Gerhart Hauptmann - Die goldene Harfe

Здесь есть возможность читать онлайн «Gerhart Hauptmann - Die goldene Harfe» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die goldene Harfe: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die goldene Harfe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

mehrbuch-Weltliteratur! eBooks, die nie in Vergessenheit geraten sollten.
Gerhart Johann Robert Hauptmann war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Die goldene Harfe — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die goldene Harfe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Sulzer ist unauffällig an den Reichsgrafen herangetreten. Mit Verlaub, Erlaucht: die gnäd'ge Komteß.

Unbemerkt ist Komteß Juliane eingetreten. Einen Schritt von der Tür stehengeblieben, hält sie die Hände im Schoß gefaltet und blickt fest und mit geschlossenen Lippen jetzt den einen, jetzt den andern der beiden Zwillingsgrafen an. Jutta ist hinter Komteß Juliane hereingeschlüpft und macht sich neben Gherardini am Piano zu schaffen.

Reichsgraf Waldemar. Wie lieb, daß du doch noch gekommen bist.

Komtess Juliane. Dachtest du, ich wollte nicht kommen?

Reichsgräfin Anna. Setze dich zu mir, Juliane. Du wirst eine große Freude haben über den Besuch, der eingetroffen ist.

Die Zwillingsgrafen sind emporgeschnellt, stehen abwartend und betrachten Komteß Juliane mit funkelnden Augen.

Komtess Juliane, abwechselnd die Zwillinge betrachtend, wie abwesend. Eine Freude, sagst du – welcher Besuch?

Reichsgräfin Anna. Hier, trink eine Tasse Tee, Juliane – Ludmilla wird dir ein Täßchen einschenken. Nun, sieh dir die beiden schönen Kavaliere einmal genauer an: solltest du sie nicht wiedererkennen?

Komtess Juliane, wie erwachend, mit Bestimmtheit. Sie will auf den Grafen Friedrich-Günther zugehen, stockt, wendet sich dann Graf Friedrich-Alexis zu und gibt ihm die Hand. Graf Alexis, gewiß. Sie blickt ihm ins Auge, macht sich dann frei, geht zu Graf Friedrich-Günther, ihm ebenfalls die Hand reichend. Und das ist Graf Günther.

Reichsgräfin Anna. Lohnt es nun oder nicht, Juliane? ich meine die kleine Unterbrechung in den Arpeggien deiner goldenen Harfe, Kind.

Komtess Juliane, sanft. Wie hätte ich das zu verstehen, maman?

Reichsgraf Waldemar. Juliane, die Herren haben eine Reise beinahe rings um die Erde hinter sich. Sie verstehen wunderbar zu erzählen: Kopenhagen, Plymouth, Teneriffa, Brasilien, Chile, Kamtschatka, die Osterinsel und so fort und so fort. Wir werden diese seltenen Zugvögel so lange bei uns auf Schloß Ulmenweiler festhalten, bis uns zumute sein wird, als hätten wir selbst die Reise gemacht.

Graf Friedrich-Günther. Ja, ja, es ist seltsam genug, Komteß, nach so vielen Erlebnissen fremder Zonen wieder hier und vor Ihnen zu stehn.

Graf Friedrich-Alexis. Wir fanden auf einem aus weißem Alabaster errichteten Säulentempel in Indien, der von ummauerten künstlichen Gärten eingeschlossen war, die Worte leuchten: »Schließ aus den rauhen Odem der Wirklichkeit, und nur dem Duft der Träume gib Dach und Fach!« Man braucht nicht nach Indien gehen, um diesen schönen Imperativ verwirklicht zu finden. Unsere alten verwunschenen Schlösser und Parke mit Weihern, Schwänen, Äolsharfen und Einsiedeleien sind Beweis dafür.

Reichsgraf Waldemar. Man sollte meinen, Sie, und nicht der Bruder, seien der Dichter-Graf, während Sie doch, wie ich weiß, in der großen Welt als Musik-Graf geführt werden.

Graf Friedrich-Alexis. Sind wohl Musik und Poesie zu trennen, Erlaucht?

Reichsgraf Waldemar. Sie haben recht: sie sind nicht zu trennen. Ebensowenig wie die beiden Zwillinge Alexis und Günther zu trennen sind.

Gherardini. Kastor und Pollux! – Wie Kastor und Pollux, die eigeborenen Kinder der Leda und des Zeus, zu sein ... nein, geradezu Kastor und Pollux zu sein: dieser herrliche Ruf geht nun einmal den beiden berühmten Grafen voraus.

Komtess Juliane hatte ihre Hände ineinandergelegt, sie sozusagen nach unten gerungen und geschlossenen Mundes mit sich gekämpft, ob sie einen gewissen Gedanken aussprechen soll oder nicht. So beginnt sie mit Überwindung. Wir haben sogar einen ähnlichen Tempel wie den von Graf Friedrich-Alexis in fernster Ferne angetroffenen hier mitten im Park.

Graf Friedrich-Alexis. So? der war aber früher nicht vorhanden.

Komtess Juliane. Noch nicht, Graf Alexis, damals nicht. – Und es schweben um ihn, wenn auch ungeschrieben, genau diese Worte.

Graf Friedrich-Alexis. »Schließ aus den rauhen Odem der Wirklichkeit ...«?

Komtess Juliane, den Kopf langsam neigend, zur Bestätigung. »... und nur dem Duft der Träume gib Dach und Fach!«

Reichsgräfin Anna. Sie denkt wohl an ihre goldene Harfe und die musikalische Welt der Träumereien, der sie so ergeben ist.

Gherardini. Worauf die Komteß mit ihren Worten hinauswill, Erlaucht, ist, wenn ich sie recht verstehe, nicht zweifelhaft.

