Lucy Montgomery - Anne auf Green Gables

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Anne auf Green Gables: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie sollen die Cuthberts nur mit der springlebendigen Anne zurechtkommen, die für allerhand Trubel und Aufregung in ihrem bisher so beschaulichen Leben sorgt? Die liebenswerte Geschichte einer 13-jährigen Waise, die von einem älteren Paar adoptiert wird und Kindheit sowie Jugend auf der Farm Green Gables verbringt.

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»Ich weiß nicht«, antwortet Matthew.

»Das muss ich dann also noch herausfinden. Ist es nicht eine herrliche Vorstellung, dass es noch so viele Dinge zu erforschen gibt? Ich bin so froh, dass ich auf der Welt bin. Die Welt ist so interessant! Und wenn wir schon alles wüssten, wäre sie nur halb so schön, nicht wahr? Man hätte überhaupt keinen Raum für Phantasie, oder? Aber ich rede wohl mal wieder zu viel. Das habe ich schon oft zu hören bekommen. Soll ich still den Mund halten? Wenn es sein muss, kann ich auch still sein, obwohl es mir, ehrlich gesagt, ziemlich schwer fällt.« Zu seinem eigenen Erstaunen fühlte Matthew sich wohl. Wie viele stille Menschen war er gern mit Leuten zusammen, die von sich aus den größten Teil der Unterhaltung bestritten und von ihrem Gegenüber nicht allzu viel erwarteten. Aber er hätte es sich nicht träumen lassen, dass er die Gegenwart eines kleinen Mädchens so genießen könnte. Frauen waren ja schon schlimm genug, doch kleine Mädchen waren noch viel schrecklicher. Er konnte es nicht ausstehen, wie sie an ihm vorbeihuschten und ihm versteckte Seitenblicke zuwarfen, so als müssten sie befürchten, dass er sie bei lebendigem Leibe fressen würde. Wohlerzogene kleine Mädchen in Avonlea waren eben so. Aber diese sommersprossige kleine Hexe war ganz anders, und obgleich er bei seiner eher langsamen Denkweise einige Mühe hatte, mit dem Tempo ihrer Gedankensprünge mitzuhalten, merkte er ziemlich schnell, dass ihm das Geplauder der Kleinen eigentlich gut gefiel.

Also sagte er, scheu wie immer: »Nein, nein, rede nur so viel, wie du willst. Mir macht das nichts aus.«

»Oh, ich bin ja so froh! Ich weiß jetzt schon: Wir zwei werden uns gut verstehen. Es ist eine große Erleichterung, wenn man reden kann, wann immer man Lust dazu hat, und sich nicht immer sagen lassen muss, dass Kinder nur sprechen sollen, wenn sie etwas gefragt werden. Das habe ich bestimmt schon zehntausendmal gehört. Und oft lachen die Leute mich aus, weil ich angeblich so große, geschwollene Worte benutze. Aber wenn man große Gedanken hat, muss man doch auch große Worte dafür haben, oder was meinen Sie?«

»Hm, tja . .. das klingt einleuchtend«, sagte Matthew.

»Mrs Spencer hat mir erzählt, dass Ihre Farm >Green Gables< heißt. Ich habe sie über alles ausgefragt. Und als sie mir sagte, dass sie ganz von Bäumen umstanden sei, war ich glücklicher denn je. Ich liebe Bäume! Beim Waisenhaus gab es überhaupt keine, nur so ein paar mickrige kleine Stämmchen an der Straße. Sie hatten einen weißen Zaun um sich und sahen selbst wie Waisenkinder aus. Immer wenn ich sie ansah, kamen mir fast die Tränen. Dann versuchte ich sie zu trösten: >Ach, ihr armen kleinen Bäumchen! Wenn ihr doch nur in einem großen Wald inmitten lauter anderer Bäume stehen könntet! Dann würden grünes Moos und Glockenblumen um eure Wurzeln wachsen, in euren Zweigen würden Vögel zwitschern und vielleicht sogar ein Bach in eurer Nähe rieseln, In einer solchen Umgebung könntet dann auch ihr fröhlich wachsen, nicht wahr? Hier aber müsst ihr für immer und ewig klein und mickrig bleiben. Ich weiß genau, wie euch zu Mute ist.< Als ich sie heute Morgen zurücklassen musste, war ich richtig traurig. Man fühlt sich den Dingen mit der Zeit verbunden, nicht wahr? Gibt es einen Bach in der Nähe von Green Gables? Ich habe vergessen, Mrs Spencer danach zu fragen.«

»Ja, es gibt einen, gleich hinter dem Haus.«

»Himmlisch! Ich habe immer davon geträumt, in der Nähe eines Baches zu wohnen. Aber ich habe nie gedacht, dass es einmal Wirklichkeit werden könnte. Nicht alle Träume werden wahr, so ist es doch, Mr Cuthbert? Wäre es nicht wunderbar, wenn sie immer wahr würden? Aber heute bin ich auch so schon fast glücklich. So richtig glücklich kann ich nie sein, weil... meine Haare ... wie würden Sie diese Farbe nennen?«

Bei diesen Worten hielt die Kleine einen ihrer langen, glänzenden Zöpfe hoch. Matthew war in der Beurteilung weiblicher Locken nicht gerade erfahren, aber in diesem Fall gab es keinerlei Zweifel.

