Adalbert Stifter - Witiko
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»Die Felder und die Wiesen und den Wald werde ich besehen«, sagte er, »wenn ich einmal des Sommers hier bin, und die Gewächse auf ihnen grünen.«
»Tut es so«, antwortete Huldrik, »und Ihr werdet dann in den Umliegenheiten sehen, daß ein guter Grund zum Bauen ist, und wie jetzt die Wälder in die Fenster des Hauses schauen, so wird der Nahleswald, der Bühelwald, der Thomaswald und das fernere Hochficht von einer Seite, der Blöckenstein und der Seewald und der Hausberg von der andern Seite, und der obere Wald und der Blansko von der dritten Seite in zahlreiche große und breite Fenster schauen, die hoch oben in glatten Mauern sind, und die Bäume und die Gesträuche überragen.«
»Weil schon die Dämmerung beginnt«, sagte Witiko, »so lasse ein Licht auf der Leuchte der Stube anzünden.«
»Ich werde ein Licht anzünden lassen«, entgegnete Huldrik.
Die zwei Männer gingen in die Stube.
Huldrik befahl, daß Regina mit Splittern des fetten Kienholzes der Föhrenstöcke ein Feuer auf der Leuchte errichte.
Regina tat es.
Und als das Feuer brannte, setzten sich Witiko und Huldrik und Raimund und Jakob und Regina an die Leuchte.
Nach einer Zeit kam ein Mann herein, um Witiko zu sehen und zu besuchen. Später kam wieder einer, und dann kamen mehrere, und endlich so viele, daß die Stube kaum hinlänglich Raum gab. Jakob und Regina trugen die Gesiedel aus dem ganzen Hause zusammen, und die Männer saßen umher, aßen Brot und Salz des Hauses, und Witiko redete mit ihnen von verschiedenen Dingen, und von dem Kriege, der im Frühlinge gewesen ist, und der im nächsten Frühlinge sein wird.
Die den weitesten Weg hatten, zündeten zuerst eine Leuchte an, und verfolgten ihre schneeigen Pfade nach heimwärts.
Dann gingen andere, und zuletzt alle.
Witiko dankte ihnen für den Besuch, und bat sie, wieder zu kommen.
Da die Männer fort waren, ging er in seine Kammer, entkleidete sich, und legte sich auf dem Gestelle zur Ruhe, auf welchem ihm Regina aus Stroh und Fellen und weißen groben Linnen ein Lager bereitet hatte. Die andern Bewohner des Hauses suchten auch ihre Schlafstellen.
Als am Abende des zweiten Tages Milch und Brot gegessen worden war, als im Ofen ein Feuer brannte, und als man die Kienstücke auf der Leuchte angezündet hatte, kamen wieder Männer, und es kamen an diesem Abende noch mehr, als an dem vorhergegangenen Abende gekommen waren.
Und so geschah es an dem Abende des dritten Tages und des vierten Tages und des fünften Tages.
An dem fünften Tage verabschiedete sich Witiko von den Männern, und sagte: »Ich reite morgen von diesem Hause fort. Ich werde stets der Worte gedenken, welche ihr hier gesprochen habt, und bitte euch, daß ihr auch dessen möget eingedenk sein, was ich geredet habe.«
Darauf sagte ein alter Mann mit roten Wangen und weißen Haaren: »Du bist gut, junger Witiko, und hast einen treulichen Sinn für uns. Wir werden aller Dinge gedenk sein, und was getan werden muß, das wird getan werden, es wird nichts fehlen, und wir werden schon bestrebt sein. Und so gehabe dich wohl.«
»Gehabe dich wohl, Johannes«, sagte Witiko, »und erhalte dir deine Gesundheit.«
»Wie es Gott will«, antwortete der alte Mann.
»Reite mit Gott, Witiko«, sagte ein anderer alter Mann, »wir werden nicht vergessen, und komme bald wieder.«
»Ich komme, wenn es in der Möglichkeit ist«, sagte Witiko. »Du bist ein gerechter Mann, Witiko«, sprach ein Jüngling, »und wir werden auch tun, was man nicht schmähen kann.«
»Du hast auf dem Berge Wysoka gut gewaltet, und wirst wieder
gut walten«, sprach ein anderer. »Reite wohl, und wenn du wieder kommst, so bleibe lange bei uns«, sagte ein Mann, der ein kleines Häuschen im Wangetschlage hatte.
