Daniel Stökl Ben Ezra - Qumran

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Das antike Judentum in zeitgenössischen Texten Kaum eine archäologische Entdeckung hat unser Verständnis des antiken Judentums und der Entstehung der Hebräischen Bibel so revolutioniert wie die Rollen vom Toten Meer. Wer waren die Besitzer der Schriftrollen, wie lebten und dachten sie? Daniel Stökl Ben Ezra diskutiert in diesem Lehrbuch auf anschauliche Weise die wichtigsten Theorien zu den Qumranrollen in ihrem archäologischen Kontext.

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Ende März wird es so heiß und die „Krankheitsfälle“ und Absenzen der Beduinen so häufig, dass die Wissenschaftler ihre Weiterarbeit auf den Herbst verschieben müssen. Die schnell wieder gesundeten Beduinen hingegen finden im September Höhle 4 mit tausenden Fragmenten„Höhle 4“ mit tausenden Fragmenten nicht in den Felswänden, sondern in einem der fingerartigen Ausläufer des Mergelplateaus nur 70 m neben den Ruinen der Siedlung, wo die Archäologen schon mehrere Wochen gegraben haben. Was für ein Pech! Die Archäologen entdecken zwar direkt daneben Höhle 5Höhle 5 mit einigen wenigen Texten, doch nur um zu erfahren, dass die Ta‘amire kurz zuvor im Felsabhang noch eine Höhle 6(sechste) Höhle mit Schriftrollen ausfindig gemacht haben.

|17|1.5 Die „Scrollery“ (1952–1960)

Mit der Entdeckung von Höhle 4 wird es klar, dass viel Zeit, Geduld und große Geldmengen für den Ankauf der im Besitz der Beduinen befindlichen tausenden von Fragmenten sowie ein größeres Editorenteam notwendig werden. Verschiedene westliche Institutionen (die Universitäten McGill, Oxford, Manchester, Heidelberg und McCormick, daneben auch die Biblioteca Vaticana, und All Souls Church) stellen größere Beträge zur Verfügung, erhalten im Gegenzug das Recht auf Fragmente (nach der Veröffentlichung) und dürfen Gelehrte für das Editorenteam benennen: das Team der „ScrolleryScrollery“.

Das gesuchte Profil schränkt den möglichen Bewerberkreis stark ein: Die Arbeit verlangt langjährige Präsenz in (Ost‑)Jerusalem. Zusätzlich zu exzellenten wissenschaftlichen Qualitäten sind gute Gesundheit und Unabhängigkeit von bestehenden familiären und beruflichen Pflichten unumgänglich. Dies schließt den Großteil der etablierten Wissenschaftler aus. Dazu ist ausgerechnet jüdischen Wissenschaftlern, von denen einige durchaus Wesentliches hätten beitragen können, die Einreise nach Jordanien untersagt. Zu de Vaux als Chefeditor und fähigem Administrator und den ohnehin schon an der École Biblique arbeitenden katholischen Priestern Józef Milik, Pierre Benoit (1906–1987) und Maurice Baillet (1923–1988) – Dominique Barthélemy muss wegen Krankheit Jerusalem verlassen – stoßen 1953–1954 sechs weitere junge Doktoranden und Postdoktoranden und bilden das EditionsteamEditionsteam: Aus den USA der Presbyterianer Frank Moore Cross (1921–2012) und der katholische Priester Patrick Skehan (1909–1980); aus England der Anglikaner John Strugnell (1930–2007) und der Agnostiker John Allegro (1923–1988); aus Frankreich der katholische Priester Jean Starcky (1909–1988). Das einzige deutsche Mitglied, Claus-Hunno Hunzinger (1929–), wurde später durch Maurice Baillet ersetzt. Von den Mitarbeitern in der Scrollery sind Strugnell und Milik zweifellos die begabtesten Editoren. Milik, „der schnellste Mann mit einer Rolle“, entziffert nicht nur die äußerst schwierige Kursivschrift der Texte aus der Bar Kosba Revolte, sondern – während seine Kollegen Mittag essen – auch die wichtigste der drei kryptischen Schriftarten. Seine linguistischen Fähigkeiten, seine Beobachtungsgabe und sein Gedächtnis für die kleinsten Details der Unterschiede in Schrift, Papyrus und Leder sind phänomenal. Strugnell steht ihm in nichts nach. Finanziert wird das kostspielige Projekt durch ein sechsjähriges Mäzenat des amerikanischen Millionärs John D. Rockefeller. Dazu gehören auch die sogenannten „PAM FotosPAM Fotos“ ( Palestine Archaeological Museum , heute Rockefeller Museum) |18|des Fotografen Najib Anton Albinas. Diese Infrarotfotos sind in vielen Fällen die besten Zeugen für den ursprünglichen Zustand vieler Fragmente (s.u. S. 58–60), die nachdunkeln, an den Rändern Buchstaben verlieren und zu Gelatine werden. Kaffee, Zigaretten und direktes Sonnenlicht, auf Rückseiten geklebter Tesafilm sowie das für die kurzzeitige Kontrastverstärkung aufgetragene Rizinusöl tun das Ihrige dazu.

