Ganz ehrlich, ich hatte gerade Zeit, bin komplett entspannt und frage, ob ich mit ihr diesbezüglich ein Experiment machen dürfe. Natürlich stimmt sie sofort zu.
Ich schließe die Augen, fokussiere mich auf ihre Energie und sage: »Ich sehe dich in einer kleinen Holzkiste. Nur auf einer Seite ist diese offen, dort wo es offen ist, sind Gitterstäbe. Sie ist verriegelt. Du kannst in der Kiste nur knien und die Arme etwas durch die Gitterstäbe nach draußen halten.« Dieses Bild zeigt mir ihre Seele. Helena ist sprachlos und bringt kaum ein Wort heraus. »Genauso fühlt sich das an. Bei Beschreibungen gegenüber anderen erkläre ich es exakt mit diesem Bild.« Natürlich freuen mich diese Treffer immer sehr, da es dem Klienten ein unglaubliches Staunen ins Gesicht zaubert. Zugleich öffnet sich so das Vertrauen per Knopfdruck. Ihr Unterbewusstsein ist für mich jetzt offen. Wohl verstanden, wir haben uns bisher nie gesehen, und ich kenne die Dame nicht. Woher sollte ich das wissen.
Noch immer stehen wir in der Menge der Menschen in der Hotelhalle. Ich frage sie: »Willst du dein Enge-Gefühl nun ändern?« – »Ja, klar«, meint sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich: »Auf einer Skala von 1–10, wie hoch würdest du deine Panik einstufen?« – »15«, sagt sie. Lachend schließe ich die Augen und tauche in ihre Seele ein. Dabei sehe ich folgende Geschichte: »Ich beruhige meine ›Klientin‹ in der Kiste und sage ihr, dass es einen Schlüssel für die Gitterstäbe gibt. Sie müsse dazu ganz ruhig werden, dann sehe sie, dass der Schlüssel innen, neben dem Schloss, an der Wand hänge. Durch ihre Panik hat sie den Schlüssel jedoch bis heute nicht gesehen. Tatsächlich, sie sieht ihn, nimmt ihn in die Hand und öffnet das Schloss. Die Gitterstäbe fallen nach außen runter. Sie krabbelt aus der Box, steht auf, streckt sich freudig und klettert dann auf die Kiste. Wie eine Siegerin steht sie nun auf der Kiste und jubelt lauthals. Plötzlich stehen viele Menschen um die Kiste herum und jubeln ihr voller Freude und mit einem tosenden Applaus zu.«
Diese Geschichte dauerte vielleicht 30 Sekunden. Für mich war das wie ein Mini-Traum. Ohne ihr die Geschichte zu erzählen, öffne ich die Augen und frage: »Hat sich etwas verändert? Beziehungsweise, wo auf einer Skala von 1–10 ist noch deine Panik eingestuft?« Es wird ruhig. Sie japst nach Luft und kann das Thema nicht mehr greifen. »Ähm, es ist wie weg?«, sagt sie. »Ich verstehe nicht ganz … Null!«
Nun erzähle ich ihr die Geschichte, damit auch ihr Verstand etwas Futter bekommt. Berührt füllen sich ihre Augen mit Tränen. Sie spürt sehr deutlich, dass es einfach weg ist. Tiefe Dankbarkeit löst das bei ihr aus. Die dynamische Frau wird ganz ruhig und umarmt mich. »Wie machst du das? Es ist weg!« Ich lache und freue mich mit ihr.
Beeindruckt stand während meiner Livebehandlung ihre Kollegin daneben und fragt mich nun: »Ich hatte lange Angst vor Mäusen. Diese Angst habe ich in der Therapie aufgelöst. Doch wir fanden nie den Grund der Angst heraus. Kannst du so etwas herausfinden?« – »Nun, alles ist Energie. Ich kann es versuchen«, sage ich. Schon fokussierte ich mich auf ihre Energie und sah, wie Mäusezähne Schokolade angeknabbert hatten. Da ich mit dem Bild nichts anfangen konnte, erzählte ich es. »Als Kind hatte ich immer Schokolade in meinem Kinderzimmer. Da hatte in der Tat einmal eine Maus Schokolade angeknabbert, ich erinnere mich.« Ich: »Ich bin der Meinung, dass du Angst hattest, dass du im Schlaf von einer Maus plötzlich angeknabbert oder gefressen wirst.« Ruhe kehrt ein. »Stimmt, ich hatte in der Tat Angst, die würde mich fressen. Das habe ich komplett vergessen. Danke dir, jetzt kann ich das Mauskapitel endgültig abschließen. Das ist sehr heilsam für mich.«
Ein paar Tage später schrieb mir Helena, die dynamische Frau, eine Dankes-E-Mail: »Lieber Bruno. Ich bin noch immer tief berührt und dankbar. Viele verschiedene Therapien habe ich versucht, nichts half. Dann du in der Hotelhalle, in nur 30 Sekunden. Ich kann mir das nicht erklären. Doch weg ist weg. Komplett, jenseits der Logik. Das Leben ohne Klaustrophobie ist extrem befreiend. 1000 Dank!«
Solche Behandlungen liebe ich. Sie gehen schnell und haben eine tiefe Wirkung.
