Tarjei Vesaas - Die Vögel

Здесь есть возможность читать онлайн «Tarjei Vesaas - Die Vögel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Vögel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Vögel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Tarjei Vesaas (1897–1970) ist mit zwei meisterhaften Romanen unsterblich geworden: «Das Eis-Schloss» und «Die Vögel». In «Die Vögel» erzählt er von dem Außenseiter Mattis, der sich in eine kindliche innere Welt zurückgezogen hat und von den anderen Dorfbewohnern als zurückgeblieben verlacht wird. Seinen Lebensunterhalt versucht er mit kleinen Hilfsarbeiten auf dem Feld und im Wald zu bestreiten. Mattis lebt in einer Hütte am See mit seiner Schwester Hege, die den Haushalt führt und ihn versorgt, und er fühlt sich mit der Natur ringsum verbunden. Besonders ziehen ihn die Waldschnepfen an, deren frühlingshaften Balzflug er als Zeichen sieht, als Verheißung, die er nicht entschlüsseln kann. Als eines Tages der Holzfäller Jørgen auftaucht, sich in Hege verliebt – und dann auch noch eine Schnepfe erschossen wird, wirft es Mattis aus der Bahn.
In sparsamer, eindringlicher Sprache und in unvergesslichen Bildern beschreibt Tarjei Vesaas das Innenleben des Sonderlings Mattis und seinen Blick auf die Welt, und dabei auch sein Unvermögen, sich auszudrücken, sich mit anderen Menschen zu verständigen. Das Ungesagte zwischen den Zeilen, das im Grunde Unsagbare fügt Vesaas in einzigartiger, unverwechselbarer Weise ins feine Netz der Erzählung und erzeugt damit poetische Spannung und ein unbedingtes Mitgefühl für Mattis. Hinrich Schmidt-Henkel versteht es auf fast magische Weise, die Zwischentöne, Auslassungen und die Verknappung in der deutschen Übersetzung nachzubilden und uns die Geschichte mit ihrer ganz eigenen Melodie so nahezubringen, dass uns gar nichts übrig bleibt, als den Roman und seine Hauptfigur Mattis tief ins Herz zu schließen.

Die Vögel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Vögel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Für Mattis klang es reineweg wahnwitzig, so was zu verpassen.

»Ich sag doch, sie fliegt jetzt . Und das willst du nicht sehen? Ich versteh dich nicht, nichts findest du besonders!«

Jetzt war es Hege zu viel, es wuchs ihr über den Kopf. Sie schlug mit der Faust auf den Rand des Betts und rief:

»Was weißt du schon! Ausgerechnet du sagst so was, du, der …«

Sie hielt inne.

Er fragte erschrocken:

»Ich? Was ich?«

Immer noch mit dem Rücken zu ihm, rief sie:

»Lass mich endlich in Ruhe! Ich schaff das nicht mehr, wenn du nicht – kannst du nicht bitte gehen! Es ist so spät, Mattis, wir müssen schlafen!«

Mit einer jähen Bewegung rückte sie näher zur Wand. Er sah, wie ihre Schultern zuckten. Das machte ihm zu schaffen, er fühlte sich schuldig, ob er es jetzt war oder nicht.

Er war ratlos. Hatte er ihr was Böses getan? Er hatte ihr mit dem Schnepfenstrich nur eine Freude machen wollen. Ihm war es unvorstellbar, dass das für Hege weniger wichtig war als für ihn. Jetzt und hier war es, da draußen – aber Hege blieb gleichgültig, schimpfte, und jetzt weinte sie so unbegreiflich hilflos.

»Aber Hege – ich hab dir nichts tun wollen, hab doch nur …«

Jetzt schrie sie:

»Hörst du nicht, was ich sage!«, und mit ein paar schnellen Schritten war er aus der Kammer hinaus. Behutsam zog er die Tür zu, als ob Hege schliefe und nicht geweckt werden dürfte.

