Benji liebte die Sonne, liebte es, wenn sie ihre Strahlen durch das Dickicht der Bäume warf. Davon konnte man nur gute Laune bekommen.
Er nickte und lächelte sie dabei vergnügt an.
„Was habt ihr heute vor, du und Jambor?“ fragte sie neugierig.
„Gestern wussten wir es noch nicht. Es wird uns aber sich noch etwas einfallen“, antwortete ihr Benji.
„Stellt euch vor, weiter südlich von hier gibt es eine große Wiese und ein See ist auch dabei. Das wäre doch eine wunderbare Idee. Jetzt, wo der Schnee verschwunden ist, macht es bestimmt viel Spaß dort herumzutollen und zu spielen“, schlug die Mutter Benji bei der Suche nach Ideen vor. Benji überlegte kurz und fand die Idee super. Das würde er Jambor vorschlagen, wenn er denn bald wach wurde. Kurz darauf kam ein kleiner verschlafener Hase aus der Höhle gekrochen.
Er hatte die Stimmen gehört und wollte nachschauen, wer sich da unterhält.
Es war Jambor und er war wie jeden Morgen begeistert Benji zu sehen.
„Da ist er doch schon“, meinte Mutter Hase, wünschte den beiden viel Spaß und verschwand mit ein paar Wurzeln, die sie unterdessen vor der Höhle gesammelt hatte, in der Höhle.
„Wollen wir zur großen Wiese?“, fragte Benji seinen Freund. Das war die Idee deiner Mutter und ich bin davon nicht abgeneigt“, ergänzte er noch.
„Ich habe schon viel von der Stelle gehört, war aber noch nie dort gewesen“, meinte Jambor und war ebenfalls von diesem Ziel angetan. So machten sich Benji und Jambor auf den Weg und es war gar nicht so weit entfernt. Um dorthin zu gelangen, mussten sie den Wald verlassen. Umso größer war jedoch die Freude, als sie ankamen. Benji fiel auf, dass die Sonne ihre Strahlen auf den See warf und das Wasser glitzerte dabei in einem blauen Farbton. Es war ein wunderschöner Anblick. Das Wasser zog Benji förmlich an.
So wartete er nicht lange und rannte darauf zu. Jambor hingegen vergnügte sich im grünen Gras und reckte und streckte sich darin im Löwenzahn. Benji hätte es allerdings lieber gesehen, wenn sein Freund zu ihm ins Wasser kam. Er konnte nicht ahnen, dass Hasen niemals freiwillig ins Wasser gehen. So bat ihn Benji: „Komm mit ins Wasser, kleiner Freund.“
„Nein, Danke, mir reicht diese riesige grüne Wiese. Es ist herrlich hier aber ich kann auf Wasser nur zu gern verzichten“, antwortete ihm Jambor daher. Das sah Benji als Herausforderung und neckte Jambor, indem er ihn mit Wasser vollspritzte.
Er hatte nicht damit gerechnet, dass er Jambor damit kränkte. Jambor fühlte sich das erste Mal unverstanden von Benji und wollte schon fast nach Hause zurück gehen. Irgendetwas hielt ihn aber davon ab. Benji kam aus dem Wasser, kam auf Jambor zu und schüttelte sich vorher gründlich das Fell trocken. Ganz zum Ärgernis von Jambor.
„Hast du etwa Angst vor Wasser, Jambor?“ fragte Benji ihn besorgt. Er konnte sich nämlich nicht erklären, warum sich sein kleiner Freund so sehr gegen Nässe wehrte.
„Ja, das muss wohl in der Natur der Hasen liegen“, gestand Jambor leicht beschämt.
Benji überkam ein schlechtes Gewissen. Hätter er das eher gewusst, hätte er sich wohl anders verhalten. Verständnisvoll bot er Jambor an:
„Dann lass uns etwas spielen, das uns beiden Freude macht.“
Der Tag war zu schön, um traurig zu sein.
Daher stupste Benji seinen kleinen Freund aufmunternd an. Der Tag war gerettet, Jambor blieb. Den Rest des Tages spielten sie vergnügt auf der großen, grünen Wiese voller Löwenzahn Verstecken und tollten auf der Wiese herum. Das Wasser war kein Thema mehr und Benji dachte auch nicht mehr darüber nach, warum Hasen Furcht davor haben. Die Zeit verging wie im Flug und schnell wurde es Abend.
Noch bevor es dunkel wurde, machten sich Benji und Jambor auf den Weg zurück nach Hause. Es war ein schöner Tag. Jambor gab ehrlich zu, dass er Angst vor Wasser hatte und Benji verstand. Weil er ein Freund war, akzeptierte er dies. Beide hatten eine Menge Spaß und freuten sich auf das nächste Mal, wenn sie wieder einmal zur großen Wiese aufbrechen würden.
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