Rudolf Stratz - Samum

Здесь есть возможность читать онлайн «Rudolf Stratz - Samum» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Samum: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Samum»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die junge Käthe hat mit ihrem Mann, einem Professor der Zoologie, einen ungewöhnlichen Ort für ihre Hochzeitsreise gewählt: eine Reise tief in die afrikanische Sahara, in Begleitung ihres beduinischen Führers Abd-el-Kader. Doch sie werden gewarnt: Der Samum zieht auf, ein verheerender Wüstensturm, der schon im Vorfeld, als «Warnung», die Luft mit einer eigentümlichen elektrischen Schwüle auflädt. Das junge Paar sucht Schutz in der kleinen arabischen Oase M'Guarra. Doch dort begegnet der Professor einer Studienfreundin aus vergangenen Tagen und die beiden scheinen sich rasch wieder nahe zu kommen. Für Käthe wird die Atmosphäre im doppelten Sinn zu drückend und sie zwingt ihren Mann hinaus in den wilden Wüstensturm … Eine spannende, atmosphärisch dichte Meisternovelle!Rudolph Heinrich Stratz (1864–1936) war ein deutscher Schriftsteller, der zahlreiche Theaterstücke, Erzählungen und vor allem Duzende Romane verfasst hat. Stratz verbrachte seine Kindheit und Jugend in Heidelberg, wo er auch das Gymnasium besuchte. An den Universitäten Leipzig, Berlin, Heidelberg und Göttingen studierte er Geschichte. 1883 trat er in das Militär ein und wurde Leutnant beim Leibgarde-Regiment in Darmstadt. 1886 quittierte er den Militärdienst, um sein Studium in Heidelberg abschließen zu können. Zwischendurch unternahm er größere Reisen, z. B. 1887 nach Äquatorialafrika. Mit dem 1888 und 1889 erschienenen zweibändigen Werk «Die Revolutionen der Jahre 1848 und 1849 in Europa» versuchte der Vierundzwanzigjährige erfolglos, ohne formales Studium und mündliches Examen zu promovieren. 1890 ließ er sich in Kleinmachnow bei Berlin nieder und begann, Schauspiele, Novellen und Romane zu schreiben. Von 1891 bis 1893 war er Theaterkritiker bei der «Neuen Preußischen Zeitung». Von 1890 bis 1900 verbrachte er wieder viel Zeit im Heidelberger Raum, vor allem im heutigen Stadtteil Ziegelhausen. Ab 1904 übersiedelte er auf sein Gut Lambelhof in Bernau am Chiemsee, wo er bis zu seinem Tod lebte. 1906 heiratete er die promovierte Historikerin Annie Mittelstaedt. Während des Ersten Weltkrieges war er Mitarbeiter im Kriegspresseamt der Obersten Heeresleitung. Bereits 1891 hatte er sich mit dem Theaterstück «Der Blaue Brief» als Schriftsteller durchgesetzt. Doch vor allem mit seinen zahlreichen Romanen und Novellen hatte Stratz großen Erfolg: Die Auflagenzahl von «Friede auf Erden» lag 1921 bei 230 000, die von «Lieb Vaterland» bei 362 000. Ebenso der 1913 erschienene Spionageroman «Seine englische Frau» und viele weitere Werke waren sehr erfolgreich. 1917 schrieb er unter Verwendung seines 1910 erschienenen zweibändigen Werkes «Die Faust des Riesen» die Vorlage für den zweiteiligen gleichnamigen Film von Rudolf Biebrach. Friedrich Wilhelm Murnau drehte 1921 nach Stratz' gleichnamigem mystischen Kriminalroman den Spielfilm «Schloß Vogelöd». Den 1928 als «Paradies im Schnee» erschienenen Roman schrieb Stratz 1922 nach Aufforderung von Ernst Lubitsch und Paul Davidson als Vorlage für den 1923 unter der Regie von Georg Jacoby realisierten gleichnamigen Film. 1925 und 1926 erschienen seine Lebenserinnerungen in zwei Bänden. Zwischenzeitlich weitgehend in Vergessenheit geraten, wird das Werk von Rudolph Stratz nun wiederentdeckt.-

Samum — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Samum», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Hier befanden sich auch in einem kleinen Käfig die lebend zum Zeitvertreib gehaltenen Springmäuse, wunderliche niedliche Geschöpfe mit grossen Ohren und vogelartigen Hinterbeinen, die sich neugierig schnuppernd an das Gitter drängten, sowie dort eine Hand mit Brotbrocken erschien. Dicht dabei waren die Pflöcke für Max und Moritz, die beiden Maultiere, und für Pips, das junge Eselchen, das freiwillig schon seit vierzehn Tagen mit der Karawane lief. Die übrigen Tragtiere waren in eine Seitenschlucht verbannt, darunter auch der Stolz der Expedition, Hans Huckebein, ein richtiges, würdevolles Kamel, das auf dem Marsche das Zelt schleppte, im Lager aber durch den eigentümlichen, durchdringenden Dunstkreis, den es verbreitete, sich unmöglich machte.

