Astrid Seehaus - Das Kreuz
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Wenn Rothe es recht betrachtete, war es immerhin besser, sich mit einem Neureiter und seinen Einfällen herumzuschlagen, als angeschwiegen zu werden. Schweigen konnten die Eichsfelder, er hatte sich immer noch nicht daran gewöhnt. Und so war Neureiter sein einziger Freund im neuen Umfeld. Ein Freund, den er nicht vor den Kopf stoßen wollte. Das war auch der Grund gewesen, diese Einladung zu einem ausgelassenen Faschingsabend, wie nur die Eichsfelder ihn feiern können (Originalton Neureiter), anzunehmen.
Erfurt war bekannt für den größten Karnevalsumzug Thüringens, doch was wusste Rothe schon vom Eichsfelder Karneval. Nichts. Wenn er doch nicht in diesem lächerlichen Sheriffkostüm stecken würde. Hatte seine Tochter Jessi ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt? Er befürchtete, er war es selbst gewesen, der auf diese Schnapsidee gekommen war. Natürlich war er kein Karnevalsignorant. Wenn er früher in Erfurt keinen Dienst gehabt hatte, hatte er gefeiert. Es war die andere Seite in ihm, die Bedenken äußerte. Der Psychologe, der neben dem Singlevater und dem Polizisten auch noch in ihm steckte; und der fragte, ob er sich einen Sheriffstern an die Brust geheftet hatte, weil er mehr Mann sein wollte, als er tatsächlich war. Die Stimme war unnachsichtig und wollte wissen, ob er dieses Symbol von Männlichkeit und Stärke brauchte. Und wenn ja, warum und als Kompensation für was. Wie sah sein Liebesleben aus?
Rothe verkniff das Gesicht. Diese Selbstanalyse nervte. Er seufzte. Nun hatte er bereits mehrfach geklingelt und niemand öffnete. Wenn Bäcker darauf hoffte, Rothe würde sich lächerlich machen, indem er durch ein Fenster stieg, würde der Kollege sich täuschen. Rothe zog es dann eher vor zu gehen. Auch wenn Simone ihm später Vorhaltungen machen würde.
Ob sie auf ihn wartete? Irgendetwas stimmte seit einiger Zeit nicht zwischen ihnen. Er hätte seine Qualitäten als Liebhaber sehr gern unter Beweis gestellt, war aber an ihrem Unwillen gescheitert. Sie wollte nicht, wenn er wollte, und dass sie mal wollte, kam gar nicht vor, kurz gesagt: Simone war so verschlossen wie ein Priester, der sich auf das Beichtgeheimnis berief.
Rothe zog den Finger zurück, der gerade erneut die Türglocke auslösen wollte.
Würde es dem Team schaden, wenn er tatsächlich nicht auflief? Würde es dem Team überhaupt nützen, wenn er dabei wäre? Würde es ihm den Zugang zu Sture Bäcker erleichtern? Würde sein Kommen überhaupt einen besseren Teamplayer aus ihm machen? Grundsätzlich war das gemeinsame Feierabendbier immer gut und richtig. Nicht nur ein gemeinsam gelöster Fall schweißte zusammen und machte aus einem Haufen unterschiedlicher Persönlichkeiten ein Team, auch gemeinsamer Humor oder gemeinsam erlebte Freizeit, gemeinsame Erfahrungen, wie eben auch das ab und zu gemeinsam gestemmte Bier, konnten einem die Kollegen näher bringen. Sie waren noch kein richtiges Team. Jedenfalls kein vergleichbares zu den Erfurter Kollegen, die er Knall auf Fall hinter sich gelassen hatte. Bereute er seinen Weggang aus Erfurt? Bisher hatte Rothe Neureiters Anläufe, ihn auf den Fußballplatz mitzunehmen, wegen seiner Tochter ausgeschlagen. Sie brauchte ihren Vater, mehr als der Heiligenstädter SC einen weiteren Zuschauer. Aber Sture Bäcker war ein Problem. Er wirkte wie ein Monolith in einer zerklüfteten Landschaft. Rothe war vor einem Jahr wie ein Meteorit in der Kreisstadt aufgeschlagen und versuchte seitdem, seine Persönlichkeit zu entfalten und seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, was manchmal enorm erschwert wurde. Schon allein auch wegen Hauptmeister Simone Nolte, Pressesprecherin der Heiligenstädter Polizei. Er war in sie verliebt. Dachte er zumindest. Bisher war er davon ausgegangen, sie würde das Gleiche für ihn empfinden. Aber es schien komplizierter. Sie war die Venus und er der kleine Sputnik. Auf Dauer war das ziemlich anstrengend. Gedankenverloren polierte er den Sheriffstern. Wäre er doch besser als James Bond gegangen!