Komtess Juliane. Ich hoffe, nein. Sogar bin ich gewiß, man wird mir beipflichten, wenn ich anrege, ob wir nicht dort an jenem geheiligten Ort, eh wir irgend anderes zu beginnen uns entschließen, frischgebrochene Eichenzweige darbringen.

Reichsgraf Waldemar, zur Reichsgräfin. Unsere Tochter meint Heinz-Herberts Grabtempel.

Graf Friedrich-Günther. Komteß Adelaide erfüllt sogleich den Wunsch, den wir, ich möchte sagen, vor allen anderen mit uns getragen haben, solange wir wieder auf deutschem Boden sind. Das war mit der Grund: wir mußten hierherkommen. Denn ich glaube und meine, es gibt Berührungen, ähnlich einem Wiedersehen: am Grabe über das Grab hinaus.

Komtess Juliane. Wie kommt das – Sie nennen mich Adelaide?

Graf Friedrich-Günther. Hat Sie Heinz-Herbert nicht so genannt?

Komtess Juliane. Es ist in der Tat mein zweiter Name.

Reichsgraf Waldemar legt seinen Arm sanft um Juliane. So laßt uns die kleine Wallfahrt antreten.

Komtess Juliane. Verzeih, Papa, diesmal hatte ich einen besonderen Gedanken – ist's eine Geisterstimme, die es mir zuflüstert? –, ich möchte Arm in Arm mit den liebsten Freunden Heinz-Herberts vor ihn hintreten.

Gherardini improvisiert während des Folgenden eine leise Musik. Komteß Juliane nimmt den Arm Graf Friedrich-Günthers, auf dem ihr Auge bei dessen letzten Worten mit besonderer Innigkeit ruhte, fügt dann ihre freie Hand leise auch in Graf Friedrich-Alexis' Arm. Und so gehen die drei, gefolgt vom Reichsgrafen Waldemar, über die Terrasse ab.

Reichsgraf Waldemar, noch sichtbar, macht seiner Gemahlin Zeichen der Beruhigung. Es ist gut so, Anna, wenn ihr Gemüt sich gleich zum Anfang entlastet: sie wird vielleicht um so eher befreit werden.

Reichsgräfin Anna, Gherardini, Gräfin Ludmilla, Jutta und der Diener Sulzer sind zurückgeblieben.

Gherardini steigert sein Spiel vom Lyrischen ins Dramatische, vom Piano ins Forte und bricht plötzlich ab. Seinen musikalisch-männlichen Aufstieg gleichsam in Worten fortsetzend, rezitiert er.

Beglückt, wen dieses Ports Umschirmung birgt,

wo der Orkane Wüten ewig schweigt.

Reichsgräfin Anna. Es ist ein gar nicht so leichter Fall mit unserem Kinde, lieber Meister.

Gherardini. Die Ankunft gerade dieser beiden Menschen mußte naturgemäß in das freilich etwas labile Gemütsleben der Komteß tief eingreifen. Dagegen sind es nun wieder zwei junge Männer und Kavaliere von einem Format, wie es selten zu finden ist. Da Seine Erlaucht sie nun ganz gewiß eine Weile bei uns festhalten werden, wird von ihrer sieghaft glanzvollen Männlichkeit und Ritterlichkeit vielleicht Ausschlaggebendes für die Komteß zu erwarten sein.

Reichsgräfin Anna, zu Jutta. Warum kam die Komteß nicht gleich, liebes Mädchen?

Jutta. Die Ankunft der Grafen hatte sie ganz außer Fassung gebracht. Erst traute sie sich nicht zu, dem Besuch mit Ruhe entgegenzutreten, – leiser – dann hat sie gebetet in der Kapelle. Als sie wiederkam, schien sie entschlossen und frei, und alle Befangenheit war verschwunden.

Reichsgräfin Anna. Eine goldlautre Natur, eine schöne Seele, eine Heilige fast, aber ein schwieriges Kind.

Gherardini. Mit gnädiger Erlaubnis, Erlaucht: mir scheint, diese Zwillinge, diese Enakskinder, haben hier eine Mission.

Reichsgräfin Anna. Wirklich, Meister? Und was für eine?

Gherardini. Ich weiß, ich habe den Freibrief der gnädigen Herrschaft; meiner natürlichen Schwäche gemäß offenherzig zu sein. Das Wasser in unseren Weihern steht still, es hat kaum Zuflüsse. Es spiegelt den Park mit schwarzen Spiegeln und trägt zur Not einmal einen geisterhaften schwarzen oder weißen Schwan. Es birgt stumme Goldfische, stumme Karpfen unter ebenso stummen Seerosen. Schließlich werden wir alle noch selber zu Seerosen, – lustig – eia popeia, eia popeia ... Aber fort mit dem Eia popeia! Die Zwillinge werden die Mäntel schütteln und Sturmwind in die Parkbäume bringen. Sie werden uns das Drama der Kontinente, den Lärm der Weltstädte auf den Tisch schütten. Man soll keine Asphodelosblumen züchten unter der Sonne! Dieses Schloß, es ist in Musik getaucht. Musik ist gut, aber ein Ersatz für alles andere ist sie nicht. Gewiß, ich bin Musikus durch und durch, aber nur der Starke soll musizieren, der mit beiden Füßen fest und gesund auf der Erde steht. Frische Luft tut uns not! Er küßt die Hand der Reichsgräfin Anna. Damit Gott befohlen, Erlaucht! Er geht ab.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die goldene Harfe»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die goldene Harfe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die goldene Harfe»

Обсуждение, отзывы о книге «Die goldene Harfe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x