Pioniere der Vergangenheit haben neue Kontinente sowie die Arktis und die Antarktis erkundet und zugänglich gemacht. Marco Polo, James Cook, Christoph Kolumbus, Roald Amundsen und Robert Scott sind als Pioniere der alten Welt in ferne Länder gereist, um sich über die Grenzen des Alltagsbewusstseins ihrer Zeit hinauszubewegen. Sie haben neue Welten entdeckt und erforscht und du kannst dich mit ihrem Pioniergeist verbinden. Vorreiter zu sein ist immer ein Abenteuer. Deine Aufgabe ist es, in ein unerforschtes Neuland des Bewusstseins vorzudringen. Wenn du dich bei dir bisher unbekannten Gedanken ertappst, wenn du Gefühle erlebst, die dir fremd waren, wenn du darüber staunst, wie du die Welt auf ganz neue Weise erfährst, dann darfst du diese Neuerungen bewusst registrieren und dokumentieren, so wie die Reise übers Meer in ein fremdes Land früher in einem Logbuch protokolliert wurde. Unabhängig davon, ob du deine Lebenserfahrungen auf dem Weg in die Meisterschaft des Seins in einem Tagebuch festhältst, werden sie in die Matrix universellen Wissens, die die Erde umspannt, eingespeist, so dass andere später davon profitieren können.
Wenn du deine Meisterschaft annimmst, begibst du dich auf unbekanntes Terrain. Wie ein Reisender auf einem bisher unbekannten Kontinent musst du dir deinen Weg erobern. Du kannst deinen Weg nur ein Stück weit vorausplanen und dann musst du ihn im Gehen Schritt für Schritt weiter entdecken. Du kannst nie den ganzen Weg vor dir sehen, weil ihn bisher noch niemand gegangen ist, denn es handelt sich um deine ganz persönliche Initiation in die Meisterschaft. Mir, Saint Germain, und den Goldenen, den Aufgestiegenen Meistern von allen Kontinenten und aus allen Zeitaltern der Erde, ist es eine Ehre, dich dabei zu begleiten.
Die fünf Phasen des Aufstiegs
1.Phase: Aufwachen zur Verantwortung
Viele Menschen erwachen derzeit in ihr göttliches Bewusstsein. Auf einmal öffnen sie ihre inneren Augen und sehen, wer sie wirklich sind. Sie kommen plötzlich in Kontakt mit ihrer unsterblichen Seele und schauen über den Horizont ihrer Alltagsrealität hinaus. Sie werden mit bewusstseinserweiternden Träumen oder übersinnlichen Wahrnehmungen konfrontiert. Sie begegnen Verstorbenen oder geistigen Helfern, die sie in neue Dimensionen der Realität führen. Dann verändert sich alles und das bisherige Leben wird auf den Prüfstand gestellt. Aus der Perspektive der unsterblichen Seele relativieren sich materielle und weltliche Errungenschaften und die Suche nach einem höheren Sinn beginnt. Manchmal lösen Kleinigkeiten das erste Erwachen in ein neues Bewusstsein aus. Manchmal geht es einher mit einer formidablen Lebenskrise. Mit welchen Erfahrungen das erste Erwachen auch immer verbunden ist, es hat immer denselben Effekt: das Bewusstsein der Verantwortung für die eigene Realität entwickelt sich.
Auch du kannst dich in der nächsten Zeit darin üben, für alles, was sich in deinem Leben ereignet, Verantwortung zu übernehmen. Wenn das, was in der Welt geschieht, deine Gefühle bewegt, dann hast du etwas damit zu tun. Du brauchst nicht alles, was du über die Welt siehst, hörst oder liest, auf deine Schultern zu nehmen, aber was dein Leben berührt und dich innerlich etwas angeht, hat dir deine eigene göttliche Vorsehung hereingeschickt und du darfst es begrüßen. Mit der Zeit wird dir immer klarer werden, dass in deinem Leben absolut der richtige Film läuft. Wenn du glaubst, dass die anderen dich nicht anerkennen und nicht sehen, was du wirklich leistest, dann darfst du deinen Selbstrespekt expandieren lassen und dich selbst ehren, wie es dir gebührt. Wenn die Welt sich deiner Ansicht nach zu langsam in ein neues Bewusstsein bewegt, dann darfst du dich weiterentwickeln und dein Bewusstsein weiter ausdehnen. Wenn du andere Menschen als egoistisch und habgierig verurteilst, dann darfst du dein Herz öffnen und allumfassende Liebe kanalisieren. Dein Bewusstsein zählt – und nichts sonst.
