Martin J. Ost - Unheimliche Tage II
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Sie müssen jedoch zusammen arbeiten und werden von den Bakarern auf den trostlosen Planeten Zwielicht gebracht. Werner und Angelika erhalten den Auftrag, Daten aus einer Station von einem raumfahrendn Volk, das sich als Heszen bezeichnet, zu sichern. Die Bakarer haben den Verdacht, dass sie von diesen in letzter Zeit mehrfach angegriffen worden sind. Sie haben dabei empfindliche Verluste erlitten.
Die menschliche Siedlung auf Zwielicht hat dagegen andere Probleme. Sie wurde in letzter Zeit vermehrt von Hornteufeln, einer aggressiven einheimischen Spezies, angegriffen.
Auch Werner und Angelika entgehen nur knapp dem Angriff dieser Bestien, als sie die heszische Station verlassen.
Die von ihnen dort gesicherten Daten bestätigen die Bakarer in ihrem Verdacht, dass es die Heszen sind, die iher Raumschiffe und Einrichtungen angreifen. Da es ihnen nicht gelingt, mit diesen eine Kommunikation herzustellen und sie Erkenntnisse haben, die darauf hinweisen, dass Menschen eher in der Lage sind, mit diesen zu kommunizieren schicken sie Werner mit der ihrer Meinung für eine Kontaktaufnahmen besonders geeigneten Christine mit einem neu entwickelten Raumschiff in den Sektor des Weltraums, in dem sie die Heszen vermuten. Sie sollen Friedensverhandlungen zwischen den beiden Völkern anbahnen.
Tatsächlich gelingt es den Beiden, Kontakt zu den Heszen herzustellen.
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„Essen Sie was“, Angelika schob Christine einen Teller hin und legte anschließend Besteck dazu. Sie verschwand wieder in der Küche und kam mit zwei Tellern für uns beide zurück. Noch einmal ging sie in die Küche und brachte jetzt eine Flasche Wein und zwei Gläser mit. Sie sah Christine an. „Möchten Sie Wein?“ - „Danke. Ich glaube ein Schluck ist im Moment nicht verkehrt.“ Angelika stellte ein Glas vor ihr ab und füllte es. Das zweite Glas reichte sie mir. „Trinken Sie keinen Wein?“ fragte Christine sie. „Ich würde gerne, aber ich stille noch.“ Danach herrschte für eine Weile Schweigen. Angelikas Essen war wie immer gut. Im Geiste verglich ich die Kochkünste der beiden Frauen. Beide waren gute Köchinnen, Angelika war vielleicht noch etwas besser. ‚Hör auf damit, was soll das? Willst Du jetzt eine Checkliste aufstellen und dann die Frau nehmen, die die meisten Punkte hat?’ ging ich mit mir selbst ins Gericht. ‚Aber Du hast jetzt ein großes Problem, wie willst Du das denn lösen?’ fragte eine andere Stimme. „Ich weiß es nicht“, sagte ich auf einmal laut. Die drei Frauen sahen mich fragend an. „Entschuldigung, ich habe laut gedacht. Das war wohl eine Stressreaktion.“ Es schellte. „Vielleicht ist das Kando“, meinte Freya. Ich sah aus dem Fenster. „Nein. Es ist unsere liebe Nachbarin, Frau Amann.“ - „Die will nur die Pflanze abholen, gibst Du sie ihr bitte?“ rief Angelika aus der Küche, in die sie gerade hinüber gegangen war. Ich ging auf den Flur, schnappte mir den Topf mit dem Flieder und öffnete die Tür. „Guten Abend, Herr Caldenberg“, sagte Frau Amann und trat an mir vorbei ins Haus. Ich hielt den Topf hoch. „Hallo, ich habe Ihren Flieder schon hier.“ Sie reagierte nicht und steuerte unbeirrt auf das Wohnzimmer zu. Auch das noch! Ärgerlich lief ich hinter ihr her. „Entschuldigen Sie, aber wir haben Besuch.“ Mit einem seltsamen Lächeln sah sie mich an. „Genau deswegen bin ich hier. Sie gestatten?“ Mit diesen Worten setzte sie sich. Gleichzeitig lösten sich ihre Umrisse lautlos auf. Vor uns saß Kando. „Nun, wie hat Ihnen meine Verkleidung gefallen?