Wie viel netter war doch das alles, als jetzt in in einem Grand-Hotel an der Table d’hote zu sitzen, von den Gästen neugierig beobachtet und bekrittelt, von den Kellnern diskret belächelt — mit der Aussicht, am nächsten Tage sich in der Eisenbahn schütteln zu lassen und in einem neuen langweiligen Grand-Hotel zu landen! Die kleine Frau lächelte — nein, lieber so! Weltabgeschieden zu zweit wie in einsamer Barke auf hohem Meer, durch die stille Stein- und Sandwüste streifen, dem Alltag entronnen, ohne Sorgen und Pflichten, ohne ein ödes Gestern und ein dräuendes Morgen — eines im anderen nur sich selber lebend!

Sich und der Liebe!

Das Gesicht der kleinen Frau war ernst geworden, feierlich, wie sie, neben den Jagdtrophäen kauernd, in die dämmergrauende Unendlichkeit der Sahara hinaussah, an deren äussersten Fernen nur noch ein über den Sanddünen verglimmender blutfarbener Dunst die Sonne wies. Zu denken, dass das kaum vier Wochen her war, seit sie wirklich lebte! Seit sie das grosse Geheimnis des Daseins kannte und aus dem Schlummer der Kindheit erwacht war. Sie seufzte leise auf und ein Lächeln heissen Dankes gegen den Mann, der sie erweckt, ging über ihr Gesicht.

Zugleich ward sie sich wieder ihrer Pflichten bewusst. Müssig sitzen und träumen und Luftschlösser bauen — das waren noch Angewohnheiten aus der Mädchenzeit. Jetzt hatte sie das — Gott sei Dank! — nicht mehr nötig, wo alles in Erfüllung gegangen war!

Mit energischem Handgriff holte sie aus dem Haufen der Jagdtrophäen das Prachtstück der Sammlung, ein Paar riesiger, wie die Scheide eines Türkensäbels gekrümmter Mufflonhörner, hervor und begann mit einem Fettläppchen den anhaftenden Staub und Sand zu entfernen. „Ovis Tragelaphus — das Mähnenschaf,“ murmelte sie dabei befriedigt vor sich hin und wiederholte wie ein Kind sich ein Schulpensum einprägt, „ovis Tragelaphus, das ...“

Aber da klang Maultiertrappen hart an der Ecke der Felswand. Die Mufflonhörner rollten zu Boden. In schnellen Sprüngen war sie vorn am Rande der Steinhalde und blieb enttäuscht stehen.

Es war nicht ihr Mann. Der französische Kürassierleutnant ritt da unten vorbei, der sich schon seit Wochen in den Gebirgen vergraben hatte, um den Traum seines Lebens, die Erlegung eines Panthers, zu verwirklichen. Gottesfürchtig, wie er als Jesuitenzögling war, ritt er jeden Sonnabend, einen Bewaffneten und einen Diener mit Wasserfässchen und Datteln hinter sich, den weiten Weg bis zum nächsten Bordsch, einem Unterkunftshaus an der Heerstrasse, und von da bis zu einem Städtchen mit einer Kapelle der Franziskanermission, um Sonntag früh dort die Messe zu hören und dann unverzüglich zu seinen unsichtbaren Panthern zurückzukehren.

Aber heute war gar nicht Sonnabend.

„Guten Abend, Madame!“ Der hagere, knochige Normanne mit dem dunklen Schnurrbart und den stechenden Augen, der, in verblichenes Jagdzeug gekleidet, die Flinte über die Schulter gehängt, mit langbaumelnden Beinen auf seinem Maultier sass, lüftete höflich die Kappe. In dieser kleinen Jägerkolonie inmitten der Wildnis verkehrten die Nationen zwanglos miteinander. Man fühlt sich hier mehr als Mensch im Gegensatz zur Wüste, als Europäer inmitten des Islam denn als Deutschen und Franzosen.

