Margot Neger - Epistolare Narrationen

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Der jüngere Plinius erweist sich nicht nur in seinen berühmten Briefen über den Vesuv-Ausbruch, verschiedene Gespensteranekdoten oder spielende Delphine als Meister der Erzählkunst. Auch zahlreiche weitere Einzelbriefe sowie Briefpaare und Briefzyklen sind als kunstvolle Erzählungen gestaltet. Die vorliegende Studie bietet erstmals eine systematische Analyse der narrativen Techniken des jüngeren Plinius und den damit verbundenen Strategien der Lektüresteuerung. Neben der Frage, wie antike Autoren und Leser das narrative Potenzial von Briefen einschätzten wird auch untersucht, inwieweit sich die Ansätze der modernen Narratologie auf eine antike Briefsammlung anwenden lassen. Im Zentrum der Analyse stehen insbesondere Briefe und Briefzyklen über Plinius als Anwalt bzw. erfolgreicher Redner, als prinzipientreuer Senator sowie schließlich als Freizeitdichter. Auch die Erzählstrategien des Epistolographen in Briefen über Mirabilien und Naturphänomene werden untersucht.

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Aufschlussreich sind auch Pliniusʼ Bemerkungen zum Themenspektrum, das sich in Briefen behandeln lässt: Es wurde bereits mehrfach beobachtet, dass die Plinius-Briefe im Gegensatz zu denjenigen Ciceros zumeist um einen einzigen Gegenstand kreisen,37 ein Merkmal, über das sich Plinius sogar selbst in Epist . 2,1Plinius der JüngereEpist. 2.1.12 über Verginius Rufus äußert,38 wo es am Ende heißt (12): volui tibi multa alia scribere, sed totus animus in hac una contemplatione defixus est . Ereignisse wie das Staatsbegräbnis des Verginius Rufus gehören überdies zu den res urbanae , die zusammen mit res peregrinae auch an anderen Stellen den Inhalt der Korrespondenz mit abwesenden Adressaten bilden; so etwa in 2,11Plinius der JüngereEpist. 2.11.25 über den Prozess gegen Marius Priscus (25: habes res urbanas; invicem rusticas scribe! )39 oder in 4,11Plinius der JüngereEpist. 4.11.15 über den Inzestskandal um die Vestalin Cornelia und seine Folgen (15: qui non solum res urbanas, verum etiam peregrinas tam sedulo scribo, ut altius repetam ); auf seinem tuskischen Landgut wünscht sich Plinius von seinem Adressaten wiederum Berichte über die Ereignisse in der Stadt (9,15,3Plinius der JüngereEpist. 9.15.3: nobisque sic rusticis urbana acta perscribe ). Dass Briefe nicht nur Privates, sondern auch den Staat Betreffendes thematisieren sollen, fordert Plinius in 3,20Plinius der JüngereEpist. 3.20.10‒11 über kürzlich erfolgte Beamtenwahlen im Senat, wo er auch den Aspekt der Neuigkeit betont (10‒11: haec tibi scripsi, primum ut aliquid novi scriberem, deinde ut non numquam de re publica loquerer…habeant nostrae quoque litterae aliquid…nec privatis rebus inclusum ).40 Neuigkeiten bzw. Stadtgespräche soll auch der oben schon erwähnte Brief 8,18Plinius der JüngereEpist. 8.18.11 über das Testament des Domitius Tullus liefern (11: habes omnes fabulas urbis ), und als eine Art Klatschgeschichte gibt sich auch der Brief 4,7Plinius der JüngereEpist. 4.7.6 über Regulus’ Schrift auf seinen verstorbenen Sohn (6: habesne, quo tali epistulae gratiam referas? ). Dass die Darstellung grausamer Ereignisse die Ressourcen eines Briefes übersteigt, deutet Plinius in 3,14Plinius der JüngereEpist. 3.14.1 über die Ermordung des Larcius Macedo an (1: Rem atrocem nec tantum epistula dignam… ).41 Umgekehrt sei das in Epist . 6,20 geschilderte Schicksal des Plinius und seiner Mutter während des Vesuv-Ausbruchs im Gegensatz zum Tod des älteren Plinius (6,16) einer geschichtlichen Darstellung durch Tacitus nicht würdig (6,16,21Plinius der JüngereEpist. 6.16.21‒22: nihil ad historiam ; 6,20,20Plinius der JüngereEpist. 6.20.20: nequaquam historia digna ), ja verdiene möglicherweise nicht einmal einen Brief (6,20,20: digna ne epistula quidem ). Auch richten sich Historiographie und Brief angeblich an verschiedene Zielgruppen, wie der Epistolograph Tacitus gegenüber konstatiert (6,16,22): aliud est enim epistulam, aliud historiam, aliud amico, aliud omnibus scribere . Die Tatsache, dass Plinius seine Briefe selbst publizierte und somit ebenfalls einer allgemeinen Leserschaft ( omnibus ) zugänglich machte, spricht allerdings dafür, dass er seine Sammlung als eine Art Konkurrenzunternehmen zu einer Historie auffasste – ungeachtet der programmatischen Abgrenzung von dieser Gattung in Epist . 1,1Plinius der JüngereEpist. 1.1.1 (1: neque enim historiam componebam ).42