Ein ausgeklügeltes AnkaufssystemAnkaufssystem sorgt dafür, dass fast alle Rollen schließlich auf den Tischen der Scrollery landen und nicht in den Safes privater Sammler, was die Editionsarbeit enorm erschwert oder gar unmöglich gemacht hätte. Beduinen werden pro beschriebenen Quadratzentimeter bezahlt (was allerdings leere Ränder für den Verkauf uninteressant macht), mit Zulagen für große Fragmente, damit sie möglichst ganz übergeben werden.

In der vierten Ausgrabungskampagne vom Februar–April 1955 werden innerhalb der Umschließungsmauer Qumrans vier Höhlen (Höhlen 7, 8, 9 und 10Höhlen 7, 8, 9 und 10) mit wenigen Fragmenten entdeckt. Im Sommer 1955 erscheinen der erste Band der neuen Editionsserie Discoveries in the Judaean Desert (DJD)Discoveries in the Judaean Desert (DJD) (anfänglich Discoveries in the Judaean Desert of Jordan [DJDJ]) mit den archäologischen Funden und Fragmenten aus Höhle 1 und quasi zeitgleich – allerdings posthum – Sukeniks Edition der Rollen im Besitz der Hebräischen Universität: die Hymnenrolle (1QH a), Kriegsregel (1QM) und die „kleine“ Jesajarolle (1QIsa b).

Wie üblich sind es die scharfäugigen Beduinen, die im Februar 1956 die letzte größere Entdeckung einer Höhle mit Schriftrollen bei Qumran machen, Höhle 11Höhle 11. Wissend, dass jeder Schnipsel Gold wert ist, räumen sie sie vollständig aus und machen so leider jede genaue archäologische Untersuchung zunichte. Man kann nicht genug betonen, dass der Schwarzmarkt um antike Texte und Objekte zwar oftmals dafür sorgt, dass Objekte größten öffentlichen Interesses gesucht und gefunden werden, doch durch ihre Dekontextualisierung gleichzeitig unersetzliches Wissen für immer zerstört (s.u. Archäologie, S. 91). Anders als die Höhlen 2 bis 10 enthält Höhle 11 neben Fragmenten auch ganze Rollen, u.a. die Psalmenrolle mit vorher unbekannten Psalmen, eine bis heute verschlossene Ezechielrolle , eine Levitikusrolle in paläohebräischer Schrift und die Tempelrolle , die bis 1967 bei Kando bleiben sollte und dabei zur Hälfte zerfällt.

An anderen Orten gehen die Entdeckungen von Schriftrollen durch Beduinen oder Archäologen bis in die jüngsten Jahre weiter. Die meisten dieser Funde stammen aus der zweiten Revolte unter Bar Kosba (132–135 n. Chr.): 1952 Wadi Murabbaat und Nahal Hever, 1960–1961 Wadi Seiyal, Nahal Mishmar und wiederum |19|Nahal Hever, 1986 und 1993 Ketef Jericho, 2002 Ein Gedi und 2004 Nahal Arugot. 1962–1963 entdecken Beduinen Dokumente aus dem vierten Jahrhundert v. Chr. in Wadi Daliyeh. 1963–1965 findet Yadins Team in der Festung Masada Texte aus der Zeit des Zweiten Tempels und aus der folgenden römischen Besetzung (s.u. S. 129–132).

Ingenieure in Manchester schaffen es 1956, die Kupferrolle auseinander zu sägen, so dass man endlich die einzelnen Stücke lesen kann. Eine Liste mit unglaublichen Schätzen! John Allegro macht sich auf die Suche, findet aber nichts, abgesehen von Hohn und wachsender Verachtung seiner Kollegen. Im Sommer 1956 veröffentlicht Allegro die erste Synthese eines Scrollery-Mitarbeiters über die Qumranrollen: Ein die kühnsten Erwartungen übertreffender absoluter Bestseller, von dem in drei Wochen 40000 Exemplare verkauft werden. Dazu tragen allerdings auch seine Überinterpretationen bei, die in unzähligen Texten christianisierende Hinweise finden. Unter anderem behauptet er, der Lehrer der Gerechtigkeit sei gekreuzigt worden.

Kurz darauf veröffentlichen Vermes, Milik (1957 frz., 1959 engl.), Cross (1958) und de Vaux (1959) ihre klassischen Synthesen und etablieren den bis in die neunziger Jahre gültigen KonsensKonsens: Die Schriftrollen gehörten Essenern, die von 130 v. Chr. bis 68 n. Chr. in der Siedlung wohnten. Die apokalyptische Gruppe hatte sich wegen Streitigkeiten um die Legitimität der Hasmonäer als Hohepriester in Jerusalem in die Wüste zurückgezogen und erwartete in größtmöglicher Isolation das nahe Ende der Zeit. Abgesehen von den Rollen mit biblischen Texten oder bekannten Apokryphen geht man davon aus, dass die große Mehrheit der Texte von ihren essenischen Besitzern auch verfasst wurden. Die meisten Gegenvorschläge – z.B. von del Medico und Rengstorff, die vorschlagen, die Texte seien eine Geniza von Bibliotheken aus Jerusalem – perlen an diesem Konsens ab. Das wird so bleiben bis zum lautstarken Auftreten Norman Golbs und den archäologischen Neuinterpretationen der Donceels in den 90er Jahren. In Deutschland wird der Konsens durch Hartmut Stegemann nuanciert, der in den Essenern keine isolierte Sekte, sondern eine breite Bewegung sieht.

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