Tom Rob Smith - Kind 44

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Kind 44: краткое содержание, описание и аннотация

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Moskau, 1953. In der Sowjetunion herrscht die nackte Angst. Stalins Letzte große Säuberungswelle wütet im Land. Die Staatssicherheit hat Ohren und Augen überall - und jeder denunziert jeden, in der Hoffnung, die eigene Haut zu retten.
Der hochdekorierte Kriegsheld und Offizier des NKWD Leo Demidow wird zu einem Kollegen geschickt. Fjodors kleiner Sohn ist ums Leben gekommen - und Fjodor besteht darauf, dass es kein Unfall war, sondern brutaler Kindsmord. Diese Behauptung kann die Familie das Leben kosten -denn die herrschende Ideologie sagt: Im real existierenden Sozialismus gibt es kein Verbrechen. Warum sollte in der perfekten Gesellschaft jemand Grund haben zu töten? Es gelingt Leo, den verzweifelten Vater zum Schweigen zu bringen - aber er selbst kann das tote Kind nicht vergessen.
Leo beginnt heimlich im Fall des ermordeten Jungen zu ermitteln - und stellt fest, dass einem bestialischen Killer immer mehr Kinder zum Opfer fallen. Aber seine Nachforschungen bringen Leo in tödliche Gefahr: Der Apparat bestraft die kleinste Abweichung mit gnadenloser Härte. Aus dem Karriere-Offizier wird ein Gejagter. Irgendwann hat er nur noch ein Ziel: den Mörder zu stoppen, ehe die NKWD-KoLlegen Leo selbst zur Strecke bringen ...

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Andrej machte den Koffer auf. Zwischen seinen Unterlagen und den Überresten seines Mittagessens befand sich ein Glasgefäß mit einem Schraubdeckel. Er nahm ihn ab. Drinnen befand sich, eingewickelt in eine alte, blutdurchtränkte Ausgabe der >Prawda<, der Magen des Mädchens, das er vor ein paar Stunden getötet hatte. Er schälte das Papier ab und achtete darauf, dass keine Fetzen mehr an dem Gewebe klebten. Dann legte er den Magen in einen Blechteller, schnitt ihn zuerst in Streifen und dann in Würfel. Als er damit fertig war, heizte er den Ofen an. Als der Ofen endlich heiß genug war, um den Magen zu braten, war Andrej bereits von sechs Katzen umringt. Er briet das Fleisch, bis es rundherum braun war, und gab es wieder zurück in den Blechteller. Dann stand er da, beobachtete, wie die Katzen ihm um die Beine strichen, und erfreute sich an ihrer Gier. Er hielt ihnen das Fressen hin und neckte sie, bis sie miauten. Sie waren vollkommen ausgehungert, und der Geruch des gebratenen Fleisches machte sie schier verrückt.

Nachdem er sie genug geneckt hatte, stellt er ihnen ihr Fressen hin. Die Katzen drängten sich in einem Kreis darum und begannen zu fressen. Sie schnurrten vor Zufriedenheit.

***

Von oben starrte Nadja die Kellertür an und fragte sich, was das für ein Vater war, dem Katzen lieber waren als seine Kinder. Dabei würde er nur zwei Tage da sein. Nein, auf ihren Vater war sie nicht wütend, dem wollte sie keine Schuld geben. Die Katzen waren schuld. Da kam ihr ein Gedanke. Es konnte doch nicht allzu schwierig sein, eine Katze totzumachen. Bloß, wie stellte man es dann an, dass niemand dahinterkam?

Am selben Tag

Auf der Worowski-Straße stellten sich Leo und Raisa am Ende einer Warteschlange vor einem Lebensmittelladen an. Es würde mehrere Stunden dauern, bis die Schlange im Innern des Ladens angekommen war. Dort würden die Leute ihre Bestellung abgeben und anschließend in einer zweiten Schlange warten, um zu bezahlen. Nach diesen zwei Schlangen gab es eine dritte, um die Waren in Empfang zu nehmen. Sie konnten problemlos bis zu vier Stunden in einer dieser drei Schlangen verbringen und unauffällig daraufwarten, dass Iwan nach Hause kam.

Nachdem sie Galina Schaporina nicht zum Reden hatten bewegen können, bestand die Gefahr, mit leeren Händen aus Moskau zurückzukehren. Raisa war aus der Wohnung geschoben worden, und man hatte ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen. Sie hatte im Flur gestanden, umringt von Nachbarn, von denen viele vielleicht Informanten waren, und es war unmöglich gewesen, einen zweiten Versuch zu wagen. Vielleicht hatten Galina und ihr Mann schon die Staatssicherheit informiert, obwohl Leo das nicht für wahrscheinlich hielt. Galina glaubte offensichtlich, dass die sicherste Verhaltensweise war, sich aus allem herauszuhalten. Wenn sie Raisa und Fjodor zu denunzieren versuchte, bestand die Möglichkeit, dass sie sich selbst belastete oder Aufmerksamkeit auf sich zog. Doch das war nur ein schwacher Trost. Das Einzige, was sie bislang erreicht hatten, war gewesen, Fjodor und seine Familie für ihre Nachforschungen zu gewinnen. Leo hatte Fjodor eingeschärft, alle Informationen, auf die er möglicherweise stieß, an Nesterow zu schicken, da an Leo adressierte Post vermutlich abgefangen wurde. Trotzdem waren sie bei der Identifikation des Mannes, nach dem sie suchten, keinen Schritt weitergekommen.

