Anno Dazumal - Rückkehr der Gerechtigkeit
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Der Tag brach an und so langsam kam Leben in die Straßen Neu Delhis. Viele Menschen machten sich auf den Weg zu ihrer Arbeitsstätte, um dort das Geld zum Leben zu verdienen. Andere hatten keine Arbeit und versuchten, irgendeine Beschäftigung zu finden, um die Stunden zu füllen. Nachdem es immer lauter wurde, erhoben sich auch die elf ehemaligen Fabrikarbeiter, um einen Zeitvertreib zu suchen. Doch zunächst gingen sie in ein Friseurgeschäft, um dort nach Haarfarbe zu fragen. „Ihr wollt, daß ich Euch Haarfarbe schenke?“ fragte der Friseur ein wenig schockiert, weil er nicht glauben wollte, was er da gehört hatte. „Na ja, wir haben kein Geld und darum können wir sie nicht bezahlen“, gestand Tejbin etwas verlegen. „Tut mir leid. Kein Geld, keine Ware. Wo kämen wir denn dahin, wenn ich meine Sachen verschenken würde? Ich muß ja auch von etwas leben.“ „Wo haben sie denn die Waren, bei denen das Haltbarkeitsdatum schon abgelaufen ist?“ wollte Nathu wissen. „Die liegen da vorne. Das sind die zu den Sonderpreisen.“ „Haben sie wirklich nichts für uns übrig?“ fragte Indira mit einem unschuldigen Lächeln. „Doch und zwar einen guten Ratschlag: Sucht Euch eine Arbeit und dann könnt Ihr wiederkommen und Euch etwas kaufen“, sprach der Friseur und schickte sie dann fort. „Der redet sich leicht. Der hat einen Job“, moserte Bharat enttäuscht. So machten sie sich auf den Weg in die Innenstadt, um dort vielleicht Arbeit zu finden. Da sahen sie Männer, die schwere Kisten schleppten. „Das können wir auch“, fand Shankar, weshalb er die Arbeiter fragte: „Können wir Euch helfen?“ „Verschwindet! Elendes Pack, will uns unsere Arbeitsplätze klauen!“ rief einer der Männer. Da auch dort nichts zu holen war, gingen sie zu einer Art Arbeitsamt. „Wir suchen Arbeit“, erzählte Shankar dem Mann, der sich über den Aufmarsch ein wenig wunderte. „Das tun Viele. Glaubt ja nicht, daß Ihr da die Einzigen seid. Aber es gibt keine Arbeit. Ihr müßt schon selber sehen, wie Ihr über die Runden kommt“, stellte er fest. Shankar wollte das nicht wahrhaben. „Was soll denn das heißen? Sollen wir stehlen, oder was?“ „Das ist Eure Sache. Verschwindet wieder! Ich habe genug zu tun.“ „Ich dachte, das hier wäre die Arbeitsvermittlung.“ „Das ist sie auch. Aber da es keine Arbeit gibt, kann ich auch keine vermitteln. Bist Du schwer von Begriff, oder was?“ „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Sollen wir verhungern?“ „Da wärt Ihr nicht die Ersten. Ihr müßt wissen was Ihr tut, das ist nicht mein Problem. Aber stört mich jetzt nicht länger.“ „Gibt es denn gar keine Möglichkeit, irgendwo Arbeit zu finden?“ „Natürlich. Ihr braucht nur gute Beziehungen, dann findet sich immer ein Job. Sonst seid Ihr die Verlierer. Aber wenn Ihr Glück habt und wir bald einen Krieg gegen Pakistan beginnen, dann gibt es sehr schnell wieder genug Arbeit“, versprach der Mann. „Das ist doch krank. Wir sollen auf einen Krieg hoffen, um Arbeit zu bekommen. Ihr seid doch hier alle nicht ganz richtig im Kopf“, erwähnte Bharat, bevor sie das Büro verließen. „Das ist also die Freiheit. Lange werden wir sie nicht mehr erleben“, vermutete Sonia ein wenig bedrückt. „Halt! Ganz so einfach geben wir uns nicht geschlagen. Wir müssen halt unsere Ansprüche ein wenig herunterschrauben“, behauptete Sardar. „Unsere Ansprüche sind ganz unten, tiefer geht es gar nicht mehr. Sollen wir Scheiße fressen, oder was?