Juhani Aho - Schweres Blut

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Juha und seine Frau Marja leben in einer bäuerlichen Idylle in einfachen Verhältnissen auf dem Land. Sie bewirtschaften einen Bauernhof. Eines Tages erscheint vor ihrem Grundstück ein Fremder (Shemeikka) und bittet Juha um Hilfe. Das Paar beherbergt Shemeikka für die Nacht. Während Juha nicht im Haus ist, wird seine Frau von Shemeikka verführt, der sie zudem auffordert, Juha zu verlassen und mit ihm in die Stadt zu kommen. Marja ist zunächst skeptisch, entschließt sich jedoch, nachdem sie noch einmal über ihre Situation vor Ort nachgedacht hat (sie muss den Haushalt führen und leidet unter dem patriarchal-autoritären Gehabe Juhas), ihren Mann zu verlassen. Heimlich schleicht sie sich davon. Juha schmiedet Rachegedanken und greift zur Axt. Marja kehrt zurück. Was wird Shemeikka machen und wie wird sich Marja zu Juha verhalten? Endet der Roman tragisch?

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»Jetzt ist es gut – jetzt wird sie sitzen.«

Schemeikka drehte sie wieder um, entfernte sich, näherte sich und machte einige Schritte um sie herum, indem er Juhas Bewegungen nachahmte:

»Jetzt ist die Liebste, wie sie sein muß – so ist's – so ist's! gewiß – ja gewiß! und er summte dazu wie vorhin Juha, und Marja brach in ein schallendes Gelächter aus, und Schemeikka fiel ein.

Plötzlich, schnell wie eine Katze, hatte Schemeikka mit beiden Händen Marjas Gelenke erfaßt.

»Es ist noch eine andere Sitte in unserem Lande.«

»Was für eine Sitte?«

Marja will ihm mutig ins Auge sehen und sieht ihn trotzig, ohne Furcht, ohne Wanken, aber mit gespannten Zügen und auch mit heiß brennender Stirn an.

»Was für eine Sitte?«

Schemeikkas Gesicht war ihr so nahe, daß es ihr dunkel vor den Augen wurde.

»Für die Brautspange erhält der Bräutigam einen Kuß zum Lohn.«

»Er kommt!«

Sie flüsterte es. Man hörte Juha kommen, zwei Schritte, der eine schwerer als der andere, auf dem knarrenden Fußboden des Flures.

Schemeikka ließ Marja los, schob sie mit raschem Schwung gegen die Tür auf Juha zu.

»Jetzt ist die Liebste, wie sie sein muß! Da ist sie in Seide und Gold! Sieh, ist sie nicht schmuck so?«

»Das ist sie, das ist sie – gewiß, ja gewiß.«

Genau, wie ihn Schemeikka vorhin nachgemacht hatte! – er tat ein paar Schritte, drehte sich herum. Und Marja und Schemeikka brachen darüber zusammen in ein neues Gelächter aus, gerade wie vorhin.

Juha aber warf – ein wenig prahlerisch – eine Handvoll Silbergeld auf den Tisch.

»Da ist für das Tuch und die Spange. Ich frage nicht nach dem Preis – nimm, was es kosten mag.«

Schemeikka nahm das kleinste Geldstück, warf es in die Höhe, knipste mit den Fingern, fing es auf und ließ es in die Tasche gleiten.

»Weshalb nimmst du nur das?«

»Das ist auch schon zuviel.«

»Warum schenkst du mir denn aber etwas?«

»Damit du mir ein Gegengeschenk machen kannst.«

»Wenn er das aber schon getan hat!« entfuhr es Marja.

»Was denn? – ach so!«

Sollte er es wirklich erraten haben – das Vorhaben der Teerbrenner, und wollte sich so auf feinfühlige Weise erkenntlich zeigen? Das ist ein rechter Kerl, ein braver Mann! Und Juha hatte nicht oft einen Gast mit so warmem Herzen zu Tisch gebeten wie jetzt Schemeikka zu der harrenden Mahlzeit, zu der Marja, mit dem schmucken Tuch um die Schultern und der leuchtenden Spange auf der Brust und mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen, von der Stube in den Vorratsspeicher und von dem Vorratsspeicher in die Stube eilend, immer neue gute Sachen herbeitrug.

Es wurde gegessen, und nach dem Essen wurde noch von Schemeikkas süßem Schnaps getrunken. Und zu dreien wurde geplaudert. Schemeikka schien Marja gar nicht zu sehen, mitunter nur blickte er lässig nach ihr hin, während er zurückgelehnt auf der Bank saß, die Beine schlank, gerade auf die Diele hinaus gestreckt, die Sehnen und Muskeln in Ruhe nach dem guten Bad und dem satten Mahl – die Arme auf der Brust verschränkt und die Hand von Zeit zu Zeit nach dem silbernen Becher langend. So saß er und erzählte von seinen Reisen, von seinen Fahrten zu Wasser und zu Lande und wo er sich sonst in fremden Reichen und fernen Städten herumgetrieben hatte – und lobte ein wenig sich selbst und seine Geschäfte und sein Tun, so daß Juha dann und wann meinte: »Nicht doch – ach so – na, das ist ja ...« Dann aber schien er müde zu werden und begann zu gähnen, und er fragte, ob er in der Badestube sich niederlegen oder hier im Haus auf der Bank sich ausstrecken dürfe. Morgen müsse er wieder auf und davon.