Unter diesen Umständen hatte Raisa sich vehement dafür ausgesprochen, sich mit Iwan zu treffen. Welche anderen Möglichkeiten hatten sie denn sonst noch, außer mit leeren Händen zurückzufahren? Zögernd hatte Leo zugestimmt. Raisa war es nicht gelungen, Iwan eine Nachricht zukommen zu lassen. Es gab keine Möglichkeit, ihm einen Brief zu schreiben oder ihn anzurufen. So waren sie also ein kalkuliertes Risiko eingegangen in der Hoffnung, dass er da sein würde. Er verließ Moskau nur selten, und nie für lange. Er fuhr nie in Urlaub, und am Landleben lag ihm nichts. Der einzige Grund, der Raisa einfiel, warum er nicht zu Hause sein könnte, war, dass man ihn verhaftet hatte. Was diese Möglichkeit betraf, konnte sie nur hoffen, dass ihm nichts passiert war.

Obwohl sie sich freute, ihn wiederzusehen, gab sie sich keinen Illusionen hin, denn die Begegnung würde unangenehm werden. Sie hatte schließlich Leo bei sich, einen Mann, den Iwan genauso verabscheute wie alle MGB-Beamten. Bei dieser Regel kannte er keine Ausnahmen. Unter denen gab es einfach keine guten. Und doch war es nicht Iwans Abneigung gegen Leo, die sie am meisten beunruhigte. Es war ihre eigene Zuneigung für Iwan. Sie hatte Leo zwar nie in sexueller Hinsicht betrogen, aber davon abgesehen hatte sie ihn mit Iwan in fast jeder anderen Hinsicht betrogen: intellektuell, emotional und auch durch ihre Kritik hinter seinem Rücken. Sie hatte eine Freundschaft mit einem Mann begonnen, der genau das nicht verkörperte, wofür Leo früher gestanden hatte. Es war eigentlich schrecklich, dass sie diese beiden Männer zusammenbrachte. Sie würde versuchen, Iwan so schnell wie möglich zu erklären, dass Leo nicht mehr derselbe war, dass er sich geändert hatte. Dass sein blindes Vertrauen in den Staat erschüttert war. Sie wollte ihm klarmachen, dass sie sich in ihrem Mann getäuscht hatte. Beide sollten einsehen, dass die Unterschiede zwischen ihnen geringer waren, als sie selbst je geglaubt hatten. Aber dafür bestand wenig Hoffnung.

Leo freute sich nicht gerade darauf, Iwan zu treffen. Raisas Seelenverwandten. Er würde mit ansehen müssen, wie es zwischen ihnen funkte, würde sich den Mann anschauen müssen, den Raisa geheiratet hätte, wenn sie die freie Wahl gehabt hätte. Das tat ihm immer noch weh, mehr als sein Statusverlust, mehr als der Verlust seines Vertrauens in den Staat. Er hatte blind auf die Liebe gebaut. Vielleicht hatte er sich an diese Idee geklammert, um ein Gegengewicht zu dem zu bilden, was er bei seiner Arbeit machte. Vielleicht hatte er an die Liebe glauben müssen, um menschlicher zu sein. Das würde auch die extremen Rechtfertigungen erklären, die er sich zurechtgelegt hatte, um ihre kühle Haltung ihm gegenüber zu erklären. Er hatte sich einfach geweigert, an die Möglichkeit zu denken, dass sie ihn hasste. Stattdessen hatte er die Augen verschlossen und sich selbst zu all dem gratuliert, was er hatte. Er hatte seinen Eltern erklärt, dies sei die Frau, von der er immer geträumt habe. Und damit hatte er sogar recht gehabt, denn das war alles, was sie gewesen war - ein Traum, eine Einbildung, und sie war schlau gewesen, durchtrieben genug, das Spiel mitzuspielen, immer in Angst um ihre eigene Sicherheit. Ihre wahren Gefühle hatte sie nur Iwan anvertraut.

Es war schon Monate her, dass diese Phantasie zerschmettert worden war. Aber warum heilten die Wunden dann nicht? Warum konnte er sich nicht einfach davon verabschieden, so wie er sich von seiner Hingabe an den MGB verabschiedet hatte? Weil er die Hingabe an den MGB durch die Hingabe an etwas anderes hatte ersetzen können, den Einsatz für seine Ermittlungen. Aber einen anderen Menschen, den er lieben konnte, hatte er nicht. Es hatte nie einen anderen gegeben. In Wahrheit wollte er einfach nicht die kleine Hoffnung, die verrückte Idee fahren lassen, dass sie ihn eines Tages vielleicht, nur vielleicht, wirklich lieben würde. Obwohl er seinen eigenen Gefühlen nicht mehr so recht traute, seit er sich einmal derart geirrt hatte, fühlte er, dass Raisa und er sich so nah waren, wie sie sich noch nie gewesen waren. Lag das nur daran, dass sie zusammenarbeiteten? Denn sich geküsst oder gar miteinander geschlafen hatten sie nicht mehr. Seit Raisa ihm ihre Version der gemeinsamen Geschichte erzählt hatte, wäre es nicht mehr dasselbe gewesen. Er hatte akzeptieren müssen, dass all ihre vorherigen Intimitäten ihr nichts bedeutet hatten, oder schlimmer noch, ihr unangenehm gewesen waren. Aber Leo wollte nicht hinnehmen, dass nur die Umstände sie zusammengeschweißt hatten - Du hast mich, und ich habe dich. Hatten die Umstände sie denn nicht viel eher voneinander getrennt? Leo war ein Symbol des Staates gewesen, eines Staates, den Raisa verabscheute. Aber jetzt stand er für nichts mehr außer für sich selbst. Er war jeder Autorität beraubt und von dem Staat, den sie so verachtete, ausgespuckt worden.

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