“ wunderte sich Parwez. „Nein, da gibt es andere Möglichkeiten. Viele Leute schmeißen achtlos Nahrungsmittel weg“, deutete Sardar an und hob eine alte Fischsemmel auf. „Ist doch besser als gar nichts“, hörte man ihn sagen, während er kaute. So machten sie sich also auf den Weg zu den Müllcontainern der Gaststätten, um dort nach Eßbarem zu suchen. Doch als sie bei der ersten Tonne ankamen, erschraken sie gewaltig. Vor ihnen drängten sich gut 15 Menschen auf der Suche nach Essensresten. „Nein Leute, man kann es auch übertreiben. Ich finde nicht, daß es gut ist, mit alten Bettlern um eine angewieselte Kartoffel zu streiten“, glaubte Shankar und zog sich angewidert zurück. „Du kannst wohl von der Luft leben“, meinte Tejbin, der sich einen Knochen mit etwas Fleisch geschnappt hatte. „Da sieht man einmal wieder wie ungerecht das Leben ist. Wir haben die ganze Zeit gearbeitet und trotzdem stehen wir nun mit leeren Händen da“, erkannte Indira, die sich zu Shankar setzte. „Wir müssen ganz anders vorgehen. Bisher sind die meisten Menschen noch nicht mit dem Elend konfrontiert worden oder sie haben einfach weg geschaut. Kommt mit!“ forderte Nathu seine Genossen auf. Wenig später standen sie zu elft in einem Lokal. Sofort kamen zwei Männer auf sie zu. „Verschwindet! Ihr habt hier nichts zu suchen!“ rief der Eine. „Was können wir dafür, daß wir kein Geld haben? Gebt uns was zu essen und wir gehen wieder“, versprach Bharat. „Einen Dreck könnt Ihr haben! Raus hier!“ brüllte der Wirt, der sich dazu gesellt hatte. „Jetzt geben sie den Kindern doch was zu essen. Die sehen ja ganz ausgehungert aus“, konstatierte einer der Gäste, der noch einen Anflug von Menschlichkeit zu besitzen schien. „Und wer bezahlt mir das?“ fragte der Wirt mit grimmiger Miene. „Jetzt tu mal nicht so, als ob Du am Bettelstab gehen würdest. Das Fleisch von eben, das war auch eher ein Batura“, erinnerte sich der Gast. Da beeilte sich der Wirt, damit niemand aufmerksam wurde. „Kommt mit!“ bat er die Elf und brachte sie in einen Nebenraum. „Seid froh, daß es der Mann dort drin gut mit Euch meint. Aber glaubt ja nicht, daß Ihr noch einmal hier auftauchen könnt. Ihr bekommt jetzt was zu essen und dann haut Ihr ab!“ verlangte er mit dunkler Stimme. „Aber gib uns bitte kein falsches Fleisch“, ermahnte ihn Nathu grinsend. Wenig später bekamen sie ein paar von den Sachen aufgetischt, für die sich einige der Gäste zu schade gewesen waren und so kam es, daß sie zum ersten Mal seit langer Zeit satt wurden. Auf einmal kam der Gast herein, der dafür gesorgt hatte. „Danke“, schmatzte Raja glücklich. „Nichts zu danken. Das war das Mindeste, was ich für Euch tun konnte. Wo kommt Ihr her?“ Shankar zögerte. Meinte es der Mann wirklich gut mit ihnen oder wollte er sie nur ausnutzen? „Wir sind alle aus Kinderfabriken geflohen“, erzählte er. „Was! Das ist ja super. Ich hätte nie gedacht, daß es Leute gibt, die das schaffen.