»Bist du hier Stammgast?«, fragte er.
Hilde nickte bestätigend. »Seit zwei Jahren.«
»Und was war es, das du gesucht und hier gefunden hast?«, legte Leo nach.
»Freiheit, Selbstbestimmung, Spaß, Abenteuer«, kam es von Hilde, als hätte sie die Antwort irgendwo abgelesen.
»Hattest du das vorher nicht?«, fragte Leo.
An ihrer Mimik erkannte er, dass er zu weit gegangen war. Er hatte zwar mit diesem hübschen Ding gevögelt, doch sie waren einander fremd. Er hatte keinerlei Anspruch, derart intime Antworten von ihr zu fordern.
Um das Schweigen zu brechen, hob er seinen Drink, um mit ihr auf den heutigen Abend anzustoßen. Hilde entsprach der Geste. Anschließend tranken sie. Leo nahm nur einen kleinen Schluck, Hilde hingegen leerte ihr Glas auf ex.
»Wow«, gab Leo mehr verwundert als erstaunt von sich. »Geht das bei dir immer so schnell?«
»So hat wohl jeder sein eigenes Fachgebiet, auf dem er schnell ist«, entgegnete Hilde mit einem kecken Lächeln. »Ich nehme an, du hast vor, auf deine Freundin zu warten.«
Sie formulierte diese Annahme im Tonfall einer Frage.
»Nun ja, das ging mir durch den Kopf«, antwortete Leo wahrheitsgetreu.
»Dann werde ich dich jetzt allein lassen«, sagte Hilde und erhob sich aus dem sprudelnden Wasser.
»Wo willst du hin?«, fragte Leo.
»Ich weiß noch nicht«, erwiderte sie. »Ich brauche noch etwas Zerstreuung, nehme ich an.«
Sie klimperte mit ihren Augen, dann wandte sie sich um und stieg über Beckenmauern zurück ins Trockene, wo sie ihre Handtücher abgelegt hatten. Bevor sie den Raum verließ, schenkte sie Leo noch ein Lächeln - ein Lächeln, das er erwiderte.
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