Sie werden sich stark, unabhängig und frei fühlen. Und Sie werden in Liebe und Dankbarkeit auf das zurück schauen, was Sie losgelassen haben und voller (Vor)Freude sein auf die neue Lebensphase, die nun auf Sie wartet. Denn die können SIE nach Ihren kühnsten Träumen gestalten! Auch dafür lernen Sie hier den entscheidenden Schritt, damit Ihr Neuanfang ein wirklich glücklicher Neubeginn wird.
Wenn Sie einmal gelernt haben, wirklich loszulassen, werden Sie Freude, Glück und Dankbarkeit spüren, wo Sie heute Angst und Schmerz spüren.
Der Weg ist so einfach! Für jeden! Sie müssen nur die Psychologie des Festhaltens und des Loslassens verstehen!
Muten Sie sich nicht noch weitere Stunden voller Leid und den beinahe unerträglichen Schmerz von Verlust und Festhalten zu, sondern gehen Sie den einfachen Weg, lassen Sie in Liebe los und machen Sie sich bereit für ein Leben in Fülle, Glück und Freude!
Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass dieses Buch nicht zur Trauerarbeit gedacht ist. Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass Trauerarbeit immer auch verknüpft sein sollte mit dem persönlichen Glauben daran, wie unsere menschliche Existenz entstanden und gemeint ist, ob und wie sie geführt wird, und ob unser Leben nach dem physischen Tod weitergeht oder nicht, und ich glaube, dass sie aus diesem Grund sehr individuell erfolgen sollte, um Menschen wirklich auffangen und Kraft schenken zu können.
Deshalb möchte ich den Bereich Trauerarbeit bei meiner 5 Schritte Methode des Loslassens bewusst aussparen. In allen anderen Situationen, in denen Sie etwas oder jemanden loslassen wollen oder müssen, können Sie diese Methode jedoch einfach und erfolgreich anwenden, für den Rest Ihres Lebens bei Bedarf darauf zurück greifen und sich nun auf Ihren Durchbruch, Ihren endgültigen Befreiungsschlag aus der Abhängigkeit und auf ein neues, freies und tief erfülltes Leben freuen!
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Mariana Seiler
TEIL I – Die 3 wahren Gründe, warum Sie nicht loslassen können
Wenn wir an etwas oder an jemandem festhalten und es uns schwer fällt, loszulassen, dann stehen dahinter in der Regel drei tiefere Ursachen, die gar nichts mit dem Menschen oder der Sache selbst zu tun haben.
Die Wahrheit ist: Wir sind in keiner Weise abhängig von diesem Menschen oder dieser Sache und brauchen auch absolut nichts von ihm. Wir brauchen aber andere Dinge, von denen wir fälschlicherweise glauben, dass wir sie nicht anderweitig bekommen können. Deshalb halten wir (berechtigterweise) fest! Und genau durch diesen Gedanken entsteht die Illusion von Abhängigkeit von einer Person oder Sache.
Wenn wir jedoch die drei wahren Gründe kennen, warum wir nicht loslassen können (und wollen!) können wir genau dort ansetzen, die Ursachen auflösen und dann relativ leicht und vor allem ohne Angst und Schmerz loslassen, weil wir erkennen, dass wir in Wahrheit nichts von der Person oder der Sache selbst brauchen und weil wir, sobald wir unsere Ursachen auflösen, auch die Gründe aufgelöst haben, warum wir bisher festhalten MUSSTEN.
Wir haben dann keinen Grund mehr, weiter festzuhalten…
In diesem Kapitel werde ich Ihnen die drei Ursachen vorstellen. Wenn Sie es gelesen haben, werden Sie verstehen warum Sie bisher (noch) nicht loslassen können.
Grund Nr. eins:
Die erste Ursache, warum wir festhalten, hat mit unseren tieferliegenden Bedürfnissen zu tun.
Wenn wir etwas oder jemanden nicht loslassen können, dann immer auch deshalb, weil in der Situation mit diesem Menschen oder der Sache wichtige (tiefe und vielleicht auch unbewusste) Bedürfnisse von uns erfüllt worden sind und wir (bewusst oder unbewusst) fürchten, glauben oder uns sogar sicher sind, dass diese Bedürfnisse ohne diesen Menschen oder diese Sache unerfüllt bleiben müssen.
Dieser Glaube, einen Anderen zu brauchen, um ein wichtiges Bedürfnis erfüllt zu bekommen, macht uns hochgradig abhängig von der Person oder der Sache und die Vorstellung, etwas, von dem wir abhängig sind, loszulassen, erzeugt natürlich große Angst und dadurch einen enormen Schmerz und Leid.
