Tom Rob Smith - Kind 44

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Kind 44: краткое содержание, описание и аннотация

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Moskau, 1953. In der Sowjetunion herrscht die nackte Angst. Stalins Letzte große Säuberungswelle wütet im Land. Die Staatssicherheit hat Ohren und Augen überall - und jeder denunziert jeden, in der Hoffnung, die eigene Haut zu retten.
Der hochdekorierte Kriegsheld und Offizier des NKWD Leo Demidow wird zu einem Kollegen geschickt. Fjodors kleiner Sohn ist ums Leben gekommen - und Fjodor besteht darauf, dass es kein Unfall war, sondern brutaler Kindsmord. Diese Behauptung kann die Familie das Leben kosten -denn die herrschende Ideologie sagt: Im real existierenden Sozialismus gibt es kein Verbrechen. Warum sollte in der perfekten Gesellschaft jemand Grund haben zu töten? Es gelingt Leo, den verzweifelten Vater zum Schweigen zu bringen - aber er selbst kann das tote Kind nicht vergessen.
Leo beginnt heimlich im Fall des ermordeten Jungen zu ermitteln - und stellt fest, dass einem bestialischen Killer immer mehr Kinder zum Opfer fallen. Aber seine Nachforschungen bringen Leo in tödliche Gefahr: Der Apparat bestraft die kleinste Abweichung mit gnadenloser Härte. Aus dem Karriere-Offizier wird ein Gejagter. Irgendwann hat er nur noch ein Ziel: den Mörder zu stoppen, ehe die NKWD-KoLlegen Leo selbst zur Strecke bringen ...

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»Ich kenne keins.«

»Weil es keins gibt. Es gab einen Grund, warum das Mädchen getötet wurde. Sie musste für ihre blonden Haare sterben. Sie wurde von einem Kranken umgebracht. Und es gab auch einen Grund, warum dieser Junge hier getötet wurde. Er wurde von einem anderen Mann umgebracht, einem mit einer anderen Krankheit.« 23. März

Alexander schloss den Fahrkartenschalter, ließ den Rollladen herunter und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Obwohl sein Büro nur winzig war, kaum mehr als ein paar Quadratmeter, mochte er sein kleines Reich. Er musste es sich mit keinem teilen, und niemand sah ihm auf die Finger. Ein Stückchen Freiheit, unberührt von Quoten und Produktivitätsberichten. Nur einen Nachteil hatte dieser Posten. Jeder, der ihn kannte, nahm an, er müsse enttäuscht darüber sein, wie sein Leben sich entwickelt hatte.

Vor fünf Jahren war Alexander der schnellste Läufer der Oberschule Nr. 151 gewesen. Die Leute hatten geglaubt, er sei für einen Erfolg auf nationaler Ebene berufen, vielleicht sogar auf internationaler, wenn die Sowjetunion an den Olympischen Spielen teilnahm. Stattdessen war er bei einer sitzenden Tätigkeit gelandet, an einem Fahrkartenschalter, und sah anderen Leuten zu, wie sie ihre Reisen antraten, während er selbst nirgendwo hinfuhr. Jahre hatte er damit zugebracht, ein strapaziöses Trainingsprogramm zu absolvieren und regionale Meisterschaften zu gewinnen. Und wozu? Für Fahrpläne und Fahrkarten, eine Arbeit, die jeder machen konnte. Alexander konnte sich noch genau an den Tag erinnern, als sein Traum geplatzt war. Er und sein Vater hatten den Zug nach Moskau bestiegen, wo ein Auswahlverfahren des CSKA stattfand, des Zentralen Armeesportvereins, der zum Verteidigungsministerium gehörte. Der CSKA war bekannt dafür, die besten Athleten des Landes auszuwählen und sie zu außergewöhnlichen Leistungen zu führen. 90 Prozent der Anwärter wurden abgelehnt. Alexander war gerannt, bis er sich am Rand der Laufbahn hatte übergeben müssen. Er war schneller gelaufen als je zuvor und hatte seine persönliche Bestzeit unterboten. Aber er hatte es nicht geschafft. Auf dem Weg nach Hause hatte sein Vater versucht, der Ablehnung noch etwas Positives abzugewinnen. Das würde sie dazu motivieren, noch härter zu trainieren, nächstes Jahr würde er bestimmt angenommen und umso stärker sein, weil er für seinen Traum hatte kämpfen müs-sen. Aber Alexander hatte schon alles gegeben, und es war nicht genug gewesen. Es würde kein nächstes Mal geben. Obwohl sein Vater ihn immer noch anspornte, war Alexander mit dem Herzen nicht mehr bei der Sache, und bald darauf auch sein Vater nicht mehr. Alexander hatte die Schule verlassen, sich Arbeit gesucht und es sich in einer bequemen Tretmühle gemütlich gemacht.

