Ной Гордон: Der Medicus

Здесь есть возможность читать онлайн «Ной Гордон: Der Medicus» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию). В некоторых случаях присутствует краткое содержание. год выпуска: 1990, категория: Историческая проза / на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале. Библиотека «Либ Кат» — LibCat.ru создана для любителей полистать хорошую книжку и предлагает широкий выбор жанров:

любовные романы фантастика и фэнтези приключения детективы и триллеры эротика документальные научные юмористические анекдоты о бизнесе проза детские сказки о религиии новинки православные старинные про компьютеры программирование на английском домоводство поэзия

Выбрав категорию по душе Вы сможете найти действительно стоящие книги и насладиться погружением в мир воображения, прочувствовать переживания героев или узнать для себя что-то новое, совершить внутреннее открытие. Подробная информация для ознакомления по текущему запросу представлена ниже:

Ной Гордон Der Medicus
  • Название:
    Der Medicus
  • Автор:
  • Жанр:
    Историческая проза / на немецком языке
  • Год:
    1990
  • Язык:
    Немецкий
  • Рейтинг книги:
    3 / 5
  • Ваша оценка:
    • 60
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
  • Избранное:
    Добавить книгу в закладки

Der Medicus: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Medicus»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Noah Gordon Der Medicus Roman Titel der Originalausgabe »The Physician« Copyright © 1986 by Noah Gordon Aus dem Amerikanische übersetzt Von Willy Thaler

Ной Гордон: другие книги автора


Кто написал Der Medicus? Узнайте фамилию, как зовут автора книги и список всех его произведений по сериям.

Der Medicus — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система автоматического сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Medicus», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Не бойтесь закрыть страницу, как только Вы зайдёте на неё снова — увидите то же место, на котором закончили чтение.

Frau Bukerei schniefte. »Aber der Zunftmeister will nichts davon hören«, beklagte sie sich bitter.

Er war viel zu jung, um als Schauermann im Hafen zu arbeiten, wusste aber, dass junge Unfreie in den Bergwerken eingesetzt wurden, wo sie in Stollen arbeiteten, die zu eng für Männer waren. Er wusste auch, dass Unfreie erbärmlich schlecht gekleidet und ernährt und oft schon wegen kleiner Übertretungen brutal ausgepeitscht wurden. Und dass man, wenn man einmal unfrei war, es sein Leben lang blieb. Er weinte.

Schließlich nahm er all seinen Mut zusammen und sagte

sich, dass Richard Bukerei ihn nie als Unfreien verkaufen würde, aber er traute es Frau Bukerei zu, dass sie andere Leute schicken könnte, um ihren Vorsatz auszuführen, ohne ihren Mann zu fragen. Ihr war so etwas durchaus zuzutrauen. So wartete er in dem stillen, verlassenen Haus und begann bei dem leisesten Geräusch zu zittern.

Fünf bleierne Tage nach dem Begräbnis seines Vaters klopfte ein Fremder an die Tür.

»Du bist der junge Cole?«

Er nickte vorsichtig, sein Herz pochte laut.

»Ich heiße Croft. Ein Mann namens Richard Bukerei hat mich zu dir geschickt, den ich beim Bier in der Bardwell-Taverne kennengelernt habe.«

Rob hatte einen weder jungen noch alten Mann mit einem riesigen, fetten Körper und einem wettergegerbten Gesicht vor sich, das vom langen Haar eines freien Mannes und einem gekräuselten Bart von der gleichen rötlichen Farbe umgeben war.

»Wie lautet dem voller Name?«

»Robert Jeremy Cole, Sir.«

»Alter?«

»Neun Jahre.«

»Ich bin Bader und suche einen Lehrling. Weißt du, was ein Bader tut, junger Cole?«

»Seid Ihr eine Art Arzt?«

Der dicke Mann lächelte. »Vorläufig genügt das. Bukerei hat mich über deine Lage unterrichtet. Sagt dir mein Beruf zu?«

Das war nicht der Fall; er hatte keine Lust, so zu werden wie der Blutsauger, der seinen Vater zu Tode geschröpft hatte. Aber noch weniger wollte er als Unfreier verkauft werden, und er antwortete ohne Zögern mit ja.

»Keine Angst vor der Arbeit?«

»O nein, Sir!«

»Das ist gut, denn bei mir kannst du dir die Finger wund arbeiten. Bukerei hat gesagt, daß du lesen und schreiben und auch Latein kannst?«

Rob zögerte. »Um der Wahrheit die Ehre zu geben, sehr wenig Latein.«

Der Mann lächelte. »Ich werde dich eine Zeitlang zur Probe nehmen.

Hast du eigene Sachen?«

Das kleine Bündel war seit Tagen geschnürt. Bin ich nun gerettet? fragte er sich. Draußen kletterten sie in den merkwürdigsten Wagen, den er jemals gesehen hatte. Zu beiden Seiten des Kutschbocks stand eine weiße Stange, um die ein dicker Stoffstreifen wie eine karmesinrote Schlange gewickelt war. Die Abdeckung des grellroten Gefährts war mit den sonnengelben Bildern eines Widders, eines Löwen, einer Waage, eines Steinbocks, zweier Fische, eines Schützen und eines Krebses bemalt.

Der Apfelschimmel zog an, und sie rollten die Carpenter's Street hinunter und am Zunfthaus vorbei. Rob saß wie erstarrt da, als sie durch die lebhafte Thames Street fuhren, und es gelang ihm immer wieder, einen schnellen Blick auf den Mann zu werfen; jetzt bemerkte er ein trotz des Fetts ansprechendes Gesicht, eine kräftige, gerötete Nase, eine Geschwulst auf dem linken Augenlid und ein Netz von feinen Fältchen, die von den Winkeln der durchdringenden, blauen Augen ausgingen.

