Katharina Krall - Vorsicht Stufe (E-Book)

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Das duale Berufsbildungssystem der Schweiz findet bis weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung – und dies zu Recht. Der Erfolg spricht für sich und widerspiegelt sich unter anderem in der tiefen Jugendarbeitslosigkeit. Dennoch verorten die Autorin und der Autor eine Schwachstelle im Bereich des Übergangs von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II: Wenn Berufslernende ihre Ausbildung beginnen, wissen sie oft nicht, was sie an der Berufsfachschule erwartet. Dabei wäre es für die Berufsinteressierten förderlich, wenn sie bereits während der Schnupperlehre Kontakt zur Berufsfachschule aufnehmen würden.

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Dann kamen die Geschichten von den Kollegen, die im Betrieb und im Praktischen super seien, aber wegen schlechter Vornoten durch das QV gefallen seien. Und die Schwester von einem Kollegen sei wiederum in einer BYOD-Klasse, alles laufe nur noch über Computer, man müsse sich an 20 verschiedenen Orten anmelden, sich Passwörter merken, diese immer wieder ändern, es gebe keine Arbeitsblätter mehr, und sogar Prüfungen fänden am PC statt.

Jetzt waren spätestens die Technologie-Ängstlichen nervös, und es wurden noch Horrorgeschichten von den selbstständigen Vertiefungsarbeiten ausgepackt, die allgemeines Entsetzen hervorriefen. Aber wenigstens müsse man nur einmal in der Woche in die Schule, und schliesslich überwögen ja die Vorteile, zum Beispiel dass man endlich Geld verdiene und so weiter.

Mein Hinweis, dass der erste Lohn für Bücher und Schulmaterial draufgehen könne, trug nicht gerade zur Erheiterung bei. «Müssen wir das denn selber bezahlen? Der Betrieb will doch, dass wir in die Schule gehen?»

Die ausgelassene Stimmung am letzten Schultag war nun jedenfalls bei fast allen etwas getrübt, zumindest waren die meisten Lernenden ein wenig verwirrt: Steuerten sie nach den Sommerferien auf das schulische Paradies oder eine Lernhölle zu? Was hatten all die Begriffe zu bedeuten? Dritter Lernort, QV, Vornoten, BYOD und so weiter? Eigentlich war doch bis gerade eben noch alles klar gewesen und in bester Ordnung, und jetzt schien alles unsicher.

Und ich fragte mich: Hatte ich hier vergessen, meinen Lernenden etwas Entscheidendes zu vermitteln? Aber dabei ist doch in der Schweizer Bildungslandschaft alles klar: kein Abschluss ohne Anschluss – die Schnittstellen von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II sind klar geregelt, das System ist durchlässig.

Nach meinem ersten Schuljahr musste ich lernen, dass die Schweizer Bildungslandschaft doch nicht so klar war, wie ich bisher angenommen hatte, und dass ich es in diesem ersten Schuljahr tatsächlich versäumt hatte, meinen Schülerinnen und Schülern ein paar wichtige Dinge zu vermitteln.

1.2Wie viele Löcher verträgt die Durchlässigkeit? Oder: Weshalb fällt die Durchlässigkeit nach unten durch?

Auch wenn dieses Fallbeispiel etwas überspitzt dargestellt ist, sind dies doch Fragen und Unsicherheiten, mit denen wir – der Autor und die Autorin – in unserem Berufsalltag im Berufsvorbereitungsjahr und an einer Berufsfachschule immer wieder konfrontiert werden. In diesem Kapitel möchten wir die Begrifflichkeiten «Durchlässigkeit», «Übergänge» und «Schnittstelle» klären, weil sie für das Verständnis unserer Thematik von Bedeutung sind und eine Klärung der Begriffe den Leserinnen und Lesern dabei helfen soll, unseren Gedankengängen zu folgen. Im Weiteren legen wir den Fokus in diesem ersten Kapitel auf eine grobe Übersicht, mit welchen Themen die Lesenden in diesem Buch konfrontiert werden. In Abschnitt 1.2.5, « Sind wir nach unten offen?», befassen wir uns mit der Problematik, dass in der Regel die Schulstufe unterhalb der nächsthöheren Stufe für die Übergänge an den Schnittstellen verantwortlich zeichnet und sich die höhere Stufe passiv verhält.

1.2.1Von der Durchlässigkeit

Die dualen Berufsausbildungen in der Schweiz zeichnen sich durch ihr hohes Mass an Durchlässigkeit aus. Diese ermöglicht es den Berufslernenden, den einmal eingeschlagenen Weg fortzusetzen oder ihn in eine andere Richtung zu verlassen. Den verschiedenen Akteuren, die sich im Umfeld der dualen Berufsbildung bewegen, sind die Grundsätze «Eine Ausbildung soll nicht in einer Sackgasse enden» sowie «Kein Abschluss ohne Anschluss» bekannt. In diesem Zusammenhang sei auf die sehr gute Übersicht zur «Berufsbildung in der Schweiz» von Emil Wettstein, Evi Schmid und Philipp Gonon (2014) verwiesen.

