Diane S. Wilson - Blut und Wasser

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Nach dem plötzlichen Tod ihres Großonkels werden drei Brüder mit jenem dunklen Geheimnis konfrontiert, das sie seit über zwanzig Jahren zu vergessen versuchen. Erst das Eingreifen eines jungen Ermittlers zwingt sie schließlich dazu, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und ihrer eigenen Familiengeschichte eine neue Deutung zu geben.

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„Shit!“ Noch von Schreibtisch aus konnte Meg erkennen, dass es sich um eine Mischung aus Texten und Zeichnungen handelte. Wie ein illustrierter Roman oder eine Zeitungsdokumentation schienen die Papiere eine Geschichte zu erzählen. Meg stieg vorsichtig vom Tisch und sammelte die Blätter vom Boden auf. Im Schein der Schreibtischlampe entzifferte sie Seite um Seite und versuchte dabei dem Geschriebenen einen Sinn abzugewinnen. Erst nach Stunden, als die ersten Sonnenstrahlen bereits durch die Ritzen zwischen den Holzplanken drangen, setzte sie sich in ihrem Stuhl zurück und starrte wortlos auf die Zeichnung, die ihr Vater an das Ende des Textes gesetzt hatte. Darauf zu sehen waren drei Figuren, die im Nebel des Moors standen. Sie schienen ganz in sich versunken, denn alle drei starrten auf den Boden vor sich und bemerkten nicht, dass sie anscheinend beobachtet wurden. Wenn sie dem Text, der das Bild umrahmte, Glauben schenken konnte, zeigte es die letzten Minuten, die der Körper ihres Cousins Kasper über der Erde verbracht hatte. Doch was sie wirklich erschreckte, war nicht das Verbrechen, das das Bild offenlegte, sondern die Figuren, die darauf zu sehen waren. Eine von ihnen war mit absoluter Sicherheit noch ein Kind.

Meg überlegte einige Minuten, ob sie den Aufzeichnungen ihres Vaters glauben konnte. Seine Schrift war an einigen Stellen stark verschmiert und die Zeichnungen, die immer wieder eingepflegt waren, meist aber nicht mehr als Skizzen darstellten, waren durch das starke Zittern der Hand fast unkenntlich. Oskar konnte nicht nüchtern gewesen sein, als er diese Offenbarung zu Papier brachte, auch und gerade weil er den Text mit den Worten begann

Ich bin nüchtern, ich war noch nie so nüchtern. Ich habe Jahre gewartet und es hat mich gefressen, von innen, und von außen. Nicht der Alkohol zerstört Seelen. Es sind Geheimnisse. Geheimnisse, die man für andere trägt; trägt und hütet, wie kleine Lämmer, die sich im Regen ins Moor verirren und nicht zur Mutter zurückfinden.

Entschlossen stand Meg auf und trug das Manuskript in die Küche. Das ungewohnte Licht der frühen Morgenstunden fiel durch das Küchenfenster und blendete sie, als sie durch den Türrahmen trat. Sie hob das Manuskript vor die Augen und tastete sich durch die Küche. Das Telefon war noch nicht abgestellt worden und so wählte Meg die Nummer ihrer Freundin Alice.

II.

Dienstag, 10. November 2015

Henrys Finger schlossen sich eng um das Lenkrad seines alten VW. Er war nur mit halber Aufmerksamkeit mit der Straße vor sich beschäftigt und schreckte hin und wieder hoch, wenn der in die Jahre gekommene Phaeton auf der unebenen Straße sacht ins Schlingern geriet. Die andere Hälfte seiner Konzentration galt der Frage, ob er mit seinem Verhalten seiner Karriere den letzten Sargnagel verpasst hatte. Vor einigen Tagen hatte seine Mutter ihm die Kopie eines unleserlichen Dokuments übergeben, das ihr eine Freundin per Fax zugesendet hatte. Die altertümliche Versandart hatte die Lesbarkeit des Dokuments nicht gerade verbessert und so hatte er Mühe gehabt, die Schrift zu entziffern und den Inhalt zu transkribieren. Die Freundin seiner Mutter behauptete, den Beweis für einen Mord gefunden zu haben. Sie selbst wollte nichts mit der Polizei zu tun haben und hatte Henrys Mutter das Versprechen abgenommen, sie als Quelle geheim zu halten. Zuerst war Henry nicht bereit gewesen, seine Zeit den unkonkreten Hinweisen einer Fremden zu widmen, die nicht einmal willens war, diese persönlich zu präsentieren. Erst durch das einhellige Bitten seiner Mutter hatte er seine Meinung geändert. Nun war er auf dem Weg in den Norden und folgte einer Straße, die an vielen Stellen eher einem Waldweg glich und hinter jeder Kurve die Gefahr barg, von einem Hirsch oder Wildschwein in den Graben gedrängt zu werden. Die schmale Fahrbahn war gesäumt von dichtem Wald, bestehen aus den höchsten und dicksten Nadelbäumen, die Henry je mit eigenen Augen gesehen hatte. Vor etlichen Kilometern war das Dörfchen Argos als nächster Ort ausgewiesen worden, doch die auf dem Schild angezeigte Zahl der Kilometer war durch die Witterung so stark verblichen, dass Henry keine Vorstellung hatte, wie lange er noch unterwegs sein würde. So fragte er sich immer wieder, ob er die magische Abfahrt zur Stadt verpasst haben könnte. Kurz bevor er bereit gewesen wäre umzudrehen, wurde der Baumbestand lichter und die ersten Gebäude erschienen am Straßenrand. Henry passierte einige kleinere Abzweigungen, die zu Privatgrundstücken zu führen schienen und steuerte den Phaeton dann schließlich auf den Marktplatz von Argos. Er parkte den Wagen vor dem einzigen Gebäude, das aussah, als könnte es ein wenig Leben beherbergen und machte sich auf die Suche nach dem Polizeirevier.

