Tom Rob Smith - Kind 44

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Kind 44: краткое содержание, описание и аннотация

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Moskau, 1953. In der Sowjetunion herrscht die nackte Angst. Stalins Letzte große Säuberungswelle wütet im Land. Die Staatssicherheit hat Ohren und Augen überall - und jeder denunziert jeden, in der Hoffnung, die eigene Haut zu retten.
Der hochdekorierte Kriegsheld und Offizier des NKWD Leo Demidow wird zu einem Kollegen geschickt. Fjodors kleiner Sohn ist ums Leben gekommen - und Fjodor besteht darauf, dass es kein Unfall war, sondern brutaler Kindsmord. Diese Behauptung kann die Familie das Leben kosten -denn die herrschende Ideologie sagt: Im real existierenden Sozialismus gibt es kein Verbrechen. Warum sollte in der perfekten Gesellschaft jemand Grund haben zu töten? Es gelingt Leo, den verzweifelten Vater zum Schweigen zu bringen - aber er selbst kann das tote Kind nicht vergessen.
Leo beginnt heimlich im Fall des ermordeten Jungen zu ermitteln - und stellt fest, dass einem bestialischen Killer immer mehr Kinder zum Opfer fallen. Aber seine Nachforschungen bringen Leo in tödliche Gefahr: Der Apparat bestraft die kleinste Abweichung mit gnadenloser Härte. Aus dem Karriere-Offizier wird ein Gejagter. Irgendwann hat er nur noch ein Ziel: den Mörder zu stoppen, ehe die NKWD-KoLlegen Leo selbst zur Strecke bringen ...

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Der junge Mann sah sich noch einmal um und nickte dann schweigend. Alexander fuhr fort: »Geh mir nach. Aber halt Abstand.«

Nacheinander setzten sie sich in Bewegung. Alexander ging voraus und verschaffte sich ein paar ioo Schritt Vorsprung. Er blickte sich um. Der andere folgte ihm noch.

Als sie am Bahnhof ankamen, vergewisserte sich Alexander, dass nicht etwa seine Eltern an einem der Wohnungsfenster standen. Unbeobachtet huschte er in die Bahnhofshalle, so als wolle er noch einen Zug erreichen. Ohne das Licht anzuschalten, schloss er den Fahrkartenschalter auf, ging hinein und ließ die Tür offen. Er schob den Stuhl beiseite. Viel Platz war nicht, aber es reichte. Er wartete, sah auf die Uhr und fragte sich, wo der andere so lange blieb. Schließlich hörte er, wie jemand den Bahnhof betrat. Die Tür des Fahrkartenschalters wurde aufgestoßen. Der Mann trat ein, und zum ersten Mal nahmen die beiden sich richtig in Augenschein. Alexander machte einen Schritt vor, um die Tür abzuschließen. Das Geräusch des Schlosses erregte ihn. Es bedeutete, dass sie sicher waren. Fast berührten sie sich schon, aber nur fast. Keiner war sich sicher, wer von beiden den ersten Schritt machen sollte. Alexander mochte diesen Moment, und kostete ihn so lange aus, wie es nur ging, bis er sich endlich vorbeugte und ihn küsste.

Jemand hämmerte gegen die Tür. Alexanders erster Gedanke war, dass das nur sein Vater sein konnte. Aber das Hämmern kam gar nicht von der anderen Seite. Es war der Mann bei ihm, der gegen die Tür schlug und nach draußen rief. Hatte er es sich anders überlegt? Mit wem redete er? Alexander war verwirrt. Draußen vor dem Schalter waren Stimmen zu hören. Jetzt war der andere nicht mehr sanft und nervös. Eine Veränderung war in ihm vorgegangen. Er war wütend und angeekelt. Er spuckte Alexander ins Gesicht. Die Spucke hing ihm vom Kinn, und Alexander wischte sie weg. Ohne nachzudenken, ohne zu verstehen, was hier eigentlich los war, versetzte er dem Mann einen Fausthieb und streckte ihn zu Boden.

Jemand rüttelte an der Türklinke. Von draußen rief eine Stimme: »Alexander, hier ist General Nesterow. Der Mann bei Ihnen ist ein Milizbeamter. Ich befehle Ihnen, die Tür aufzumachen. Entweder Sie gehorchen oder ich rufe Ihre Eltern und hole sie hier herunter, damit sie zusehen, wie ich Sie verhafte. Ihr Vater ist doch krank, oder? Es würde ihn umbringen, wenn er von Ihrem Verbrechen erführe.«

Er hatte recht. Es würde seinen Vater wirklich umbringen. Hektisch versuchte Alexander die Tür zu öffnen, aber das Schalterhäuschen war so eng, dass der Körper des zu Boden gegangenen Mannes sie blockierte. Er musste ihn erst zur Seite zerren, bevor er die Tür aufschließen und öffnen konnte. Sobald sie auf war, langten Hände hinein, ergriffen ihn und zogen ihn heraus.

Leo sah Alexander an, den ersten Menschen, dem er begegnet war, nachdem er aus dem Zug aus Moskau gestiegen war. Den Mann, der ihm eine Zigarette geholt und ihm geholfen hatte, als er den Wald abgesucht hatte. Es gab nichts, was Leo für ihn tun konnte.

Nesterow spähte in das Schalterhäuschen und stierte auf seinen Beamten hinab, der immer noch benommen am Boden lag und sich schämte, dass man ihn überwältigt hatte.

