Gustave Flaubert - Madame Bovary. Sittenbild aus der Provinz

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Madame Bovary. Sittenbild aus der Provinz: краткое содержание, описание и аннотация

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Als Emma den Landarzt Charles Bovary heiratet, träumt sie von Liebe, Luxus und Leidenschaft, von einem Leben, wie sie es aus ihren Romanen kennt. Doch der Alltag in der Provinz ist ganz anders als erhofft. In ihrem Bestreben, ihre Sehnsüchte zu erfüllen, lässt sie sich verführen und setzt damit eine verheerende Spirale aus Betrug und Verzweiflung in Gang.
Gustave Flaubert brachte sein Ehebruchroman eine Anklage wegen Verstoßes gegen die öffentliche Moral ein. Das Gericht sprach den Autor zwar frei, rügte aber insbesondere den schockierenden Realismus, der sich in der erotisch aufgeladenen und psychologisch scharfen Darstellung der Emma Bovary zeigte. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

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Der Meinung, man riskiere dabei nicht Kopf und Kragen, gelobte sich Charles, seinen Heiratsantrag zu machen, wenn die Gelegenheit sich böte; doch jedesmal, wenn sie sich bot, verschloss ihm die Angst, nicht die passenden Worte zu finden, die Lippen.

Dabei wäre es dem alten Rouault ganz lieb gewesen, wenn jemand ihm die Tochter vom Hals geschafft hätte; sie war im Haus zu nichts nütze. Innerlich entschuldigte er sie; er fand, sie sei zu intelligent für die Landwirtschaft, dieses Gewerbe, das der Himmel verflucht hatte, weil man darin niemals Millionäre sah. Er selber war weit davon entfernt, es dabei zu Vermögen gebracht zu haben; der gute Mann setzte alle Jahre zu; denn wenn er auch auf den Märkten glänzte, wo er sich in den Kniffen und Pfiffen seines Gewerbes erging, war er für die Landwirtschaft im eigentlichen Sinn und für die Leitung des Pachthofs ganz und gar nicht geschaffen. Er zog ungern die Hände aus den Taschen und scheute keine Ausgabe, wenn sie ihm selbst von Nutzen war; er wollte gut essen und trinken, eine warme Stube haben und gut schlafen. Er hatte eine Schwäche für Zider, halb durchgebratene Hammelkeulen und gut umgerührten Kaffee mit Calvados. Seine Mahlzeiten nahm er ganz allein in der Küche ein, dem Feuer gegenüber, an einem Tischchen, das für ihn fertig gedeckt hereingetragen wurde, wie auf der Bühne.

Als er merkte, dass Charles, wenn die Tochter zugegen war, einen roten Kopf bekam, was bedeutete, dass er eines schönen Tages um ihre Hand gebeten werden könne, überlegte er die Sache schon im voraus. Er fand ihn zwar ein bisschen schwächlich; er war nicht der Schwiegersohn, den er sich gewünscht hätte; aber er war als ein anständiger, sparsamer, sehr gebildeter Mann bekannt und würde schwerlich allzu sehr um die Mitgift feilschen. Da nun aber der alte Rouault zweiundzwanzig Morgen seines eigenen Grunds und Bodens hatte verkaufen müssen, da er dem Maurer, dem Sattler viel Geld schuldete und die Spindel der Apfelpresse der Erneuerung bedurfte, sagte er sich:

»Wenn er um sie anhält, dann gebe ich sie ihm.«

Um den Michaelistag herum war Charles für drei Tage nach Les Bertaux gekommen. Der letzte Tag war verflossen wie die vorhergehenden, von Viertelstunde zu Viertelstunde hatte er es verschoben. Der alte Rouault begleitete ihn; sie gingen durch einen Hohlweg, sie mussten sich verabschieden; der Augenblick war gekommen. Charles gab sich noch Zeit bis zur Heckenecke, und endlich, als sie schon daran vorbeigegangen waren, murmelte er:

»Papa Rouault, ich würde Ihnen gern etwas sagen.«

Sie blieben stehen. Charles schwieg.

»Heraus mit der Sprache! Schließlich bin ich doch längst im Bilde«, sagte der alte Rouault und lachte gemütlich.

»Papa Rouault …, Papa Rouault …«, blubberte Charles.

»Ich selber wünsche mir nichts Besseres«, fuhr der Pächter fort. »Obwohl die Kleine sicherlich denken wird wie ich, muss sie um ihre Meinung gefragt werden. Also reiten Sie los; ich gehe zurück ins Haus. Wenn sie ja sagt, verstehen Sie mich recht, dann brauchen Sie nicht nochmal reinzukommen, der Leute wegen, und außerdem würde es sie allzu sehr mitnehmen. Aber damit Sie nicht lange Blut schwitzen, werde ich einen Fensterladen kräftig gegen die Hauswand klappen lassen: Sie können es von hier aus sehen, wenn Sie sich über die Hecke beugen.«

Und er ging davon.

Charles band sein Pferd an einen Baum. Er eilte auf den Fußpfad; er wartete. Eine halbe Stunde verstrich; dann zählte er auf seiner Taschenuhr neunzehn Minuten nach. Plötzlich gab es einen Bums gegen die Hauswand; der Fensterladen war dagegengeschlagen, der Riegel wackelte noch.