Literarisch anspruchsvolle Briefe bedürfen überdies eines gewissen Maßes an otium , wie Epist . 1,10Plinius der JüngereEpist. 1.10.9 impliziert, wo Plinius die zahlreichen und lästigen Verpflichtungen, denen er nachkommen muss, aufzählt (9): sedeo pro tribunali, subnoto libellos, conficio tabulas, scribo plurimas, sed inlitteratissimas litteras .43 Keineswegs unliterarisch sind hingegen die Briefe verschiedener Zeitgenossen, deren stilistische Qualität von Plinius gelobt wird: Die Briefe der Gattin des Pompeius Saturninus,44 die aber auch von diesem selbst verfasst sein könnten, lassen sich wie Plautus oder Terenz in Prosa lesen (1,16,6)Plinius der JüngereEpist. 1.16.6. Voconius Romanus wiederum, der zu den häufigsten Adressaten des Plinius zählt,45 schreibt so elegante Briefe, dass man die Musen selbst Latein sprechen zu hören meint (2,13,7Plinius der JüngereEpist. 2.13.7: ut Musas ipsas Latine loqui credas ); an anderer Stelle beschreibt Plinius die Briefe des Romanus als ausgesprochen geschmackvoll und liebevoll (9,28,1Plinius der JüngereEpist. 9.28: elegantissimas amantissimas )46 und gibt den Inhalt dreier Briefe wieder, die er alle gleichzeitig von seinem Freund erhalten hat. Unter anderem habe Romanus geschrieben, dass er sich beim Diktieren und Schreiben Plinius vor Augen stelle (9,28,3: altera epistula nuntias multa te nunc dictare, nunc scribere, quibus nos tibi repraesentes ). Abgesehen von den drei bereits zugestellten Briefen habe Romanus noch einen weiteren geschickt, der noch sorgfältiger verfasst wurde (9,28,5: curiosius scriptas ), jedoch noch nicht bei Plinius ankam (9,28,5: non accepi ). Das ausführliche Lob der Briefe des Romanus fällt nicht zuletzt auf Plinius selbst zurück, den sich Romanus angeblich zum Vorbild nimmt, wie er es in seinem Brief zugegeben haben soll. Form und Inhalt widersprechen sich in einem Brief, den Plinius von Iulius Ferox47 erhalten hat: Dieser behauptet zwar, sich nicht auf literarische Aktivitäten zu konzentrieren, wird aber allein durch die stilistische Qualität desselben Schreibens widerlegt (7,13,2Plinius der JüngereEpist. 7.13.2: est tam polita, quam nisi a studente non potest scribi ).48 Seinem jüngeren Zeitgenossen FuscusPlinius der JüngereEpist. 7.9 Salinator49 gibt Plinius auf dessen Wunsch hin Anweisungen für die studia im secessus und listet eine Reihe literarischer Gattungen auf, von denen man als Redner profitieren kann. Dazu gehört auch die Komposition von historiographischen Texten und Briefen (7,9,8):50

Volo interdum aliquem ex historia locum adprendas, volo epistulam diligentius scribas. nam saepe in oratione quoque non historica modo, sed prope poetica descriptionum necessitas incidit, et pressus sermo purusque ex epistulis petitur.

EpistolographiePlinius der JüngereEpist. 7.9 und Historiographie werden hier in einem Atemzug genannt, wenn es um die descriptiones geht, die man bisweilen in eine Rede einbauen muss. Der pressus sermo purusque ist dabei Plinius zufolge der für die Epistolographie spezifische Stil,51 der demjenigen der Historiographie gegenübergestellt und in die Nähe der Dichtung gerückt wird.52 Seine theoretischen Ausführungen untermalt Plinius auch im Text selbst, indem er seinen Gedanken im Rahmen einer Enallage ausdrückt ( historica…poetica descriptionum necessitas ).53 Die in den eben betrachteten Passagen wiederholt hervorgehobene Qualität des diligentius/curiosius/polite scribere wird auch als wesentliches Merkmal der Plinius-Briefe angekündigt,Plinius der JüngereEpist. 7.9.8 wie aus Epist. 1,1Plinius der JüngereEpist. 1.1.1 hervorgeht: Aus seiner ursprünglich offenbar umfangreicheren Korrespondenz hat Plinius, so wird uns suggeriert, gerade die sorgfältiger verfassten Briefe (1: si quas paulo curatius scripsissem ) ausgewählt.54

Abgesehen von stilistischer Sorgfalt können Briefe auch „in der Art der Geschichtsschreiber“ (9,16,1Plinius der JüngereEpist. 9.16.1: historicorum more ) komponiert sein, wie es Plinius am Schreiben eines gewissen Mamilianus55 beobachtet, der über seine ergiebige Beute bei einer Jagd berichtet hat. Beispiele für einen Stil, der dem Gebot der Kürze und Einfachheit für Briefe zuwiderläuft, führt Plinius in Epist . 9,26Plinius der JüngereEpist. 9.26 an, wo er sich selbst als „Übeltäter“ enttarnt. Dieser Brief an einen gewissen Lupercus,56 der in einer Rede des Plinius einige Passagen als zu schwülstig und übertrieben angestrichen hat (9,26,5: ut tumida…ut improba ), versucht die Notwendigkeit von rhetorischer sublimitas zu rechtfertigen57 und vergleicht in diesem Zusammenhang den stilistischen Wagemut eines Redners mit den Gefahren, denen sich ein Steuermann während eines Seesturms aussetzt (9,26,4): at, cum stridunt funes, curvatur arbor, gubernacula gemunt, tunc ille clarus et dis maris proximus . Nicht nur durch seinen Umfang entspricht dieser Brief eher einem Traktat,58 sondern er übersteigt auch durch die darin verwendeten Ausdrücke die Grenzen der Epistolographie.59 Plinius ist sich dessen durchaus bewusst, denn am Ende des Briefes bittet er den Adressaten, auch hier unpassende Wortgebilde zu korrigieren (9,26,13):

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