Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
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Gut. Der Schnitt war gut. Nicht zu tief, nicht zu weit. Katgut. Der Knoten. Die Gallenblase. Er zeigte sie Durant. Sie glänzte speckig im weißen Licht. Er warf sie in den Eimer. Weiter. Warum nähte man in Frankreich mit Reverdins? Raus mit der Klemme! Der warme Bauch eines Durchschnittsbeamten mit einem Gehalt von 30 000 bis 40 000 Frank jährlich. Wie konnte er da zehntausend für die Operation bezahlen? Wo verdiente er den Rest? Dieser Spitzbauch hatte auch einmal mit Murmeln gespielt. Das war eine gute Naht. Stich bei Stich. Zweitausend Frank steht immer auf dem Gesicht Durants, obschon man seinen Spitzbart nicht mehr sieht. Es steht in den Augen. Jedes Auge tausend Frank. Liebe verdirbt den Charakter. Hätte ich sonst diesen Rentier ausgepreßt und seinen Glauben an die göttliche Weltordnung der Ausbeutung erschüttert? Morgen wird er salbungsvoll am Bett des Spitzbauchs sitzen und Dankessprüche für seine Arbeit entgegennehmen. Vorsichtig, da war noch eine Klammer! Der Spitzbauch ist eine Woche in Antibes für Joan und mich. Eine Woche Licht im Aschenregen der Zeit. Ein blaues Stück Himmel, bevor das Gewitter kommt. Nun den Saum der Bauchdecke. Extra fein, für die zweitausend Frank. Ich sollte eine Schere mit einnähen als Andenken an Meyer. Das sausende, weiße Licht. Warum denkt man nur so viel durcheinander? Zeitungen wahrscheinlich, Radio. Das endlose Geplärr der Lügner und Feiglinge. Dekonzentration durch Wortlawinen. Konfuse Gehirne. Offen für jeden demagogischen Dreck. Nicht mehr gewohnt, das harte Brot der Erkenntnis zu kauen. Zahnlose Gehirne. Blödsinn. So, das ist auch fertig. Jetzt noch die Schlabberhaut. In ein paar Wochen kann er dann wieder zitternde Refugiés ausweisen.Vielleicht wird er auch milder ohne Gallenblase. Wenn er nicht stirbt. So was stirbt mit achtzig, geehrt, mit Selbstrespekt und stolzen Enkeln. Fertig. Weg mit ihm!
Ravic zog die Handschuhe von den Händen und die Maske vom Gesicht. Der hohe Beamte glitt auf lautlosen Rädern aus dem Operationsraum. Ravic blickte ihm nach. Wenn du das wüßtest, Leval! dachte er. Daß deine hochlegale Galle mir illegalem Flüchtling ein paar äußerst illegale Tage an der Riviera bescheren wird!
Er begann sich zu waschen. Neben ihm wusch Durant sich langsam und methodisch die Hände. Die Hände eines alten Mannes mit hohem Blutdruck. Während er sich die Finger sorgfältig rieb, kaute er im Rhythmus mit dem Unterkiefer langsam und mahlend, als zerriebe er Korn. Wenn er aufhörte zu reiben, hörte er auch auf zu kauen. Wenn er wieder begann, setzte das Kauen ebenfalls wieder ein. Er wusch sich diesmal besonders langsam und lange. Er will die zweitausend Frank noch ein paar Minuten länger behalten, dachte Ravic.
»Worauf warten Sie noch?« fragte Durant nach einer Weile.
»Auf Ihren Scheck.«
»Ich werde Ihnen das Geld schicken, wenn der Patient bezahlt. Das wird einige Wochen sein, nachdem er aus der Klinik entlassen ist.«
Durant begann sich die Hände abzutrocknen. Dann griff er nach einer Flasche Eau de Cologne d’Orsay und rieb sich damit ein. »Sie trauen mir doch wohl so viel — wie?« fragte er.
Gauner, dachte Ravic. Will noch ein bißchen Demütigung herausquetschen. »Sie sagten doch, daß der Patient ein Freund von Ihnen sei, der Ihnen nur die Unkosten bezahle.«
»Ja...«, erwiderte Durant unverbindlich.
»Nun... die Unkosten sind ein paar Frank für Material und die Schwestern. Die Klinik gehört Ihnen. Wenn Sie hundert Frank für alles rechnen... die können Sie abziehen und mir später geben.«
»Die Unkosten, Doktor Ravic«, erklärte Durant und richtete sich auf, »sind leider bedeutend höher, als ich dachte. Die zweitausend Frank für Sie gehören mit dazu. Infolgedessen muß ich sie dem Patienten auch aufrechnen.« Er schnupperte an seinen Händen nach dem Eau de Cologne. »Sie sehen...«
Er lächelte. Seine gelben Zähne bildeten einen lebendigen Kontrast zu seinem schneeweißen Bart. Als hätte jemand im Schnee gepißt, dachte Ravic. Immerhin, zahlen wird er. Veber wird mir das Geld daraufhin geben. Ich werde diesem alten Bock den Gefallen nicht tun, ihn jetzt noch darum zu bitten.
