Hermann Mezger - Wasser für Abu Dhabi

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Kurz vor seinem größten Erfolg stirbt Paul Kartzow auf einem Golfplatz in Abu Dhabi. Mord? In seiner Firma wurde eine Membrane entwickelt, die Osmosekraftwerke erst wirtschaftlich macht und ein Umsatzvolumen von mehreren Millarden pro Jahr verspricht. Diese revolutionäre Entwicklung, die nicht nur die Energie-Erzeugung weltweit revolutioniert, sondern auch die Meerwasserentsalzungsanlagen für den immensen Wasserbedarf der Emirate kostenlos mit Strom versorgt, wollte er auf der Weltklimakonferenz in Abu Dhabi vorstellen. Natürlich ist die ganze Fachwelt hinter dieser Membrane her und einige Firmen sind dabei in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Ein großer Konzern beauftragt Slatter, eine zwielichtige Gestalt, die Membrane zu beschaffen, koste es, was es wolle.
Kartzows Bruder Peter fordert Hauptkommissar Bramme auf, mit ihm nach Abu Dhabi zu reisen und den Tod seines Bruders aufzuklären. Dort angekommen, stellen sie fest, dass Pauls Suite bereits geräumt war und seine Habseligkeiten, darunter auch ein Modell mit der Membrane in einen Abstellraum gebracht wurde.
Einbrüche, Anschläge, eine Entführung und eine Notlandung mit dem Hubschrauber mitten in der Wüste, machen Bramme das Leben schwer. Nach unsäglichen Strapazen bringt er Slatter und dessen Hintermänner zur Strecke.

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Während sie einer der Männer festhielt, tastete sie der andere mit beiden Händen ab. Erst als ihr aus der Brusttasche ihrer Bluse der goldene Chip entwendet wurde, wusste sie, was diese Leute wollten. Sie hatten es auf einen Chip mit der Zugangsberechtigung zu allen Räumen abgesehen. Den Generalschlüssel sozusagen. Trotz des großen Verlustes empfand sie eine gewisse Erleichterung. Um sie herum war es plötzlich still. Sie hörte eine Tür mit einem mechanischen Klicken ins Schloss fallen. Sie war allein. Und als sie tief durchatmete und halbherzig an ihren Fesseln gezerrt hatte, gestand Karin Holm sich die ersten Tränen seit Jahren zu.

„Kann es sein, dass auf der Toilette eine Frau ein Kind zur Welt bringt?“

Karins Kollegin Helena bemerkte die ältere Frau zunächst gar nicht, die leichenblass an der Rezeption lehnte und mit gesenkter Stimme sprach. Karin war schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf ihrem Posten und es war immer noch die Hölle los. Obwohl sie am Empfang zu dritt waren, hatten sie alle Hände voll zu tun. Erst als die ältere Dame sich laut räusperte und Helenas Blick suchte, gewann sie deren Aufmerksamkeit.

„Entschuldigung“, beeilte die Empfangsdame sich. „Wie kann ich Ihnen helfen?“

Die Frau sah mit schreckgeweiteten Augen über ihre Hände hinweg, die sie an den Mund gehoben hatte, und beugte sich vorsichtig zu der jungen Angestellten hinüber.

„Ich glaube, in der Toilette bringt eine Frau ein Kind zur Welt!“

Es dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde, in der Karins Kollegin die alte Dame fassungslos anstarrte. Kurz entschlossen ließ sie alles stehen und liegen und spurtete zur Toilette hinüber, nicht ohne im Vorbeilaufen einen Sicherheitsbeamten herbeizuwinken. Gemeinsam stürmten sie in den Toilettenraum, der glücklicherweise leer war. Es bedurfte nur eines kurzen Blickes, um festzustellen, dass nur eine der marmorgefliesten Kabinen besetzt war.

„Hallo?“, rief Helena und drückte ein Ohr gegen die Kabinentür. Dahinter war ein schwaches Wimmern zu hören.

„Hallo? Ist Ihnen nicht gut? Brauchen Sie Hilfe?“

Das Wimmern wurde stärker und schon wurde Helena von dem breitschultrigen Sicherheitsbeamten beiseitegeschoben. Mit geübten Griffen knackte er die Verriegelung und riss die Tür auf. Karin hockte zusammengekrümmt auf der Toilette. Mit tränenübersäten Augen blickte sie ihren Befreier dankbar an. Im Nu war sie von ihren Fesseln befreit, und als sie den Knebel eigenhändig aus dem Mund herauszog, atmete sie erst mal tief durch. Der Sicherheitsbeamte und Helena nahmen Karin in ihre Mitte und führten sie, so unauffällig wie möglich, in das Büro hinter der Rezeption. Dort saß sie nun mit hängenden Schultern und rasenden Kopfschmerzen auf einem Stuhl. Ihre Verletzungen hielten sich in Grenzen. Gerötete Stellen, dort wo die Klebebänder Augen und Mund bedeckten, und rote Striemen an den Handgelenken von den Kabelbindern, würden bald nicht mehr zu sehen sein. Doch der Schock, inmitten eines der besten Hotels weltweit, an ihrem eigenen Arbeitsplatz, den sie liebte und auf den sie so stolz war, überfallen worden zu sein, saß tief.