Der Wagen überquerte die kleine Brücke über den Walbrook und fuhr an Egglestans Stall und der Stelle vorbei, an der Ma zusammengebrochen war. Dann bogen sie rechts ab und ratterten über die London Bridge zum Südufer der Themse. Er erkannte das Haus des Exporteurs, für den Ma gestickt hatte. Über diese Stelle war er nie hinausgekommen. »Master Croft?«

Der Mann runzelte die Stirn. »Nein, nein. Man nennt mich niemals Croft. Ich werde immer Bader genannt, wegen meines Berufes.« »Ja, Bader«, sagte Rob. Nach wenigen Augenblicken lag Southwark hinter ihnen, und er erkannte voll Panik, dass er nun die seltsame, unbekannte Außenwelt betrat.

»Wohin fahren wir, Bader?« Er konnte den Schrei nicht unterdrücken. Der Mann lächelte, ließ die Zügel schnalzen, und der Apfelschimmel fiel in Trab. »Überallhin«, antwortete er.

Der Bader

Vor Einbruch der Dämmerung schlugen sie auf einem Hügel neben einem Bach ihr Lager auf. Der Mann verriet ihm, dass der schwerfällige Apfelschimmel Tatus hieß. »Eine Abkürzung für Incitatus, nach dem Roß, das Kaiser Caligula so geliebt hatte, dass er das Tier zum Priester und Konsul ernannte. Unser Incitatus ist für einen armen Kerl, den man kastriert hat, ein annehmbares Tier«, erklärte der Bader und zeigte ihm, wie man den Wallach betreute, indem er das Pferd mit weichem, trockenem Gras abrieb, es dann trinken und anschließend weiden ließ, bevor sie für ihre Bedürfnisse sorgten. Sie befanden sich im Freien in einiger Entfernung vom Waldrand, und der Bader ließ ihn trockenes Holz für ein Feuer sammeln. Rob musste den Weg mehrmals zurücklegen, um einen Haufen zusammenzukriegen. Bald knisterte das Feuer, und beim Kochen stiegen Düfte auf, bei denen seine Beine weich wurden. Der Bader hatte reichlich dünne Scheiben Räucherspeck in einen Eisentopf gelegt. Nun schüttete er den Großteil des ausgelassenen Fettes weg und schnitt eine große Rübe und mehrere Stangen Lauch in den Topf, zu denen er eine Handvoll getrocknete Maulbeeren und einige Kräuter hinzufügte. Als das duftende Gericht fertig schien, war Rob, als habe er noch nie etwas Besseres gerochen. Der Bader aß gleichmütig, sah zu, wie Rob eine große Portion verschlang, und gab ihm schweigend noch eine. Sie wischten ihre Holzschüsseln mit Brocken von Gerstenbrot aus. Ohne auf eine Anweisung zu warten, trug Rob den Topf und die Schüsseln zum Bach und rieb sie mit Sand rein.

Nachdem er das Geschirr zurückgebracht hatte, ging er hinter ein nahes Gebüsch, um Wasser zu lassen.

»Grundgütiger Herrgott, das ist aber ein bemerkenswerter Zipfel!« staunte der Bader, der plötzlich hinter ihm stand. Rob brach sein Geschäft vorzeitig ab und steckte sein Glied in die Hose. »Als ich klein war«, erklärte er schüchtern, »hatte ich eine Verletzung... eben dort. Ein Chirurg hat das Häutchen am Ende entfernt.«

Der Bader starrte ihn erstaun an. »Er hat die Vorhaut entfernt. Du bist beschnitten worden wie ein verdammter Heide.« Der Junge ging sehr verwirrt zurück und wartete aufmerksam.

Vom Wald her kroch Feuchtigkeit herüber, er öffnete sein kleines Bündel, entnahm ihm sein zweites Hemd und zog es über das an, das er trug.

Der Bader holte zwei Felle aus dem Wagen und warf sie ihm zu. »Wir schlafen im Freien, denn der Wagen ist mit allerlei Kram angefüllt.« Der Bader sah in dem offenen Bündel die Münze glänzen und hob sie auf. Er fragte nicht, woher sie stammte, und Rob verriet es ihm auch nicht. »Es ist eine Inschrift drauf«, sagte er. »Mein Vater und ich... wir haben angenommen, dass sie den Namen der ersten römischen Kohorte angibt, die nach London kam.« Der Bader untersuchte sie. »Ja.«

Offensichtlich wusste er eine Menge über die Römer und schätzte sie, nach dem Namen zu urteilen, den er seinem Pferd gegeben hatte. Rob war plötzlich davon überzeugt, dass der Mann seinen Schatz behalten würde.

»Auf der anderen Seite stehen Buchstaben«, sagte er heiser. Der Bader hielt die Münze näher ans Feuer, um besser lesen zu können. »IOX. IO bedeutet >hurra<, X ist >zehn<. Es ist ein römischer Siegesschrei: >Zehnmal hurra<!«

Rob nahm die Münze erleichtert wieder entgegen und schlug sein Lager beim Feuer auf. Die Felle waren ein Schafspelz, den er mit dem Fell nach oben auf den Boden legte, und ein Bärenfell, das er als Decke verwendete.

Читать дальше

Похожие книги на «Der Medicus»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Medicus» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё не прочитанные произведения.


Ной Гордон: Der Rabbi
Der Rabbi
Ной Гордон
Ной Гордон: Der Schamane
Der Schamane
Ной Гордон
Ной Гордон: Der Medicus von Saragossa
Der Medicus von Saragossa
Ной Гордон
Noah Gordon: El Médico
El Médico
Noah Gordon
Ruth Downie: Medicus
Medicus
Ruth Downie
Отзывы о книге «Der Medicus»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Medicus» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.