»Im Speicher wäre Platz,« sagte Marja. »Führ ihn hin, Juha!«

Juha ging voraus, um den Weg zu zeigen. Schemeikka ging mit, wandte sich aber auf dem Flur um und kam in die Stube zurück.

»Hast du etwas vergessen?« fragte Marja.

»Ich habe ja den Ranzen ganz vergessen.«

»Da hast du freilich nicht wenig vergessen: den Ranzen!«

Schemeikka nahm ihn an einem Achselband auf die Schulter, während Marja an dem anderen half. Die linke Hand hatte er an dem Band, die rechte war frei.

»Ist noch etwas hier?«

»Die Mütze noch.«

Marja nahm sie von der Bank und brachte sie. Da packte Schemeikka Marja unter den einen Arm und drückte sie an seine Brust und hielt sie da einen Augenblick. Ließ sie dann los, als ob nichts geschehen wäre, sagte nichts und ging. Und auch Marja brachte kein Wort hervor. Sie blieb nur mit Schemeikkas Mütze in der Hand stehen. Juha erschien in der Tür. Marja warf ihm die Mütze zu und wollte hinausschlüpfen.

»Bring dem Fremden die Mütze!«

Aber Juha stand in der Tür, vertrat ihr den Weg, und sein Mund und seine Augen lächelten.

»Was willst du?« Marja rief es fast schreiend das Auge kalt und scharf wie eine Messerspitze.

»I–ich wo–wollte was trinken« stotterte Juha.

»Du hast doch schon.«

»Ja, ja, aber mi–mir ... ich habe so viel Salziges ...«

»Da, nimm!«

Marja schob ihm den Holzkrug mit verdünnter Sauermilch vom Tisch zu. Juha wollte etwas sagen. Er brachte es nicht heraus, dafür trank er Milch aus dem Kruge. Erst dann bekam er Mut.

»Wo–wo wi–willst du denn schlafen, da – da –?

»Da was?«

»Da du dem Fremden dein Bett gegeben hast.«

»In der Badestube!« fuhr ihn Marja an.

»Vielleicht wä–wäre es in ma–meinem Speicher kühler ...? Ich kann ja auf dem Pferdestallboden schlafen.«

Marja ging hinaus. Sie schien zu gehen, als ob sie wieder über etwas böse wäre. Und Juha ging mit seinem Kruge in seinen eigenen Speicher.

III.

Es ist schon heller Tag, als Schemeikka in seinem Speicher erwacht. Auf dem Rücken liegend, die Hände im Nacken, mustert er sein Nachtquartier. Der Speicher einer Frau, vielleicht der Wirtin des Gehöfts. Das will einer der besten Bauernhöfe sein, aber die Schätze der Wirtin sind jedenfalls nicht bedeutend. Zwei Winterröcke aus Fries und ebensoviele hausgewebte für den Sommer, ein einziges reinleinenes Hemd, die übrigen aus Zwillich. Ein Bündel graue Strümpfe am Sparren. Kein Wunder, daß sich die Augen von seidenen Tüchern und einer Spange blenden lassen, dem Alten wie seinem Weibe. Habe ihnen vielleicht umsonst ein so teures Geschenk gemacht, sie hätten ihren Hof verkauft, wenn ich es nicht billiger hergegeben hätte. Aber der Schemeikka aus Uchtua hat ja wohl nicht zum ersten Mal ein Weib beschenkt. Es hätte nicht alle Seide, die er weggeschenkt hat, auf den Sparren dieses Speichers Platz. Und es ist ja gut, daß man auch an diesem Wege Freunde hat ... Das ist ein schmuckes Weib, hat mir fast im Schlaf keine Ruhe gelassen...

Plötzlich klang es, wie wenn der Wasserläufer auffliegend seinen gellenden Ruf ausstößt, es erklang die Stimme eines Liedes, die bei dem Viehpferch begann und von da über den Hof in das Haus trug und wieder nach dem Pferch und von da zurück – wohl hatte Schemeikka sie, die Weiber, singen hören, aber nie aus so tiefer Brust, nie so klar und leicht aus der Kehle quellend. Es war, als habe die Sängerin all ihre Freude und all ihren Jubel nicht in sich bergen können. Aus ihrem Singen hört man immer heraus, was sie sonst nicht wissen lassen. Aber nicht oft ist es so gegangen wie gestern: nicht einmal geschrien hat sie, obwohl ich fürchtete, daß sie zuschlagen würde... Ließ sich auf der Stelle bräutlich kleiden. Zitterte, obwohl sie an sich hielt. Die wäre bald zu haben, wenn man nur wollte. Aber, Schemeikka, von dir laufen ja schon mehr Sprößlinge, als für einen Mann genug wären, auf fremden Höfen umher, und erst auf deinen eigenen. Sie ahnen nicht, die Väter, wessen Söhne sie auf den Knien schaukeln. Sollte man ihm, dem guten Mann, hier auch die Freude machen? Das ist das Allerspaßigste und Tollste, wenn man nach einem Jahre in ein Gehöft kommt und einem da der eigene Junge zugeworfen wird, damit er einem am Barte zaust.

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