Iain Lawrence - Skeleton Tree

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Skeleton Tree: краткое содержание, описание и аннотация

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Der zwölfjährige Chris darf auf Einladung seines Onkels an einem Segeltrip entlang der Küste Alaskas teilnehmen. Doch keine zwei Tage nach dem Start kentert das Boot; nur Chris und ein drei Jahre älterer Junge namens Frank – der Chris von Anfang an hasst – überleben.
Die zwei Jungs retten sich an eine verlassene Küste – ohne Feuer, ohne Nahrung, ohne Funkmöglichkeit. Sie müssen den Strand nach Essbarem absuchen und Fische fangen. Bei einem neugierigen, freundlichen Raben fühlt Chris sich deutlich wohler als in der Gesellschaft des reizbaren Frank, aber die beiden müssen sich arrangieren, wenn sie in der Wildnis überleben wollen. Und was für ein Geheimnis birgt der unheimliche Baum
der Toten, auf den sie bei ihrer Suche stoßen?
Schließlich entdecken Chris und Frank eine unglaubliche Gemeinsamkeit zwischen sich. Und entwickeln ein Mitgefühl füreinander, das vielleicht den Weg in die Rettung weist

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Der Weg schlägt einen dunklen Tunnel durch die Salalsträucher, in denen sich alles Mögliche verbergen könnte. Vor sechs Wochen hätte ich es noch nicht gewagt, allein hier langzugehen. Selbst jetzt, wenn ich an den Bären und die Wölfe denke, wünsche ich, ich hätte auf Frank gewartet. Andererseits kenne ich jede Biegung, jeden Knick. Ich habe gelernt, mit all den Dingen, die mir Angst machen, umzugehen. Ich ziehe nur den Kopf ein und renne weiter.

Äste reißen an meinem Eimer, Wurzeln wollen Stolperfallen sein, doch ich bleibe oben, und sobald ich die Lichtung erreiche, sehe ich den Skelettbaum. Er steht allein auf dem grasbewachsenen Gestein, und seine Äste verrenken sich vor dem Himmel. Die schwarzen Konturen der Särge ruhen in seinen knorrigen Armen, und ich schaue nicht hoch, als ich unter ihnen vorbeisause, geradewegs zu dem felsigen Strand, an dem der Heilige aus Holz blind aufs Meer hinausblickt.

Es ist eine schreckliche Enttäuschung, das Meer schwarz und leer zu sehen. Kein Schiff der Küstenwache, kein Hubschrauber – nichts außer meinen Erinnerungen.

Irgendwo da draußen in den wogenden und schlingernden Wellen habe ich Onkel Jack zum letzten Mal gesehen.

Ich schrie seinen Namen als sich das Meer in die Kabine ergoss Doch niemand - фото 7

Ich schrie seinen Namen, als sich das Meer in die Kabine ergoss. Doch niemand rannte herbei, um mich zu retten.

Hinter der offenen Luke schwebten bauschige Wolken, die von der Sonne angestrahlt wurden. Das Steuerrad glänzte und das große Segel schlug vor und zurück, die Leinen strafften sich zitternd. Auf einmal überfiel mich die grauenhafte Vorstellung, Onkel Jack wäre mit dem anderen Jungen weggegangen und hätte mich auf einem sinkenden Boot allein zurückgelassen.

Ich wand mich in meinem Schlafsack, rollte vom Bett und fiel in das eiskalte Wasser. Ich schnappte nach Luft. Die Puff schlingerte, und ich wurde erst an den Küchentresen und dann an den Herd gestoßen. Als ich die Leiter hinauf ins Cockpit flüchtete, war kein Land in Sicht.

Ich drehte mich um und blickte zum Bug. Da war Onkel Jack, der mit Frank versuchte, das kleine rote Dinghy loszubinden, das nun tatsächlich unser Rettungsboot werden sollte.

Der Bug der Puff tauchte ins Meer und schoss wieder hoch, sodass das Wasser in einem silbernen Schwall abfloss. Frank lag auf den Knien und klammerte sich an die Takelage, während die Gischt über ihn hinwegflog. Onkel Jack hackte mit einem Messer auf die Leinen ein, und die Wellen waren haushoch.

In der Klinge fing sich das Sonnenlicht. Mit einem Mal sprang das kleine Boot von seinem Platz, wurde von einer Welle erfasst und geradewegs über die Reling geschleudert. Das Meer nahm es mit, bis es ruckartig hochgedrückt wurde, als sich das Halteseil spannte.

«Rein da!», schrie Onkel Jack. Doch Frank rührte sich nicht.

Onkel Jack musste seine Finger einzeln von der Takelage abziehen. Dann hob er ihn hoch, stellte sich breitbeinig hin und suchte auf dem stampfenden Deck sein Gleichgewicht. Vor der aufgewühlten See sah er groß und heldenhaft aus. Als das Beiboot auf einer Welle nach oben schoss, ließ er Frank hineinfallen. Dann drehte er sich um und kam zu mir, indem er sich fest an den Handlauf klammerte, während die Wogen über das Deck schwappten.

Er kletterte ins Cockpit. «Hast du das Funkgerät mitgebracht?», rief er.

«Nein», antwortete ich. Das Beiboot wurde von einer Welle hochgehoben, stieg über unsere Köpfe und verschwand anschließend unterhalb der Reling. Der andere Junge lag reglos da.

