Hendrik Conscience - König Oriand

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»Bezaubert!« murmelte Mattabruna.

»In der That, bezaubert durch die unaussprechliche Anmuth des Fräuleins und durch die Sanftheit ihrer großen blauen Augen, Niemand von uns konnte diesem Blick widerstehen; Alle, die ihm begegneten, fühlten sich bewegt durch einen geheimen Einfluß, durch Ehrfurcht, Zuneigung, Bewunderung.«

»Sicher, durch eine geheimnißvolle Kraft, bestätigte Mattabruna. Hast du je Weiber mit solchem Blick gesehen?«

»Niemals, Fürstin.«

»Weißt du, von woher diese verborgene Kraft kommt?«

»Nein. Es ist Zauberei, Teufelskunst.«

»Zauberei? In der That, es ist dem ähnlich!« murmelte Savary mit einem tiefen Seufzer.

»Und der König, mein Sohn, wurde so verliebt in Beatrix van Halkiyn?«

»Ja, Fürstin.«

»Und sie?«

»Sie zeigte gleichfalls eine große Neigung für ihren Retter.«

»Das Uebrige kann ich rathen,« flüsterte die Königin, mit beklommener Wuth und neidischem Spott. Mein Sohn, bezaubert, und durch eine geheime Kraft nach einem bestimmten Ziele hingetrieben, hat ihr seine Hand und Krone angeboten. Ihre Zustimmung war zum Voraus gewiß, und man hat an Ort und Stelle oder in einem nächstgelegenen Dorfe einen Priester gefunden, um die Ehe einzusegnen.

»So, wie Ihr sagt, Fürstin.«

»Und dieses Alles ist geschehen in Gegenwart Eures Gebieters Markus? Er hat also nichts versucht, um den König vor der Vorführung zu bewahren?«

»Ich glaube es, Fürstin, aber ich weiß es nicht.«

»Konnte er denn meinem Sohne nicht begreiflich machen, daß er der Spielball einer verborgenen Macht wäre, einer höllischen Berückung, eines Teufelswerkes?«

»O, Fürstin, beschuldigt deswegen meinen Herrn nicht,« antwortete Savary traurig. »Ein Ritter, der alte Warnfried van Driesthem flüsterte das Wort Zauberei in des Königs Ohr. – Jetzt begreif ich den schrecklichen Sinn dieses Wortes. – Der König sprang auf, als hätte ihn eine giftige Schlange gebissen; er hob tobend sein Schwert in die Höhe und gedachte Warnfried das Haupt zu spalten. Glücklicher Weise hielt Beatrix seinen Arm zurück und besänftigte ihn ganz. Warnfried überzeugte den König, daß er sich über die Bedeutung seiner Worte getäuscht hätte; und der unwiderstehliche Liebreiz der Beatrix brachte es so weit, daß unser Fürst seinen Diener Warnfried um Verzeihung bat und ihn als versöhnten Freund umarmte . . . Ist meine Erzählung Euch peinlich, Fürstin?«

»Solche Macht über meinen Sohn?« seufzte Mattabruna. »Ach, mein Herz zuckt krampfhaft zusammen. Möge er kommen mit seiner höllischen Verführerin; sie soll wissen, wer ich bin!«

»Mit Eurer Erlaubniß, Fürstin, seht hier, was mein Gebieter mir vor Allem Euch zu sagen auftrug. Der König hat, während er Warnfried Gnade schenkte, in Gegenwart vieler Ritter bei einem theuren Eide geschworen, daß er unerbittlich alle diejenigen tödten und martern lassen wird, die noch ein ein einziges Wort zu sprechen wagen, das Beatrix van Halkiyn unangenehm sein kann, oder nicht von einer grenzenlosen Ehrerbietung zeugt. Er schwor, er würde sie vor dem geringsten Verdruß bewahren und sie mit Gefahr seiner Krone und seines Lebens gegen die ganze Welt vertheidigen.«

»Aber gegen mich? Ich bin seine Mutter!«

»Selbst gegen seine Mutter, Fürstin. Er hat es ausdrücklich gesagt, so daß jeder es hörte.«

Mattabruna konnte ihre Wuth nicht mehr bezwingen. Sie brummte Verwünschungen und knirschte mit den Zähnen; aber das Gefühl ihrer Ohnmacht schlug ihren Trotz danieder und sie beugte verzweiflungsvoll den Kopf. Beschämt über ihre Bestürzung im Beisein eines Dieners, rief sie endlich:

»Warum ist dein Gebieten Markus nicht selbst gekommen, um mir diese gräulichen Nachrichten zu bringen?

»Er durfte nicht, Fürstin, war die Antwort. Der König hat ihm geboten, immer in der Nähe der Königin zu bleiben, um über sie zu wachen, um dem geringsten Wink ihrer Augen Gehorsam zu verschaffen. Mein Herr zeigt sich dienstfertig und ehrerbietig gegen die Königin; so gewinnt er ihre Gunst und behält des Königs Vertrauen. Er räth Euch ebenso zu handeln, bis . . . «

»Bis wann? murrte Mattabruna, über sein Zögern verwundert.

