Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
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»Aber mir fehlt wirklich nichts.«
»Um so besser.«
Rolande stand plötzlich im Zimmer. Sie sah Marthe an. Das Mädchen sagte nichts mehr. Unruhig sah es Ravic an. Er untersuchte sie genau.
»Aber es ist nichts, Doktor. Sie wissen doch, wie vorsichtig ich bin.«
Ravic erwiderte nichts. Das Mädchen redete weiter — stockte und begann wieder. Ravic machte einen Abstrich und untersuchte ihn.
»Du bist krank, Marthe«, sagte er.
»Was?« Sie war mit einem Sprung auf. »Das kann nicht stimmen.«
»Es stimmt.«
Sie sah ihn an. Dann brach sie plötzlich los — eine Flut von Flüchen und Verwünschungen. »Dieses Schwein! Dieses gottverdammte Schwein! Ich habe ihm gleich nicht getraut, diesem glatten Aas! Student wäre er, sagte er, müsse es doch wissen, er wäre ja Medizinstudent, dieser Lump!«
»Warum hast du nicht aufgepaßt?«
»Ich habe ja aufgepaßt, aber es ging so schnell, und er sagte, als Student...« Ravic nickte. Die alte Sache — ein Medizinstudent, der sich einen Tripper geholt und selbst behandelt hatte. Nach zwei Wochen hatte er sich für gesund gehalten, ohne eine Reaktion zu machen.
»Wie lange wird es dauern, Doktor?«
»Sechs Wochen.« Ravic wußte, daß es länger dauern würde.
»Sechs Wochen?« Sechs Wochen kein Verdienst. Ins Hospital? »Muß ich ins Hospital?«
»Wir werden sehen. Vielleicht können wir dich später zu Hause behandeln — wenn du versprichst...«
»Ich verspreche alles! Nur nicht ins Hospital!«
»Zuerst mußt du hinein. Es geht nicht anders.«
Das Mädchen starrte Ravic an. Das Hospital war bei allen Huren gefürchtet. Die Aufsicht dort war sehr streng. Aber es war anders unmöglich. Zu Hause würden sie, trotz aller Versprechungen, nach ein paar Tagen heimlich ausgehen und sich Männer suchen, um sich etwas zu verdienen, und sie anstecken.
»Die Madame zahlt die Kosten«, sagte Ravic.
»Aber ich! Ich! Sechs Wochen ohne Verdienst. Und ich habe mir gerade einen Silberfuchs auf Abzahlung gekauft . Die Rate verfällt dann, und alles ist weg.«
Sie weinte. »Komm, Marthe«, sagte Rolande.
»Sie nehmen mich nicht wieder! Ich weiß es!« Marthe schluchzte stärker. »Sie nehmen mich nicht wieder nachher! Sie tun das nie! Dann muß ich auf die Straße. Und alles wegen diesem glatten Hund...«
»Wir nehmen dich wieder. Du warst gutes Geschäft . Die Kunden mögen dich.«
»Wirklich?« Marthe sah auf.
»Natürlich. Und nun komm.«
Marthe ging mit Rolande hinaus. Ravic sah ihr nach. Sie würde nicht wiederkommen. Madame war viel zu vorsichtig. Ihre nächste Etappe waren vielleicht noch die billigen Bordelle an der Rue Blondel. Dann die Straße. Dann Koks, Hospital, Blumen oder Zigarettenhandel. Oder, wenn sie Glück hatte, ein Louis, der sie prügelte, ausnutzte und sie später ’rausschmiß.
Der Speisesaal des Hôtels International lag unter der Erde. Die Bewohner nannten ihn deshalb die Katakombe. Er bekam tagsüber etwas trübes Licht durch einige dicke Milchglasscheiben, die einen Teil des Hofes bildeten; im Winter mußte er den ganzen Tag erleuchtet werden. Der Raum war gleichzeitig Rauchzimmer, Schreibzimmer, Halle, Versammlungsraum und die Rettung der Emigranten, die keine Papiere hatten — sie konnten, wenn die Polizei kontrollierte, durch ihn zum Hof in eine Garage und von dort auf die gegenüberliegende Straße entkommen.
Ravic saß mit dem Portier des Nachtklubs Scheherazade, Boris Morosow, in einer Ecke der Katakombe, die von der Wirtin der Palmenraum genannt wurde; eine jammervolle Palme in einem Majolikakübel auf einem dünnbeinigen Tischchen fristete dort ihr Leben. Morosow lebte seit fünfzehn Jahren in Paris. Er war ein Refugié vom ersten Weltkrieg, einer der wenigen Russen, die nicht in Garderegimentern gedient haben wollten und die nicht über ihre adlige Familie sprachen.