Wenn du im ersten Schritt wirklich Verantwortung für die dich umgebende Realität übernommen hast, dann erreichst du eine neue Ebene des Bewusstseins. Auf dieser Ebene weißt du dann auch mit absoluter Sicherheit, wenn dich Ereignisse auf der Welt ganz und gar nichts angehen. Oft brauchst du dich mit dem Leid der Welt deshalb nicht zu beschäftigen, weil du einfach nichts tun kannst, um zu helfen. Auf diese Weise integrierst du auch den Aspekt des Retters. Wenn der Retter sich im irdischen Spiel wirklich engagiert, dann wird er entweder in die Rolle des Täters oder die Rolle des Opfers hineingezogen. Der Retter solidarisiert sich meistens mit den Opfern. Wenn der Retter zusammen mit den Opfern den Kampf verliert, dann ermüdet er und wird schließlich selbst zum Opfer. Oder er versucht, die Täter mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen, zum Beispiel mit Gewalt, was ihn zum Täter degradiert.
Der erste Schritt zu deiner Befreiung besteht darin, dass du die Kraft der Verantwortung wirklich einatmest und annimmst. Verantwortung ist etwas anderes als Schuld, Verantwortung ist etwas anderes als Kontrolle. Du darfst an dieser Stelle auch zustimmen, dass du nicht alles kontrollieren kannst, was in deinem Leben vor sich geht. Auch wenn du Verantwortung übernimmst, hast du manchmal nicht die Kontrolle.
2.Phase: Annahme der Schöpferkraft
Wenn sie aufwachen, erkennen die Menschen, wer sie wirklich sind. Sie treten in Kontakt mit ihrem unsterblichen Seelenkern und ihrem göttlichen Bewusstsein. Dann können sie erfahren, dass sie Macht über ihr Leben haben und dass sie das Leben hier auf der Erde gewinnbringend für sich selbst und andere gestalten können. Wenn Menschen ihre Schöpferkraft annehmen, dann können sie ihr Leben mit ihrer Intention, ihren Gedanken und Gefühlen im Einklang mit ihrer Seele und ihrem göttlichen Bewusstsein verändern. Die Freude an der eigenen Selbstwirksamkeit nährt die Seele nachhaltig. In der Welt ist Fast Food weit verbreitet und ebenso nähren sich auch die Seelen der Menschen mit niedrig schwingenden Aktivitäten. Die Menschen werden selbstentfremdetem Konsum überdrüssig werden und sich bei geisttötender Freizeitgestaltung zunehmend langweilen. Die Menschheit wird sich aufschwingen in neue Gefilde der Kreativität.
In der ersten Phase des Aufstiegs erkennst du an, dass du Schöpfer deines Lebens bist und übernimmst Verantwortung für die Geschehnisse in deinem Leben. In der zweiten Phase des Aufstiegs wird dir bewusst, dass du mit deinen Gedanken und Gefühlen die Realität beeinflussen kannst. Durch Intention und Fokus kannst du im Durchschnitt fünfzig Prozent deiner Realität verändern und verbessern. Wenn Menschen anfangen, bewusste Entscheidungen zu treffen, wie ihre Welt aussehen sollte, bewusst zu träumen und zu visualisieren, wie sie leben möchten, können sie sehr viel in ihrem Umfeld bewegen. Für viele Menschen ist es schon ein großer Durchbruch, wenn sie fünfzig Prozent ihrer Realität in den Griff bekommen. Der Meister aber handelt souverän.
In der zweiten Phase des Aufstiegs fühlst du dich zwar als der Schöpfer deines Lebens, bist aber noch durch deine Erfahrungen und Erinnerungen gebunden. Deshalb realisiert sich manches in deinem Leben scheinbar nicht so, wie du es gewählt hast. Du kannst auf dieser Ebene des Bewusstseins zwar immer wieder visualisieren, wie du leben möchtest, aber es passiert dann das, was im Einklang mit deinen unbewussten Glaubenssätzen und Denkmustern steht. Außerdem gestaltet sich deine Realität im Einklang mit deinem Seelenplan, der dir meistens nicht bewusst ist. Du bist der perfekte Schöpfer, aber du glaubst nicht daran, weil du Teile deines Bewusstseins ausblendest. Ohne sich dessen bewusst zu sein, folgen viele Menschen zum Beispiel der Perspektive und den Gewohnheiten ihres Inneren Kindes, wenn sie sich immer wieder Misserfolge und Zurückweisungen erschaffen.
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