Эрих Ремарк - Die Nacht von Lissabon
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Ich ging zurück und begann, unsere Sachen zu packen. Ich fühlte mich sehr leer, aber angespannt wie eine Trommel mit nichts darin. In Helens Schublade entdeckte ich ein Päckchen Briefe. Ich sah, daß sie Poste restante Marseille geschickt worden waren. Ich dachte nichts und legte sie in ihren Koffer. Ich fand auch das Abendkleid aus Paris und legte es dazu. Dann setzte ich mich an das Waschbassin und steckte meine Hand hinein. Die verbrannten Nägel schmerzten. Ich atmete auch mit Schmerzen, wenn ich Luft holte. Ich sah auf die nassen Dächer und dachte nichts.
Endlich hörte ich Helens Schritte. Sie stand wie ein zerstörter, schöner Geist in der Tür. ›Was machst du hier?‹ Sie wußte von nichts. ›Was ist mit dir?‹
›Wir müssen fort, Helen‹, sagte ich. ›Sofort.‹
›Georg?‹
Ich nickte. Ich hatte beschlossen, ihr so wenig wie möglich zu sagen.
›Was ist mit dir passiert?‹ fragte sie erschrocken und kam näher.
›Sie haben mich verhaftet. Ich bin entkommen. Sie werden mich suchen.‹
›Wir müssen weg?‹
›Sofort.‹
›Wohin?‹
›Nach Spanien.‹
›Wie?‹
›So weit wir können, mit einem Auto. Kannst du dich fertigmachen?‹
›Ja.‹
Sie wankte.
›Hast du Schmerzen?‹ Sie nickte. Was steht dort in der Tür, dachte ich. Was ist das? Sie war mir fremd. ›Hast du noch Ampullen?‹ fragte ich.
›Wenige.‹
›Wir werden wieder welche bekommen.‹
›Geh einen Augenblick hinaus‹, sagte sie.
Ich stand auf dem Korridor. Türen öffneten sich um einen Spalt. Gesichter mit Lemurenaugen zeigten sich. Gesichter von Zwergpolyphemen mit nur einem Auge und schiefen Mündern. Lachmann huschte in grauen, langen Unterhosen wie eine Heuschrecke die Treppe herauf und drückte mir eine halbe Flasche Kognak in die Hand. ›Sie werden ihn brauchen können‹, flüsterte er. ›V.S.O.P!‹
Ich trank sofort einen großen Schluck.
›Ich habe Geld‹, sagte ich. ›Hier! Geben Sie mir noch eine ganze Flasche.‹
Ich hatte Georgs Brieftasche an mich genommen und darin viel Geld gefunden. Nur eine Sekunde hatte ich den Gedanken gehabt, es wegzuwerfen. Ich hatte auch seinen Paß bei ihm gefunden, zusammen mit Helens und meinem. Er hatte alle drei in seiner Tasche gehabt.
Georgs Kleider hatte ich in ein Bündel geknotet und mit einem Stein darin in den Hafen geworfen. Den Paß hatte ich beim Schein der Taschenlampe genau betrachtet, und dann war ich zu Gregorius gefahren und hatte ihn geweckt. Ich hatte ihn gebeten, Georgs Foto durch meines zu ersetzen. Er hatte sich zuerst entsetzt geweigert. Einen Emigrantenpaß zu fälschen war sein Handwerk, und er fand sich darin gerechter als Gott, den er verantwortlich für den Schlamassel hielt – aber den Paß eines hohen Gestapobeamten hatte er noch nie gesehen. Ich erklärte ihm, daß es nicht nötig sei, sein Werk, wie ein Künstler, mit seiner Unterschrift zu versehen. Ich sei später dafür verantwortlich, und niemand werde von ihm etwas wissen.
›Und wenn man Sie foltert?‹
Ich zeigte ihm meine Hand und deutete auf mein Gesicht. ›Ich fahre in einer Stunde‹, sagte ich. ›Mit diesem Gesicht komme ich als Emigrant keine zehn Kilometer weit. Ich muß aber über die Grenze. Dies ist meine einzige Chance. Hier ist mein Paß. Fotografieren Sie das Paßfoto und wechseln Sie die Kopie mit dem Foto in dem Gestapo-Paß aus. Was kostet es? Ich habe Geld.‹ Gregorius hatte zugestimmt.
Lachmann brachte die zweite Flasche Kognak. Ich bezahlte ihn und ging in das Zimmer zurück. Helen stand am Nachttisch. Die Schublade, in der die Briefe gelegen hatten, war offen. Sie schob sie zu und kam dicht an mich heran. ›Hat Georg das getan?‹ fragte sie.
›Es war ein Konsortium‹, erwiderte ich.