“ „Aber jetzt haben wir wieder Probleme. Kein Zuhause, kein Geld und auch keine Arbeit.“ „Paßt auf! Ich kenne da ein paar Leute, an die Ihr Euch wenden könnt. Das sind gute Menschen, die sich um die kümmern, die nichts zum Leben haben. Wenn Ihr wollt, kann ich Euch zu denen hinbringen, nachdem Ihr satt seid.“ „Aber das sind keine Kinderhändler, oder?“ Der Mann lachte. „Was denkt Ihr von mir? So etwas würde ich nie tun. Nein, es sind Frauen und Männer, für die Geld nicht so wichtig ist. Sie kümmern sich um die Armen, um denen das Überleben zu ermöglichen.“ „Na dann ist e ja gut.“ Wenige Minuten später brachen sie auf. Es dauerte eine Weile, bis sie dort ankamen, wohin sie der Mann hatte bringen wollen. „So, da sind wir. Hallo Lucia. Ich habe Euch ein paar junge Menschen mitgebracht, die Eure Hilfe dringend benötigen“, berichtete er und ging dann. Lucia war eine kleine Frau, deren Lachen den Flüchtigen Vertrauen schenkte. „Seid willkommen. Hier seid Ihr absolut richtig. Hier habt Ihr einen Platz zum Übernachten, bekommt etwas zu essen und findet vielleicht auch eine Arbeit“, erzählte sie. Danach führte sie die Elf zu ihrem Zimmer. „Wenn Ihr wollt, dann könnt Ihr zusammen bleiben. Seht Euch erst einmal genau um. Wenn Ihr Fragen habt, dann stellt sie ruhig“, ermunterte sie die Frau. „Warum sind sie so gut zu uns?“ wollte Sonia wissen, die ein wenig Angst hatte. „Weil auch Ihr die Chance haben sollt zu überleben“, antwortete die Frau lächelnd. „Aber das bringt ihnen doch nichts“, entfuhr es Parwez. „Oh doch. Es macht uns sehr glücklich, wenn wir sehen, daß wir anderen Menschen helfen können.“ „Sie sind ein Engel“, bemerkte Shankar beeindruckt. „Was redet Ihr denn da? Normalerweise müßten alle Menschen das tun, was wir hier machen. Ach, was rede ich. Eigentlich dürfte es gar nicht soweit kommen, daß es Menschen gibt, die Hunger leiden müssen“, erörterte die Frau. „Wenn Ihr mir Eure Geschichte erzählen wollt, dann tut das“, fügte sie hinzu. Sie setzten sich an einen großen Tisch. Erst erzählte Bharat, dann erzählte Shankar und danach erzählte Nathu alles, was sich zugetragen hatte, seit sie sich zusammengeschlossen hatten. Aufmerksam hörte ihnen Lucia zu und immer wieder mußte sie dazwischen schlucken oder weinen, weil ihr das, was sie da hörte, sehr nahe ging. „Ihr habt viele schlimme Sachen durchmachen müssen. Aber damit wird es jetzt endgültig vorbei sein. Das verspreche ich Euch“, garantierte sie schluchzend. „Warum weinst Du?“ wunderte sich Raja. „Warum ich weine, Junge? Ich weine darüber, daß man Euch so schrecklich behandelt hat.“ „Aber das hilft doch nichts. Außerdem sind noch genug Kinder in den Fabriken, die so behandelt werden“, fiel Sardar dazu ein. „Ich weiß und das stimmt mich so traurig. Seit über 20 Jahren versuche ich gegen die Kinderarbeit zu kämpfen, aber wir haben nichts erreicht. Rein gar nichts“, murmelte Lucia traurig. „Sei nicht traurig. Allein hat man gegen diese Leute keine Chance“, stellte Shankar klar. „Wenn Ihr wollt, könnt Ihr jetzt ein wenig raus gehen. Wir haben ein paar Spielplätze, auf denen Ihr Euch austoben könnt“, teilte ihnen die Frau mit und ging dann. „Daß es solche Menschen gibt“, freute sich Parwez ein wenig erstaunt. Doch lange dachten sie darüber