Birte-Nadine Neubauer - Stimmen des Yukon
Здесь есть возможность читать онлайн «Birte-Nadine Neubauer - Stimmen des Yukon» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Stimmen des Yukon
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Stimmen des Yukon: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Stimmen des Yukon»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Stimmen des Yukon — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Stimmen des Yukon», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Sie liebte dieses Land! Den Nordwesten Amerikas. Wenn es an etwas keinen Zweifel gab, dann daran. Julie gestand sich selbst vor langer Zeit schon ein, dass sie sich mit diesem Land auf unerklärliche Weise verbunden fühlte und Sehnsucht empfand, wenn sie daran dachte. Fragte man sie, warum sie immer den Westen Nordamerikas als Reiseziel wählte, gab sie stets zur Antwort, dass ihr Herz dort leben würde und sie es eben von Zeit zu Zeit besuchen müsse. Manchmal bildete sie sich sogar ein, das Land würde regelrecht nach ihr rufen.
Eine unerfüllte Sehnsucht, die sie bis zum heutigen Tag beherrschte, war eine Reise weiter hoch in den Norden. Ja, der Yukon sollte es sein! Sie wollte die Mannigfaltigkeit des Landes, mitsamt der Schönheit, der Härte und den Gefahren, die von ihm selbst und den dort lebenden Tieren ausging, so hautnah wie möglich erleben. Julie war mit der Natur und den Tieren groß geworden. So vieles in ihrem Leben deutete auf ihre Naturverbundenheit und Tierliebe hin und sie vermutete, dass tief in ihrem Inneren etwas schlummerte, das sie auf ungewöhnliche, stille Weise mit ihnen in Verbindung treten ließ.
Julie schluckte kurz, während sie überlegte, ob ihre bisherigen Beobachtungen und Erfahrungen auch wirklich für dieses raue Land genügen würden. »Was soll’s!«, brummte sie. »Das werde ich ja dann schon sehen«, setzte sie beinahe trotzig nach.
Nun wollte sie aber endlich beginnen zu packen und schwang sich mit einem geschmeidigen Sprung auf die Beine. Der Wind war zum Erliegen gekommen und der Regen hatte einen monotonen Rhythmus gefunden. Es dauerte keine zehn Minuten und Julie hatte alles in ihrem Rucksack verstaut. Zufrieden stand sie nun da, mit den Händen in der Hüfte, als sie ein sanftes Tippeln hinter sich vernahm.
Ihre Hündin Tipsy lief ihr mit gesengtem Kopf und hängender Rute aus dem Nebenzimmer entgegen. Das Unwetter und die Unruhe Julies hatten sie schlafen lassen, aber der gepackte Rucksack beunruhigte sie dafür umso mehr. Sie wusste nur zu gut, was dieses Ding zu bedeuten hatte. Traurigkeit und Sorge lagen in ihrem treuen Hundeblick.
Julie kniete sich zu ihr nieder. »Na meine Kleine?«, begann sie, während sie ihre Hände nach dem Kopf der Hündin ausstreckte. »Du weißt, was schon bald kommen wird, nicht wahr? Es wird nur länger sein als gewöhnlich.« Den Kopf ihrer Hündin in ihren Händen haltend, verharrten beide von Angesicht zu Angesicht. Julie kraulte sanft die samtigen Ohren der Hündin und sah ihr dabei in die Augen. »Ich kann dich wirklich nicht mitnehmen und die Jüngste bist du auch nicht mehr. Du brauchst dich nicht zu sorgen. Ich werde gut auf mich aufpassen und jeden Tag an dich denken, und das weißt du.« Sie machte eine kurze Pause, in der sie hörte, dass der Regen aufgehört hatte. Dabei lag ein feines Lächeln auf ihren Lippen. »Wo hast du eigentlich Joky gelassen? Hast du sie auf so weite Exkursion geschickt, dass sie es vor dem ungemütlichen Wetter nicht mehr zurückgeschafft hat und sie woanders Unterschlupf suchen musste?«
Die Brauen der Hündin zogen sich nach oben und kaum dass Julie sich versah, hatte sie eine kalte und feuchte Hundenase in ihrem Gesicht. Die Hündin stand nun unruhig und schwanzwedelnd vor ihr, abwechselnd knurrend oder bellend.
»Du hast wohl etwas gehört. Bist eben meine Feine!«, sagte sie lachend, als die Hündin sich wieder niederlegte.
Nun vernahm auch Julie ein Klacken an der Eingangstüre. »Aha!« Sie stand auf und hörte es erneut. »Geht es dir mal wieder nicht schnell genug?« Zügig ging sie zur Türe und erneut klackte es. Sie sah wie die klaren Kulleraugen so gut es ging durch die Glasscheibe der Haustüre ins Innere zu spähen versuchten. Die kleine schildpattfarbige Katze musste sich dafür auf ihre Hinterbeine stellen, um über den unteren Rand der Türe hinwegsehen zu können. Ihr Kopf bewegte sich unruhig von rechts nach links und auf und ab.