›Er soll verflucht sein!‹ Sie trat an das Fenster. Die Katze sprang weg. Sie öffnete die Läden. ›Er soll verflucht sein!‹ wiederholte sie mit so leidenschaftlicher Stimme und solcher Überzeugung, als bespräche sie ihn in einem mystischen Ritual. ›Er soll verflucht sein für sein Leben, für immer -‹
Ich nahm ihre geballten Fäuste und zog sie vom Fenster weg. ›Wir müssen fort von hier.‹
Wir gingen die Treppen hinunter. Blicke folgten uns von allen Türen. Ein grauer Arm winkte. ›Schwarz! Nehmen Sie keinen Rucksack. Die Gendarmen sind scharf auf Rucksäcke. Ich habe einen billigen Kunstlederkoffer, sehr chic -‹
›Danke‹, erwiderte ich. ›Ich brauche jetzt keinen Koffer mehr. Ich brauche Glück.‹
›Wir halten die Daumen.‹
Helen war vorangegangen. Ich hörte, wie eine nasse Hure ihr vor der Tür gerade riet, zu Hause zu bleiben; der Regen habe das Geschäft verdorben. Gut, dachte ich; die Straßen konnten gar nicht leer genug für mich sein. Helen stutzte, als sie den Wagen sah. ›Gestohlen‹, sagte ich. ›Wir müssen so weit wie möglich damit kommen. Steig ein.‹
Es war noch dunkel. Der Regen floß in Strömen an der Windschutzscheibe herunter. Wenn noch Blut auf dem Trittbrett war, wurde es jetzt heruntergewaschen. Ich hielt ein Stück vom Hause entfernt, wo Gregorius wohnte. ›Stell dich hier unter‹, sagte ich zu Helen und zeigte auf das gläserne Vordach eines Geschäftes, das Sachen für Angler zeigte.
›Kann ich nicht sitzenbleiben?‹
›Nein. Wenn jemand kommt, tu so, als ob du auf Kunden wartest. Ich bin gleich zurück.‹
Gregorius war fertig. Seine Angst hatte jetzt dem Stolz des Künstlers Platz gemacht. ›Die Schwierigkeit war die Uniform‹, sagte er. ›Sie haben ja einen Zivilanzug an. Sehen Sie. Ich habe ihm einfach den Kopf abgeschnitten.‹
Er hatte Georgs Foto gelöst, Kopf und Hals ausgeschnitten, die Uniform auf mein Foto gelegt und die Montage fotografiert.
›Obersturmbannführer Schwarz‹, sagte er stolz. Er hatte die Kopie bereits getrocknet und eingefügt. ›Der Stempel ist leidlich geglückt. Wenn man ihn genau untersucht, sind Sie ohnehin verloren – sogar wenn er echt wäre. Hier ist Ihr alter Paß unbeschädigt zurück.‹
Er gab mir beide Pässe und die Reste von Georgs Fotografie. Ich zerriß das Foto, während ich die Treppe hinunterging, in kleine Teile und zerstreute sie draußen in das Wasser, das durch die Gosse schoß.
Helen wartete. Ich hatte den Wagen vorher kontrolliert; der Tank war voll. Wenn es gutging, konnte ich mit dem Benzin über die Grenze kommen. Mein Glück hielt an – in der Schublade am Schaltbrett lag ein Carnet zum Grenzübertritt, das schon zweimal benutzt worden war. Ich beschloß, die Grenze nicht da zu überfahren, wo der Wagen schon einmal gewesen war. Ich fand auch eine Michelinkarte, ein Paar Handschuhe und einen Europa-Atlas für Automobile.
Der Wagen fuhr durch den Regen. Wir hatten noch einige Stunden bis zum Hellwerden und fuhren in die Richtung Perpignan. Bis es hell war, wollte ich auf der Hauptstraße bleiben. ›Soll ich fahren?‹ fragte Helen nach einiger Zeit. ›Deine Hände!‹
›Kannst du es? Du hast nicht geschlafen.‹
›Du auch nicht.‹
Ich sah sie an. Sie sah frisch und ruhig aus. Ich begriff es nicht.
›Willst du einen Schluck Kognak?‹
›Nein. Ich werde fahren, bis wir Kaffee bekommen können.‹
›Lachmann hat mir noch eine Flasche Kognak gegeben.‹ Ich holte sie aus dem Mantel. Helen schüttelte den Kopf. Sie hatte die Spritze.
›Später‹, sagte sie mit sehr sanfter Stimme. ›Versuche zu schlafen. Wir wollen abwechselnd fahren.‹
Helen fuhr besser als ich. Nach einer Weile begann sie zu singen, monotone, kleine Lieder. Ich war sehr gespannt gewesen; jetzt begannen das Summen des Wagens und der halblaute Singsang mich einzuschläfern. Ich wußte, daß ich schlafen mußte, aber ich fuhr immer wieder auf. Die Landschaft flog grau vorbei, und wir brauchten die Scheinwerfer, ohne uns um Verdunklungsvorschriften zu kümmern.
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