nicht nach. Sie waren unglaublich glücklich, endlich eine Heimat gefunden zu haben, wo sie gute Aussichten auf ein Überleben hatten. Sie fühlten sich erleichtert, denn nun waren sie erst einmal sicher und geborgen. Zwar hatten sie nach wie vor keine Arbeit und damit kein Geld, aber das war nun wirklich nicht das Entscheidende. Hauptsache, sie hatten alle ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen. Darum begaben sie sich nach draußen, wo sie auf viele andere Jugendliche in ihrem Alter trafen. Mißtrauisch musterte man sie, da sie ja Neue waren. Sofort spürten sie, daß sie nicht willkommen waren. „Was wollt Ihr hier?“ rief ihnen einer zu. „Wir leben hier“, antwortete Sardar. Das sorgte für erhebliche Unruhe. „Bildet Euch ja nichts ein! Wir haben hier das Sagen“, tönte ein Junge entschlossen und seine Kumpanen stimmten ihm zu. „Hey Leute, was ist Euer Problem. Ihr seid Menschen, wir sind Menschen. Wieso können wir nicht normal miteinander umgehen?“ fragte Nathu. „Ihr seid keine Menschen. Ihr seid Dreck“, erwiderte ein stärkerer Jugendlicher. „Hast Du schon einmal von einem Dreck einen Schlag ins Gesicht bekommen?“ fragte ihn Nathu und schritt unerschrocken auf ihn zu. Da lachte der Angesprochene höhnisch und holte zum Schlag aus. Nathu duckte sich und schon landete seine Hand mit schneller Geschwindigkeit auf der Backe seines Gegenübers. Platsch! Es war laut und deutlich zu hören. Nathu drehte sich um und ging zu seinen Leuten zurück. Rufe der Überraschung und des Erstaunens gingen durch die Menge. Da kam Lucia vorbei. „Was ist denn los? Wieso spielt Ihr nicht?“ wunderte sie sich. „Stimmt das, daß die auch hier wohnen?“ wurde sie von einem Jungen gefragt. „Das ist richtig. Und ich möchte, daß Ihr sie genauso in Eure Gemeinschaft aufnehmt, wie man Euch aufgenommen hat.“ „Niemals!“ riefen da einige Jugendliche. Da wurde die Frau laut. „Was bildet Ihr Euch denn ein? Man hat Euch immer gut behandelt hier und den Neuen soll es auch nicht schlechter gehen“, fügte sie hinzu. „Aber die sind Abfall. Die sind voller Dreck, die sind Dreck“, behauptete ein Junge. „Schweig! Kein Mensch ist besser als ein anderer! Das habe ich Euch schon so oft gesagt. Es kommt nicht auf das Äußerliche, sondern auf das Innere an! Sie haben Euch nichts getan. Sie haben das gleiche Recht hier zu leben wie Ihr auch. Und damit hat es sich“, machte Lucia deutlich und ging. „Laßt Euch nicht unterkriegen!“ flüsterte sie den Neuankömmlingen zu. „Das geht gar nicht. Wir sind schon ganz unten“, spottete Nathu, der nicht glauben konnte, daß die Gleichaltrigen so viel Ärger machten. Jene zogen ab und ließen die elf Flüchtigen etwas ratlos zurück. „Toller Empfang. Da hätten wir gleich in der Fabrik bleiben können“, urteilte Tejbin. „Quatsch! Das ist am Anfang immer so. Die müssen sich erst daran gewöhnen, daß wir jetzt auch hier sind. Dann wird das schon besser“, versprach Shankar. „Deinen Optimismus möchte ich haben“, murmelte Sardar. „Kein Problem. Der reicht locker für zwei“, ließ Shankar von sich hören. Man hatte sie nicht jubelnd empfangen, doch das hatte auch niemand erwartet. Trotzdem hatten sie sich mehr erhofft gehabt.
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