Bis er mit allem fertig war, war es acht Uhr. Er verließ den Fahrkartenschalter und schloss hinter sich ab. Weit hatte er es nicht, weil seine Eltern und er in einem Dachausbau über dem Bahnhof wohnten. Offiziell unterstand der Bahnhof seinem Vater, aber dem ging es nicht gut. Im Krankenhaus wussten sie nicht, was ihm fehlte, außer dass er übergewichtig war und zu viel trank. Seine Mutter war bei guter Gesundheit und, wenn man von der Sorge um den Vater absah, meistens gut gelaunt. Nicht ohne Grund, denn ihre Familie gehörte zu denen, die Glück gehabt hatten. Der Lohn bei der Staatlichen Eisenbahn war zwar bescheiden und ihr Blat, ihr Einfluss, nur gering. Der eigentliche Vorteil aber war die Unterbringung. Anstatt sich den Platz mit einer anderen Familie teilen zu müssen, bewohnten sie ganz allein eine Wohnung mit Toilette, fließend heißem Wasser und einer Isolation, die so neu war wie der Bahnhof selbst. Als Gegenleistung erwartete man von ihnen, dass sie 24 Stunden am Tag in Bereitschaft waren. Im Bahnhof konnte man eine Glocke läuten, die direkt bei ihnen in der Wohnung hing. Wenn ein Nachtzug oder ein Frühzug durchkam, mussten sie verfügbar sein. Aber das waren kleine Unannehmlichkeiten, die sie unter sich aufteilten und die allemal wettgemacht wurden von dem relativen Komfort, in dem sie lebten. Alexanders Schwester hatte einen Reinigungsmann geheiratet, der ebenso wie sie in der Auto-Fabrik arbeitete, und die beiden waren in eine neue Wohnung in einem guten Stadtbezirk gezogen. Sie erwarteten gerade ihr erstes Kind. Das bedeutete, dass sich Alexander mit seinen 22 Jahren um nichts sorgen musste. Eines Tages würde er der Stationsvorsteher sein, und dann gehörte die Wohnung ihm.

In seinem Schlafzimmer zog er sich die Uniform aus und Zivilkleidung an, dann setzte er sich mit seinen Eltern zu Tisch. Es gab Erbsensuppe und gebratene Kasha. Sein Vater aß eine kleine Portion Rinderleber. Sie war zwar teuer und nur sehr schwer aufzutreiben, aber die Ärzte hatten sie empfohlen. Alexanders Vater war auf strikter Diät mit absolutem Alkoholverbot, weshalb es ihm seiner Meinung nach noch schlimmer ging. Während des Abendessens schwiegen sie. Der Vater schien sich unwohl zu fühlen, er nahm kaum etwas zu sich. Nachdem er die Teller gespült hatte, verabschiedete Alexander sich, er wollte ins Kino. Sein Vater hatte sich bereits hingelegt. Alexander gab ihm einen Gutenachtkuss und sagte ihm, er solle sich keine Sorgen machen, er werde selbst früh aufstehen und sich um den ersten Zug kümmern.

Es gab nur dieses eine Kino in Wualsk. Bis vor drei Jahren hatte es noch gar keins gegeben. Dann hatte man eine Kirche in einen Saal mit über 600 Sitzen umgebaut, wo all die älteren, staatlich geförderten Filme gezeigt wurden, die die Einwohner der Stadt bisher verpasst hatten. Filme wie Die Kämpfer, Schuldig ohne Schuld, Geheimnisse der Gegenspionage oder Das Treffen an der Elbe, einige der erfolgreichsten Streifen der letzten zehn Jahre, die Alexander alle schon mehrmals gesehen hatte. Seit das Kino aufgemacht hatte, war es schnell zum liebsten Zeitvertreib geworden. Wegen des Laufens hatte er sich nie fürs Trinken interessiert, und besonders gesellig war er auch nicht. Als er jetzt im Foyer ankam, sah er, dass Netsabjaemi God gezeigt wurde. Aber Alexander hatte den Streifen erst vor ein paar Abenden und davor schon viele Male gesehen. Er fand ihn faszinierend, nicht unbedingt wegen des Films selbst, sondern weil ein Schauspieler Stalin mimte. Alexander fragte sich, ob man wohl Stalin bei der Besetzung der Rolle einbezogen hatte. Was das wohl für ein Gefühl war, wenn man einem anderen dabei zusah, wie er so tat, als sei er man selbst? Wenn man ihm sagte, was er richtig machte und was falsch? Alexander ging am Foyer vorbei. Er stellte sich nicht in der Schlange an, sondern machte sich stattdessen zum Park auf.

In der Mitte des Siegesparks stand eine Statue mit drei bronzenen Soldaten, die die Fäuste in den Himmel gereckt und die Gewehre geschultert hatten. Offiziell war der Park abends geschlossen, aber es gab keinen Zaun, und der Verordnung wurde nie Nachdruck verliehen. Alexander wusste, welchen Weg er nehmen musste. Einen von der Straße abgelegenen und weitgehend uneinsehbaren Pfad, der hinter Büschen und Bäumen lag. Wie immer fühlte er, dass sein Herz bereits erwartungsvoll schneller schlug. Er drehte eine langsame Runde um den Park herum. Offenbar war er heute Abend allein. Nach der zweiten Runde überlegte er schon, ob er nach Hause gehen sollte.

Vor ihm war ein Mann. Alexander blieb stehen, und der andere wandte sich um. Ein nervöses Innehalten signalisierte, dass sie beide aus dem gleichen Grund hier waren. Alexander ging weiter, während der Mann blieb, wo er war, und wartete, bis Alexander aufgeschlossen hatte. Als sie nebeneinander standen, schauten sie sich prüfend um, ob sie auch wirklich allein waren, bevor sie einander ansahen. Der Mann war jünger als Alexander, vielleicht erst neunzehn oder zwanzig. Er machte einen unsicheren Eindruck, und Alexander tippte, dass er das hier zum ersten Mal machte. Er brach das Schweigen: »Ich kenne einen Platz, wo wir hingehen können.«

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