Bjørnstjerne Bjørnson - Synnöve Solbakken - Erzählung
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- Название:Synnöve Solbakken: Erzählung
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Synnöve Solbakken: Erzählung: краткое содержание, описание и аннотация
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»Was in Gottes Namen ist nur mit dem Jungen los?« sagte die Mutter am nächsten Tage. »Den ganzen Morgen, seit es hell geworden ist, hat er auf den Knien auf der Bank gelegen und nach Solbakken hinübergestarrt.« – »Ja, er hat es heute sehr damit,« sagte der Vater, der dalag und sich den lieben langen Sonntag ausruhte. – »Die Leute sagen, er sei mit Synnöve Solbakken verlobt,« sagte Aslak; »aber die Leute sagen ja immer soviel,« fügte er hinzu. Thorbjörn verstand es nicht so recht, errötete aber doch über das ganze Gesicht. Als Aslak die andern hierauf aufmerksam machte, kroch er von der Bank herab, nahm seinen Katechismus und begann darin zu lesen. – »Ja, tröste du dich nur mit Gottes Wort, du,« sagte Aslak; »du bekommst sie doch nicht.«
Späterhin im Laufe der Woche, als er glaubte, daß sie es vergessen hätten, fragte er die Mutter ganz leise, denn er war ein wenig verschämt: »Du – wer ist Synnöve Solbakken?« – »Das ist ein kleines Mädchen, das einst Besitzerin von Solbakken werden wird.« – »Hat sie denn keinen hölzernen Rock?« – Die Mutter sah ihn verwundert an. »Was sagst du da?« fragte sie. Er fühlte, daß es etwas Dummes sein müßte, und schwieg. – »Niemand hat je ein schöneres Kind gesehn, als sie ist,« fuhr die Mutter fort, »und der liebe Gott hat sie so gemacht zur Belohnung dafür, daß sie immer so artig und brav ist und so fleißig lernt.« – Jetzt wußte er das auch.
Eines Tages, als Sämund mit Aslak auf dem Felde gewesen war, sagte er am Abend zu Thorbjörn: »Du sollst nicht so oft mit dem Knecht zusammen sein.« – Thorbjörn aber achtete nicht weiter darauf. Nach einer Weile hieß es: »Wenn ich dich noch einmal mit ihm zusammen sehe, geht es dir schlecht!« Da schlich Thorbjörn ihm nach, wenn es der Vater nicht sah. Dieser überraschte sie aber, als sie beieinander saßen und schwatzten; da bekam Thorbjörn Prügel und wurde hineingejagt. Von nun an aber paßte Thorbjörn Aslak auf, wenn der Vater nicht zu Hause war.
Eines Sonntags, als der Vater in der Kirche war, machte Thorbjörn zu Hause Unfug. Aslak und er warfen einander mit Schneebällen. – »Nein, nein, du erstickst mich noch,« bat Thorbjörn; »laß uns zusammen nach was anderm werfen.« – Aslak war gleich dazu bereit, und so warfen sie denn erst nach der kleinen Tanne neben dem Vorratshause, dann nach der Tür und endlich nach dem Fenster des Vorratshauses. – »Nicht nach dem Fenster selber,« sagte Aslak, »sondern nach dem Rahmen!« – Thorbjörn traf aber das Fenster und erbleichte. – »Pah! Wer erfährt das? Wirf besser!« – Er warf abermals, traf aber wieder eine Fensterscheibe. – »Jetzt werfe ich nicht mehr,« sagte er. – In demselben Augenblick kam seine älteste Schwester, klein Ingrid, heraus. »Wirf nach ihr !« – Thorbjörn war gleich bereit, die Kleine schrie, und die Mutter kam heraus. Sie befahl ihm, mit dem Werfen aufzuhören. »Wirf! Wirf!« flüsterte Aslak. Thorbjörn war heiß und aufgeregt; er tat es. – »Ich glaube, du hast deinen Verstand verloren,« sagte die Mutter und lief auf ihn zu. Er entwischte ihr, sie lief hinter ihm drein – rund um den Hof herum; Aslak lachte, und die Mutter drohte. Aber endlich gelang es ihr, ihn in einer Schneewehe zu fassen, und sie schickte sich an, ihn gehörig durchzuprügeln. – »Ich schlage wieder – das tu ich – das ist hier so Sitte.« – Die Mutter hielt verwundert inne und sah ihn an. »Das hat dich ein andrer gelehrt,« sagte sie dann, nahm ihn stillschweigend bei der Hand und führte ihn hinein. Sie sagte kein Wort mehr zu ihm, sondern beschäftigte sich freundlich mit den kleinen Geschwistern und erzählte ihnen, daß der Vater jetzt gleich aus der Kirche heimkehre. Da begann es entsetzlich heiß in der Stube zu werden. Aslak bat um die Erlaubnis, einen Verwandten besuchen zu dürfen; er erhielt sie sogleich. Thorbjörn aber wurde sehr klein, sobald Aslak gegangen war. Er hatte schreckliche Magenschmerzen, und seine Hände waren so feucht, daß sie am Buche festklebten, wenn er es anfaßte. Wenn nur die Mutter dem Vater nichts sagen wollte, wenn er nach Hause käme, aber sie darum zu bitten, das brachte er nicht fertig. Alles um ihn her hatte sich verändert, und die Stubenuhr sagte: »Prügel, Prügel – Prügel, Prügel!