»Ja, bleibe recht lange bei uns«, sagte ein Greis. »Bleibe bei uns, und siehe, wie es bei uns ist. In dem Walde ist
es nicht schlecht«, sprach ein Mann, der große starke Holzschuhe an den Füßen hatte. »In dem Walde ist ein annehmbares Wohnen«, sagte Witiko. »Wir halten zusammen«, sprach ein alter Mann. »Tut immer so«, sprach Witiko, »und es wird recht sein, und
jeder rechte Mann, der sich bei euch niederläßt, wird auch zu euch halten.«
»Das wird er tun«, sprach der Mann. »Gott beschütze dich in der schweren Zeit, die kommt«, sagte ein Greis.
»Gott beschütze dich«, riefen mehrere.
»Gott beschütze euch, und mögen wir uns fröhlich wieder sehen«, rief Witiko. Und als alle ihren Abschiedsgruß gesagt hatten, und als die
Stube leer war, legte sich Witiko zum letzten Male für diese Zeit in seiner Kammer zur Ruhe. Am nächsten Tage ritt er mit Raimund in den Ort Friedberg.
In Friedberg war er drei Tage.
Dann ritt er noch weiter in den Wald hinunter, wo Häuser waren, die hie und da an Bächen lagen, die aus Tälern hervor sprudelten.
Als er auf die Erhöhung gekommen war, auf welcher die Stifthäuser lagen, von denen ein Bach, den sie die kleine Mihel hießen, gegen Mittag floß, um sich in dem Lande Bayern mit der großen Mihel zu vereinigen, wendete er sich um, und ritt wieder nach Friedberg zurück.
Es war ein Saumpfad, der von Friedberg durch den hohen Wald nach Bayern hinaus führte, und der auch im Winter betreten und gangbar war. Auf diesem Pfade ritt Witiko durch den Wald hinan, bis er zu der Stelle gelangte, auf welcher die Säule des heiligen Apostels Thomas gestanden war.
Auf dieser Stelle hielt er an.
Er blickte vor sich nach Bayern hinaus. Es waren dunkle und weiße Streifen bis an die Alpen dahin. Die Alpen waren blauer und schärfer, als er sie im Sommer gesehen hatte, und der Schnee war klar in ihren Spalten, in ihren Mulden, und auf ihren sanften Hängen. Dann wendete er sich um, und sah in das Land Böhmen. Der breite dunkle Wald ging in Schimmerreif hinunter, die Moldau war verhüllt, und jenseits war wieder dunkler stiller und bereifter Wald. Witiko sah den blauen Zug der Schönebene, des Hochfichtes, des Blöckensteines und der Seewand. Er sah den blauen Blansko. Er sah auch den Kreuzberg, der in Mitternacht von dem oberen Plane steht.
Von der Stelle des heiligen Apostels Thomas ritt er wieder nach Friedberg zurück, und ritt noch an dem nämlichen Tage nach Plan.
In Plan forschte er nach dem, was in seiner Abwesenheit geschehen war, und fragte nach verschiedenen Dingen.
Der Schmied und Tom Johannes, der Fiedler, und David, der Zimmerer, und Zacharias, der Schenke, sagten ihm, daß eine große Zahl von Lanzenschäften fertig und mit guten Eisenspitzen versehen ist, daß junge und alte Männer reiten, daß sich alle üben, und daß Gewand in Bereitschaft ist.
Witiko besah, und durchforschte selber alles.
Dann ritt er nach Ogfolds Heide und in die Gefilde von Tiš und Elhenic, und von da wieder links gegen den höheren Wald bis an jene Stellen, wo der eine der zwei Moldaufäden, den sie die kalte Moldau hießen, aus der dicken Wildnis hervor rann.
Als er zurückgekehrt war, blieb er mehrere Tage in Plan.
Dann ritt er zu Rowno, zu Osel, zu Diet von Wettern und zu Hermann von Attes.
Dann kam er wieder nach Plan, und setzte fort, was er begonnen hatte.
Es nahete endlich der Ausgang des Monates März, und der Schnee begann, hinweg zu schmelzen. Die Moldau hatte ihr Eis von sich geschoben, und floß wieder mit dem dunkeln Wasser dahin, und an sonnigen Lehnen schauten schon manche befreite Stellen des Bodens hervor.
Da erschien ein Bote in dem Walde. Der Bote sagte, man solle zum Kriege rüsten. Der Herzog werde in dem ersten Frühlinge gegen Mähren ziehen, um die mährischen Fürsten zur Demut zu bringen. An den Städten Beneschau, Domašin, Pilgram, Caslau und Wilimow werden die Versammlungen sein.
Als der Bote diese Nachricht gesagt hatte, ging er gegen den schwarzen Bach und gegen die untere Moldau hinab.
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