Wenn Kunden in meine Praxis kommen, dann nehme ich mir in einem Energie-Coaching gern eine Stunde Zeit. Damit ich all die vielen Anfragen behandeln kann, habe ich vor ein paar Jahren Jutta Egger als Therapeutin eingestellt. Jutta arbeitet sehr ähnlich und unterstützt mich zum Teil während der Behandlungen. So kann ich mehrere Kunden pro Tag behandeln, ohne dass ich müde werde. Jutta habe ich vor knapp zehn Jahren bei einer gemeinsamen Ausbildung kennen- und schätzen gelernt. Sie hat schon vielen Menschen sehr geholfen, auch mir. So war sie auch bei folgender Geschichte dabei.
Kundengeschichte 2
40 Jahre Rückenschmerzen in wenigen Sekunden aufgelöst
Im September 2019 kam eine Mutter gemeinsam mit ihrer Tochter zu mir nach Winterthur in die Praxis. Sie waren aus Deutschland angereist. Die Mutter kam mit der Hoffnung, durch ein Energie-Coaching eine Verbesserung ihrer Rückenschmerzen zu erreichen. Diese plagten sie bereits seit 40 Jahren. Es beeindruckt mich sehr und ich bin zutiefst dankbar dafür, dass Menschen immer wieder von weither anreisen und mir ihr Vertrauen schenken. Jeden Tag gebe ich mein Bestes und versuche, tief greifend zu helfen.
Ein Energie-Coaching beginne ich allein, baue vorab das Gespräch mit dem Klienten auf und hole die Wünsche ab. In diesem Fall berichtete mir die deutsche Dame: »Ich habe seit 40 Jahren Rückenschmerzen!«
In der Zwischenzeit kam Jutta dazu. So können wir gemeinsam mehr erreichen in den 60 Minuten, als wenn ich allein bin. Wir behandelten den Rücken auf verschiedenen Ebenen und Stufen. Ich: »Was war denn vor 40 Jahren? Wie genau hat das begonnen?« Die deutsche Kundin erzählte, dass sie sich vor 40 Jahren einer Rückenoperation unterzogen hatte. Dabei bekam sie eine Spritze, und es wurde ein Katheter in den Rücken gelegt. Sie erzählte uns davon, wie schmerzhaft das gewesen sei. Der behandelnde Arzt hatte den Kanal nicht richtig getroffen, und es gab Komplikationen. Für uns waren das sehr wertvolle Informationen, denn von diesem Zeitpunkt an begann der Leidensweg dieser Frau. Es musste am Rücken energetisch etwas vorgefallen sein, das nicht hätte geschehen sollen.
In der Aurachirurgie geht man davon aus, dass sich alles in der Aura speichert. Wenn also Schläuche, Spritzen und Nadeln solche Schmerzen verursacht haben, sollte man diese Energie am Ort des Rückens abfühlen. Das machte ich. Mit einem sanften Ziehen, als wären die Schläuche noch drin, zog ich und fragte, ob sie das spüre. »Ja«, rief sie aufgeregt. Sanft zog ich die unsichtbaren, für die Kundin jedoch spürbaren Schläuche, Spritzen und Nadeln aus ihrer Wirbelsäule und so aus dem Rücken heraus. Ich weiß, und du hast absolut recht, das klingt total jenseits der Logik, doch bitte lies weiter. Wir behandelten die Wirbelsäule mithilfe verschiedener Methoden noch kurz weiter, stabilisierten und reinigten diesen Bereich, bis wir das Gefühl hatten, jetzt ist es okay.
Ich: »Können Sie mal aufstehen und im Zimmer umhergehen? Wie fühlt sich der Rücken an? Können Sie den mal bewegen?« Mit schnellen Schritten ging sie hin und her. »Ich fühle mich irgendwie leichter. Darf ich mich mal nach vorne beugen? Das tut nämlich immer sehr weh.« – »Ja, klar.« Schon begann sie sich nach vorne zu biegen. Wieder nach oben. Ihr Gesicht zeigte einen verwunderten Menschen. Dann bog sie sich hin und her, die Hände ins Kreuz nach hinten und wieder die Hände auf den Boden. Dann stand sie wieder normal und sagte: »Das kann doch nicht sein, das geht doch nicht. Ich spüre den Schmerz nicht mehr.« Wieder begann sie sich zu bewegen und suchte förmlich den Schmerz, doch der blieb weg.
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