Alfred Bekker - Palazzo der Geister

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Es war finstere Nacht. Der Mond tauchte den Strand in ein fahles Licht. Draußen, vor der Küste, stand eine graue Nebelbank, die immer näherzukommen schien.
Das lange, blauschwarze Haar der jungen Frau wehte im Wind, der vom Meer aufkam. Ihr Blick ging besorgt hinauf zu jener über das Wasser ragenden Felsenkanzel, auf der sich die Ruine einer uralten Festung düster gegen den Nachthimmel ab-hob. Seltsame Geräusche drangen von dort an ihr Ohr.
Stimmen.
Schreie…
Oder nur ein grausames Spiel, das der Wind mit ihren Nerven trieb?
Die junge Frau zitterte.
Sie wirbelte herum, und aus ihren Augen leuchtete die Angst. Der Wind zerrte an dem dünnen Sommerkleid, das sie trug. Sie fröstelte.
Und dann zuckte sie unwillkürlich zusammen, als sie die Gestalt eines Mannes sah, der wie aus dem Nichts heraus aufgetaucht zu sein schien. Wie ein düsterer Schatten hob er sich gegen das Mondlicht ab.
Die junge Frau wich ein paar Schritte zurück. Furcht kroch ihr wie eine kalte, glitschige Hand den Rücken hinauf.
Sie schluckte.
Die Gestalt kam mit wankenden Schritten näher. Sanfte Wellen spülten an den flachen Strand, und der Mann stand mit den Füßen im Wasser. Aber das schien ihn nicht zu kümmern.
Schritt um Schritt näherte er sich.
Im Mondlicht war sein Gesicht nun zu sehen. Ein dünner Oberlippenbart gab ihm etwas Aristokratisches. Das Profil war kühn, und die Adlernase gab ihm einen leicht hochnäsigen Ausdruck.
Sein dünner Sommermantel war naß und schwer. Seine Krawatte hing ihm wie ein Strick um den Hals, und das Jackett schien ziemlich gelitten zu haben. Beinahe so, als ob er eine Weile damit im Salzwasser geschwommen wäre.
Wie angewurzelt blieb die junge Frau stehen. Sie schluckte, unfähig auch nur einzigen Muskel ihres Körpers zu bewegen.
Ihr Atem ging schneller. Ebenso ihr Puls, der ihr nun bis zum Hals schlug.
Er ist es! dachte sie. Und ich habe ihn gerufen… Mein Gott…
Er wankte näher.

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Sie saß in einem der großen Ohrensessel und war über der Lektüre eines dicken, in Leder eingeschlagenen Bandes eingeschlafen.

Ich lächelte, als ich sie so da liegen sah.

Eigentlich wollte ich mich wieder aus dem Raum schleichen, aber kaum hatte ich einen Fuß über die Türschwelle gesetzt, knarrte eine der alten Parkettbohlen.

"Ah, Jane!" hörte ich Tante Eries Stimme. Ich drehte mich herum. Sie klappte das Buch zu und legte es auf einen kleinen runden Tisch. "Ich bin zwischendurch einfach eingeschlafen", meinte sie dann kopfschüttelnd, während sie sich erhob.

"Ich wollte dich nicht wecken!"

"Schon gut! Möchtest du eine Tasse Tee?"

"Da sage ich nicht nein..."

Tante Erie sah auf die Mappe unter meinem Arm. "Mr. Bennett scheint von dir zu erwarten, daß du auch noch nachts recherchierst!" Sie schüttelte den Kopf. "Ich wette, der Mann schläft in seinem Bürosessel..."

Ich lächelte. "Manchmal kommt mir das auch so vor. Aber was das hier angeht..." Ich deutete auf die Mappe. "Es hat mich einfach gefesselt..."

"Etwas, wobei ich dir helfen kann? Du weißt, ich tue das gerne..."