»Holt ihn da raus.«

Zwei Beamte gingen hinein und halfen dem jungen Mann nach draußen in ein Auto. Als er sah, was Alexander einem seiner Männer zugefügt hatte, schlug Nesterows Stellvertreter ihm eine Faust mitten ins Gesicht. Bevor er noch einmal zuschlagen konnte, schritt Nesterow ein. »Das reicht.«

Er umkreiste den Verdächtigen und wog seine Worte ab. »Es enttäuscht mich, Sie bei so was erwischt zu haben. Das hätte ich nie von Ihnen gedacht.«

Alexander spuckte Blut auf den Boden, antwortete aber nichts. Nesterow fuhr fort: »Sagen Sie mir, warum?«

»Warum? Ich weiß nicht, warum.«

»Sie haben ein sehr schweres Verbrechen begangen. Ein Richter würde Ihnen mindestens fünf Jahre aufbrummen, und es wäre ihm vollkommen egal, wie oft Sie sagen, es tut Ihnen leid.«

»Ich habe nicht gesagt, dass es mir leid tut.«

»Tapfer, Alexander. Aber wären Sie auch noch so tapfer, wenn Sie wüssten, dass jeder davon erfährt? Sie wären erniedrigt, Sie wären eine Schande. Selbst nach den fünf Jahren im Gefängnis könnten Sie hier nicht mehr leben und arbeiten. Sie würden alles verlieren.«

Leo trat vor. »Jetzt fragen Sie ihn schon.«

»Es gibt eine Möglichkeit, der Schande zu entgehen. Wir brauchen eine Liste aller Männer in dieser Stadt, die mit anderen Männern sexuell verkehren. Die Sex mit jüngeren Männern haben, Sex mit Knaben. Sie werden uns helfen, diese Liste zu erstellen.«

»Ich kenne keine anderen. Es war das erste Mal.«

»Wenn Sie es vorziehen, uns nicht zu helfen, werden wir Sie verhaften, Sie anklagen und Ihre Eltern zu Ihrem Prozess vorladen. Gehen sie jetzt vielleicht gerade ins Bett? Ich könnte einen meiner Männer hochschicken und nachschauen lassen oder sie herunterholen.«

»Nein!«

»Arbeiten Sie für uns, und vielleicht müssen wir dann Ihren Eltern gar nichts sagen. Arbeiten Sie für uns, und vielleicht werden Sie dann gar nicht angeklagt. Vielleicht kann diese Schande ein Geheimnis bleiben.«

»Worum geht es hier?«

»Um den Mord an einem Jungen. Sie würden der Gesellschaft einen Dienst erweisen und Ihre Tat sühnen. Machen Sie uns nun die Liste?«

Alexander betastete das Blut, das ihm aus dem Mund lief. »Und was passiert dann mit den Männern auf der Liste?«

29. März

Leo saß auf der Bettkante und dachte darüber nach, wie sein Versuch, die Ermittlungen wieder in Gang zu bringen, stattdessen ein stadtweites Pogrom ausgelöst hatte. Im Verlauf der letzten Woche hatte die Miliz 150 Homosexuelle zusammengetrieben. Allein heute hatte Leo sechs Männer verhaftet, was seine Quote auf zwanzig erhöhte. Einige waren direkt von der Arbeit mitgenommen und in Handschellen abgeführt worden, während ihre Kollegen zusahen. Andere hatte man zu Hause abgeholt, aus ihren Wohnungen, von den Familien weggerissen. Die Frauen hatten sie noch angefleht, weil sie überzeugt waren, dass es sich um einen Irrtum handeln musste, und sie die Anschuldigungen nicht fassen konnten.

Nesterow konnte mit sich zufrieden sein. Durch schieren Zufall hatte er einen zweiten Unerwünschten gefunden: einen Verdächtigen, den er als Mörder bezeichnen konnte, ohne die gesellschaftliche Doktrin aus dem Gleichgewicht zu bringen. Mord war eine Anomalie. Das passte wie angegossen. Nesterow hatte lauthals ankündigen können, dass die Miliz von Wualsk die größte Jagd nach einem Mörder einleiten werde, die es je gegeben habe. Eine solche Behauptung hätte ihn seine Karriere gekostet, wenn es nicht gegen ein solch inakzeptables Milieu gegangen wäre. Weil Platz fehlte, hatte man Büros in behelfsmäßige Untersuchungszellen und Verhörräume umgewandelt. Trotz dieser improvisierten Maßnahmen hatte man in jede Zelle mehrere Männer zusammenpferchen müssen, und die Wachen waren angewiesen worden, sie keine Sekunde aus den Augen zu lassen, weil man befürchtete, es könne zu abartigen sexuellen Handlungen kommen. Keiner wusste so recht, womit man es hier eigentlich zu tun hatte, aber falls sich solche sexuellen Aktivitäten mitten im Hauptquartier der Miliz abspielten, würde das mit Sicherheit die Gesellschaft untergraben, ein Affront gegen die Prinzipien der Justiz. Außerdem waren sämtliche Beamten in Schichten von zwölf Stunden eingeteilt worden, damit die Verdächtigen ununterbrochen verhört werden konnten, rund um die Uhr. Immer wieder hatte Leo die gleichen Fragen stellen und die Antworten noch nach den kleinsten Abweichungen durchforsten müssen. Stumpfsinnig wie ein Automat hatte er seine Aufgabe erledigt, weil er noch vor der ersten Verhaftung davon überzeugt gewesen war, dass diese Männer allesamt unschuldig waren.

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