Am andern Morgen um neun war er bereits wieder auf dem Pachthof. Emma wurde rot, als er hereinkam; dabei zwang sie sich, ein wenig zu lachen, um Haltung zu bewahren. Der alte Rouault schloss seinen künftigen Schwiegersohn in die Arme. Die geschäftlichen Dinge wurden auf später verschoben; zudem hatte man Zeit, da die Heirat anstandshalber nicht vor Ablauf von Charles’ Trauerjahr stattfinden konnte, das hieß also, zu Beginn des nächsten Frühlings.

Über diese Wartezeit ging der Winter hin. Mademoiselle Rouault beschäftigte sich mit ihrer Aussteuer. Ein Teil davon wurde in Rouen bestellt; Hemden und Nachthauben nähte sie selber nach geliehenen Schnittmustern. Bei Charles’ Besuchen auf dem Pachthof wurde von den Vorbereitungen zur Hochzeit gesprochen; sie überlegten, in welchem Raum das Essen stattfinden sollte; sie erwogen die erforderliche Zahl der Gänge und die Vorspeisen.

Emma wäre es das liebste gewesen, wenn die Trauung um Mitternacht bei Fackelschein stattgefunden hätte; aber für diesen Einfall hatte der alte Rouault kein Verständnis. Es sollte also ein Hochzeitsfest mit dreiundvierzig Gästen geben; sechzehn Stunden sollte bei Tisch gesessen werden; am andern Tag sollte es von vorn losgehen, und an den folgenden Tagen so ähnlich.

IV

Die Hochzeitsgäste stellten sich beizeiten ein, in Kutschen, Einspännern, leichten zweirädrigen Wagen mit Bänken, alten Kabrioletts ohne Verdeck, Kremsern mit Ledervorhängen, und das junge Volk aus den nächstgelegenen Nachbardörfern kam in Leiterwagen angefahren, in einer Reihe stehend, die Hände an den Seitenstangen, um nicht zu fallen; sie fuhren im Trab und wurden tüchtig durchgeschüttelt. Manche kamen zehn Meilen weit her, aus Goderville, Normanville und Cany. Sämtliche Verwandten der beiden Familien waren eingeladen worden; man hatte sich mit Freunden ausgesöhnt, mit denen man uneins gewesen war; es war an Bekannte geschrieben worden, die man seit langem aus den Augen verloren hatte.

Von Zeit zu Zeit wurde hinter der Hecke Peitschenknall laut; bald darauf öffnete sich das Hoftor: eine Halbkutsche fuhr herein. Im Galopp ging es bis zur ersten Stufe der Freitreppe, dort hielt sie mit einem Ruck, und die Insassen stiegen nach beiden Seiten aus, rieben sich die Knie und reckten die Arme. Die Damen, Hauben auf dem Kopf, trugen städtische Kleider, goldene Uhrketten, Umhänge mit langen Enden, die sie kreuzweise in den Gürtel geschoben, oder kleine, bunte Busentücher, die sie am Rücken mit einer Nadel festgesteckt hatten und die ihren Hals hinten frei ließen. Die Knaben waren genauso angezogen wie ihre Väter; sie fühlten sich in ihren neuen Anzügen recht unbehaglich (viele trugen sogar an diesem Tag zum erstenmal in ihrem Leben Stiefel), und neben ihnen waren vierzehn- bis sechzehnjährige Mädchen zu sehen, offenbar ihre Kusinen oder älteren Schwestern, in weißen Kommunionskleidern, die zur Feier des Tages verlängert worden waren; alle hatten rote, verlegene Gesichter, fettiges, pomadisiertes Haar, und alle waren voller Angst, sich die Handschuhe zu beschmutzen. Da nicht Knechte genug da waren, um alle ankommenden Wagen abzuspannen, streiften die Herren die Rockärmel hoch und machten sich eigenhändig daran. Je nach ihrem gesellschaftlichen Rang waren sie im Frack, im Gehrock oder im Jackett erschienen; – guten Kleidungsstücken, aus denen die ganze Würde einer Familie sprach und die nur bei feierlichen Gelegenheiten aus dem Schrank geholt wurden; Bratenröcke mit langen, im Wind flatternden Schößen, mit zylindrischen Kragen und sackweiten Taschen; Jacken aus derbem Tuch, meist im Verein mit Mützen, deren Schirm einen Messingrand hatte; ganz kurze Röcke mit zwei dicht nebeneinander sitzenden Knöpfen auf dem Rücken, die wie zwei Augen aussahen; ihre Schöße schienen vom Zimmermann mit der Axt aus einem Block herausgehauen worden zu sein. Einige (aber diese mussten ganz sicher am untersten Ende der Festtafel sitzen) trugen Sonntagsblusen, also solche, deren Hemdkragen über die Schultern zurückgeschlagen ist, die am Rücken kleine Falten haben und deren Taille sehr tief durch einen genähten Gürtel gehalten wird.

Und die steifen Hemden wölbten sich über der Brust wie Kürasse! Alle hatten sich das Haar schneiden lassen; die Ohren standen von den Schädeln ab; alle waren glatt rasiert; manche sogar, die schon vor dem Morgengrauen aufgestanden waren, hatten nicht genug Licht zum Bartschaben gehabt; sie hatten diagonale Schmisse unter der Nase, oder längs des Kinns Hautfetzen, die groß wie Drei-Francs-Taler waren; die frische Morgenluft hatte sie während der Fahrt entzündet, und deshalb waren diese hellen, blühenden Gesichter ein bisschen durch rosa Flecken marmoriert.

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