Immer wieder hatte Tante Erie mir bei Recherchen geholfen, die sich mit okkulten oder übersinnlichen Phänomenen befaßten. Ihre Sammlung war dabei oft weitaus ergiebiger als das riesenhafte Zeitungsarchiv der LONDON HAUTE COUTURE, das in den Kellern des Verlagsgebäudes untergebracht war.

Ich legte Jacke, Handtasche und die Mappe in einem der Sessel ab und dann gingen wir gemeinsam in die Küche, wo Tante Erie den Tee aufsetzte. In knappen Worten erzählte ich ihr von der bevorstehenden Italien-Reise.

"Du bist zu beneiden, Jane", sagte sie daraufhin.

"Weshalb? Wegen der Begegnung mit einem Mann wie Tardelli -

oder wegen der italienischen Sonne und der Aussicht, einige Tage in einem traumhaften Palazzo zu verbringen?"

Tante Erie hob die Augenbrauen.

"Wegen beidem!" erwiderte sie.

"Tardellis Frau Franca starb unter sehr mysteriösen Umständen", begann ich dann auf den Inhalt meiner Archivmappe einzugehen. "Seitdem hat sich der Mode-Zar in der Öffentlichkeit ziemlich rar gemacht. Zumindest, was sein Privatleben angeht. Auf seinen Schauen in Mailand oder Paris sieht man ihn kurz eine Kußhand dem Publikum zuwerfen und das war es dann. Kein Wort an die Presse, kein Interview und schon gar keine Berichte über seine Familie..." Ich strich mir mit einer schnellen Geste einige Haare aus dem Gesicht, die sich aus meiner Frisur herausgestohlen hatten.

Nachdenklich sah ich Tante Erie dabei zu, wie sie mit geübten, tausendfach erprobten Handgriffen den Tee auf ihre ganz spezielle Weise zubereitete. Jeden dieser Handgriffe kannte ich aus der Zeit, als ich noch ein junges Mädchen gewesen war.

"Was war mit seiner Frau?" fragte sie dann.

"Sie wurde ermordet. Von wem, konnte nie ermittelt werden."

"Traurig - aber leider kein Einzelfall!"

"Tante Erie, die Tardellis leben im Palazzo Luciani, dem ehemaligen Herrensitz der Grafen Luciani. Vicente, der letzte Sproß dieser Familie, verfiel dem Wahnsinn und wurde als Serienmörder überführt. Kurz bevor die Polizei ihn verhaften konnte, brachte er sich um. Der Palazzo war verwaist und Tardelli erwarb ihn preiswert. Jahre später kam Tardellis Frau auf eine Art und Weise um, die deutlich die Handschrift des wahnsinnigen Vicente Luciani trug, der seine Opfer zu erwürgen pflegte und ihnen anschließend eine Haarsträhne abschnitt..."

"Nun, es kommt doch immer wieder zu Nachahmungstaten!"

Ich nickte.

"Aber es gab Zeugen, die den toten Luciani in der Nähe des Tatortes gesehen haben wollten - mit jener Schußwunde an der Schläfe, die er sich bei seinem Selbstmord zugezogen hatte!

Und über die Jahre hinweg gab es immer wieder derartige Fälle. Ein italienischer Kriminalkommissar verglich schließlich die am Tatort zurückgelassenen Fingerabdrücke mit jenen, die man von dem toten Vicente Luciani genommen hatte.

Sie stimmten überein..." Ich seufzte. "Zumindest, wenn man nach den Pressemeldungen geht, die ich gefunden habe."

"Das klingt wirklich mysteriös", gab Tante Erie zu. Sie wirkte plötzlich sehr in sich gekehrt und nachdenklich.

"Luciani...", murmelte sie vor sich hin. "Mir ist, als hätte ich diesen Namen auch schon gehört. Aber ich kann ihn im Moment nicht einordnen... Kann sein, daß auch in meiner Sammlung ein paar Berichte zu diesem Fall einsortiert sind..." Ein Ruck ging durch Tante Erie. Sie sah mich an und fragte dann: "Was ist aus der Sache geworden?"