Wie verschieden die Leute sind, dachte er draußen verdattert. Jedenfalls Hege und ich.

Wahrscheinlich glaubt sie mir nicht mal.

Aber ich hab es gesehen und gehört. Da leg ich die Hand ins Feuer. Aber für heute Abend ist es vorbei.

Und jetzt singen wir ein Lied, sagte etwas in ihm. Natürlich fing er nicht an zu singen. Es passte nur so gut nach dem anderen Satz: Für heut Abend ist es vorbei. Ich bin bei vielen Versammlungen gewesen, ich weiß so ungefähr, wie es da zugeht.

Für heut Abend vorbei. Denn jetzt hat der Vogel seinen Schatz gefunden.

Als er aufblickte, sah er Lichtstreifen dort, wo der Balzflug entlanggegangen war. Direkt über dem Haus.

So ganz sicher war er da zwar nicht, um die Wahrheit zu sagen – aber dort oben war was anders als vorher, fand er. Und morgen ist es wieder da, genauso schön wie heute Abend. Da soll die Hege es auch sehen, und wenn ich sie hier draußen festbinden muss.

Jetzt wird alles anders, dachte er vor dem Einschlafen, gekrümmt wie ein Kind in der Schlaftruhe.

Für mich?

Bei dem Gedanken wurde ihm heiß.

7

Mattis nahm den Schnepfenstrich mit in den Schlaf, und warum auch immer, das bescherte ihm einen herrlichen Traum.

Ein Ruf erst, bevor er etwas sah:

»Wir kommen, wir kommen«, hieß es. »Du bist doch da?«

»Ja, klar«, antwortete er vielleicht.

»Das hat lange gedauert, Mattis«, hieß es freundlich, »aber die Zeiten sind jetzt vorbei.«

Und dann kamen sie wirklich. Ein heller Streifen hoch über dem Haus, und dicht über dem Haus, und zu den Seiten des Hauses, und ein Laut, gerade so hörbar – wie solche Laute sein sollen. Das Haus wurde auf einen Schlag neu, durch und durch.

»Aber das Haus ist nicht das Wichtigste«, sagte er.

Nein, und auch nicht das, was hier passierte, sondern er selbst. Die Streifen waren durch ihn hindurch gegangen und hatten ihn zutiefst verändert. Als er den rechten Arm anwinkelte, um seinen neuen Beugemuskel zu erproben, wölbte der sich so, dass der Hemdsärmel auf der ganzen Länge des Oberarms aufriss. Er schaute den glatten, wohlgeformten Muskel an und lachte.

»Schon besser«, sagte er.

»Gut zum Umarmen.« Mit scharfem Blick schaute er sich um.

»Wo seid ihr?«, rief er.

Sie lachten, im Wäldchen versteckt:

»Na, hier, wo denn sonst.«

Sein Haus war wirklich neu, er ging hin, um sich in den Fensterscheiben zu spiegeln. So einen stattlichen Kerl wie den, der ihm in dem dunklen Fensterglas gegenüberstand, hatte er noch nie gesehen. Er schaute sich von allen Seiten an, immer ebenso gut.

Er rief stolz:

»Seht ihr was?«

»Na klar«, kam es aus dem Wäldchen, »wir sehen nichts sonst.«

»Wartet mal«, sagte er. Aber ihm antwortete ein Chor.

»Jetzt warten?«

»Was hast du vor, Mattis.«

»Mach dich bereit, Mattis.«

»Na klar«, antwortete er mit ihren eigenen Worten.

Er schüttelte den Kopf, und im selben Moment war er voller wunderbar passender Wörter, die man zu Mädchen sagen konnte – und zu anderen Leuten natürlich auch. Nicht nur so hilflos aufblitzende wie sonst. Jetzt spielte er lachend mit seiner neuen Zunge und probierte ein paar von den kühnen Wörtern aus.