„Guten Abend, mein Herr!“ rief die kleine Frau auf Französisch. „Wo reiten Sie denn so spät hin?“

„Nach Hause, Madame! Es wird Zeit!“

„Ganz nach Hause?“

„Jawohl, Madame! Die Sahara regt sich. Es liegt Sturm in der Luft. Wüstensturm. Samum! Spüren Sie nicht diese eigentümliche elektrische Schwüle?“

„Ja — heute liegt es mir wie Blei in den Gliedern.“

„Das ist die Warnung des Samum! Man muss ihr folgen. Machen Sie es wie wir und benutzen Sie die Nachtkühle zum Heimweg! Die beiden baltischen Herren haben sich mir auch angeschlossen!“

Richtig — da erschienen unten auch die beiden kurischen Barone, zwei gewaltige Nimrode mit grossen grünen Rucksäcken voll Geweihen und Schädeln zu beiden Seiten ihrer Sättel. Sie spornten ihre Maultiere mit Fersenstössen zur Eile an.

„Erbarmen Sie sich!“ schrie der eine der blondbärtigen Hünen. „Sie wollen in den Bergen bleiben? Unmöglich! Jetzt heisst es, den nächsten artesischen Brunnen an der Strasse oder eine Oase gewinnen, sonst ... wo ist denn der Herr Professor?“

„Mein Mann ist noch auf der Jagd! Er wird schon anordnen, was nötig ist. Sorgen Sie sich nicht um uns! Gute Reise, meine Herren!“

„Guten Abend, Madame!“ Die kleine Karawane, Maultiere, Europäer und Araber, die schaukelnden Flinten und glucksenden Wasserfässchen, die grünen, mit Geweihen gefüllten Beutel, die in die Luft starrenden Stangen der zusammengeschnürten Zelte, die Bündel von Wolldecken und Strohmatten — alles verschwand wie ein Nebelgebilde in der Dämmerung, die immer rascher niedersank. Die Wüste hatte sich jetzt ganz in einförmiges Grau gehüllt. Stumm und tot wie ein stilles Meer lag sie da. Ihr heisser Hauch stieg zuweilen als ein kurzer stürmischer Windstoss zu den Höhen empor. An der fahlgewordenen Himmelswölbung blitzten die ersten Sterne in einem seltsamen rötlichen Schein, als lagerten unsichtbare Dunstmassen zwischen ihnen und der Erde, und rückwärts, in der Nacht der Atlasberge, huschte da und dort ein lautloses Wetterleuchten über die Zacken und Grate dahin, jäh aufflammend und ebenso rasch in sich verlöschend.

„Ach, Monsieur Abd-el-Kader!“ sagte die kleine Frau. „Ich wollte, mein Mann käme!“

„Er wird schon kommen, Madame. Sicher hat er ein Mufflon oder gar einen Panther zu Schuss gebracht. Er ist ein grosser Jäger. Um einen Jäger dürfen seine Frauen sich nicht ängstigen!“

„Seine Frauen? Ja — Abd-el-Kader — glauben Sie denn wirklich, dass er noch mehr Frauen hat als mich?“

Nein — der alte Wüstenführer war bereits in Algier und Marseille gewesen und hatte dort beobachtet, dass in der That auch die reichsten Franken aus ihm unbekannten Gründen sich mit einem Weibe begnügten.

„Und ausserdem, Abd-el-Kader, Sie sagen, mein Mann sei ein Jäger, gerade, als ob das sein Daseinsberuf sei, zeitlebens Mufflons zu schiessen. Das thut er doch nur ausnahmsweise, wenn er gerade Ferienzeit hat, wie jetzt auf unserer Hochzeitsreise.“

Der alte Beduine zog die Augenbrauen hoch. Eine „Hochzeitsreise“! Ihm war das unbegreiflich, dass man seine Frau, statt sie sofort nach der Trauung für immer im Harem vor aller Welt zu verschliessen, geflissentlich auf Reisen mitnahm, damit ja nur recht viele Männer aller denkbaren Volksstämme sie unverschleiert betrachten könnten. Aber er behielt diese Erwägungen für sich und fragte nur: „Und wenn der Herr kein Jäger ist, wie Madame sagt — was betreibt er dann? Er ist doch gewiss einer der Mächtigen in Ihrem Lande!“

„Gewiss!“ Die kleine Frau lachte. „Wo wir zu Hause sind, giebt es eine grosse Macht. Die heisst die Wissenschaft. In ihr ist er mächtig und ein hoch angesehener und berühmter Gelehrter!“

„Ein Gottesgelehrter, Madame?“

„Ach nein, Monsieur Abd-el-Kader, davon versteht er leider nicht viel! Er ist Professor der Zoologie an einer Universität. Oder, um Ihnen das zu erklären — er durchreist ferne Länder — früher allein, jetzt natürlich mit mir zusammen — und beschreibt, wie die Tiere dort aussehen ...“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Samum»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Samum» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Samum»

Обсуждение, отзывы о книге «Samum» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x