“ fragte er uns im Plauderton, als sei dies das Selbstverständlichste auf der Welt. Angelika, die in der Tür zur Küche stand, löste sich als Erste aus der Erstarrung. Sie funkelte Kando an. „Was haben Sie mit Frau Amann gemacht?“ - „Ganz ruhig, Frau Caldenberg. Ihr ist nichts geschehen. Sie liegt im Keller ihres Hauses auf einem Sofa und schläft bis übermorgen. Wenn sie dann wach wird, wird sie einen ordentlichen Kater haben und ein paar leere Weinflaschen vor sich finden,“ er brachte so etwas wie ein Grinsen zustande, soweit das einem Bakarer überhaupt möglich war. „Sie sind pervers“, Angelika war stinksauer, während ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen konnte. Auch Christine, die vorher noch nie einen Bakarer gesehen und einen mächtigen Schrecken bei der Verwandlung von Kando bekommen hatte, grinste jetzt ein wenig. Sie hatte sich immer ein wenig vor der klatsch-und tortensüchtigen Nachbarin gefürchtet. „Es ist nur eine kleine Revanche“, sagte Kando. „Eigentlich sollte sie nur ein wenig schlafen, während ich in ihrer Gestalt einmal an einem dieser so genannten Kaffeekränzchen teilnehmen wollte. Schließlich bin ich ja gehalten, meine kulturellen Kenntnisse über die Erdbewohner und insbesondere die Deutschen zu erweitern. Also habe ich mir die Daten ihres nächsten Termins beschafft und bin an ihrer Stelle dort hingegangen. Es war schrecklich. Nicht nur, dass in dem Haus der Gastgeberin die Türen sehr niedrig waren, ich musste mich bei meiner Größe ständig bücken; denn auch wenn ich durch eine Projektion als Frau Amann kleiner erscheine, bleibe ich so groß wie ich bin. Es gab daher auch schon einige verblüffte Gesichter beim Händeschütteln, da auch hier die Proportionen nicht ganz stimmten. Das isst sowieso eine blödsinnige Angewohnheit von Euch Erdenbewohnern, die ihr abschaffen solltet. Die einzigen Lebewesen, die dadurch Problem bekämen, wären Eure Viren und Bakterien, die nicht mehr so schnell übertragen würden. Am schlimmsten war jedoch der Kuchen. Ich habe ja schon das eine oder andere irdische Nahrungsmittel probiert, die schmecken alle nicht besonders für mich, aber Kuchen ist wirklich schlimm. Nachdem ich mit Mühe und Not ein Stück davon vernichtet hatte, wurde mir immer mehr davon aufgedrängt. Den Gesprächen konnte ich entnehmen, dass diese Amann immer vier bis fünf Stücke von diesem Teufelszeug in sich hineinsteckt. Um nicht allzu sehr aufzufallen musste ich wohl oder übel drei Stück Kuchen essen und mehrere Tassen nicht minder scheußlichen Kaffee trinken. Dann redete ich von Übelkeit um keine weitere Kuchenstücke mehr in mich hineinstopfen zu müssen. In der Tat war mir auch irgendwie unbehaglich zumute. Dafür habe ich der Amann jetzt einen Alkoholkater besorgt.“ - „Sie mussten da doch nicht hingehen. Jetzt bestrafen Sie andere Leute für Ihre eigene Dummheit“, sagte Angelika kopfschüttelnd, „und wieso können Sie da überhaupt mitreden? Haben Sie auch noch ihre Gedanken ausspioniert?“ - „Das ging eben nicht anders. Sie regen sich übrigens viel zu viel über Kleinigkeiten auf.“ - „Das sind keine Kleinigkeiten!“ - Nein? Gut, sprechen wir eben von Mentalitätsunterschieden zwischen zwei völlig verschiedenen Rassen. Erwarten Sie nicht, dass Ihre Standards für mich verbindlich sind. Die USA, die ja angeblich Freunde der Deutschen sind, kümmern sich ja auch nicht um moralische Standards wie sie Ihnen und Ihren Landsleuten vorschweben“ - „Entschuldigen Sie, großer Meister, wie konnte ich das nur vergessen? Aber Sie haben hier ein verdammtes Chaos angerichtet. Wofür? Was wollen Sie?