Christian Hermenau - Welt ohne Urknall
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Es mag ernüchternd sein, dass wir trotz all dem erreichten Niveaus nach einer angemessenen Zeit sterben müssen, die Natur kein Erbarmen kennt. Immer müssen wir unser Wissen der nächsten Generation mühselig aufs Neue mitteilen. Wir wachsen, aber wir altern auch und das wird uns mit in die Wiege gelegt. Anscheinend ist nur so wirklich gewährleistet, dass bei all dem Können sich nicht nur eine kristalline Intelligenz ausreift, die selbst wenn sie alles bisher an Machbaren verstanden hat, doch auf Dauer nur in diesen vertrauten Strukturen verharren würde. Jedes neu erworbene höhere Niveau muss an Wesen weitergereicht werden, die mit dieser Basis als Erkenntnis aufwachsen. Nur bei Kindern und Jugendlichen ist die Intelligenz noch so fluide, dass sie mit dem Neuen, wie mit einer Muttersprache groß werden, um dann von dieser vertrauten Basis wieder weitere kreative, also neue Wege gehen zu wollen und zu können. Bei all der Erfahrung und Weisheit die ältere Menschen haben können, ist Ihr Wille andere, fremde Wege auszuprobieren, durch das viele verinnerlichte Wissen und ihre große Lebenserfahrung blockiert. Es macht sie leicht arrogant, lehrerhaft und sie fühlen sich den jungen unerfahrenen Menschen gegenüber überlegen, doch bringen sie nicht mehr die Kraft auf, riskante Unternehmungen einzugehen, sich auf konfliktreiche, waghalsige Ideen einzulassen. Sie verteidigen Ihre Position und ihre Macht, auch wenn sie spüren, dass nicht alles so stimmen kann, wie sie es gerne hätten. Der Tod ist also auch ein Segen und unser Überleben, unsere Überlegenheit hängt mit dem zusammen, dass wir nicht in einmal geschriebenen Gesetzen erstarren.
Zwischen einem Leben im Urwald und dem modernen Leben in einer Metropole liegen Welten. Was früher die Götter waren sind heute die Götzen der Wissenschaft und Technik. Man mag es bedauern oder mit Freude eine technische Zukunft erwarten, doch wollen wir nicht auf ewig im jetzt-Zustand verharren, können nur unsere Kinder uns weiter bringen. Sie nur passen sich den ständig ändernden Bedingungen optimal an.
Damit wir uns von der eingeschränkten Logik hier auf der Erde im Alltag lösen können, müssen wir uns auch aus unserer gewohnten Umgebung entfernen. Ein Vormensch, der nur seinen Baum in seinem begrenzten Bereich im Urwald kennt, nur in seinem Clan lebt, isst, heranwächst und stirbt, wird keinen Blick für die Welt außerhalb des Urwalds, für vieles, dass es auch zu entdecken gibt, bekommen. Solange die Menschen in Europa noch dachten, die Welt ist eine Scheibe und an den Rändern fällt man herunter, solange verharrten das Wissen und das sich daraus ergebende Weltbild auf seinem Niveau. Doch mit der Entdeckung fremder Länder und Kontinente oder dem Interesse an gesetzmäßigen, logischen Zusammenhängen über den Alltag hinaus, erweiterte sich der Horizont und wir wurden zunehmend in die Lage versetzt, Zusammenhänge zu begreifen, die von universeller Natur sind. Gesetze, die in ihrer Reinform so auf der Erde nicht verwirklicht sind, die sich aber doch hinter der Vielfalt verbergen. So konnte Galilei mit seinem Fernrohr andere Gestirne beobachten, um die sich auch Körper drehten, genau wie in einem Planetensystem. Er sah als erstes den Jupiter und seine vielen Monde und keiner der kleineren und größeren Gesteinsbrocken, die von der Masse des Jupiters auf ihren Bahnen gehalten wurde, interessierte sich irgendwie für die Erde. Für uns hört sich das so belanglos an, doch für die Ohren der Menschen damals war das unerhört. Es gab also auch andere Gestirne, um die sich etwas drehte? Die Erde war damit nicht mehr der Mittelpunkt für alles, obwohl die Kirche dies über tausend Jahre hinweg gepredigt hat? Es waren zwar nur ein paar lächerliche Monde, die sich um den Jupiter bewegten, aber die göttliche Harmonie war damit angegriffen, die Perfektion der alten konstruierten Idee von der Welt zerstört. Galilei experimentierte und hinterfragte, einmal misstrauisch geworden, alles bisher Angenommene und stellte seine eigenen Gesetze auf. Doch entscheidend wirkte sich mit dem so neu gewonnenen Blick hinaus, eine Veränderung der Gesellschaft grundsätzlicher Art aus. Ihn konnte die Obrigkeit, trotz seiner Autorität als Wissenschaftler weit über Italien hinaus, noch verbieten seine Ideen hinauszuposaunen, doch den Wandel des gesellschaftlichen Denkens hielten sie nicht mehr auf. Global, zeitlich