Nick Lubens - Punk Rock

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Punk Rock: краткое содержание, описание и аннотация

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Karl-Marx-Stadt 1990:
Nach den Aufregungen der Friedlichen Revolution mit Demonstrationen und Mauerfall bricht der neue Alltag über die sächsische Provinzstadt herein. Auch Tilo und seine Freunde versuchen, in der neuen Welt Fuß zu fassen. Doch die von Arbeitslosigkeit und Existenzsorgen geplagten Eltern stellen keine große Hilfe bei dem Versuch dar, seinen eigenen Weg zwischen all den ungewohnten Freiheiten zu finden. Und wenn man dann zwischen Punkrock und Schule nicht nur permanent Gefahr läuft, von Skinheads aufgemischt zu werden, sondern obendrein die Polizei auch noch auf dem rechten Auge blind ist, wird das Erwachsenwerden zu einem ganz besonderen Abenteuer.

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Ich schaue ihn schräg von der Seite her an. „Du weißt schon, dass wir jetzt geheime Wahlen haben?“

Er schlägt sich mit der flachen Hand vor die Stirn. „Stimmt ja. Das hatte ich ganz vergessen. Wir leben jetzt ja in einer Demokratie.“ Dann wirft er mir einen komischen Blick zu. „Jetzt komm schon! Wo hast du dein Kreuzchen gemacht?“

„Ich meine es ernst.“, beharre ich auf meinem Standpunkt. „Wenn wir jetzt alle erzählen, was wir gewählt haben, können wir uns den ganzen Schmus mit den Wahlkabinen und so auch schenken. Das Wahlgeheimnis ist wichtig, damit niemand unter Druck gesetzt werden kann.“

„Das ist doch jetzt nicht dein Ernst!“, regt sich Sirko auf. „Ich bin dein bester Freund. Denkst du, ich werde jedem auf die Nase binden, was du gewählt hast?“

„Nicht jedem.“, gebe ich zu. „Aber wenn sie dich abholen und in ihren Stasikeller sperren, wirst du es vielleicht doch nicht für dich behalten können.“

Sirko bedenkt mich mit einem mitfühlenden Blick. „Die Sache damals in Hohenstein-Ernstthal hat dich echt mitgenommen, was?“

Ich knurre vor mich hin und beschleunige meinen Schritt. Das Thema wird mir echt unangenehm. Vielleicht hätte ich ihm doch einfach sagen sollen, das ich nicht zur Wahl gegangen bin.

„Ich hab mich jedenfalls für die Alternative Jugendliste entschieden.“, erzählt er mir ungefragt. „Das klang in meinen Ohren irgendwie am sympathischsten. Findest du nicht?“

„Weil du ein alternativer Jugendlicher bist, oder was?“

Er schaut an sich hinunter. Unter dem Parka leuchten seine schwarzen Lederhosen hervor. „Ganz normal bin ich jedenfalls nicht.“, sagt er frei heraus.

Lachend schnaube ich: „Das muss man dir lassen.“

„Und, was hast du jetzt gewählt?“ Seine Beharrlichkeit wäre bewundernswert, wenn sie mir nicht gerade so fürchterlich auf die Eier gehen würde.

„Gar nichts.“, fauche ich.

Sirko hält in seinem Schritt inne, als wäre er gegen eine Wand gelaufen. Aus großen Augen starrt er mich an. „Gar nichts? Du hast gar nichts gewählt?“, brüllt er mich an.

Wie ein Kaninchen in der Falle schaue ich mich hektisch nach allen Seiten um. „Geht es noch lauter?“, zische ich ihm zu. „Schon mal was vom Wahlgeheimnis gehört.“ Ich funkle ihn böse an.

Schuldbewusst zieht er den Kopf ein. „Entschuldigung.“, murmelt er leise. Doch sofort bricht sich wieder seine Empörung Bahn. Ich kann sie in seiner Stimme ganz deutlich hören, auch wenn es ihm diesmal gelingt, die Lautstärke unten zu halten. „Aber, du kannst doch nicht nicht zur Wahl gehen!“, jammert er immer noch ungläubig.

„Wieso denn nicht?“, erwidere ich trotzig. „Ist eine freie Wahl. Da kann ich machen, was ich will.“

„Aber es ist die erste freie Wahl in der Geschichte dieses Landes.“, bekniet er mich förmlich. „Da muss man doch mitmachen.“

„Einen Scheiß muss ich.“, poche ich auf meinem Recht, frei über meine Zeit zu entscheiden.

„Aber willst du denn gar nicht mitbestimmen, wie es bei uns weitergeht?“ Er scheint das wirklich ernst zu meinen.

„Durch ein Kreuz bei irgendeiner Truppe, die ich noch nicht mal kenne?“, frage ich zynisch. „Was weiß ich denn, wie die später in der Volkskammer abstimmen werden.“

„Die haben doch alle Programme. Da kannst du das nachlesen.“, klärt er mich auf.

„Und, hast du die Programme gelesen?“, frage ich ihn aggressiv.

