Clemens G. Arvay - Das Biophilia-Training

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Die Wissenschaft hat bewiesen, was wir alle schon lange spüren: Bewegung im Wald tut uns gut, körperlich und seelisch. Denn die Bäume kommunizieren über bestimmte Botenstoffe mit unserem Immunsystem. Wenn wir im Wald statt in geschlossenen Räumen trainieren, kriegen wir beides im Paket: Fitness und Heilung.
Der Biologe Clemens G. Arvay und die Fitnesstrainerin Mariya Beer zeigen die besten Übungen im Wald für Anfänger und Fortgeschrittene und erklären die Vorteile einer natürlichen Umgebung für den Muskelaufbau und den Bewegungsapparat.

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Dass der Anblick von Bäumen eine immense Wirkung auf unsere Psyche und unseren Organismus hat, wissen wir aus mehreren Studien. Zu medialer Bekanntheit schaffte es Roger Ulrich, ein Professor für Gesundheitswissenschaften, der an mehreren skandinavischen und US-amerikanischen Universitäten forscht. Schon Anfang der Achtzigerjahre veröffentlichte er in dem weltbekannten Wissenschaftsjournal Science seine Experimente an Kliniken. Über viele Jahre hinweg konnte er nachweisen, dass der Blick auf einen Baum durch das Krankenhausfenster die Selbstheilungskräfte des Menschen fördert. Die Patienten mit Baumsicht konnten nach Gallenblasenoperationen von den Ärzten früher nach Hause geschickt werden als Patienten, die nur auf eine Hauswand sehen konnten. Der Baum förderte durch seine Anwesenheit die Wundheilung und führte sogar dazu, dass die Patienten deutlich weniger Schmerzmedikamente schlucken mussten sowie unter weniger postoperativen Komplikationen litten.

Der Anblick der Natur vor unseren Fenstern wirkt über die Psyche auf uns ein und weil Körper und Geist eine Einheit sind, hat dies auch positive Folgen für unser Immunsystem und die Selbstheilungskräfte. Schon kurze Blicke aus dem Fenster fördern unsere körperliche und geistige Regeneration sowie unsere Motivation und Kreativität bei der Arbeit. Das haben unter anderem die Professoren für Umweltpsychologie Rachel und Stephen Kaplan an der University of Michigan mehrfach bewiesen. 10Rodney Matsuoka, ein Doktorand der beiden, stellte außerdem an mehr als hundert Schulen Untersuchungen zur Wirkung von Grün an. Er kam zu dem Ergebnis, dass Schulen mit Fensterblick auf Naturflächen bei herkömmlichen Leistungstests viel bessere Ergebnisse erzielen und sogar eine geringere Quote an Schulabbrechern aufweisen als Schulen ohne Grün vor den Fenstern. Von den begrünten Schulen gingen außerdem mehr zukünftige Akademiker ab. 11

Offenbar vermittelt der Blick auf die Natur während der Schulzeit mehr Freude am Lernen und am Schulbesuch. Der Grünblick aus dem Fenster spornt uns also nicht nur zum Sport an, sondern stärkt generell unsere Motivation bei der Arbeit, in der Schule und in der Freizeit. Das Potenzial der Natur, uns zur körperlichen Bewegung zwischen Pflanzen zu verführen, liegt dabei ganz besonders auf der Hand.

Das BiophiliaTraining - изображение 10

Der Anblick der Natur wirkt über die Psyche auf uns ein und weil Körper und Geist eine Einheit sind, hat dies positive Folgen für unser Immunsystem.

Beim Biophilia-Training tritt noch ein wichtiger Mechanismus hinzu, der auf Grünflächen in der Stadt weniger stark zu spüren ist. Wenn wir im Wald Sport betreiben oder uns auf einem Geländelauf in den Bergen befinden, dann spornt uns die Naturlandschaft ganz besonders an, durchzuhalten und weiterzukommen. Stellen Sie sich vor, Sie laufen einen Berg hinauf und sie wissen, dass sich da oben ein wunderschöner, eindrucksvoller See befindet. Während des gesamten Anstiegs haben Sie das Bild dieses Gewässers in ihrem Kopf und sind voller Vorfreude auf das Ankommen. Auf einem Trainingsgerät im Fitness-Studio gibt es keine solchen Destinationen, auf die Sie zusteuern. Das einzige Ziel, das auf dem Laufband oder dem Hometrainer auf Sie wartet, ist der Zeitpunkt, wenn die Uhr endlich an einem bestimmten Punkt angekommen ist oder das digitale Display ausreichend verbrannte Kalorien anzeigt.

