Fred Kruse - Gemeingefährlich

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Der vierzehnjährige Junge Gurian lebt mit seiner Lebensgemeinschaft in einem Militärcamp auf dem Planeten Parad. Als einziges Kind und Jugendlicher auf der Station fühlt er sich einsam und von den Erwachsenen unverstanden. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als von dem langweiligen Planeten herunterzukommen. Die Situation ändert sich erst, als er ein etwa gleichaltriges Mädchen kennenlernt. Doch sie umgibt ein verhängnisvolles Geheimnis.
›Gemeingefährlich‹ ist eine abgeschlossene Geschichte, die im Rahmen des Weltraumabenteuers ›Lucy‹ spielt. Zeitlich ist die Handlung etwa fünf Jahre vor dem ersten Romanband angesiedelt.
Sie erzählt das Schlüsselerlebnis des Jungen Gurian, das ihn zu demjenigen werden lässt, den Lucy Jahre später trifft.

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Sie ärgerte sich maßlos, dass ihr Tränen in die Augen stiegen. Sie hasste Kelinro dafür, dass er sie zu dieser Selbsterniedrigung zwang. Der sah sie aber nur schweigend und abwartend an.

»Was soll ich denn machen? Der Junge mag mich nicht!«

»Der Junge heißt Gurian!«

»Ich weiß, wie er heißt«, schluchzte sie auf. »Ich habe doch alles getan, aber er will nichts von mir wissen. Er ist vierzehn. Ich wollte ihn in die Liebe einführen. Ich habe alles so gemacht, wie man es machen soll. Ich habe vorher sogar einen Kursus belegt. Aber er wollte nicht. Er hat gesagt, ich wäre nicht seine Freundin.«

Der Junge wuchs in dieser Hinsicht genauso barbarisch auf wie die armen Kinder des Metallzeitalters, dachte sie. Von ihren Erziehern und Lehrern wurde ihnen alles beigebracht, was man meinte, dass sie wissen müssten. Nur in dem für dieses Alter wichtigsten Entwicklungsschritt ließ man sie allein. Rinata schauderte.

»Ich weiß, so ist er mit uns allen umgegangen«, riss Kelinro sie aus ihren Gedanken. Er hob resigniert die Schultern.

»So etwas habe ich noch nie erlebt. Mich hat noch niemand abgewiesen!«

»Du solltest einfach akzeptieren, dass du nicht auf allen Gebieten die Beste bist, Rinata«, antwortete Kelinro kalt.

»Du hast recht«, die Wissenschaftlerin wischte sich die Tränen aus den Augen. Ihr Gesicht wurde hart. »Man muss sich auch Niederlagen eingestehen. Wenn ihr die Erziehung des Jungen nicht übernehmen wollt, ich kann es nicht mehr. Ich werde mich darum kümmern. Sie sollen ihn zurück nach Thoris schicken.«

Thoris war der Heimatplanet der Lebensgemeinschaft. Der Junge, Gurian, trauerte in der Tat dem Weggang aus der vertrauten Umgebung nach. Auch Rinata musste zugeben, dass die Militärbasis, auf der sie lebten, nicht die richtige Umgebung für Kinder oder Jugendliche war. Schon gar nicht, weil es ansonsten keine Kinder in diesem abgetrennten Bereich gab.

»Schön, dann hast du ja eine Lösung für dich gefunden«, sagte Kelinro und wandte sich zur Tür.

»Für uns alle!«, rief Rinata hinter ihm her.

Kelinro drehte sich noch einmal um und blickte ihr kalt in die Augen.

»Du warst mal eine sehr begehrenswerte Frau, Rinata. Heute kann ich gut verstehen, dass Gurian sich in deiner Nähe nicht wohlfühlt.«

Die Tür schloss sich hinter ihm.

3

Dawerow kam sich vor wie auf der Anklagebank. Zusammen mit drei seiner Mitarbeiter stand er einer gleichen Anzahl von Militärs gegenüber. Dass die Marine Kontrolleure schicken würde, daran hatte er nicht gezweifelt, aber mussten sie ausgerechnet einen Luzaner als Leiter der Kommission einsetzen?

Der Planet Luz und seine Bewohner waren gerade erst zu vollwertigen Mitgliedern der imperianischen Planetengemeinschaft erklärt worden, viel zu früh wie Dawerow meinte. Die Bewohner hatten aus seiner Sicht den notwendigen kulturellen Stand noch nicht erreicht.

Schon allein dieser Schritt zeigte, wie verzweifelt es um den Krieg mit den Aranaern stand. Die Luzaner galten als gute und rücksichtslose Kämpfer. Dass sie jetzt ausgerechnet einen von ihnen als Chefkontrolleur schickten, machte deutlich, wie dringend die Militärs den neuen Schirm brauchten. Der Kerl sollte mit Sicherheit Druck machen.

Ausgerechnet in dieser Situation war etwas geschehen, was nicht hätte passieren dürfen. Natürlich hatten seine Mitarbeiter nicht weniger Anteil an dieser Katastrophe als er. Aber er war der Chef, er hatte die Verantwortung. Ihm würde man die Schuld in die Schuhe schieben.