“ Ich war überrascht. Angelika war immer sehr beherrscht und normalerweise brachte sie nichts aus der Ruhe. Aber Christines plötzliches Erscheinen und ihre Forderung, das Haus zu räumen musste doch an ihren Nerven gekratzt haben. Kando fiel das offensichtlich auch auf. „Bei unserem letzten Zusammentreffen waren Sie wesentlich umgänglicher. Gehe ich Recht in der Annahme, dass Ihre momentane gereizte Verfassung etwas mit Ilse Erhardt alias Christine Caldenberg zu tun hat?“ Ohne eine Antwort abzuwarten fuhr er fort. „Damit kommen wir gleich zum Thema. Wenn ich diese Dame nicht vermutlich für eine wichtige Aufgabe brauchen würde, hätte ich ihre Gedächtnisblockade, die sie ihr vorheriges Leben vergessen lies, nicht gelöst.“ Christine sah Kando an. „Ich kann mich an die letzten zweiundzwanzig Monate nicht erinnern. Können Sie mir mehr dazu sagen?“ - „Ja, Sie haben als Ilse Erhardt in Marburg gelebt und waren dort auch verheiratet, übrigens mit dem ehemaligen Mann Ihrer Nachfolgerin“, er wies auf Angelika, „den wir in derselben Art aus dem Verkehr gezogen haben wie Sie.“ – „Diese Frau ist nicht meine Nachfolgerin, sie wird gehen müssen.“ Angelika ignorierte diese Bemerkung. Sie wandte sich an Kando. „Und was haben Sie nun mit meinem Ex-Mann gemacht? Ihm einen dritten Lebenslauf verpasst?“ - „Genau das. Es ist das mildeste Mittel gewesen, und nach Möglichkeit greifen wir zu diesen. Aber ich möchte jetzt zur Sache kommen. Bitte hören Sie mir alle zu: Wir Bakarer stehen vor einem Problem, das wir so noch nicht hatten. Wir haben vermutlich zum ersten Mal in unserer Geschichte einen Konflikt mit einer anderen raumfahrenden Rasse.“ - „Wieso sagen Sie „vermutlich“? Wissen Sie nicht, ob Sie Krach mit Angehörigen eines fremdem Volkes haben, wenn die Ihnen die halbe Raumstation über Zwielicht demoliert haben?“ - „Freya hat Ihnen also schon davon erzählt. Die Schäden an der Raumstation sind tatsächlich durch erhebliche Gewalteinwirkung entstanden und wir vermuten, dass die Urheber intelligente Wesen nicht bakarischer Herkunft sind. Es ist sogar möglich, dass diese uns technisch weit überlegen sind.“ ‚Wie schön’, dachte ich, ‚Dann kommst Du arrogantes Arschloch endlich mal zurück auf den Teppich.’ „Ich kann mir schon vorstellen, was Sie denken“, fuhr Kando fort und sah mich an. „Denken Sie immer daran, die Erde befindet sich seit tausenden von Jahren in unsrem Einflussbereich und wir lassen Sie bis auf wirklich geringfügige Ausnahmen völlig in Ruhe. Die Menschen allein entscheiden, ob sie diesen Planeten in die Luft jagen oder in ein Paradies verwandeln. Wir akzeptieren Ihre Souveränität, obwohl es einfach für uns wäre, sie alle zu unterwerfen. Wir schützen und versorgen die menschliche Kolonie auf Zwielicht. Dann ist es doch wohl nicht vermessen, wenn wir drei Menschen mit für uns wertvollen Fähigkeiten um Hilfe bitten?“ – „Ganz so selbstlos wie sie sich jetzt darstellen, sind sie sicher nicht, “ sagte Angelika, „bei den Menschen auf Zwielicht haben Sie ganz offensichtlich egoistische Hintergedanken. Aber lassen wir das. Wofür brauchen Sie uns und unsere besonderen Fähigkeiten? Und welche Fähigkeiten hat sie?“ Ihre rechte Hand deutete auf Christine. „Das sollen Sie jetzt erfahren. Ich versuche dabei, mich auf das Wesentliche zu beschränken.