Mario Walz - Die Suche hat ein Ende

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Offen, ehrlich und bewegend beschreibt Mario Walz in diesem Buch die Suche nach dem wahren ICH anhand seiner eigenen Lebens- und Seelenreise.
Spannen und selbstironisch, ernsthaft und humorvoll erzählt er von sichtbaren und unsichtbaren Welten, lichten und dunklen Wesen und den unzähligen Wundern, die er auf seinem Weg erlebt. Seine spirituellen Erfahrungen führen ihn aus Fremdbestimmung, Angst und Unsicherheit zu einem Leben in Selbstbewusstsein und Freiheit.
Das Buch ist der ideale, inspirierende und ermutigende Begleiter für Ihre eigene Seelenreise.

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Talente

Und jetzt sitze ich hier und schreibe ein Buch. Schon wieder etwas, was ich noch nie zuvor getan habe und von dem ich eigentlich dachte, dass ich es nicht kann. So ging es mir schon oft. Ich nehme neue Herausforderungen einfach an, in der Sicherheit und einem Schuss Hoffnung, dass mir schon gelingen wird, was ich da beginne.

Einmal nahm ich einen Job an, für den ich 2,50 m hohe Styroporskulpturen von Heine, Bismarck, Luther und Händel anfertigen musste. Ohne groß zu zögern, nahm ich den Auftrag an, um danach – als ich dann allein war – sofort in heftige Zweifel zu verfallen. Das zu erwartende Honorar, welches ich dringend benötigte, ging zu einem Großteil in die Anschaffung der notwendigen Werkzeuge. Zunächst überlegte ich, wie bekomme ich überhaupt vier Styroporquader von der Größe 150x150x250 in mein kleines Atelier? Glücklicherweise hatte ich vier Oberlichter mit einer entsprechenden Erhöhung des Raumes, sodass der Raum zwar dunkler wurde, aber die Quader wenigstens stehen konnten.

Als das Styropor im Raum stand und ich eine Kettensäge sowie die benötigten Messer gekauft hatte, begann ich mit riesigen Folien den Raum abzuschotten. Um eine Schleuse zu bauen. Denn Styroporkügelchen haben die nervtötende Angewohnheit, wie Pech an einem zu kleben. Ich besorgte mir dem Auftrag entsprechende Fotos der zu realisierenden Herren und startete die Kettensäge. Letztendlich war es einfach: Ich musste nur das wegschneiden, was nicht zu der Skulptur gehörte und die Figuren schälten sich wie von selbst aus den Styroporblöcken.

Was ich damit sagen will: Ich war Gott sei Dank immer mutig genug, mir unbekanntes Terrain zu begehen, die kommenden Herausforderungen anzupacken und meinen Gefühlen zu folgen. All diese Sprünge in kaltes Wasser waren immer von Erfolg gekrönt. Es zeigte sich, dass ich einfach Talent besitze. Viele Talente.

Schon in der Schule war klar, dass mein Können nicht in der sportlichen Bewegung oder dem Auswendiglernen von irgendwelchen Daten oder Pseudotatsachen lag, sondern eher in den ruhigen, handwerklichen Tätigkeiten. Und eben vor allem in den künstlerischen Bereichen. Ich fing an, mir selbst das Zeichnen beizubringen, indem ich meine Lieblingsfiguren aus den Comics abzeichnete und die Wand über meinem Bett zu meiner ersten Ausstellungsfläche bestimmte.

Überhaupt war das Zeichnen meine Art mit den hereinstürzenden Überraschungen eines jungen Menschenlebens umzugehen. Auch die aufkeimende Geschlechterdefinition versuchte ich mittels anatomischer Studien zeichnerisch zu erforschen. Mangels entsprechender Vorlagen mussten weibliche Vorlagen, Wäsche– und Bikiniträgerinnen aus dem Ottokatalog Modell stehen. Was meinem Vater aber absolut nicht gefiel und er meine gesammelten Nackedeis im Ofen verbrannte. Aber das konnte mich ja nur »bestärken«.

Ich war eh schon immer in mich gekehrt und sonderte mich mehr und mehr ab. Mein Wunsch, beruflich »irgendwas mit Zeichnen« zu machen, erledigte sich mit der reprofotografischen Lehrstelle, auf die ich mich freute, die dann aber kurzfristig abgesagt wurde. Zur Schule zu gehen, kam nicht mehr in Frage: Ich hatte keine Lust mehr überflüssiges Zeug zu lernen und wollte Geld verdienen, irgendetwas anderes machen. So landete ich in der »anständigen« Ausbildung zum Polsterer. Der Einfluss meiner Mutter ließ mich glauben, dass ich auch da irgendwann einmal zeichnen könnte. Zu der Zeit hab ich alles geglaubt. Und so begann ich diese dreijährige Lehre.