„Nein, hab ich nicht.“, muss er zugeben. „War ja auch nicht so leicht ranzukommen.“

„Aha.“, versetze ich im Ton einer Oberlehrerin. „Aber du weißt schon, wofür die Alternativen Jugendlichen so stehen?“

„Ich denke mal, dass sie was für die Jugend machen wollen.“, murmelt Sirko verlegen.

„So, denkst du das?“ Ich komme mir in der Rolle des Staatsbürgerkundelehrers richtig gut vor. „Und wer sagt dir, dass die nicht alle alte Stasikollegen sind und am Ende wieder mit den Menschenknechtern zusammenarbeiten?“

Sirko verdreht resigniert die Augen. Bei mir scheint in Sachen Demokratiebegeisterung wohl Hopfen und Malz verloren zu sein.

„Und hast du dir mal angeschaut, was für eine Wahl man da überhaupt hat?“, fahre ich in meinem selbstgerechten Zorn auf die Politik fort. „Ein Haufen Sozialisten und Kommunisten konkurrieren mit Nazis und alten Blockparteien. Dazu die Stasi-Truppe von Herrn Schnur. Demokratischer Aufbruch! Dass ich nicht lache!“

„Aber Bündnis 90?“, gibt er zu bedenken.

„Ach, die wissen doch selber nicht, was sie wollen.“, winke ich unwirsch ab. „Außerdem ist es sowieso egal, was ich wähle. Die Ergebnisse stehen doch schon fest.“

Sirko reißt die Augen weit auf. „Meinst du wirklich, dass sie sich nochmal leisten können, die Wahlen zu fälschen?“

Ich runzle die Stirn. „Wer redet denn von fälschen? Du hast doch selbst gesagt, dass die SPD seit Wochen in allen Prognosen über 40 Prozent der Stimmen hat. Da kommt eh keiner vorbei.“

„Jaja.“, gesteht Sirko ein. „Aber ist vielleicht nicht das Schlechteste, wenn wir trotzdem hingehen und sicherstellen, dass bei uns nicht auch die Rechten gewinnen. Stell dir mal vor, beide deutschen Staaten hätten eine CDU-Regierung. Das wäre ja dann wie SED für Arme.“

Bei dem Gedanken brechen wir beide in lautes Lachen aus. Warum sollte jemand in der DDR auch die CDU wählen? Die paar Christen, die es hier gibt, werden die Wahl wohl kaum entscheiden.

„Mann, so eine Zeitmaschine wäre was für unsere Eltern gewesen.“, seufze ich, nachdem wir uns aus dem dunklen Kinoraum wieder auf die künstlich beleuchtete Straße geschoben haben.

„Warum nur für unsere Eltern?“, fragt Sirko.

„Dann hätten sie zurückreisen und den Mauerbau verhindern können.“, antworte ich. „Manchmal bist du wirklich begriffsstutzig.“

„Und wie hätten sie den verhindern sollen? Außerdem heißt der Film ,Zurück in die Zukunft.‘“, weist Sirko mich auf einen Fehler in meiner Argumentation hin. „Sie hätten also höchstens den Fall der Mauer verhindern können.“

„Das ist jetzt albern.“, widerspreche ich vehement. „Marty und Doc Brown sind doch auch zurück in die Vergangenheit gereist.“

„Ja schon.“, muss Sirko zugeben. „Wir können jedenfalls froh sein, dass die Mauer weg ist. Aber ich würde mit so einer Zeitmaschine schon gern mal in die Zukunft reisen und schauen, was so aus dir wird.“, frotzelt er.

„Wieso nicht aus dir?“, wundere ich mich.

„Ich werde sowieso Professor.“, sagt er mit Angeberstimme.

„Professor für was?“ Ich versuche, meiner Stimme einen möglichst triefend zynischen Klang zu geben.

Sirko zuckt mit den Schultern. „Ist doch egal. Hauptsache Professor. Wozu mach ich denn jetzt Abi?“

„Ich fasse das immer noch nicht.“, gebe ich zu. „Vor einem halben Jahr wollten sie dich noch in die Produktion abschieben. Du hättest im Kopfstand mit den Füßen wackeln können und trotzdem keinen Platz an der EOS bekommen. Und jetzt kannst du einfach so Abi machen.“

„Wie sich die Zeiten ändern.“, sinniert mein bester Freund. „Aber um dich mach ich mir trotzdem Sorgen.“

Ich schlage ihm genervt vor die Brust. „Was soll das denn? Ich bin jung, gut aussehend, voller Talente.“

„Ach ja. Welche Talente denn?“, zieht er mich auf.

„Singen zum Beispiel.“, grunze ich.

„Wenn das mal reicht, um was aus dir zu machen.“, zweifelt er.

„Jetzt mal doch den Teufel nicht an die Wand! Ich mach schon was aus mir.“, entgegne ich trotzig.

„Was meinst du, ob es in 25 Jahren tatsächlich fliegende Autos und Skateboards geben wird?“, wechselt Sirko plötzlich das Thema.

Ich lasse mir Zeit mit meiner Antwort. „Normalerweise würde ich sagen, dass das unmöglich ist. Aber auf der anderen Seite hätte ich das im Oktober auch gesagt, wenn du mich gefragt hättest, ob irgendwann die Mauer fallen würde.“

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