Nicht selten lässt uns dieser Gedanke, nämlich die falsche Illusion, dass wir von einer Person oder Sache abhängig sind und sie brauchen, sehr lange, ja viel zu lange festhalten, um den Menschen oder um die Sache kämpfen, und uns mit allen Mitteln versuchen, ihn zurück zu bekommen. In anderen Fällen stürzt uns der Verlust aufgrund genau dieser Illusion der Abhängigkeit in großes Leid oder erzeugt in uns Hoffnungslosigkeit und Resignation.
Wenn wir genauer hinsehen, ist unser starker Wunsch, in Anbetracht dieser Ängste festzuhalten und nicht loszulassen, durchaus sinnvoll.
Es wäre keinesfalls klug, etwas oder jemanden loszulassen, auf den wir zum emotionalen Überleben oder um glücklich zu sein, angewiesen sind. Deshalb müssen Sie sich auch nicht selbst Vorwürfe machen, dass Sie bisher nicht loslassen konnten. Es ist ein Zeichen Ihres Überlebenswillens.
Glücklicherweise ist der Gedanke der Abhängigkeit von einer bestimmten Person oder Sache jedoch eine vollkommene Illusion. Denn wir können einen Weg finden, unsere wirklich tiefen Bedürfnisse (nicht zu verwechseln mit Träumen und Wünschen) auf andere Weise zu erfüllen.
Und einen solchen Weg MÜSSEN wir sogar finden, wenn wir loslassen wollen, und wir sollten es achtsam und ganz bewusst tun!
Ja, wir können es uns nicht leisten, unsere wichtigsten Bedürfnisse unerfüllt zu lassen, denn solange wir das tun, werden wir gezwungen sein, unsere (schmerzhaften) Gefühle zu verdrängen oder zu leiden.
Was wir also in Wirklichkeit festhalten und auf keinen Fall verlieren wollen, ist gar nicht diese eine Person oder diese Sache. Sondern es ist die Erfüllung unseres Bedürfnisses!
Hinter jedem Gefühl von Leid steckt ein unerfülltes Bedürfnis (je größer unser Leid, desto tiefer und elementarer ist das Bedürfnis dahinter).
Und die erste Voraussetzung, um loslassen zu können, ist, zu verstehen, welches konkrete Bedürfnis wir hinter unserem Leid haben und uns zu erlauben, uns selbst dieses Bedürfnis zu erfüllen!
Und zwar mit oder ohne diesen Menschen oder diese Sache!
Lassen Sie mich dazu ein Beispiel geben.
Nach einer Trennung von einem Partner können wir häufig nicht aufhören an ihn zu denken. Wir vermissen seine Aufmerksamkeit und die Nähe zu ihm und der Gedanke daran, dass er ohne uns klar kommt oder sogar glücklich ist, ist für uns oft beinahe unerträglich.
Sie erinnern sich: Hinter jedem Leid steckt ein unerfülltes Bedürfnis.
Fragen wir uns deshalb nun: Welche Bedürfnisse sind unerfüllt, wenn wir so leiden?
Das ist manchmal leicht zu erkennen, wenn es sich um ein bewusstes Bedürfnis handelt, und manchmal etwas schwerer zu erkennen, wenn es sich um ein unbewusstes handelt, denn nicht alle unsere Bedürfnisse (selbst die ganz wichtigen) sind uns bewusst.
Dennoch müssen wir lernen, beide Arten von Bedürfnissen (die bewussten und die unbewussten) zu erkennen und ernst zu nehmen. Und sie uns zu erfüllen!
Sonst werden wir immer wieder leidern und an Menschen oder Dingen festhalten müssen, weil wir sie zur Erfüllung unserer Bedürfnisse brauchen, da wir selbst keinen Zugang dazu haben.
In unserem Trennungsbeispiel von gerade eben leiden wir an zwei bewussten und einem bei vielen Menschen unbewussten unerfüllten Bedürfnis:
Unser Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und unser Bedürfnis nach Nähe (beide durch die Trennung momentan unerfüllt) sind uns in der Regel bewusst.
Aber auch hinter unserem großen Schmerz über den Gedanken, dass unser Expartner ohne uns problemlos klar kommt oder gar glücklich ist, steckt ein unerfülltes tiefes und sehr berechtigtes Bedürfnis:
Unser Bedürfnis, für einen anderen Menschen wichtig zu sein!
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