“ Kando blickte bedeutungsvoll über die Anwesenden. Trotz seines fremdartigen Aussehens wirkte diese Geste durchaus menschlich. Er fuhr fort. „Vor gut drei Wochen Ihrer Zeitrechnung materialisierte sich plötzlich neben einem unserer größten Raumschiffe ein riesiges unbekanntes Objekt. Es war von unserem Raumschiff lediglich zweitausend Kilometer entfernt. Normalerweise erfassen unsere Ortungsinstrumente Gegenstände in dieser Größenordnung bereits in Entfernungen von Zig-Millionen Kilometern, aber bei diesem Objekt war das nicht der Fall. Es hatte sich praktisch völlig unbemerkt „angeschlichen“. Von diesem in etwa zylinderförmigen Objekt ging eine unbekannte Strahlung aus, die völlig ungehindert auch in unser Raumschiff eindrang. Der Kommandant leitete daraus eine Bedrohung für seine Besatzung und das Schiff ab und da alle eilig angebahnten Kontaktversuche bis zu diesem Zeitpunkt erfolglos geblieben waren, befahl er das Objekt anzugreifen. Es war der erste Kampfeinsatz eines Raumschiffes in unserer Geschichte. Nach weniger als einer Minute hatten die Waffen unseres Raumschiffes das Objekt vollständig zerstört. In dem Moment, als es explodierte, hörte auch die unbekannte Strahlung auf. Unsere Aufzeichnungen dieser Strahlung konnten übrigens von unseren Wissenschaftlern bis jetzt noch nicht interpretiert werden. Bisher hat jedoch noch kein Besatzungsmitglied weder einen gesundheitlichen Schaden erlitten noch sonstige Auffälligkeiten gezeigt. Auch wissen wir nicht, ob dieses Objekt eine Art Raumschiff mit lebender Besatzung war und ob es irgendwelche Absichten, welcher Art auch immer, gegenüber unserem Raumschiff hatte. Die Entscheidung zum Angriff durch unseren Raumschiffskommandanten ist aus der Situation, in der er sich befand, nachvollziehbar. Unter den jetzigen Umständen könnte es sich jedoch um eine der gravierendsten und folgenreichsten Fehlentscheidungen unserer Geschichte handeln. In den letzten zwanzig Tagen, gemessen nach ihrer Zeit, wurden nämlich drei große, gut bewaffnete Raumschiffe von plötzlich erschienenen Objekten der Art, wie das von uns Zerstörte, angegriffen und vernichtet. Den Besatzungen blieb in jedem Fall gerade noch Zeit für einen Notruf. Offenbar hat jedoch niemand einen dieser Angriffe überlebt. Dann erschien vor gut einer Woche eines dieser Objekte gut tausend Kilometer vor der Raumstation über Zwielicht und griff sie sofort an. Trotz ihres wirkungsvollen Defensivsystems wäre sie vollständig zerstört worden, wenn nicht zwei unserer Raumschiffe, die sich in der Nähe befanden, eingegriffen hätten. Als diese nun ihrerseits angriffen, verschwand das Objekt so plötzlich, wie es gekommen war. So wurde die Raumstation gerettet. Sie wurde allerdings erheblich beschädigt. Immerhin konnten wir bei diesem Angriff einige Erkenntnisse gewinnen und da kommen Sie jetzt ins Spiel.“ Kando sah Angelika und mich an. „Als wir sie beide auf der Raumstation wegen Ihrer bei der Bergung des Bakariums erlittenen Strahlenschäden behandelten, zeichneten unsere Geräte auch ihre Erlebnisse auf, die sie auf dem Planeten hatten. Wir taten dies hauptsächlich, um neue Erkenntnisse über Zwielicht zu gewinnen. Dabei machten unsere Wissenschaftler eine für sie sehr aufregende Entdeckung. Es handelte sich um ihren Besuch in diesem künstlich angelegten Gebäude, das von einer raumfahrenden Spezies, den „Heszen“, wie sie sich offenbar selbst nennen, angelegt wurde. Die Heszen waren uns bisher nicht bekannt. Wir halten es durchaus für möglich, dass es diese Heszen sind, mit denen wir jetzt zu tun haben. Zumindest sind es die einzigen uns bekannten Wesen, die interstellare Raumfahrt betreiben. Um mehr über diese Rasse in Erfahrung zu bringen, möchten wir, dass Sie beide, “ dabei deutete Kando auf Angelika und mich, „mit einem Aufzeichnungsgerät von uns in diese Gebäude zurückkehren und es dort in Betrieb setzten. Wir hoffen, dass wir so weitere Erkenntnisse gewinnen können, die uns in die Lage versetzen, diesen unglücklichen Konflikt zu beenden.