Roger Reyab - Die verbotenen Bücher

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Nach Löschung, offener und verdeckter Zensur, hier noch einmal die vor dem Löschteufel bewahrten Texte. Im zweten Band finden Sie die Texte 2017-18. Greifen Sie schnell zu: Morgen gibt es sie vielleicht nicht mehr. So lang der Vorrat Bestand hat und gelesen werden kann.

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So hörte ich, dass man sich den Wahlerfolg der AfD damit erklärt, dass die meisten Wählerinnen und Wähler eben Protest gewählt haben. Eigentlich lieben sie im tiefsten Innern Frau Merkel oder Herrn Schulz, aber sie haben sich diesmal eben aus reinem Trotz zu einem Seitensprung entschieden. Sie sind morgens aufgestanden, haben gefrühstückt und geduscht und sind dann trotzig in die Wahlbüros der Republik gestolpert, um Frau Merkel jetzt einmal richtig zu betrügen.

Finden Sie diese Sichtweise wahrscheinlich?

Unsere Experten schon.

Ich glaube eher, und da widerspreche ich den Seitensprungtheorien, dass die meisten nicht deshalb AfD gewählt haben, weil sie Frau Merkel auf den richtigen Weg zurück bringen wollen, sondern ich vermute, dass die meisten dieser Wähler mit Frau Merkel abgeschlossen haben. Ich will damit sagen, dass es schon einer zynischen Selbstwahrnehmung bedarf, um als geschiedener Mann zu behaupten, dass die Frau sich nur aus Trotz hat scheiden lassen, weil sie damit ihren Protest ausdrücken wollte. Würden Sie so einen Mann ernstnehmen? Ich nicht.

Nun erwarten unsere Politclowns in den Sendern aber genau das. Sie halten es für wahrscheinlich, dass die AfD-Wähler alle noch Frau Merkel lieben. Es scheint in ihr gesamtes politisches Korsett eben nicht zu passen, dass es einen gesunden und nicht geisteskranken Menschen in der Republik gibt, der Frau Merkel nicht liebt und deshalb im Höchstfall eine negative Kontaktaufnahme durch Trotzhandlungen vollbringen kann. Die hoch bezahlten Politexperten dieser Republik behaupten dann, dass die AfD am rechten Rand Seelen gefischt hat und sich als Lamm im Wolfspelz etabliert. Sie gehen davon aus, dass die Angst, die angeblich alle Menschen umtreibt und sie dann zu Überreaktionen nötigt, dass diese phobische Angst vor allem Neuen, Innovativen und eben Fortschrittlichen, die Triebfeder der Verwirrung der seelisch gestörten Wähler verkörpert.

In endlosen Talkshows analysieren und orakeln sie; sie unterstellen der AfD rechtsradikale Umtriebe und entblöden sich auch nicht, den alten Hitler immer wieder aus der Schublade zu zerren, um die AfD zum tausendsten Mal dazu zu nötigen, eine insgeheime und lang vermutete Nähe zum „Führer“ zuzugeben. Am liebsten würden sie hören, dass Gauland auf die Knie geht und zugibt, dass er daheim einen Schrein mit Steuergeldern errichtet hat, der nur dem Zweck der geheimen Götzenverehrung von Nazi-Devotionalien dient. Wenn Gauland dann sagt, dass er kein Nazi ist, wenn das Weidel und Meuthen sagen, dann wird die Stirn kraus gezogen und man sieht die Menschen an, als ob sie gerade die längste Pinocchio-Nase im Gesicht hätten.

Die Parteien haben ihrer Ansicht nach alle wieder gewonnen. Selbst die SPD tut so, als ob die Wähler etwas an den Ohren haben. „Wir haben da etwas nicht deutlich genug gemacht …“ oder die liebste Variante „Wir müssen das besser kommunizieren.“

Nein danke. Ihr braucht nichts besser kommunizieren. Wir haben schon verstanden. An den Taten sollt ihr sie erkennen, hat schon der alte Jesus gesagt.

Als Frau Merkel den Abschluss ihres Wahlkampfes in München gab, konnte man im Fernsehen kaum ein Wort verstehen. Das lag aber nicht an der einfach strukturierten Rede der Kanzlerin, sondern an den Pfeifchören, die ihren Unmut ausdrückten. Die angeblich von allen Himmelsrichtungen angekarrten Jubel-AfDler und sonstige Chaoten verschafften einem ein Déjà-vu-Erlebnis. Es erinnerte irgendwie an die Jahresfeier der DDR zum vierzigjährigen Bestehen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass Frau Merkel damals noch nicht Kanzlerin war.