gesehen, spielen dabei ein paar Jahre früher oder später keine Rolle. Eine Generation weiter lässt sich niemand mehr die Richtigkeit einer Idee verbieten, für die die Gegenbeweislast unerträglich geworden ist. Für die heranwachsenden Kinder sind die Fundamente der Alten, einmal als falsch erkannt, nicht mehr akzeptabel. Ihre Macht schwindet mit dem Alter und die nachfolgenden Generationen sind ehrgeizig und voller Schwung und gehen ihre eigenen Wege. Und doch halten sich manche Irrtümer länger und andere haben nur eine kurze Lebensdauer. In komplex vernetzten Gesellschaften lässt sich nur vage die Zukunft voraussagen und sie verläuft nicht immer steil nach oben. So gehörte Deutschland vor dem Nationalsozialismus zu den führenden Ländern der Welt im Bereich von Kultur und Wissenschaft, speziell der Physik. Nach dem Krieg war nur noch wenig davon übrig und Amerika übernahm gerne die Lücke, die wir hinterlassen haben und hat sich bis heute, zum mit Abstand mächtigsten Imperium entwickelt, das auch in der Wissenschaft eine führende Stellung einnimmt. Gerade dieser hohe Grad an Komplexität führt umgekehrt dazu, dass potentiell jeder wie ein Schmetterling sein kann, dessen Flügelschlag in China, zu einem Orkan bei uns führt. Wer im richtigen Moment, das richtige sagt und denkt und weit nach oben gespült wird, lässt sich nicht vorhersagen. Entscheiden tut dies aber nicht die Richtigkeit seiner Ideen, sondern auch viele sekundär günstige Bedingungen, auf die keiner einen Einfluss hat, weil sie so schwer zu überschauen und zu viele Mechanismen mit beteiligt sind. Auch werden nicht immer die richtigen Ideen oder die richtigen Menschen erfolgreich oder sogar berühmt. Die Geschichte der Menschheit ist voll von falschen Herrschern und Wahrheiten. Der Mensch ist auch ein Meister im Lügen und im Intrigenspiel. So manches Mal würde man gerne die Zeit rückwärts laufen lassen um im Nachhinein das Geschehene zu korrigieren. Das wir das nicht können und nie können werden, ist trotzdem ein Segen, denn in all dem Bemühen nur Gutes und Richtiges gelten zu lassen, würden wir die Erde wahrscheinlich noch schneller zu Grunde richten als wir es so schon tun. Es ist nur eine schöne Idee, dass alle immer nur das Beste für alle Menschen wollen. Tatsächlich wollen die Meisten sich über ihre Mitmenschen erheben. Reichtum und große Macht ist auch immer ein Ausdruck von Ungleichheit. Solche Positionen erreicht man im Allgemeinen nicht durch Altruismus und übermäßige Menschenfreundlichkeit. Was also, wenn der machtvolle Mensch ganz oben, die Zeit zu seinen Gunsten einsetzen könnte?
Die Leistung der Intuition
Unser heutiger Wissensstand, unser Können, das was die Menschheit schon erreicht hat ist atemberaubend. Dabei kann die letzte Generation immer auf einen gewaltigen Erfahrungsschatz all der Generationen vor uns zurückgreifen. Wir müssen nicht jedes Mal wieder aufs Neue erst das Rad erfinden. Auch ist es nie leichter gewesen, auf das Gesamtwissen der Menschheit so einfach Zugriff zu haben. Es ist inzwischen mit einem kleinen Smartphone möglich, jederzeit und überall an Wissen zu kommen. Das Problem heute ist nicht mehr, dass man vom Wissen ausgesperrt wird oder nur ein elitärer Kreis Zugang dazu hat. Heute stehen wir vor dem Problem der Bewertung. Wer oder was entscheidet was richtig ist, wem können wir vertrauen. Was sind Fake-News, sitzt man einer Verschwörungstheorie auf oder erfahren wir da wirklich geheimes Material, das verschleiert werden sollte? Faktenwissen hat keinen großen Wert mehr, doch will man Meldungen und Meinungen bewerten, brauchen wir doch wieder ein Basiswissen, das nicht nur aus isolierten Brocken besteht, sondern das in uns mit vielen anderen Bereichen sinnvoll vernetzt ist. Es hängt wieder von uns selber ab, wie die Fäden zusammenlaufen, auch wenn uns die Computer die Vorarbeiten, das Sortieren und Filtern, abnehmen. So gesehen brauchen wir trotz aller Navigationssysteme doch unsere eigene Orientierung, unsere Intuition, wollen wir nicht aus dem Ganzen herausfallen und die Welt einer Maschine überlassen. Zudem besteht die Gefahr, dass die Verwaltung des Wissens von einzelnen großen Konzernen gelenkt wird, die zunächst einmal mit der Macht über das Wissen auch Geld verdienen wollen. Wir haben den Zugang, wir haben die Möglichkeiten, doch sollten wir uns bewusst darüber sein, dass wir nach wie vor beeinflusst und manipuliert werden.
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