Sie spielten Schach. Die Katakombe war leer, bis auf einen Tisch, an dem einige Leute saßen und tranken und laut redeten und alle paar Minuten einen Toast ausbrachten.
Morosow sah sich ärgerlich um. »Kannst du mir erklären, Ravic, warum hier heute abend so ein Radau ist? Warum gehen diese Emigranten nicht schlafen?«
Ravic lachte. »Diese Emigranten da in der Ecke gehen mich nichts an. Das ist die faschistische Sektion des Hotels.«
»Spanien? Da warst du doch auch?«
»Ja, aber auf der anderen Seite. Außerdem als Arzt. Das da sind spanische Monarchisten, faschistisch verbrämt. Der Rest der Gesellschaft; die anderen sind längst drüben. Diese konnten sich noch nicht ganz entschließen. Franco war ihnen nicht fein genug. Die Mohren, die die Spanier schlachteten, haben sie natürlich nicht gestört.«
Morosow stellte seine Figuren auf. »Feiern dann wahrscheinlich das Massaker von Guernica. Oder den Sieg italienischer und deutscher Maschinengewehre über Bergarbeiter und Bauern. Habe die Brüder noch nie hier gesehen.«
»Sie sind seit Jahren hier. Du siehst sie nicht, weil du nie hier ißt.«
»Ißt du hier?«
»Nein.«
Morosow grinste. »Gut«, sagte er, »schenken wir uns meine nächste Frage und deine Antwort, die bestimmt beleidigend sein würde. Meinetwegen können sie hier geboren sein. Sie sollen nur leise reden. Hier — das gute, alte Damengambit.«
Ravic zog den gegenüberliegenden Bauern. Sie machten die ersten Züge rasch. Dann begann Morosow zu brüten. »Es gibt da eine Variante von Aljechin...«
Einer der Spanier kam herüber. Es war ein Mann mit eng zusammenstehenden Augen. Er blieb neben dem Tisch stehen. Morosow blickte ihn mißvergnügt an. Der Spanier stand nicht ganz gerade. »Meine Herren«, sagte er höflich. »Oberst Gomez bittet Sie, ein Glas Wein mit ihm zu trinken.«
»Mein Herr«, erwiderte Morosow ebenso höflich. »Wir spielen hier soeben eine Partie Schach um die Meisterschaft des XVII. Arrondissements. Wir danken verbindlichst, aber wir können nicht kommen.«
Der Spanier verzog keine Miene. Er wandte sich an Ravic mit einer Formalität, als wäre er am Hofe Philipps II. »Sie haben Oberst Gomez vor einiger Zeit eine Freundlichkeit erwiesen. Er möchte vor seiner Abreise deshalb gern ein Glas mit Ihnen trinken.«
»Mein Partner«, erwiderte Ravic ebenso formell, »hat Ihnen bereits erklärt, daß wir die Partie heute spielen müssen. Danken Sie dem Obersten Gomez. Ich bedaure sehr.«
Der Spanier verbeugte sich und ging zurück. Morosow schmunzelte. »Ganz wie die Russen in den ersten Jahren. Hielten sich an ihre Titel und Manieren wie an Schwimmgürteln. Was für eine Freundlichkeit hast du dem Hottentotten erwiesen?«
»Ich habe ihm einmal ein Abführmittel verschrieben. Lateinische Völker halten sehr auf gute Verdauung.«
»Nicht schlecht.« Morosow blinzelte. »Die alte Schwäche der Demokratie. Ein Faschist in derselben Lage hätte einem Demokraten Arsenik gegeben.«
Der Spanier kam zurück. »Mein Name ist Oberleutnant Navarro«, erklärte er mit dem schweren Ernst eines Mannes, der zuviel getrunken hat und es nicht weiß. »Ich bin der Adjutant des Obersten Gomez. Der Oberst verläßt Paris diese Nacht. Er geht nach Spanien, um sich der glorreichen Armee des Generalissimus Franco anzuschließen. Er möchte deshalb mit Ihnen ein Glas auf Spaniens Freiheit und Spaniens Armee trinken.«
»Oberleutnant Navarro«, sagte Ravic kurz. »Ich bin kein Spanier.«
»Wir wissen das; Sie sind ein Deutscher.« Navarro zeigte den Schatten eines konspiratorischen Lächelns. »Das ist gerade der Grund für den Wunsch des Obersten Gomez. Deutschland und Spanien sind Freunde.«
Ravic sah Morosow an. Die Ironie der Situation war stark. Es zuckte um Morosows Mund. »Oberleutnant Navarro«, sagte er. »Ich bedaure, darauf bestehen zu müssen, diese Partie mit Doktor Ravic zu beenden. Die Resultate müssen heute nacht noch nach New York und Kalkutta gekabelt werden.«
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