Als am Sonntag die ersten Hochrechnungen über die Bildschirme tickerten, gab es eine große Überraschung. Man hätte niemals damit gerechnet, dass Frau Merkel wieder Kanzlerin wird. Zwar hatte sie in allen Umfragen die Nase vorn, aber man konnte es sich dennoch nicht vorstellen. Man war also absolut überrascht durch diese super spannende Wahl. Wer hätte gedacht, dass es Frau Merkel noch mal schafft? Eigentlich jeder und es erinnerte an einen Krimi, bei dem man den Mörder schon ganz am Anfang entlarvt und danach nur noch über Bodeneruptionen im kaukasischen Meer berichtet.

Nun taten die Journalisten aber so, als gäbe es doch eine Überraschung.

Man war nämlich doch etwas erstaunt, dass es die kleine Splitterpartei AfD mit 13 % in den Bundestag schaffte und damit dritte Kraft wurde. Im Osten der Republik war sie sogar die zweite und manchmal auch erste Kraft.

In der Elefantenrunde bemühte man sich dann auch um Schadensbegrenzung.

Obwohl die AfD eigentlich als einzige Partei, außer der FDP, nichts verloren aber viel gewonnen hatte, redeten wieder nur die anderen. Das kennt man aber schon und ist es gewohnt. Man erinnert sich an die Zeiten der Flüchtlingskrise, in der die AfD nirgendwo eingeladen wurde und dennoch alle über sie in Abwesenheit sprachen. Dieses Vorgehen scheint sich nun auch nicht grundlegend geändert zu haben, nur mit dem Unterschied, dass die AfD jetzt dabei sitzen darf. Sobald die AfD dann aber etwas sagen will, reden alle dazwischen und die Sendeleitung kann sich kaum zurückhalten, den gesamten O-Ton mit einem lauten Piepen zu übertönen. Wenn man dann dennoch einen zusammenhängenden Satz verstehen kann, sitzen alle wie die Aasgeier mit aufgerissenem Mund um das Opfer, das von allen Seiten mit Häme und Abscheu überschüttet wird. Wenn der mit Pech und Schwefel überzogene Redner der AfD sich etwas reinigen möchte, schüttet man ihm gleich zwei weitere Kübel Gülle über den Kopf. Nach Luft schnappend und dem Erfrierungstod nah, hört der Zuschauer dann noch ein unverständliches Krächzen, das aber sofort von irgendeinem Publikum totgebuht wird. Man konnte das sehr eindrucksvoll in einigen Talkshows beobachten, in denen man nicht ein Wort von der AfD hören konnte, ohne dass die Moderatorin oder der Moderator das Thema blitzartig wechselte und den Redner mitten im Satz unterbrach. Applaus gibt es bei der AfD nie oder nur so spärlich, dass man sich an eine fehlgeschlagene Premiere einer Zwölftonoper erinnert fühlt.

Während die Dauerredner der Volksparteien ohne Volk sich dann in epischen Kindheitsbetrachtungen ergehen können und auch die unwesentlichsten rhetorischen Klimmzüge vom Publikum frenetisch und orgiastisch mit Standing Ovations gefeiert werden, wird der Redner oder die Rednerin der AfD mit unsichtbaren Elektroschocks gefoltert, die ihm dann bei seinem Schlusssatz die Konzentration rauben.

Vielleicht liegt es auch daran, dass die Wähler sich gesagt haben: Mensch, den oder den Satz hätte ich gerne einmal zusammenhängend gehört. Vielleicht sind die 13 % Wähler einfach nur der Meinung, dass sie einmal einen Satz der AfD auch ohne Störgeräusche hören möchten.

Wenn es gar nicht mehr geht, dann wird der Herr Hitler wieder bemüht. Man zweifelt wirklich an dem geschichtlichen Sachverstand vieler Politiker und Journalisten, wenn sie ernsthaft erwägen, dass die AfD auch nur im Entferntesten mit der NSDAP zu vergleichen ist. Diese Menschen kennen offensichtlich nicht das Programm der NSDAP, das sich in fast allem grundlegend von dem der AfD unterscheidet. Auf solche Feinheiten kommt es aber auf der politischen Bühne der Selbstdarsteller nicht an. Die Nazikeule wird überall und mit steigendem Enthusiasmus gezückt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Anti-Nazis genau das tun, was sie der AfD vorwerfen. Sie radikalisieren die Menschen und machen sie zu Hassern, indem sie Vorurteil über Vorurteil anhäufen und den Eindruck suggerieren, dass die AfD eine Bedrohung der Republik wäre. Man errichtet ein Bild, das den weniger beschlagenen Menschen in Deutschland sagen soll, dass die AfD insgeheim die Republik abschaffen und alle Flüchtlinge in Zügen nach Hause deportieren möchte. Nun ist die AfD aber bei etwas objektiver Betrachtung weit davon entfernt. Ich habe noch keinen AfD-Politiker gehört, der etwa gesagt hätte, wie das Hitler tat, dass er alle Parteien aus dem Parlament fegen möchte. Und ich glaube auch nicht, dass die AfD ein Ermächtigungsgesetz im Bundestag einbringen will und sich damit absolute Macht sichern und dann eine Diktatur errichten möchte.

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