"Im Sande verlaufen", meinte ich. "Man versuchte das mit den Fingerabdrücken mit einer Verwechslung zu erklären.

Der Kriminalkommissar, der den Stein ins Rollen gebracht hatte, bekam von seinen Vorgesetzten einen Maulkorb verpaßt.

Er durfte nicht mehr über den Fall reden."

*

Nebel waberte in dicken Schwaden über die Meeresoberfläche.

Der Nachthimmel war dunstig und nur hin und wieder kam der Mond als ein verwaschener Fleck zum Vorschein.

Ich stand auf einem Felsvorsprung, der ins Meer hineinragte.

Vor mir gähnte der Abgrund.

Ein Gefühl der Kälte hatte mich erfaßt. Eine Art von Kälte, die aus dem Inneren kam und gegen die es kein Mittel gab. Unbehagen erfüllte mich.

Schreie drangen durch die Nacht. Schreie von Sterbenden und Verwundeten. Ich drehte mich herum und sah mit Entsetzen auf die verfallene Sandsteinruine einer Festung. Ein Kampf tobte in grau gewordenen Mauern, in den verfallenen Gebäuden und hinter den dahinbröckelnden Zinnen.

Soldaten in Kleidung aus napoleonischer Zeit. Die Verteidiger trugen Dreispitze und rote Jacken mit langen Rockschößen, die bis zu den Kniekehlen reichten. Die Angreifer hingegen trugen hohe, dunkle Mützen und blaue Jacken. Darüber helle Schärpen, an denen die Säbel hingen.

Das Wiehern von Pferden durchschnitt die Luft. Dragoner ritten heran und schwenkten ihre Säbel über dem Kopf.

Eine Gewehrsalve krachte los und ließ mich zusammenzucken.

Getroffen sanken einige Männer zu Boden oder wurden aus den Sätteln ihrer Pferde geholt.

Aber zumeist wurde jetzt mit Bajonett und Säbel gerungen.

Todesschreie erfüllten die Nacht. Metall schlug auf Metall.

Erbittert wurde gefochten und Augenblick für Augenblick sanken Tote in den Staub.

Einer der Kämpfer wurde auf mich aufmerksam.

Er drehte sich zu mir herum, nachdem er seinen Gegner niedergerungen und erschlagen hatte. In der einen Hand hielt er seinen breiten Säbel.

Verzweiflung stand in seinem Gesicht. Seine Uniform war zerschlissen.

Er streckte die Hand aus und rief mir etwas zu.

Ich konnte es nicht verstehen.

Aber ich erkannte die Sprache.

Italienisch!

Aus irgendeinem Grund schauderte mir, und ich wich unwillkürlich einen Schritt zurück. Mehr war allerdings nicht möglich. Ich drehte meinen Kopf leicht zur Seite. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich bereits die scharfe Kante am Rand der Felsenkanzel.

Und den Abgrund...

Der Mann kam auf mich zu. Seine Augen blitzten wild. Sein Gesicht wirkte roh und grobschlächtig. Eine Maske des Hasses.

Der Wille zu töten stand in seinen Zügen.

Seine Haut! dachte ich. So bleich...

Ich war an einen Toten erinnert. Kaltes Grauen erfaßte mich. Ich öffnete halb den Mund und versuchte, etwas zu sagen. Wenigstens schreien wollte ich. Aber ein Kloß saß mir in der Kehle. Kein Laut drang über meine Lippen. Ich zitterte.

Nein!

Ich spürte kalten Schweiß auf meiner Stirn. Namenloses Entsetzen hatte mich gepackt.

Dann erwachte ich.

Ich öffnete die Augen, spürte, wie ich mich beinahe wie automatisch im Bett aufrichtete und dann nach Luft rang. Ich atmete heftig, beinahe so, als wäre ich eine ganze Weile unter Wasser gedrückt worden. Mit den Händen faßte ich mir an den Hals, so als ob ich mir selbst erst versichern mußte, daß damit noch alles in Ordnung war.

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