»Rot, oder?«

Mit einem tiefen Seufzer, der allen Kummer ihres jungen Lebens verriet, ließ das Mädchen den Zopf wieder fallen.

»Ja, meine Haare sind rot«, sagte sie verdrossen. »Jetzt verstehen Sie, warum ich nie vollkommen glücklich sein kann. Kein Mensch mit roten Haaren könnte das. Alles andere macht mir nicht so viel aus. Die Sommersprossen, die grünen Augen, meine hagere Figur. Ich kann mir ja immer vorstellen, ich hätte einen lilienweißen Teint und große veilchenblaue Augen. Sogar Grübchen in den Ellenbogen kann ich mir vorstellen. Nur meine roten Haare, die kann ich nicht wegträumen, sosehr ich es auch versuche. Ich kann mir tausendmal einreden: >Meine Haare sind schwarz, raben schwarz< - ich weiß trotzdem, dass sie rot sind, und darüber komme ich nicht hinweg. In einem Roman habe ich einmal etwas über ein wunderschönes Mädchen gelesen. Natürlich hatte es keine roten Haare - im Gegenteil, >goldene Locken umrahmten seine Alabasterstirn<. Was ist eine Alabasterstirn? Ich konnte es nie herausfinden. Können Sie es mir sagen?«

»Hm, nein ... leider nicht«, bedauerte Matthew, dem langsam etwas schwindelig wurde. So hatte er sich als Kind gefühlt, wenn er mit einem Karussell gefahren war.

»Es muss auf jeden Fall etwas Wunderbares sein, denn sie war von überirdischer Schönheit. Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, von überirdischer Schönheit zu sein?«

»Nein, noch nie«, gestand Matthew aufrichtig.

»Ich habe es mir schon oft vorgestellt. Was möchten Sie lieber sein: von überirdischer Schönheit, klug und weise oder engelsgleich gut?«

»Nun ja ... ich weiß nicht genau.«

»Ich weiß es auch nicht. Ich kann mich nie entschieden. Aber das macht ja nichts, ich werde sowieso keins davon sein, engelsgleich gut am allerwenigsten. Mrs Spencer sagt . . . Oh, Mr Cuthbert, Mr Cuthbert!«

Das war es natürlich nicht, was Mrs Spencer sagte. Aber der Kleinen hatte es die Sprache verschlagen. Der Wagen war nach einer scharfen Kurve in die »Avenue« eingebogen. So nannten die Leute in Newbridge die eine halbe Meile lange, von ausladenden, alten Apfelbäumen überdachte Allee, die ein schrulliger alter Farmer vor langer Zeit angelegt hatte. Über ihren Köpfen wölbte sich ein dichter Baldachin aus schneeweißen, duftenden Blüten und unterhalb der Äste erschien die rote untergehende Sonne wie ein farbiges rundes Fenster hinter dem Hochaltar einer riesigen Kathedrale.

Das Mädchen war völlig überwältigt und blieb auch dann noch stumm, als sie das kleine Dorf Newbridge schon längst hinter sich gelassen hatten.

»Du bist wahrscheinlich müde und hungrig«, brach Matthew endlich das Schweigen. »Aber es ist nicht mehr weit, nur noch eine Meile.« Mit einem tiefen Seufzer erwachte die Kleine aus ihren Tagträumen. »Oh, Mr Cuthbert«, flüsterte sie, »was war das für eine weiße Pracht, durch die wir da gefahren sind?«

»Hm, du meinst wohl die >Avenue<���«, antwortete Matthew nach kurzem Nachdenken. »Hübsch, nicht?«

»Hübsch? Das ist nicht das richtige Wort. Und >schön< ist es auch nicht, beide reichen nicht aus, um es zu beschreiben. Es war wundervoll! Das ist das erste Mal, dass ich etwas gesehen habe, das in meinen Träumen nicht schöner sein könnte. Das hat richtig weh getan, hier« - sie zeigte auf ihre Brust - »aber es war ein höchst angenehmer Schmerz. Haben Sie schon einmal einen solchen Schmerz verspürt, Mr Cuthbert?«

»Nein, nicht dass ich wüsste.«

»Man sollte so einen wundervollen Ort nicht einfach >Avenue< nennen, das ist viel zu nichts sagend. Ich werde ihn . . . Moment mal ... ja, ich werde ihn die >Weiße-Blütentraum-Allee< nennen. Ist das nicht ein wunderbarer Name? - Müssen wir wirklich nur noch eine Meile fahren, bis wir zu Hause sind? Ich bin froh und traurig zugleich. Die Fahrt ist so interessant, von mir aus könnte es immer so weitergehen. Aber ich freue mich auch nach Hause zu kommen. Solange ich denken kann, habe ich noch nie ein Zuhause gehabt. Oh, ist das schön!«

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