“ – „Sie haben also in unseren Gedanken herumgeschnüffelt“, ich war sauer, „ich kann nicht sagen, dass mir so etwas gefällt.“ – „Aber wundern werden Sie sich ja wohl nicht“, Kando blickte mich ungerührt an, „vermutlich würden Sie es eher merkwürdig finden, wenn wir es nicht getan hätten, obwohl wir es gekonnt hätten. Im Übrigen haben wir ihre Gedanken nur gelesen und uns auf für uns interessante Dinge beschränkt. Keinesfalls haben wir sie manipuliert. Dass Frau Angermann sie nach ihrer schroffen Zurückweisung durch sie doch geheiratet hat, war eine freie Entscheidung. Von ihnen Beiden.“ Christine schoss einen mörderischen Blick auf Angelika ab, die wiederum mit Kando haderte. „Müssen Sie die Situation eigentlich noch weiter aufheizen, indem Sie hier unser Privatleben breittreten? Wie soll das jetzt weiter gehen und warum haben Sie uns ausgerechnet diese Person auf den Hals gehetzt?“ „Diese Person“ war natürlich Christine und diese schien die sonst so selbstsichere und beherrschte Angelika aus dem seelischen Gleichgewicht zu bringen. Kando hob – in einer wiederum sehr menschlichen Geste – die Hände. „Entschuldigen Sie, ich vergaß die Überempfindlichkeit der Erdbewohner in diesen Angelegenheiten. Eifersucht auf Andere kommt bei uns nicht und auf Zwielicht nur äußerst selten vor.“ – „Aber hier auf der Erde kommt sie durchaus vor. Und ich sage Ihnen, ich mag diese Frau nicht, weil sie etwas mit meinem Mann hat“, wies Christine ihn zurecht, während von Angelika ein verächtliches Schnauben zu hören war. „Sie haben mein Leben mehr als durcheinander gebracht“, fuhr Christine an Kando gewandt fort, „vielleicht erklären Sie mir jetzt einmal, was für einen Sinn das alles haben soll?“ – „Das werde ich. Aber erst einmal möchte ich feststellen, dass es für den Erfolg der Mission wichtig ist, dass alle vier Personen hier gut zusammen arbeiten, so schwer es für den Einzelnen auch sein mag. Denken Sie daran, es ist auch in Ihrem eigenen Interesse. – Über Sie haben wir aus nahe liegenden Gründen sehr ausführliche Erkenntnisse,“ fuhr er hauptsächlich an Christine gewandt fort, „dabei fiel uns auf, das Ihr Gehirn sehr empfänglich für Impulse einer Art ist, die denen ähneln, die wir beim Angriff auf die Raumstation aufgezeichnet haben. Fähigkeiten dieser Art scheinen viele Menschen ansatzweise zu haben, bei Ihnen sind sie jedoch relativ stark ausgeprägt. Vermutlich gibt es auf der Erde auch noch Menschen, die diese Fähigkeit in noch ausgeprägterem Maß besitzen, aber für eine aufwendige Suche haben wir im Moment keine Zeit und daher sind wir auf Sie zurückgekommen. Wir haben im Moment noch nicht einmal eine konkrete Aufgabe für Sie, aber wir hätten Sie gerne auf der Raumstation dabei.“ – „Wie komme ich denn dahin? Haben Sie etwa hier gleich um die Ecke Ihr Raumschiff geparkt?“ Ärger und Sarkasmus schwangen in ihrer Stimme mit. „Nicht direkt um die Ecke, aber nicht allzu weit von hier“, antwortete Kando mit sachlicher Stimme. „Ein paar Fragen habe ich auch noch,“ Angelikas Stimme hatte einen ähnlichen Tonfall wie die von Christine, „wann sollen wir zum Beispiel aufbrechen, wie viel Zeit wird das alles in Anspruch nehmen, was sagen wir unseren Arbeitgebern und Bekannten? Und noch etwas: Was ist mit unserer Tochter? Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass wir sie hier zurück lassen?