Das Revier bestand aus einem Büro, in dem zwei Schreibtische einander gegenüberstanden und einer kleinen Zelle, die jedem Western als Kulisse hätte dienen können. Henry war sofort klar, dass die Verbrechensrate in dieser Stadt keine größere Polizeistation erforderte. An einem der Schreibtische saß ein älterer Mann in einer grauen Uniform, die um die Bauchregion etwas zu eng zu sein schien. Vor ihm auf dem Schreibtisch stand eine dampfende Tasse Kaffee, die Füße hatte er auf der Tischkante platziert, während er in seinen Händen ein dickes Taschenbuch mit schwarzem Einband hielt.

„Interessante Lektüre?“

Der Kollege sah von seinem Buch auf und musterte Henry mit kritischem Blick. Henry war in zivil gekleidet und trug auch seinen Dienstausweis unter dem Anorak versteckt.

„Gnarrgh. Eher weniger.“ Er legte das Buch beiseite und setze die Füße auf den Boden. Ohne sich aus dem Stuhl zu erheben, warf er Henry erneut einen skeptischen Blick zu. „Wenn Sie sich verfahren haben, gibt es keinen anderen Weg hier raus als umzudrehen und den gleichen Weg zurückzufahren. Die Straße führt nicht weiter nach oben.“

Henry ging zwei weitere Schritte auf die Schreibtische zu und öffnete dabei die Jacke, um seinen Dienstausweis aus der Tasche zu fischen. „Ich bin in dienstlicher Sache hier. Ich ermittle in der Mordsache Kasper. Sind Sie der leitende Kommissar hier?“

Der Mann nickte und lehnte sich in seinem Stuhl wieder zurück. „Kasper? Der Fall ist über 20 Jahre alt und ist kalt wie ein nackter Arsch im Januar. Außerdem ist gar nicht gesagt, dass da Verbrechen im Spiel war.“

„Mir liegen neue Beweise vor, die stark in diese Richtung deuten. Diesen sollte auf jeden Fall nachgegangen werden. Kann ich in dieser Sache auf Ihre Unterstützung zählen? Ich müsste die Orte besichtigen, an denen das Opfer sich zuletzt aufgehalten hat. Je schneller ich das machen kann, desto schneller bin ich auch wieder weg.“

„Nä!“ Der Kommissar schüttelte den Kopf. „Nächste Woche. Frühestens.“

„Das wird nicht gehen.“ Er wollte es vor dem Kommissar nicht zugeben, aber sein Aufenthalt in Argos unterlag einem strengen Zeitlimit. Zwei Wochen hatte sein Chef ihm gewährt, bevor er wieder zurück sein musste, oder er konnte seinem Job auf Wiedersehen sagen. „Gibt es eine Mögl …“

„Hör mal gut zu, Jungchen. Wenn ich sage, in einer Woche, dann heißt das auch eine Woche. Der Kollege ist in die große Stadt gefahren, weil sein Vater im Sterben liegt. Bevor der nicht verbuddelt ist, bin ich hier allein und hab keine Zeit, für auswärtige Schnüffler den Fremdenführer zu spielen. Verstanden?“ Er hatte das Buch auf den Tisch geknallt und dabei einige Tropfen des heißen Kaffees auf der Schreibtischunterlage verteilt. Fluchend machte er sich daran, die umherliegenden Papiere vor der dunklen Flut zu retten. Henry sah keine Chance, den Mann umzustimmen und beschloss seine Taktik zu ändern.

Fünf Minuten später stand Henry erneut auf dem Marktplatz mit nicht viel mehr Unterstützung als einer groben Skizze der Stadt, die als Karte wohl nicht mehr taugen würde, als Henrys eigener Orientierungssinn. Er zerknüllte das Papier und ließ es in der Tasche seiner Jacke verschwinden. Als nächstes wollte er versuchen, seine Informationen aus erster Hand einzuholen. Mit einem zugegebenermaßen frühen Feierabendbier im Blut sprach es sich mit den meisten Zeugen viel leichter.

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