Helena brachte ihr ein Glas Wasser. Karin nahm es zwar entgegen, trank aber nichts. In diesem Moment wurde die Tür aufgestoßen und Hotelmanager Cornelly höchstpersönlich kam herein. Mit bleichem Gesicht und geweiteten Augen trat er zu Karin und legte ihr eine Hand mitfühlend auf die Schulter. Langsam wurde es Karin unheimlich und unangenehm, welche Auswirkungen ihr Toilettenbesuch annahm.

„Wollen Sie sich hinlegen?“, fragte Cornelly besorgt und sah Karin in die Augen, doch sie machte eine abwehrende Geste.

„Danke! Ich bin ganz in Ordnung“, Karin versuchte aufzustehen, doch ihr Chef drückte sie mit sanfter Gewalt wieder auf den Stuhl zurück und wandte sich an den Sicherheitsbeamten.

„Seltsam! Was wollten diese Leute? Haben Sie eine Erklärung für diesen Überfall?“

Gerade wollte der breitschultrige Mann antworten, als Karin wie von der Tarantel gestochen hochfuhr, und vor Schreck das Wasserglas fallen ließ.

„Sie haben meine Chip-Karte!“, rief sie entsetzt aus und schlug sich die Hände an den Kopf. „Das habe ich in der Aufregung ganz vergessen. Sie haben meine Chip-Karte geklaut!“

„W a s?“, Cornelly erstarrte unter seinem dunklen Haarschopf wie gefrierendes Wasser und wirbelte herum.

„Veranlassen Sie, dass der Zugangscode sofort geändert und alle Zimmerausweise umgehend ausgetauscht werden. Und bitte achten Sie auf Diskretion.“

„Das ist eine Sisyphusarbeit“, stellte Helena fest, während Karin überlegte.

„Sollten wir nicht die Polizei hinzuziehen?“, fragte Karin, die sich langsam erholte, und so vorhersehbar wie das Bellen eines Hundes verfinsterte sich Cornellys Miene. Doch Karin ließ nicht locker.

„Polizeichef Ali al Das hat mein vollstes Vertrauen. Er wird uns helfen, diese leidige Angelegenheit sicher über die Bühne zu bringen.“

Cornelly schien sich einen Augenblick lang zu winden und machte eine Hand-bewegung, die besagte, dass ihn die Sache ärgerte.

„Meinetwegen! Aber kein Aufsehen und keine Presse!“

Es war, als wären Karins Kopfschmerzen auf Knopfdruck verschwunden. Jetzt war sie wieder ganz in ihrem Element.

10. Kapitel

Einige hundert Kilometer entfernt machte Jutta Alt gerade Feierabend. Auch sie stand hinter einem Tresen, der jedoch lange nicht so prunkvoll war wie der im Emirates Palace Hotel: Sie arbeitete in der Kantine der Kartzow-Werke. Ihre Kundschaft bestand überwiegend aus Arbeitern, die ihr oft eindeutige und anzügliche Komplimente machten. Daran war sie zum Teil selbst schuld, denn sie offerierte ihre nicht unbeträchtliche Oberweite allzu offenherzig. Ansonsten führte sie ein strenges Kommando und galt als herrisch. Ihren Laden hatte sie jedenfalls fest im Griff. Nur in ihrem Privatleben schien das nicht zu funktionieren, denn sie schaffte es einfach nicht, ihren Mann vom Saufen abzuhalten. Sie dachte oft daran, Sebastian in die Wüste zu schicken, aber leider war kein Ersatz in Sicht. Angebote für ein Schäferstündchen gab es zwar genug, doch wenn schon denn schon, müsste das Verhältnis von Dauer sein. Insgeheim hoffte sie immer noch, durch eine der zahlreichen Schnapsideen ihres Mannes irgendwann einmal reich zu werden.

Gähnend machte sie die Geldschublade auf und begann, die Scheine zu zählen. Dabei träumte sie wieder einmal davon, was man mit diesem Geld alles anfangen könnte. Sie musste hier raus, so viel stand fest. Sie wusste nur noch nicht wie. Plötzlich fiel ein Schatten auf sie. Im ersten Moment erschrak sie, denn um diese Zeit durfte niemand mehr die Kantine betreten, doch dann blickte sie direkt in das lächelnde Gesicht ihres Mannes.

„Basti!“, rief sie erschrocken aus und musterte ihn von oben bis unten. „Wie siehst du denn wieder aus?! Was willst du hier?“

„Darf ein Mann seine Frau nicht besuchen?“

„Ich weiß schon, was du suchst. Hast wohl kein Bier mehr zu Hause!“

„Quatsch! Natürlich habe ich Bier zu Hause! Nein, ich habe gehört, Paul Kartzow sei ums Leben gekommen. Was reden denn die Leute so?“

„Es war wohl Mord“, sagte sie ungerührt und hielt inne, die Banknoten zu zählen. „Das ging heute rum wie ein Lauffeuer.“

„Und was sagst du dazu?“, hakte Sebastian nach und ließ sie nicht aus den Augen.

„Willst du hören, dass es mir leidtut?“, keifte sie und fuchtelte mit einer Hand in der Luft herum. „Nein, tut es nicht. Dir etwa? Nach allem was er dir angetan hat!? Obwohl“, sie machte eine Pause, als ob sie sich jedes Wort genau überlegen müsste, bevor sie es aussprach, „ein Denkzettel hätte es auch getan.“

Betreten schaute Sebastian auf seine zerkauten Fingernägel hinab und biss sich auf die Unterlippe. Wohl wissend, dass seine Frau keinen Widerspruch duldete, zögerte er mit der Antwort.

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