»Habe ich das richtig verstanden?«, fragte Karror, so hieß der unangenehme Luzaner. »In den Produktionsanlagen gab es einen ›Roboteraufstand‹?«

Seine kalten, stechenden Augen bohrten sich unnachgiebig in Dawerows. Nach einer kurzen Pause sprach er weiter:

»Ich stamme ja nur von Luz. Wir sind ja noch nicht so lange dabei. Aber wir haben auch Geschichtsunterricht. Ich habe noch nicht gehört, dass es so etwas bisher gegeben hat, einen ›Roboteraufstand‹.«

Die Stimme des Offiziers war leise, klang aber gefährlich und schneidend. Der Roboterspezialist wand sich. Er wollte zu einer Rechtfertigung ansetzen, aber der Offizier schnitt ihm das Wort ab:

»Vielleicht habe ich auch in technischer Hinsicht etwas nicht verstanden, ich bin schließlich nur ein Luzaner. Meine Vorstellung war bisher, dass Maschinen nicht in der Lage sein sollten, sich gegen Menschen zu erheben.«

»Diese Roboter sind extrem kompliziert«, brachte Dawerow endlich hervor. »Es sind Fehler gemacht worden. Wir müssen noch Optimierungen im Produktionsbetrieb durchführen.«

»Diese Argumente kenne ich alle. Erklären sie mir, wie es zu einem ›Roboteraufstand‹ kommen kann.«

»Wir haben eine neue Programmiermethode angewandt.«

»Ich weiß, die Sondergenehmigung für die FGX134-56YG ist über meinen Schreibtisch gelaufen.«

»Die Anwendung dieser Geräte ist sehr schmerzhaft.«

»Für Menschen, deshalb sind sie auch als Kriegs- oder Polizeigeräte verboten, obwohl früher damit sehr gute Erfolge bei Verhören erzielt wurden.« Karror schmunzelte kurz, um dann mit stechendem Blick zu fragen:

»Was hat das mit der Programmierung von Robotern zu tun? Maschinen spüren keinen Schmerz, lernt man bei uns auf der Schule.«

»Komplizierte Roboter haben aber Sensoren, die entsprechend stimuliert werden können.«

»Sie halten mich für einen ganz Primitiven nicht wahr?« Karror wirkte jetzt wirklich bedrohlich. Er rückte sein wütendes Gesicht dichter an Dawerow heran. »Auch ich weiß, dass Maschinen Sensoren besitzen. Aber die Verarbeitung der Signale erfolgt direkt. Roboter besitzen kein Bewusstsein im Sinne eines Menschen, das die Impulse der Nervenzellen als Schmerz wahrnehmen könnte. Von Ihnen will ich nur eines wissen: Habe ich damit recht oder nicht?«

»Natürlich haben Sie damit recht«, stammelte Dawerow. »Aber diese Roboter sind komplizierter. Sie sind Menschen schon sehr ähnlich.«

Der Offizier sah ihm schweigend aber unerbittlich in die Augen. Schweiß trat dem Roboterexperten auf die Stirn. Unruhig rutschte er auf seinem Stuhl herum.

»Wir wissen nicht, was diese neuen Roboter tatsächlich empfinden«, gab er zu. »Natürlich kann es bei jeder Maschine passieren, dass sie auf die Reize reagiert. Dafür sind die Nervenzellen schließlich da. In Einzelfällen hat es auch schon Fälle gegeben, in denen Roboter unerwartet reagierten, sich sozusagen spontan gewehrt haben.«

»Ein Roboter, der sich wehrt?«

»Ich rede von der Entwicklungsphase. Da gibt es schon Situationen, dass ein Roboter mit seinen Werkzeugen zuschnappt wie ein Tier, dem Schmerzen zugefügt werden. Die Systeme sind lernfähig, im Extremfall kann es also sogar vorkommen, dass ein Roboter versucht, weiteren negativen Reizen auszuweichen. In vielen Fällen ist das ja auch gewollt.«

»Und was macht man, wenn es nicht gewollt ist?«

»Dann ergreift man Gegenmaßnahmen. Wenn man kann, wird die Programmierung des zentralen Nervensystems geändert. In komplizierteren Fällen muss der genetische Code angepasst werden.«

»Und sind Ihre Roboter ein einfacher oder komplizierterer Fall?«

Auf Dawerows ohnehin feuchter Stirn bildeten sich jetzt die ersten Schweißperlen.

»Unser Fall ist noch vielschichtiger gelagert. Die Roboter haben sich nicht einfach spontan gegen die Behandlung mit den neuen Programmiergeräten gewehrt. Sie sind auch nicht vor einer weiteren Anwendung der Geräte geflohen. Sie haben sich zusammengetan. Sie haben sich beschwert und die Arbeit verweigert.«

»Das hört sich in der Tat nicht nach einem üblichen Verhalten von Robotern an. Was meinen Sie? Wie würden Sie dieses Verhalten bezeichnen?«

Provozierend sah der luzanische Offizier Dawerow ins verschwitzte Gesicht. »Dieses Verhalten ist erschreckend menschlich«, antwortete der leise.

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