Martin Witthöft - Verkörperter Wandel

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Das unverzichtbare Handbuch für alle Yoga­lehrenden und ein wertvoller Begleiter für alle, die als Übende auf dem Yogaweg unterwegs sind
Martin Witthöft verbindet die Tradition des Yoga und die moderne Psychologie zu einem eigenständigen Modell. Seine Integrative Yogapsychologie ist ein hilfreicher und wirkungsvoller Ansatz, um Klarheit, Einsicht und Mitgefühl in das eigene Fühlen, Denken und Handeln zu bringen.
Mit zahlreichen Übungen, die eine beständige und ernsthafte Praxis unterstützen.
Stimmen zum Buch:
"Die Themen der Yogapsychologie sind vielschichtig, komplex und gehen oft sehr tief. Martin ist das Kunststück gelungen, diese Tiefe zu bewahren und trotzdem einen Ton zu finden, der von Leichtigkeit und Verständlichkeit geprägt ist. (…) Ich empfehle dieses reichhaltige, so spürbar auf Erfahrung beruhende Buch gleichermaßen gerne vom Kopf und vom Herzen."
Anna Trökes

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So erlebt sich ein depressiv gestimmter Mensch oft als unterlegen und fehlerhaft, kritisiert fortwährend die eigenen Leistungen, wertet sie ab und verkennt vorhandene Fähigkeiten. »Die Tatsache, dass wir diese schädlichen, verzerrten Gedanken in Bezug auf uns selbst oft als unanfechtbare Wahrheit ansehen, zementiert die Verbindung zwischen gedrückten Gefühlen und selbstkritischen Gedankengängen (…)« (Williams et al. 2009).

Hier geht es um die Identifikation mit unserem falschen Selbst, denn der Depressive hat nicht genug Vertrauen in seinen natürlichen Ausdruck. Stärker noch: Er hat Angst vor den eigenen Gedanken, Gefühlen und Impulsen. Alexander Lowen schreibt: »Die Unterdrückung des Gefühls schafft eine Prädisposition für die Depression, da sie das Individuum daran hindert, sich auf seine Gefühle als Leitlinie seines Handelns zu verlassen« (Lowen 1979). Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es stattdessen zu einer Identifikation mit den belastenden Gefühlen der Depression selbst. Dies zieht erneut negative Bewertungen nach sich, die von der erlebten Realität scheinbar bestätigt werden.

Damit schließt und stabilisiert sich der depressive Kreislauf. Die Abwehr von gesunden Gefühlen und Impulsen verhindert sowohl ein Ausbrechen aus dem Kreis verzerrter Wahrnehmungen als auch das Aufgeben der Identifikation mit den niederdrückenden Folgen negativer Bewertungen.

Blockademechanismus: Starre – blockierte Qualität: Pulsation

Wenn Kinder keinen anderen Weg finden, als sich den Erwartungen der Eltern zu unterwerfen, können große seelische Konflikte entstehen. Die Psychologin und Psychotherapeutin Verena Kast beschreibt Depression in diesem Sinne als das Ende einer langen Anpassungsphase (Kast 2009). Unbewusst möchte sich das Kind gegen die Eltern abgrenzen, erlebt sich hierfür aber in einem zu großen Abhängigkeitsverhältnis. »Der Depressive ist durch unbewusste Schranken von ›du sollst‹ und ›du sollst nicht‹ eingesperrt, die ihn isolieren, die ihn eingrenzen und schließlich seinen Geist überwältigen« (Lowen 1979).

Das zunächst gegen die Eltern gerichtete Gefühl der Aggression wird dadurch zu einem verfolgenden Objekt, das als bedrohlich erlebt wird. Weil das Kind die entstandene Aggression nicht nach außen wenden kann, richtet es sie schließlich gegen sich selbst. So wird Depression in der Psychoanalyse auch als eine Form der Autoaggression betrachtet. In dieser Dynamik gefangen, kann sich ein Mensch bis ins Erwachsenenalter als hilf-, macht- und kraftlos erleben, unfähig, die eigenen Bedürfnisse der Welt gegenüber zu vertreten. »Die Unfähigkeit zu reagieren unterscheidet den Zustand der Depression von allen anderen Gemütszuständen« (Lowen 1979).

Die Überwindung der Blockaden Karuna Mitgefühl entwickeln und - фото 8

Die Überwindung der Blockaden

Karuna: Mitgefühl entwickeln und Desidentifikation erreichen

Mark Williams, Zindel Segal und John Teasdale haben an der Bangor University in Wales das Center for Mindfulness Research and Practice gegründet und das MBCT-Programm (Mindfulness Based Cognivitiv Therapy) entwickelt. Studien belegen diesem Verfahren eine gute Wirksamkeit in der Rückfallprävention von Depression.

In MBCT-Gruppen lernen die Teilnehmer*innen, sich durch die wiederholte Übung in Achtsamkeit und Mitgefühl nicht länger mit den eigenen dysfunktionalen Gefühlen und Gedanken zu identifizieren. Auf diese Weise können sie sich zunehmend von limitierenden Denkschemata und Glaubenssätzen befreien.

