
Die Familie und die zwei Ziegen fanden bei einem Bauern in der Nachbarschaft vorübergehend eine Unterkunft. Zum Dank dafür arbeiteten Josef und seine ganze Familie seitdem auf dessen Hof mit.
Eines Nachts erschien Josefs neunjähriger Tochter Irmi im Traum eine Elfe, die über ihrem Bett schwebte. Sie hatte lange blonde Haare und trug ein blaues Kleidchen. Diese Elfe sprach zu Irmi: »Ihr erbarmt uns in eurer Not. Weil ihr so brave Menschen seid und selbst kein Geld für den Wiederaufbau habt, werden wir euch helfen. Wenn du morgen aufwachst, wirst du auf dem Grund deiner Eltern ein neues Sägewerk und ein neues Haus mit Stall vorfinden. Dankt es den Elfen!«
Als Irmi dann früh im Morgengrauen aufstand, erinnerte sie sich an die Elfenerscheinung in der vergangenen Nacht und deren Weissagung. Sie erzählte das beim Frühstück ihren Eltern und Geschwistern.

Ihr Vater wollte die Geschichte erst gar nicht glauben, trat dann an das Fenster und sah zu seinem Grundstück hinüber. Er traute seinen Augen nicht. Was er da sah, haute ihn förmlich um. Tatsächlich standen dort ein neues Sägewerk und ein neues Haus mit einem kleinen Stall für seine Ziegen.
»Das kann doch nicht wahr sein!«, sagte er erstaunt zu seiner Frau, die äußerst nervös und
vor Aufregung zitternd neben ihm stand. Sie rief laut: »Das ist ja Zauberei! Nein, das ist ein richtiges Wunder! Wer hat denn das vollbracht?« und fiel ihrem Mann mit Tränen der Freude um den Hals.

Die beiden Erwachsenen hatten ihrer Tochter Irmi die Geschichte mit der Elfe nicht so recht glauben wollen. Aber Irmi wusste, dass sich die Elfen immer nur den Kindern zeigen würden, denn die Erwachsenen waren von der Tatsache, dass es diese helfenden Elfen wirklich gibt, nicht mehr überzeugt. Sie hatten ihren Glauben daran verloren.
Auch die Nachbarn staunten nicht schlecht, als sie das Wunder sahen.
Neugierig zog Josef mit seiner Familie und den beiden Ziegen los, um ihr neues Heim zu besichtigen. Das neue Wohnhaus war sogar größer als das alte und bestens eingerichtet, mit einer modernen Küche, einem behagliches Wohnzimmer und jeder hatte nun ein eigenes geräumiges Schlafzimmer. Und das neue Sägewerk war mit den modernsten Geräten ausgestattet. Voller Freude umarmten sich alle mit Freudentränen in den Augen.
Von diesem Tag an stellte Hartlinger für die Elfen jeden Abend eine Schüssel, gefüllt mit frischer Ziegenmilch vor die Stalltüre, die er dort am nächsten Morgen wieder leer vorfand.
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