« Er mußte aufs Fenster hinaufklettern und nach Solbakken hinübersehn. Es lag verschneit, einsam und friedlich da und lachte wie immer im Sonnenschein; das Haus stand da und blitzte aus allen Fenstern, und dort war sicher nicht ein einziges zerschlagen; übermütig, fröhlich stieg der Rauch aus dem Schornstein auf, sicher wurde dort auch für die Kirchgänger gekocht. Synnöve schaute wohl nach ihrem Vater aus und sollte sicher keine Schläge haben, wenn der heimkehrte. Er wußte nicht, was er anfangen sollte, und wurde plötzlich so liebevoll gegen seine Schwestern, daß er kein Ende fand. Gegen Ingrid war er so gut, daß er ihr einen blanken Knopf schenkte, den er von Aslak bekommen hatte. Sie umarmte ihn, und auch er schlang seine Arme um ihren Hals. – »Meine liebe kleine Ingrid, bist du mir auch böse?« – »Nein, lieber Thorbjörn, du kannst mich meinetwegen so viel schneeballen, wie du willst.« – Aber da stampfte sich jemand draußen den Schnee von den Füßen. Richtig, es war der Vater; er sah so sanft und freundlich aus, und das war noch schlimmer. – »Nun?« sagte er und sah sich um – es war ein Wunder, daß die Wanduhr nicht herabstürzte! Die Mutter trug das Essen auf. – »Wie steht es denn hier?« fragte der Vater, indem er sich hinsetzte und den Löffel ergriff.
Thorbjörn sah die Mutter an, bis ihm die Tränen in die Augen kamen. – »Ach, ganz gut,« sagte sie unglaublich langsam, und sie wollte noch mehr sagen, das sah er deutlich. – »Ich habe Aslak erlaubt, auszugehn,« sagte sie. – »Das ist nur der Anfang,« dachte Thorbjörn und fing an mit Ingrid zu spielen, als denke er an nichts weiter in der Welt. So lange hatte der Vater niemals gegessen, und Thorbjörn fing schließlich an jeden Bissen zu zählen; als er aber an den vierten kam, wollte er sehn, wie weit er zwischen dem vierten und fünften zählen könnte, und dadurch kam er aus dem Zählen heraus. Endlich erhob sich der Vater und ging hinaus. – »Die Fensterscheiben! die Fensterscheiben!« klang es ihm in den Ohren, und er sah sich um, ob die in der Stube alle heil seien. Ja, sie waren alle heil. Aber nun ging auch die Mutter hinaus. Thorbjörn nahm die kleine Ingrid auf den Schoß und sagte so sanft, daß sie ihn ganz verwundert anstarrte: »Wir beide wollen einmal Goldkönigin auf der Wiese spielen, wir!« – Das wollte sie gern. Und dann sang er, während ihm die Beine schlotterten:
»Kleine Blume,
Wiesenblume,
Hör mich einmal an:
Willst du meine Liebste sein,
Schenk ich dir ein Mantel fein
Aus Samt und Gold,
Von Perlen voll.
Ditteli, dutteli, döh,
Die Sonne scheint auf der Höh.«
Und sie antwortete:
»Goldkönigin,
Perlenkönigin,
Hör mich einmal an:
Ich will sein die Liebste dein,
Will haben auch den Mantel fein
Aus Samt und Gold,
Von Perlen voll.
Ditteli, dutteli, döh,
Die Sonne scheint auf der Höh.«
Als nun aber dies Spiel gerade im besten Gange war, kam der Vater herein und sah ihn forschend an. Er preßte Ingrid fester an sich und fiel gar nicht vom Stuhl! Der Vater wandte sich ab und sagte kein Wort; eine halbe Stunde verging, und noch immer hatte er nichts gesagt – und Thorbjörn war nahe daran, ganz fröhlich zu werden, wagte es aber doch nicht. Er wußte nicht, was er davon denken sollte, als ihm der Vater selber beim Auskleiden half; er fing von neuem an zu zittern. Da fuhr ihm der Vater liebkosend über den Kopf und streichelte ihm die Wange; das hatte er nicht getan, solange der Knabe zurückdenken konnte, und deswegen wurde ihm so warm ums Herz und über den ganzen Leib, daß die Furcht aus seiner Seele schwand wie das Eis vor der Sonne. Er wußte nicht, wie er ins Bett kam, und da er sich weder durch Rufen noch durch Singen Luft machen konnte, faltete er still die Hände, betete sechsmal das Vaterunser ganz leise vorwärts und rückwärts – und fühlte, als er einschlief, daß es auf Gottes grüner Erde doch niemand gebe, den er so lieb hätte wie seinen Vater.
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