»Bis mein Gebieter Euch selbst gesprochen habe. Meine Botschaft ist ganz ausgeführt, Fürstin.«

Mattabruna überreichte ihm noch ein paar Goldstücke und wies ihm die Thür.

»Euer unterthänigster und ergebenster Diener,« sagte Savary zurückschreitend. Kann mein Leben jemals Euch zu etwas nützlich sein, fordert es; ich werde Euch mit Freuden mein Blut geben.«

»Es ist gut, geh in Frieden, flüsterte Mattabruna. Wer weiß? Vielleicht werde ich es einmal von dir verlangen. Wenn es dir dann nicht an Muth gebricht . . .

»Für solch eine freigebige Fürstin gehe ich selbst durch das Feuer der Hölle! bekräftigte der Jäger, indem er zur Thüre hinausging.

Lange blieb Mattabruna den Kopf in die Hände gestützt sitzen, und erwog die Gefahr, die sie bedrohte, und die Mittel, um sie abzuwehren. Zuerst träumte sie die gewaltthätigsten und blutigsten Träume; aber allmählich kam sie zu dem Resultate, daß Markus Recht hätte und daß man mit List zu Werke gehen und Verführung gegen Vorführung stellen müßte, um Oriand der Macht seiner Gattin zu entreißen. Das erforderte vielleicht Zeit; man müßte Geduld haben und heimlich handeln; denn bei der geringsten Unvorsichtigkeit konnte des Königs Wuth, wie ein zerschmetterndes Unwetter, Tod und Vernichtung um sich her streuen, ja bis in den Palast, bis auf den Thron! Hatte er nicht geschworen, er würde selbst seine Mutter nicht schonen? Mattabruna rief den Hofschreiber und ließ sich des Königs Brief vorlesen. Dieser enthielt die Nachricht von seiner Vermählung und meldete ihr, daß er erst in acht Tagen mit seiner Braut ankommen würde. Diese Bestimmung wäre getroffen worden, weil die junge Fürstin noch unpäßlich wäre in Folge der ausgestandenen Angst; aber vorzüglich, weil der König seine Gemahlin mit aller Feierlichkeit empfangen sehen und weil er jedermann die nöthige Zeit zu den Vorbereitungen dieses Empfangs gönnen wollte. Er hätte besondere Boten nach allen Grafschaften und nach allen Gauen entsendet, um die Ritter zum Feste einzuladen, und er bäte seine Mutter, ihrerseits weder Mühe noch Geld zu sparen, um seiner Braut einen prächtigen, ehrerbietigen und fröhlichen Willkommen zu bereiten.

Einen Augenblick wurde Mattabruna beim Anhören dieses Briefes gerührt und es erschien ein Lächeln der Zufriedenheit auf ihren Lippen. Die Worte des Briefes waren auch so zärtlich und so lieblich! Wohl sechsmal nannte Oriand sie »liebe Mutter, allerliebste Mutter« und anstatt in rauhem Tone zu gebieten, entschuldigte er sich wegen der Dringlichkeit seines Verlangens und bat und flehte wie jemand, der um eine Gunst ersucht.

Aber dann fuhr ihr der ärgerliche Gedanke durch den Kopf, die ungewöhnliche Sanftmuth ihres Sohnes wäre nichts anderes als der Beweis von der unbegreiflichen Macht der Beatrix über sein Gemüth. Ihr Herz schwoll an von Neid und Rachsucht und jedes fernere Wort des Briefes war wie ein Dolchstich, der ihr das Herz durchbohrte.

Sie schickte den Schreiber mit schlecht verhaltener Erbitterung fort, und verließ das Zimmer, um alle Hofbediente zusammen rufen zu lassen und ihnen Befehle auszutheilen zum feierlichen Empfang ihrer neuen Königin.

III

Der feierliche Tag war erschienen.

Goldene Tücher und rothe Gewänder zierten die Giebel des Palastes; an allen Fenstern und sogar bis zu den Spitzen der Wachtthürme hinauf prangten vielfarbige Banner, wehende Flaggen und flatternde Wimpel.

An der rechten Seite des Vorhofs hatte man auf einem breiten Holzgerüst einen Thron errichtet. Von dort bis draußen vor der Zugbrücke lag ein kostbarer Teppich, den Weg anzeigend, den die Königin verfolgen würde. Dieser Weg war mit Rosen und Blumen von allerlei Farben bestreut; und als ob dieß nicht hinreichend gewesen wäre, um die Luft mit Balsamdüften zu erfüllen, so standen da zwei Reihen Fußgestelle mit goldenen Schaalen, worin die wohlriechenden Harze des Morgenlandes im Ueberfluß brannten.

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