“ - „Ihre Tochter können Sie mitnehmen, der Aufenthalt in dem Gebiet, in dem die Cherusker leben, stellt für sie keine Gefahr dar, sie hat ein wenig von Ihrer Immunität gegen Bakariumstrahlung geerbt. Wenn Sie auf Zwielicht unterwegs sind, werden sich Freya und ihre Leute sicherlich auf sie aufpassen, oder?“ Er blickte Freya an. „Selbstverständlich“, sagte diese, „ich werde mich persönlich darum kümmern.“ – „Vielen Dank, “ Kando konnte durchaus höflich sein, „was die Dauer Ihres Aufenthaltes betrifft, hoffe ich, dass ein Rahmen von zehn bis vierzehn Tagen nicht überschritten wird. Es kann allerdings auch erheblich länger dauern. Ich schlage vor, dass Sie morgen bei ihren Arbeitgebern um mindestens vierzehn Tage Urlaub bitten, Ihnen wird sicherlich eine halbwegs plausible Begründung einfallen.“ Er wandte sich an Christine. „Sie sind übrigens wie Ihr Mann spurlos verschwunden. So etwas kommt ja auch immer mal wieder vor. Für aufwendige Aktionen mit falschen Leichen fehlte dieses Mal die Zeit.“ Christine sah ihn mit offenem Mund an als er ungerührt fort fuhr: „Morgen Nacht werden wir dann mit der Wotan die Erde verlassen. Ich werde Sie jetzt auch verlassen und mich noch ein wenig dem Studium der dörflichen Kultur widmen.“ Damit erhob er sich und im Bruchteil einer Sekunde war aus Kando wenigstens vom Anblick her wieder unsere Nachbarin Frau Amann geworden. „Hübscher Trick“, sagte ich und versuchte möglichst ungerührt zu wirken, „können Sie eigentlich jede menschliche Gestalt annehmen? – „Im Prinzip ja“, antwortete er mit der Stimme von Frau Amann, „aber wenn es echt aussehen soll, ist es eine zeitaufwendige Prozedur. Darüber hinaus wird nur ihr Auge getäuscht, meine Proportionen bleiben die gleichen und die sind größer als die von Frau Amann. Das würde auf die Dauer zu Problemen bei der Aufrechterhaltung der Täuschung führen. Bis Morgen.“ – „Sie sollten den Flieder mitnehmen“, sagte Angelika und reichte ihm den Topf, „wenn Sie sich schon in irdischer Kultur üben wollen, pflanzen sie ihn doch gleich rechts neben der Zauntür an.“ – „Ich glaube, dazu fehlen mir die einschlägigen Kenntnisse.“ – „Dann gießen Sie die Pflanze morgen wenigstens, damit sollten Sie normalerweise nicht überfordert sein.“ – „Wie Sie meinen. Also gute Nacht.“ Damit verließ er das Haus und begab sich zum Nachbargebäude. Ich beobachtete ihn noch, wie er die Tür aufschloss und dann verschwand, bevor ich in das Wohnzimmer zurückkehrte. „Kann mir vielleicht mal jemand erzählen, was das alles mit diesem merkwürdigen Planeten und diesem noch merkwürdigeren Außerirdischen zu bedeuten hat?“ – „Ich werde noch einmal die Kleine stillen. Werner, Du könntest noch eine Couch in das Gästezimmer schieben, da steht nämlich nur ein Bett drin und die Beiden wollen bestimmt nicht zusammen darin schlafen. Freya, würdest Du inzwischen Christines Frage beantworten?“ Zu meiner Verwunderung protestierte Christine erst einmal nicht gegen ihre beabsichtigte Unterbringung im Gästezimmer, obwohl sie Anspruch auf das Schlafzimmer erhoben hatte. Freya wandte sich an Christine. „Dies muss alles ziemlich verwirrend und auch beängstigend für Dich sein. Die Bakarer haben Dir wirklich Einiges zugemutet und jetzt stürzen Sie uns in ein neues Abenteuer, von dem wir nicht wissen, ob und wie gefährlich es ist. Aber“, sie schenkte Christine einen aufmunternden Blick, „wenn wir zusammenhalten, werden wir es schaffen. Ich bin sicher, wir beide werden gut miteinander auskommen. Und jetzt werde ich Dir etwas über Zwielicht und von den Bakarern erzählen.“
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