Schon allein deswegen, weil mein Meister mich damals so behandelte, als sei ich der Bösewicht der Nation. Und das nur, weil ich gefärbte Haare, schrille Klamotten und Piercings in Ohr und Nase trug. Damals hießen die allerdings noch nicht so. Es gab auch keine entsprechenden Gerätschaften. Weswegen die riesige Ohrlochstanzpistole einfach in meine Nase gequetscht wurde, was mehr Schmerzen hervorrief, als das dadurch eingestanzte Loch.

Dabei war ich wie die meisten äußerlich Auffälligen ein eher ruhiges Wesen. Kein laut herumbrüllender, furzender oder um mich schlagender Proll – wie einige meiner Arbeitskollegen, deren Untaten stets mir in die Schuhe geschoben wurden –, sondern einfach nur anders als die anderen. Vielleicht sogar sensibler.

Durch die viele Arbeit und das Ausleben meiner neuen Freiheit, die durch mein zum Chopper gestylten Mofa ermöglicht wurde, vergaß ich einige Zeit lang mein künstlerisches Talent. Bis ich unzufrieden wurde und wieder mit dem Zeichnen und Malen begann. Ich eignete mir die Kunst mit der Airbrushpistole zu arbeiten an und bemalte Motorradtanks, Helme, Autos. Einfach alles, was sich so anbot. Selbst unsere Mülltonnen waren zum Schrecken meines Vaters bebuntet.

Ich arbeitete generell ohne Atemschutz, was mir jahrelanges Versagen des Geruchsinns einbrachte. Aber es machte unglaublich viel Spaß. So wurde der alte Wunsch mit meinem zeichnerischen Können auch Geld verdienen zu können, wieder bestärkt. Zumal ich schon für das Bemalen der Fahrzeuge ein bisschen Kleingeld erhalten hatte. Aber noch befand ich mich emotional in einer tiefen Falle, sodass ich immer noch das tat, was aus meinem familiären Umfeld und von meinen Ausbildern und Lehrern »empfohlen« wurde.

Das änderte sich erst, nachdem ich bei der Bundeswehr war.

Diese unfassbare, äußerst suspekte Geschichte erzähle ich vielleicht später. Jetzt mag es genügen, dass ich während dieser Zeit nur Zeichnungen von besoffenen Soldaten, Porträts irgendwelcher Damen, die Bemalung des Kompaniegebäudes und Milliarden von Urkunden für irgendwelche Obersthauptfeldwebelentlassungsodergeburtstagsgrüße zeichnete. Das pure daumendrehende Absitzen von Zeit. Mit viel Zeit nachzudenken.

Letztlich waren diese verschenkten Jahre nicht überflüssig. Denn danach beschloss ich, nie mehr etwas zu tun, das ich nicht wirklich wollte. Und das hab ich seitdem durchgezogen.

Und seitdem ging es mir immer besser. Ich hatte endlich begonnen mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mit einem ersten Sprung ins kalte Wasser zog ich nach Pforzheim. Um dort an der Fachhochschule für Gestaltung Modedesign zu studieren. Was mangels Fachhochschulreife ja eigentlich nicht möglich war. Aber mein zeichnerisches Talent schenkte mir die Begabtenprüfung, wodurch mir die Aufnahme zum Studium gelang. Tja, wenn man was wirklich will, dann klappt es auch!

Und schließlich verdiene ich doch Geld mit meinem Talent. Obwohl meine Eltern und Lehrer immer meinten: »Lern du was Anständiges! Zeichnen kann man immer noch als Hobby machen.« Aber von Hobbys halte ich nicht viel. Denn das impliziert, dass ich die meiste Zeit etwas mache, was mir nicht gefällt. Und um diesen Frust zu kompensieren, suche ich mir dann ein hobbyartig ausuferndes Betätigungsfeld, um nicht ganz durchzudrehen.

Ich will aber genauso leben, wie ich es mir vorstelle. Und zwar täglich und ohne Kompromisse. Dank meiner Talente gelingt mir dies auch. Wobei Kinder natürlich eine gewisse Einschränkung dieser Lebensweise erfordern. Aber da ich mich bewusst für die Kinder entschieden habe, entspricht diese Veränderung ja wiederum meinem Wollen.

Talente ... Das Leben wäre einfacher, wenn ich nur dies eine Talent hätte. Aber in seiner Gnade schenkte mir Gott eine Menge an Talenten. Was mein Leben nicht unbedingt erleichtert. Denn welches soll ich zum Beruf erwählen?

Durch die Anregung meiner Lehrer – um mich aus meiner kindlichen Isolation zu holen – steckten mich meine Eltern in verschiedene Vereine. Da war natürlich zuerst der dörfliche Fußballverein. Toll. Ich war damals schwerstens übergewichtig. Was zu besonders lustigen Momenten führte – für die anderen. Es muss wirklich brüllend komisch gewesen sein, wenn ich als dicker Brillenträger mit schwerem Körper wabbelnd und fetthüpfend einem Ball hinterherjagen musste. Hölle.

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