Die Zielpunkte der Natur sind mit einer viel größeren Motivation verbunden als Ziffern auf Bildschirmen. Sie bewegen sich im Wald oder in den Bergen von der Stelle und erleben die Veränderung der Landschaft mit, ja, Sie tauchen regelrecht in die Natur rund um Sie ein. Heute können Sie einen neuen Weg ausprobieren, morgen einen spontanen Abstecher auf einen anderen Hügel vornehmen. Auch die wechselnden Naturstimmungen sind ein guter Grund, den Sport nach draußen zu verlegen. Laufen in den Sonnenuntergang, Radfahren durch geheimnisvolle Nebelschwaden, Klettern unter stahlblauem Himmel, Balancieren am Waldrand nach einem Regen – die Natur bietet uns Abwechslung und unzählige Möglichkeiten für Neues.

Das BiophiliaTraining - изображение 11

Das Biophilia-Training ist eine ganzkörperliche und zum Teil unbewusste Form der Interaktion mit unseren natürlichen Lebensräumen.

Auch die Fahrt in die Natur ist mit mehr Vorfreude und Motivation verbunden als die Anfahrt ins Fitness-Studio, sofern Sie nicht, wie Woody Allen, ein Biophobiker sind. Dabei können sich vor allem Stadtbewohner die Motivation, die von der Natur ausgeht, zunutze machen. Schwingen Sie sich auf Ihr Fahrrad und radeln sie auf schnellstem Wege zum Grüngürtel oder ganz aus der Stadt hinaus. Die Vorfreude, die graue Stadt hinter sich zu lassen, wird Sie anspornen. Wenn Sie in einem Wald oder einem anderen Naturgebiet angekommen sind, wechseln Sie vom Radfahren aufs Joggen. Auf natürlichem Untergrund haben Sie ja keine Schäden für Ihre Gelenke mehr zu befürchten.

Nach dem Lauf schwingen Sie sich wieder auf Ihren »Drahtesel« und radeln Sie wieder nach Hause. Das hat gleich mehrere Vorteile, denn bei einem solchen Training integrieren Sie mehrere Sportarten. Die runden Bewegungen des Radfahrens wärmen Sie nicht nur auf, sondern bauen auch Muskelspannung in Ihrem Kniegelenk auf.

Wenn Sie dann vom Rad absteigen und zu laufen beginnen, ist Ihr Knie dadurch besser stabilisiert und vor Stößen geschützt. Es ist auch schon besser durchblutet. Die Verletzungsgefahr sinkt. Das Biophilia-Training ist eine ganzkörperliche und zum Teil unbewusste Form der Interaktion mit unseren natürlichen Lebensräumen. Dabei können wir zur Leistungssteigerung unsere eigenen evolutionären Mechanismen nutzen, die mit der Vergangenheit unserer Spezies zu tun haben.

Wir haben schon gesehen, dass unsere Vorfahren wichtige Entwicklungsschritte in der afrikanischen Savanne vollzogen haben. Daraus resultieren ganz bestimmte Vorlieben unseres Nervensystems, das seine Umwelt permanent scannt, um unsere Sicherheit zu gewährleisten. In unserem Schädel befindet sich an der Basis des Gehirns ein evolutionär sehr alter Teil unseres Zentralnervensystems, das auf der Erde auf eine Tradition von 500 Millionen Jahren zurückblickt. In der Geschichte der Lebewesen ist es so früh entstanden, dass es sogar die Reptilien und Amphibien besitzen. Diesen uralten Teil unseres Gehirns nennen Biologen daher »Reptiliengehirn«. Gemeinsam mit dem 250 Millionen Jahre alten limbischen System entscheidet es, von uns völlig unbemerkt, ob wir uns gerade sicher fühlen können oder uns in angespannter Fluchtbereitschaft befinden. Neurobiologische Messungen an Menschen in Naturlandschaften haben ergeben, dass wir uns in lichten Baumbeständen und in Wäldern, in denen ausreichend Sonnenlicht durch die Baumkronen dringt, sicher fühlen und unser Organismus nicht Alarm schlägt. In düsteren Waldstücken hingegen, wo die Büsche und Bäume eng zueinander stehen und wenig Licht durch das Blätterdach kommt, schaltet uns das Reptiliengehirn in den Alarmmodus, weil es uns auf einen möglichen Angriff aus dem Dickicht vorbereitet. Es könnte nämlich plötzlich heißen: »Kämpfe oder flüchte!«

Solche unheimlichen Stellen in der Natur, die jeder Mensch aus eigener Erfahrung kennt, können wir beim Waldlauf ganz gezielt nutzen, um unsere Leistung zeitweise zu steigern. Wenn wir uns durchs Dickicht bewegen, aktiviert das Reptiliengehirn nämlich genau die Funktionen unserer Organe, die uns zur maximalen körperlichen Leistung und zum Durchhalten befähigen. Unsere Beine werden stark durchblutet und die Bronchien in der Lunge weiten sich, damit wir mehr Sauerstoff aufnehmen können. Die Nieren schütten Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus, die vorübergehend wie ein körpereigenes Doping wirken und uns zu unseren persönlichen Höchstleistungen antreiben. Während dieser Reaktion steht uns auch mehr Blutzucker zur Verfügung, um länger durchhalten zu können.

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