»Hey, ihr da in dem Wäldchen!«, rief er, »seid ihr bereit?«

»Wir sind bereit«, sagten sie, »wer wird kommen?«

»Willst du zu mir kommen, dich meine ich«, sagte er und sorgte dafür, dass das Hemd um seinen Oberarm spannte.

Das war jetzt aufregend. Aber gleich kam die Antwort:

»Ich will.«

Die anderen Stimmen waren wie weggesunken.

Da stand sie vor ihrem Wäldchen, nicht mehr verborgen. Er hatte sie sich tausendmal vorgestellt, und doch war sie anders. Aber irgendwie kannte er sie gut, und er hatte kein bisschen Angst. Sie kam dicht an ihn heran. Sie duftete.

Er durfte sie noch nicht berühren.

»Tu was«, sagte er.

Das verstand sie sofort.

»Ja«, sagte sie, »schau, hier.«

Sie bewegte den Arm, und die Luft war voller Vogelgesang.

»Ja, und im Schnepfenflug bist du geboren«, fing Mattis an, »und all meine Gedanken waren schon lange bei dir. Wenn du was sagen willst, dann jetzt.«

»Was sagen?«, fragte sie.

»Ja.«

»Nein, jetzt will ich nichts mehr sagen«, sagte sie.

Er sah ihr unbekümmert in die Augen. Dabei beugte er heimlich den linken Arm und ließ den Hemdsärmel leise krachend reißen. Der glatte, runde, enorme Muskel glänzte in der Sonne, dicht vor ihrem Gesicht.

»Keine Sorge«, sagte er gelassen, »ich habe Hemden genug.«

»Der linke Ärmel auch?«, fragte sie bewundernd.

»O ja«, meinte er wegwerfend, »der rechte ist schon lange hin.«

Mehr sagte sie nicht, war von dem Anblick so gepackt, dass ihr keine Worte mehr einfielen. Das hatte er sich gewünscht. Er bekam alles, was er sich gewünscht hatte. Obendrein konnte er die Dinge jetzt auf die richtige Weise sagen.

»Jetzt kannst du genau das tun, was du am liebsten tun willst«, sagte er zu ihr. »Du Schatz.«

Da kam sie gleich noch näher.

»Jetzt weiß ich besser, warum ich so lange und geduldig gewartet habe«, sagte er dann.

Sie sagte nichts mehr – denn sie hatte ein Geheimnis, das sie ihm erzählen wollte. Sie kam einfach näher. Sie hatte den Arm bewegt, und die Vögel sangen – jetzt bewegte sie sich ganz, es war ein Zauber.

Bewegte sich ganz, und er konnte es nicht fassen. Namenlos. Sie kam immer noch näher. Sie war ganz dicht bei ihm, aus dem Schnepfenflug geboren, sie gehörte zu ihm.

8

Wie üblich war Hege zuerst auf den Beinen. Mattis war zwar auch wach, aber er blieb lange liegen und lebte noch seinem Traum hinterher. Er hörte Hege in ihrem Zimmer hantieren, dann kam sie heraus. Rasch drehte Mattis sich zur Wand und tat so, als ob er schliefe. Das war am sichersten so, wenn man bedachte, wie sie gestern voneinander geschieden waren.

Hege blieb kurz stehen, während sie an ihm vorbei zur Küche eilte. Aufregend. Aber es ging weiter, schon war sie wieder in Fahrt. Bald war das vertraute morgendliche Klappern von Tassen und Messern zu hören.

Wird anders werden, dachte Mattis abwesend. Er nahm seine Sachen und zog sich an. Fühlte sich schon verändert, irgendwie von zwei starken Armen getragen: Der Schnepfenstrich und der Traum nahmen ihn zwischen sich. Er lauschte schon, ob sich auch heute etwas Ungewöhnliches melden würde. Vielleicht wartete ein nie gedachtes Wort oder etwas Schönes – jetzt, wo sich alles gewendet hatte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Vögel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Vögel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Vögel»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Vögel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x