Die Musik im Haus wurde plötzlich lauter. Er konnte nicht beurteilen, wie viele Menschen schon vor ihm gekommen waren, die Straße war jedenfalls auffallend leer.
War er überhaupt richtig?
Er trat einen Schritt zurück und überprüfte die Hausnummer. Sie stimmte. Es musste noch einen Hintereingang geben. Er wollte sich schon abwenden, um danach zu suchen, als die Haustür aufsprang und er in die Dunkelheit des Flures gezerrt wurde.
„Da bist du ja endlich“, schnaufte eine Stimme an seinem rechten Ohr.
Ausdünstungen von Kirschlikör und einem schweren Parfüm raubten ihm den Atem. Ein feuchter Mund suchte seinen Hals, und eine kräftige Hand presste sich auf seine Brust.
„Oh, ein Orden?“, gurrte sie.
„Ein Sheriffstern“, entgegnete er dümmlich.
Der Versuch, die Frau von sich zu schieben, scheiterte an ihrem Alkoholpegel. Sie schien völlig enthemmt. Zu seiner Erleichterung stellte er fest, dass es nicht Simone war.
„Lassen Sie das! Ich bin Polizist!“ Diese Argumentation kam ihm ebenso wenig intelligent vor wie seine Erläuterung zum Sheriffstern. Wo war er nur hineingeraten?
„Ich denke, du bist Sheriff? Wie originell, sich für unser erstes heißes Date zu verkleiden.“
Eine flusige Boa umschlang seinen Hals und der Geruch von Mottenkugeln reizte ihn zum Niesen. Der Hut rutschte ihm vom Kopf.
Während er den Niesreiz zu unterdrücken versuchte, fummelte sie weiter an ihm herum. Was für eine absurde Situation, dachte er und musste sie daran hindern, den Reißverschluss seiner Hose zu öffnen.
„Wo sind die anderen?“, wollte er wissen.
„Welche anderen?“, grunzte sie.
Er stutzte. Sie hatte Recht. Welche anderen? Ganz offensichtlich waren sie allein. Er war im falschen Haus! Aber das konnte doch nicht sein! Straße und Hausnummer hatte er mehrmals überprüft.
Neureiter und seine Scherze!
Sein Verstand arbeitete auf Hochtouren, während er sich ihren fleischigen Armen entwand.
„Wo wolltest du denn hin, schöner Mann?“, lallte sie und ließ sich schwer atmend auf die nächstbeste Sitzgelegenheit sinken: eine Chaiselongue. Einladend klopfte sie auf die freie Stelle neben sich. „Möchtest du mir nicht Gesellschaft leisten?“
Rothe überging die Frage und besorgte ihr ein Glas Wasser aus der Küche.
„Trinken Sie, dann wird es Ihnen besser gehen“, setzte er an, als er ins Zimmer zurückkehrte, doch sie war in der Zwischenzeit eingeschlafen.
Das Glas stellte er auf das Beistelltischchen, bedeckte ihren leicht bekleideten Körper mit einer Decke und zog die roten Seidentücher von den Lampen, um einen Zimmerbrand zu vermeiden. Er nahm den Hut vom Boden und setzte ihn sich auf. An der Haustür stieß er auf einen jungen Mann.
Instinktiv zog Rothe die Tür hinter sich ins Schloss. „Wer sind Sie?“
Der junge Mann stellte sich als Ramon Fernandez vor.
„Ein Freund?“, fragte Rothe misstrauisch, ganz Polizist.
„Wie man’s nimmt“, war die ausweichende Antwort und reichte nicht, Rothes Vertrauen zu gewinnen.
Fernandez wollte sich an Rothe vorbeischieben, doch der verstellte ihm den Weg. Fernandez zögerte. Rothes verschlossenes Gesicht machte klar, dass er wenig ausrichten konnte.
„Und wer sind Sie?“, fragte Fernandez schließlich.
„Sehen Sie doch“, entgegnete Rothe trocken und zeigte auf den blechernen Sheriffstern. „Der Sheriff von Heiligenstadt.“ Zum Abschied tippte er an die Krempe seines Cowboyhutes und verschwand in die Nacht.
***
„Wir haben Sie vermisst. Wo waren Sie denn?“, krähte Neureiter, kaum dass Rothe in frostiger Laune den Raum betreten hatte. Sein freier Dienstag war von einem Wasserrohrbruch bestimmt gewesen und den vergeblichen Versuchen, Simone zu erreichen. Fasching hätte er am liebsten aus dem Gedächtnis gestrichen.
Als er Neureiter sah, stand ihm der verpatzte Rosenmontag wieder lebhaft vor Augen.
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