»Schön«, sagte er. »Wenn es so schwierig für Sie ist, dann schicken Sie es mir später.«
»Es ist nicht schwierig für mich. Obschon Ihre Forderung plötzlich und überraschend war. Es ist der Ordnung halber.«
»Gut, dann machen wir es der Ordnung halber; es ist dasselbe.«
»Es ist absolut nicht dasselbe.«
»Der Effekt ist derselbe«, sagte Ravic. »Und nun entschuldigen Sie mich. Ich möchte einen Schnaps trinken, Adieu.«
»Adieu«, sagte Durant überrascht.
Kate Hegström lächelte. »Warum kommen Sie nicht mit, Ravic?«
Sie stand vor ihm, schlank, sicher, auf hohen Beinen, die Hände in den Taschen ihres Mantels. »Die Forsythien müssen jetzt schon blühen in Fiesole. Gelbes Feuer die Gartenmauer entlang. Ein Kamin, Bücher, Frieden.«
Ein Lastwagen donnerte draußen über das Pflaster. Die Glasrahmen der Bilder in dem kleinen Empfangsraum der Klinik klirrten. Es waren Fotografien der Kathedrale von Chartres.
»Die Stille nachts. Weit weg von allem«, sagte Kate Hegström. »Würden Sie das nicht lieben?« »Ja. Aber ich würde es vielleicht nicht aushalten.« »Warum nicht?« »Stille ist nur gut, wenn man selbst still ist.« »Ich bin nicht still.« »Sie wissen, was Sie wollen. Das ist fast dasselbe.« »Wissen Sie das nicht?« »Ich will nichts.« Kate Hegström knöpfte ihren Mantel langsam zu. »Was ist das nun, Ravic? Glück oder Verzweiflung?«
Er lächelte ungeduldig- »Beides, wahrscheinlich. Beides, wie fast immer. Man soll nicht zuviel darüber nachdenken.«
»Was soll man denn?«
»Sich freuen.«
Sie sah ihn an. »Dazu braucht man niemand anders«, sagte sie. »Dazu braucht man immer jemand anders.« Er schwieg. Was rede ich da, dachte er. Reisegerede. Abschiedsverlegenheit, sanftes Pastorengeschwätz. »Nicht für die kleinen Glücke, von denen Sie einmal sprachen«, sagte er. »Die blühen überall, wie Veilchen um ein niedergebranntes Haus. Wer nichts erwartet, wird nicht enttäuscht — das ist eine gute Basis. Alles, was dann kommt, ist schon ein bißchen dazu.« »Es ist gar nichts«, erwiderte Kate Hegström. »Es ist nur so, wenn man im Bett liegt und vorsichtig denkt. Nicht mehr, wenn man herumgehen kann. Man verliert es dann wieder. Man will mehr.«
Ein schräger Strahl Licht vom Fenster fiel quer über ihr Gesicht. Es ließ ihre Augen im Schatten; nur ihr Mund blühte einsam darin auf.
»Haben Sie einen Arzt in Florenz?« fragte Ravic.
»Nein. Brauche ich einen?«
»Es kann immer noch eine Kleinigkeit vorkommen. Irgend etwas. Es ist beruhigender für mich, wenn ich weiß, daß Sie einen Arzt drüben haben.«
»Ich fühle mich sehr wohl. Und wenn etwas passieren sollte, kann ich ja zurückkommen.«
»Natürlich. Es ist auch nur eine Vorsicht. Es gibt in Florenz einen guten Arzt: Professor Fiola. Wollen Sie das behalten? Fiola.«
»Ich werde es vergessen. Es ist doch nicht wichtig, Ravic.«
»Ich werde ihm schreiben. Er wird sich um Sie kümmern.«
»Aber warum? Mir fehlt ja nichts.«
»Professionelle Vorsicht, Kate. Weiter nichts. Ich werde ihm schreiben, er möchte Sie anrufen.«
»Meinetwegen.« Sie nahm ihre Handtasche. »Adieu, Ravic. Ich gehe. Vielleicht fahre ich von Florenz gleich nach Cannes und von da mit der ›Conte di Savoya‹ nach New York. Sollten Sie einmal in Amerika sein, dann werden Sie eine Frau in einem Landhaus mit einem Mann und Kindern und Pferden und Hunden finden. Die Kate Hegström, die Sie kannten, lasse ich hier. Sie hat ein kleines Grab in der Scheherazade. Trinken Sie ab und zu hinüber, wenn Sie hingehen.«
»Gut. Mit Wodka.«
»Ja. Mit Wodka.« Sie stand unschlüssig in der Dämmerung des Zimmers. Der Streifen Licht fiel jetzt hinter sie auf eine der Fotografien von Chartres. Den Hochaltar mit dem Kreuz. »Sonderbar«, sagte sie. »Ich sollte froh sein. Ich bin es nicht...«
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