicht zu seinen Scharen steht. Er wird die Krieger Wladislaws zurückwerfen, daß sie des Weges gegen Znaim nicht gedenken können, und die widerstehen, wird er vertilgen.«
»Mann«, rief Witiko, »reite Augenblicks zurück. Wenn ein Mund bis auf die Zahl hundert hinauf gezählt hat, und dich eine Lanze oder ein Pfeil oder ein Bolzen noch erreicht, so wird er dich treffen.«
Der Mann zauderte. Es erhob sich keine Stimme. Dann rief er: »Euer Blut über euch.«
Dann ritt er von dannen, und die Seinigen schlossen sich an.
Witiko ließ Jünglinge, welche Pferde gut zu leiten verstanden, zu Bolemil reiten, der links von ihm in den Fluren war. Es stand ein kleiner Wald an der linken Seite Witikos. Die Jünglinge ritten durch den Wald. Witiko schickte Männer in den Wald, daß sie denselben inne hätten. Dann ließ er die Reiter auf einer offenen Fläche, die zwischen ihm und Rowno war, bereit sein. Die Schützen waren auf den Seiten.
Die Feinde gingen mit großem Geschrei vorwärts. Die Männer Witikos gaben keinen Laut von sich. Da tönten die Hörner der Ziegenböcke den einzelnen langen Ton des Streits. Die Männer senkten die Waldschäfte in eine waagrechte Lage, und gingen vor. Sie drückten wie auf dem Wysoka mit den schweren Stiefeln den Boden. Pfeile und Bolzen flogen gegen sie. Sie gingen vor. Der Stoß an den Feind geschah. Sie gingen langsamer vor. Schild und Schwert und Lanze und Speer und Hammer und Keule wurden gegen sie verwendet. Sie gingen vor. Das grüne und weiße und rote und blaue Zeichen, das Zeichen mit den Federn und Bändern, das weiße Banner der Männer von Plan mit der dunkelroten Waldrose, alle gingen gleichmäßig vor, und das große rosenrote Seidenbanner war bei ihnen. Die Scharen Rownos und der andern gingen vor. Die Reiter waren an den Feinden, und Sifrid von Milnet war auf dem weißen Rosse des alten Roder Peter bemerkbar. Die Schützen sendeten Pfeile und Bolzen, wie sie dieselben auf Luchse und Marder senden. Die Feinde erhoben ein größeres Geschrei als früher, die Männer des Waldes antworteten nicht, der lange Ton des Streites erscholl. Da erhob, als es stiller wurde, der Schmied von Plan die Stimme, und rief laut, daß alles übertönt war: »Wir siegen.«
»Wir siegen«, riefen die Männer mit lauten Stimmen.
Dann war es wieder still. Die Feinde gingen schneller zurück, die Krieger des Waldes gingen schneller vorwärts, und dann löseten sich die Ordnungen der Feinde, sie zerstreuten sich in Flucht, und es wurde ein freier Raum vor den Kriegern des Waldes. Diese fielen auf die Knie.
Einen Augenblick knieten sie.
Dann erhoben sie sich. Witiko ritt vor ihrer Reihe hinab, und grüßte sie ehrerbietig mit dem Schwerte.
Dann rief er: »Jetzt zur Verfolgung.«
Und die zwei Töne der Verfolgung erschollen aus den Hörnern.
Links von dem Walde konnte man Scharen Bolemils erkennen, und die Männer, die den Wald gehütet hatten, kamen nach vorwärts.
Die Krieger gingen zur Verfolgung, und alle die Reiter strebten den Feinden nach.
Als man endlich von der Verfolgung abgestanden war, als man Verwundete und Tote besorgt hatte, als die Zeit der Ruhe und Erquickung vorüber war, und als Witiko Boten an den Herzog abgesendet hatte, gingen die Männer in der Richtung gegen die Veste Znaim vorwärts.
Dritter Band
1. In Amt und Gut
Als an dem Tage, an welchem die Scharen des Fürsten Wratislaw durch die Schäfte des Waldes zurückgedrängt worden waren, der Abend heran kam, erreichten die Männer des Waldes die Anhöhe, welche ihnen von dem Herzoge Wladislaw als Nachtlagerungsplatz bestimmt worden war. Sie breiteten sich auf der Höhe aus, und suchten die Stellen, welche sich zur Nachtruhe eigneten. Witiko ließ Sifrid von Milnet zu sich rufen, und sagte zu ihm: »Sifrid, bist du von dem Kampfe so ermattet, daß du in der heutigen Nacht nicht noch einen Dienst tun könntest, und ist dein Pferd noch im Stande, einen mäßigen Ritt von einigen Stunden zu ertragen?« Sifrid antwortete: »Ich habe gesagt, daß meine Glieder sind wie die eines andern Mannes, und daß ich tun will, was ich kann: und da nun der andere Mann den Dienst täte, so tue ich ihn auch, und oft haben wir den ganzen Tag gearbeitet, und in der Nacht getanzt. Und was das Pferd anlangt, so habe ich dir ja erzählt, Witiko, daß ich die Pferde des alten Roder Peter warte, und ich warte sie sehr gut, und weiß, was sie ertragen, und habe mir das beste ausgesucht, da ich fort geritten bin.« »Also wirst du reiten?« fragte Witiko. »Ich werde reiten«, sagte Sifrid. »Also, höre. Hast du dir alles gemerkt, was heute in dem Kampfe geschehen ist?« fragte Witiko. »Ich habe es mir gemerkt«, antwortete Sifrid. »Wie heißt der Führer der Scharen, die gegen uns gekommen sind?« fragte Witiko. »Es ist Wratislaw, der Herzog von Brünn, ein nichtsnutziger Vetter unseres erleuchten Herzoges Wladislaw«, antwortete Sifrid. »Gut, und wie viele Stunden sind wir seitwärts nach rechts in der Verfolgung gegangen, und wie viele wieder links zu unserem Wege, und wohin sind die meisten der Feinde geritten, und wie heißt der Berg, auf dem wir jetzt stehen?« sagte Witiko. »Wir sind vielleicht drei Stunden gegen Sonnenuntergang hinter den Feinden her gewesen, und sind dann vier oder fünf Stunden wieder in der Richtung gegen Sonnenaufgang gezogen, und die Feinde sind zerstreut gegen Sonnenuntergang geritten, und der Berg, auf dem wir stehen, heißt Braniš«, antwortete Sifrid.
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