Nach unserer Einschätzung und den damit verbundenen persönlichen Erfahrungen funktioniert die Durchlässigkeit sowohl nach oben als auch nach unten gut. Die verschiedenen Möglichkeiten, von einer zweijährigen Berufsbildung mit Berufsattest (EBA) hin zu einer dreijährigen beziehungsweise vierjährigen Berufsbildung mit Fähigkeitszeugnis (EFZ) zu wechseln, sowie die Möglichkeit, über die Berufsmaturität einen tertiären Abschluss zu erlangen, sind den Handelnden, also den Lernenden, Lehrpersonen, Eltern und so weiter, im dualen Berufsbildungskontext hinlänglich bekannt. Auch der umgekehrte Weg, also die Umwandlung einer EFZ-Ausbildung in eine EBA-Ausbildung, ist möglich und wird auch praktiziert. In der Regel wird aber ein höherer Bildungsabschluss angestrebt. Allerdings sind wir überzeugt, dass auch ein EBA-Abschluss ein wertvoller und eigenständiger Berufsabschluss ist. Wir sind nicht der Ansicht, dass sich die meisten Berufslernenden bereits während der EBA-Ausbildung auf eine anschliessende EFZ-Ausbildung vorbereiten müssen – auch wenn es Lernende gibt, für die dieses Vorgehen wünschenswert sein kann. Die schulische Durchlässigkeit innerhalb der dualen Berufsbildung bedeutet unserer Ansicht nach aber eben nicht, dass «alle» den Berggipfel bereits vom Tal aus erkennen und diesen erklimmen müssen. Wir verstehen die Durchlässigkeit nicht nur in dem Sinne, dass es unterschiedliche Routen und Schritttempi gibt, mit denen der Gipfel erreicht werden kann. Wir vertreten vielmehr den Standpunkt, dass bereits die SAC-Hütte das angestrebte Ziel sein kann.

Die Voraussetzungen für die Durchlässigkeit in den einzelnen Berufsausbildungen sind vorhanden, und deren Umsetzung hat sich in der Praxis bewährt. Dennoch verfügen manche Jugendliche und ihre Eltern noch über zu wenig Kenntnisse darüber, oder sie gewichten den schulischen Weg zur Maturität mit der anschliessenden Option auf einen universitären Abschluss höher als eine Berufslehre. Dies hat einerseits mit dem oft überbewerteten Prestige einer universitären Ausbildung zu tun, andererseits mit dem fehlenden Wissen über die Durchlässigkeit der dualen Berufsausbildungen in der Schweiz. Das betrifft vor allem auch Menschen, die in die Schweiz immigriert sind und unser Berufsbildungssystem nicht oder (noch) zu wenig kennen. In seinem Buch «Die Akademisierungsfalle» zeigt Rudolf Strahm (2014) die Vorteile der dualen Berufsausbildung auf. Die Lektüre eignet sich besonders auch als Einführung in das duale Berufsbildungssystem in der Schweiz.

Wir möchten an dieser Stelle nur so weit auf die duale Berufsbildung eingehen, wie sie für die Thematik des vorliegenden Buchs von Bedeutung ist. Zudem konzentrieren wir uns zur Hauptsache auf die Durchlässigkeit im Bereich der Schulstufen, also darauf, wie der Übergang von der obligatorischen Schule – meist der Sekundarstufe I oder über eine Zwischenlösung wie ein Berufsvorbereitungsjahr oder Motivationssemester – zu einer Berufsfachschule, der Sekundarstufe II, erfolgen kann.

Diese Beschreibung der Durchlässigkeit aus der Perspektive der verschiedenen Lernorte und insbesondere die Lernortkooperation mit den Betrieben sowie den überbetrieblichen Kursen erfolgt wiederum in Bezug zu unseren Überlegungen, wie die Übergänge an der Schnittstelle zwischen der Sekundarstufe I sowie der Sekundarstufe II besser bewerkstelligt werden können.

Einen wesentlichen Vorteil der Durchlässigkeit innerhalb der Berufsausbildung verorten wir darin, dass die Durchlässigkeit die Berücksichtigung der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Interessen der Berufslernenden ermöglicht. Dadurch erlaubt die Durchlässigkeit den Berufslernenden sowie den Involvierten innerhalb der dualen Berufsbildung ein gestaffeltes Vorwärtskommen. Einerseits, indem die einzelnen Berufsabschlüsse einem eigenständigen Berufsbild entsprechen, mit der Möglichkeit, auf einer vertikalen Achse ein höheres Ausbildungsniveau im gewählten Berufsfeld anzustreben und zu erreichen. Andererseits ermöglicht sie auf einer horizontalen Achse den Einstieg in ein anderes Berufsfeld.

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