»Ich komme ja schon!«, rief Julie laut.
Ein vorwurfsvolles Miauen ertönte, als die Katze bemerkte, dass sie erhört wurde.
Mit einem herzlichen Lachen öffnete Julie schließlich die Türe und ließ eine durchnässte, schlecht gelaunte und meckernde Katze in die Wohnung. »Hallo, da bist du ja, Joky. Wie schaust du denn aus?«
Immer noch etwas vorwurfsvoll, aber zunehmend freundlicher schmiegte sich die Katze nun um Julies Beine.
»Zu was der Türvorleger doch alles gut war!«, dachte sich Julie. Die Katze brauchte nur mit ihrer Pfote eine Ecke des Vorlegers anzuheben und nachdem sie es losließ, fiel es mit einem Klacken wieder zu Boden.
»Super Sache dieser Vorleger, was Joky? So kann ich dich nie überhören.«
Noch geduldig verharrend, machte sich jedoch allmählich ein Anflug von Eifersucht in dem kleinen schwarzen Körper der Hündin breit, während sie das Tun der beiden betrachtete. Als sie es schließlich nicht mehr aushielt, sprang sie auf und rannte den beiden schwanzwedelnd entgegen.
»Ja, diesen Anblick kannst du nicht lange ertragen«, sagte Julie und streichelte nun beide, nachdem sie in die Hocke gegangen war. Tipsy drängte sich so sehr zwischen die beiden, dass es Julie schwerfiel auch die Katze noch streicheln zu können. Liebevoll sah sie beide an. »Langsam Tipsy, ich habe zwei Hände und für jede von euch beiden ist eine da. Ich hab euch doch beide gleich lieb. Nur weil ich sie teilen muss, die Liebe, bedeutet das dennoch nicht, dass sie für eine von euch beiden weniger wird.«
Julie sprach immer zu ihren Tieren. Es war ihr durchaus bewusst, dass sie ihre Worte nicht verstehen würden, doch hoffte sie, dass etwas in ihnen sie erreichte. Mochten doch die Leute denken, was sie wollten. Sie war eben wie sie war. Jemand, die ihren Empfindungen immer freien Lauf gewährte und in ihren Handlungen einen starken Gerechtigkeitssinn verkörperte.
»Nun wollen wir uns aber auf die Nacht vorbereiten. Morgen wird ein anstrengender Tag werden«, sagte sie, während sie sich eine Jacke überwarf, um kurz mit ihrer Hündin noch einmal vor die Türe zu gehen. Die Katze schlich sich währenddessen zu ihrem Schlafplatz und rollte sich behaglich schnurrend zusammen.
WEHMÜTIGER ABSCHIED
Es war früh am Morgen, als Julie ihren Wecker ausschaltete und sich ausgeschlafen im Bett streckte. Die Vögel zwitscherten zaghaft der noch schlafenden Sonne entgegen und die Luft war durch den Regen am Vorabend klar und erfrischend. Sie schob die Bettdecke zur Seite und sprang aus dem Bett. Rasch zog sie sich an und war im nächsten Moment, mit der Katze als Vor- und der Hündin als Nachhut, aus der Türe getreten.
»Was für ein herrlicher Morgen!«, dachte Julie, als sie von der Terrasse des Hauses Ausschau nach den weidenden Pferden hielt. Sie klatschte ein paarmal in die Hände. »Windus, Yotimo, auf geht’s, es gibt Frühstück!«
Sie ließen nicht lange auf sich warten. Mit erhobenem Schweif und aufgeblähten Nüstern brachen die beiden schwarzbraunen Wallache aus den Nebelschwaden der Senke mit einem freudigen Wiehern im gestreckten Galopp den Hügel hinauf. War es doch genau diese graziöse Anmut, die ein Pferd aus Liebe und Freude zu seiner Freiheit präsentieren konnte, die Julie immer wieder aufs Neue in einen faszinierenden Bann zog.
Im Stall warteten die beiden Pferde bereits ungeduldig auf ihr Futter, als Julie hereinspazierte. »Guten Morgen Jungs, alles klar bei euch?«, rief sie freudig. Sie gab ihnen Kraftfutter in den Trog und begann den Stall auszumisten. Als sie sich währenddessen an den Augenblick ihrer ersten Begegnung mit den beiden Pferden erinnerte, umspielte ein Lächeln ihre Lippen. Sie hatte sich auf Anhieb in die beiden verliebt. Für einen Moment unterbrach sie ihre Tätigkeit, stützte sich auf dem Knauf der Mistgabel ab und betrachtete die zwei, wie sie genüsslich ihr Futter fraßen.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Stimmen des Yukon»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Stimmen des Yukon» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Stimmen des Yukon» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.