«Die Signalfackeln?», fragte Onkel Jack. «Die Rettungswesten?»

Ich schüttelte den Kopf. Das Denken fiel mir unendlich schwer.

«Warte hier.»

Er tauchte die Leiter hinunter in die Kabine. Das Wasser reichte ihm bis zur Brust und stieg schnell. Alles, was schwimmen konnte, wirbelte in einem Strudel.

«Komm zurück, Onkel Jack!», rief ich.

Er sah mir kurz in die Augen. «Spring ins Rettungsboot, Chrissy», sagte er, bevor er weiter in die Kabine vordrang und sich einen Weg durch die mahlende Masse aus Kissen, Bodenbrettern und Bettdecken bahnte.

Das Deck, das zuvor so hoch erschienen war, lag nun auf gleicher Höhe mit dem Meer. Nur das niedrige Kabinendach ragte noch aus dem Wasser, und jede Welle brandete durchs Cockpit.

«Onkel Jack!», schrie ich.

Es sah aus, als würde ein Fluss durch die Luke in die Kabine fließen. Ich sah, wie Onkel Jack das Walkie-Talkie von seinem Platz nahm, doch das Wasser drückte dermaßen, dass er nicht ins Cockpit zurückkehren konnte.

«Hier!», schrie er. «Fang!» Er warf das Funkgerät zu mir hinauf.

Ich versuchte es aufzufangen und hielt es einen Augenblick lang tatsächlich in den Händen. Doch es entglitt mir. Ich stürzte los, um es zu packen, und wäre dadurch beinahe selbst durch die Luke gefallen. Ich hielt mich an den Seitenkanten der Luke fest, während das Funkgerät im schwarz wirbelnden Wasser unterging. Als Onkel Jack zu mir hochblickte, las ich Angst und Kummer in seinen Augen – und noch etwas. Ich hatte ihn enttäuscht.

Das Meer flutete durch die Luke, stieg über Onkel Jack hinweg und saugte ihn in die Dunkelheit. Anschließend platzten dicke Blasen aus der Luke, und das Deck rutschte mir unter den Füßen weg. Ich trieb im Meer.

Das Kabinendach verschwand. Die Reling tauchte ins Wasser, und als das kleine rote Beiboot darübergewirbelt wurde, ließ ich mich hineinfallen. Franklin saß jetzt aufrecht, doch er sagte kein Wort und blickte stur geradeaus. Seine Hände krallten sich wie Klauen an die Seiten des Bootes.

Das Meer brodelte vor lauter Leinen und Segeln und Dingen, die aus der Kabine entwichen waren. Ich entdeckte Kräckerschachteln, einen Laib Brot, ein paar von Onkel Jacks Erinnerungsstücken. Dann bekam ich Angst, dass die Puff uns in die Tiefe ziehen würde, und machte mich an der Leine zu schaffen, mit der wir an ihr festgebunden waren. Der feste Knoten ließ sich nicht lösen, und ich ging erst mit den Händen und schließlich mit den Zähnen darauf los. Das Rettungsboot neigte sich, der Bug tauchte unter Wasser. Ich sah die Puff als schattenhaftes Ding tief unter der Wasseroberfläche. Endlich riss die Leine mit einem heftigen Knall, und das Rettungsboot klatschte flach aufs Wasser. Langsam trieben wir mit dem Wind und schlingerten über die Wellen.

Die Puff war gesunken. Um uns herum war nichts mehr zu sehen außer dem schrecklichen Meer. Das rote Boot tanzte über die Wogen, und wir wurden hin- und hergeschleudert. Ich brüllte, bis ich heiser war.

«Onkel Jack!»

«Onkel Jack!»

Auf See gab es kein Echo. Und selbstverständlich auch keine Antwort.

Die Wirkung der blauen Tabletten war abgeklungen, doch noch immer erschien mir alles wie ein Traum ohne Bezug zur Realität, als wir in dem kleinen roten Boot trieben. Während es in den Wellen schaukelte, blieb Frank reglos sitzen. Er verlagerte nicht einmal das Gewicht, um uns in der Balance zu halten. Die Jacke hatte er bis zum Kinn zugezogen, klammerte sich weiterhin fest und blickte mich an, ohne mich wirklich zu sehen.

Am anderen Ende musste ich mich vorbeugen, zurücklehnen oder zur Seite ausweichen, um das Gleichgewicht immer wieder von Neuem herzustellen. Dennoch schwappte an den Seiten weiterhin Wasser ins Boot, das kurz darauf bereits um meine Knöchel rauschte.

Die Schöpfkelle aus Plastik hatte sich mit den Rudern verheddert. Ich riss sie von der Schnur und schöpfte Wasser aus dem Boot. Andauernd schaute ich auf meine Uhr, bis ich merkte, dass sie stehengeblieben war. Der Anblick der reglosen Zeiger machte mich wütend und raubte mir die Hoffnung. Ich legte den Kopf in den Nacken und brüllte das Meer und den Himmel an.

Bei Sonnenuntergang flaute der Wind ab, die Wellen wurden flacher, und wir liefen nicht mehr Gefahr zu kentern. Aber meine Angst steigerte sich ins Unermessliche, während ich zusah, wie der Himmel sich rot färbte. In dem winzigen Boot, weit entfernt vom Land, fragte ich mich, was Onkel Jack zuletzt wohl gesehen hatte. Und schwammen etwa alle Menschen, die ins Meer geschleudert worden waren, um uns herum?

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