Um es zu ermöglichen, unterdrückte Gefühle zu erforschen, ist eine gefestigte, vertrauensvolle Beziehung zwischen Klient*innen und Begleiter*innen notwendig: »Wem es an Vertrauen fehlt, der hat all seine Gemütsbewegungen unterdrückt. An ihre Stelle hat er eine Reihe von Ansichten oder Illusionen gesetzt, die sein Verhalten lenken und steuern« (Lowen 1979). Der Klient kann nur auf Grundlage des Vertrauens in die Therapeuten-Klienten-Beziehung lernen, sich zu öffnen: »Die therapeutische Aufgabe besteht darin, dem Patienten zu helfen, seinen Weg zu Selbstliebe und zur Selbstannahme zu finden und ein Vertrauen zu sich selbst zu entwickeln, dass er an die Stelle dessen setzen kann, was er von seinen Eltern nicht bekommen hat« (Lowen 1979).

Wenn uns Patanjali im Yogasutra den folgenden Hinweis gibt, ist es nur naheliegend, dass wir uns auch selbst die genannte, heilsame Haltung entgegenbringen:

»Citta, unsere Psyche, wird allmählich klar, wenn wir aus innerer Überzeugung [uns] jeweils freundlich, mitfühlend, begeisterungsfähig und verzeihend gegenüber Menschen verhalten, die sich in Situationen des Glücks, des Unglücks, des Lobenswerten oder des Ächtenswerten befinden« (Sriram 2006).

Yogasutra 1.33

Wir werden die besondere Bedeutung dieses Verses für die integrative Yogapsychologie später noch ausführlicher betrachten.

Erst in einer Beziehung, die von Annahme und Verständnis geprägt ist, können Klient*innen lernen, sich von der Identifikation mit Symptomen und Glaubenssätzen zu befreien. Die Aufgabe des Begleitens, sei es in Coaching oder Therapie, ist es, diesen heilsamen Raum zu gestalten.

Drashta: Achtsamkeit im Umgang mit den eigenen Gefühlen entwickeln

Wenn im Laufe der therapeutischen Arbeit die Wahrnehmung des/der Klient*in freier von seinen/ihren Wertungsmustern und Identifikationen wird, entsteht allmählich die Fähigkeit zu annehmendem Gewahrsein. »Die Qualität von Achtsamkeit ist nicht ein neutrales oder leeres Anwesend-Sein. Wahre Achtsamkeit ist durchtränkt von Wärme, Mitgefühl und Interesse. Im Lichte dieser hingebungsvollen Aufmerksamkeit entdecken wir, dass es nicht möglich ist, etwas oder jemanden, das oder den wir wahrhaftig verstehen, zu hassen oder zu fürchten. Das Wesen der Achtsamkeit ist Hingabe: Wo Interesse ist, da folgt eine natürliche, ungezwungene Aufmerksamkeit« (Feldman/Kornfield 2004). Das gilt für den Blick auf die Welt wie auch für den Blick auf uns selbst.

Eine im Vertrauen pulsierende Achtsamkeit trägt in sich die Kraft, das Geschaute anzunehmen. Bei einer Depression werden das in erster Linie unterdrückte Gefühle sein. Doch das bedeutet nicht, dass der/die Klient*in sich nun über die neu entdeckten Emotionen definieren sollte.

»Der draṣṭṛ sieht ausschließlich, er ist standhaft und ohne jegliche Veränderung, kann aber nur aufgrund der über das citta (des meinenden Selbst) vermittelten Eindrücke sehen« (Sriram 2006).

Yogasutra 2.20

Stattdessen geht es darum zu lernen, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse fühlend zu erkennen, um sie von externen Erwartungen zu unterscheiden. Wir müssen lernen »(…) wieder in Kontakt mit unseren Gefühlen zu kommen – mit denen, die wir mögen, mit denen, die wir nicht mögen, und mit denen, von denen wir nicht wissen, dass wir sie haben« (Williams et al. 2009).

Die Bedeutung des Körpers: Lernen, sich der Pulsation hinzugeben

Zu diesem Kontakt gehört selbstverständlich auch die heilsame Erfahrung des Körpers. Was wir geistig und emotional unterdrücken, müssen wir im Körper kontrollieren. Denn jeder Gedanke, jedes Gefühl wird immer von einem körperlichen Impuls, einem Ausdruck begleitet. So beobachtete Alexander Lowen in seiner Arbeit mit depressiven Menschen: »Wenn jemand mit seinem Körper in Fühlung kommt, eröffnet sich ihm eine neue Art, sich selbst zu verstehen, die sich allmählich in Selbstannahme verwandelt« (Lowen 1979).

Die Beziehung zwischen Klient*in und Begleiter*in findet in der Körperarbeit einen wichtigen Ausdruck. Während Klient*innen bisher in Konzepten, Konstrukten und kognitiven Verzerrungen gelebt haben, erleben sie nun Erdung und Realität, und nirgendwo ist die Realität unmittelbarer zu erfahren als auf der Ebene des Körpers. Voraussetzung dafür sind ein gewachsenes Vertrauen und der achtsame Respekt vor Grenzen. Dann kann der/die Klient*in auf der muskulären Ebene die Mechanismen der Kontrolle entdecken und lernen, sich wieder spontanen Impulsen zu überlassen.

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