Ной Гордон: Der Medicus

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Ной Гордон Der Medicus
  • Название:
    Der Medicus
  • Автор:
  • Жанр:
    Историческая проза / на немецком языке
  • Год:
    1990
  • Язык:
    Немецкий
  • Рейтинг книги:
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Noah Gordon Der Medicus Roman Titel der Originalausgabe »The Physician« Copyright © 1986 by Noah Gordon Aus dem Amerikanische übersetzt Von Willy Thaler

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Der »Unsinn«, den sie von den Nonnen gelernt hatte, hielt jetzt ihre Familie am Leben.

An diesem Morgen hatte sie noch überlegt, ob sie die Stickarbeit wirklich abliefern sollte. Ihre Niederkunft stand kurz bevor, und sie fühlte sich schwer und unförmig. Aber die Lebensmittelvorräte waren aufgebraucht. Sie musste auf den Billingsgate-Markt gehen, um Mehl und Fleisch zu kaufen, dafür brauchte sie aber das Geld, das ihr der Exporteur bezahlen würde, der in Southwark wohnte, auf der anderen Seite des Flusses. Sie ging langsam mit ihrem kleinen Bündel die Thames Street zur London Bridge hinunter. Wie gewöhnlich wimmelte die Thames Street vor Packtieren und Schauerleuten, die Waren zwischen den höhlenartigen Lagerhäusern und dem Wald von Schiffmasten an den Kais hin und her beförderten. Der Lärm erfrischte sie belebend wie Regen ausgedörrten Boden. Trotz aller Schwierigkeiten war sie Nathanael dafür dankbar, dass er sie von Watford und dem Anwesen ihres Vaters weggeholt hatte. Sie liebte diese Stadt so sehr.

Sie ging an zerlumpten Unfreien vorbei, die Eisenbarren zu vor Anker liegenden Schiffen schleppten. Hunde bellten die unglücklichen Männer an, die sich unter ihren schweren Lasten abmühten, so dass Schweißperlen auf ihren kahlgeschorenen Köpfen glänzten. Sie atmete den Knoblauchgestank ungewaschenen Körper ein und den metallischen Geruch der Eisenbarren, dann einen angenehmen Duft, der von einem Karren kam, auf dem ein Mann Fleischpasteten feilbot. Das Wasser lief ihr im Mund zusammen, aber sie hatte nur ein Geldstück in der Tasche und hungrige Kinder daheim. »Pasteten, verführerisch wie die Sünde«, pries der Verkäufer. »Heiß und gut!« Die Docks dufteten nach sonnenwarmem Fichtenharz und geteerten Tauen. Sie presste eine Hand auf den Bauch, als sie spürte, wie sich ihr Kind in dem Ozean zwischen ihren Hüften bewegte. An der Ecke sang eine Gruppe von Seeleuten mit Blumen an den Mützen fröhliche Lieder, zu denen drei Musikanten auf einer Querpfeife, einer Trommel und einer Harfe spielten. Während sie an ihnen vorbeiging, bemerkte sie einen Mann.

Er lehnte an einem merkwürdig aussehenden Wagen, auf den die Zeichen des Tierkreises aufgemalt waren. Er mochte an die vierzig Jahre alt sein, und die Haare begannen ihm auszugehen, die wie sein Bart rötlich waren.

Seine Züge waren sympathisch, und er hätte besser ausgesehen als Nathanael, wenn er nicht so dick gewesen wäre. Sein Gesicht war wettergegerbt, und sein Bauch stand genauso weit vor wie der ihre. Doch war seine Korpulenz nicht abstoßend; im Gegenteil, sie wirkte entwaffnend und anziehend und verriet, dass hier ein freundlicher, geselliger Geist den Freuden des Lebens zu sehr zugetan war. Seine blauen Augen glänzten und blitzten und passten zu dem Lächeln auf seinen Lippen.

»Hübsche Dame, wollt Ihr mein Liebchen sein?« fragte er. Überrascht sah sie sich um, um festzustellen, mit wem er sprach, aber außer ihr war niemand in der Nähe.

»Wir sind füreinander geschaffen. Ich würde für Euch sterben, meine Dame«, rief er ihr begeistert nach.

»Nicht nötig. Christus hat es schon getan, Sir«, entgegnete sie, hob den Kopf, straffte die Schultern und ging weiter. Dabei wiegte sie sich verführerisch in den Hüften, schob ihren beinahe unglaublichen, vom Kind ausgefüllten Bauch vor sich her und stimmte in sein Gelächter ein.

Sie lächelte noch, als in der Nähe des Puddle Dock die Wehen einsetzten. »Barmherzige Mutter!« flüsterte sie.

Der Schmerz setzte wieder ein, begann in ihrem Bauch, griff jedoch auf den ganzen Körper und ihre Sinne über, so dass sie sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Als sie auf das Kopfsteinpflaster sank, platzte die Fruchtblase.

Sofort sammelte sich eine Menge von neugierigen Londonern, und ein Wald von Beinen schloss sie ein. Durch einen Nebel von Schmerzen nahm sie einen Kreis von Gesichtern wahr, die auf sie herunterschauten.

Agnes stöhnte.

»Hört mal, ihr erbärmlichen Scheißkerle«, brummte ein Rollkutscher. »Lasst ihr Platz zum Atmen. Und lasst uns unser tägliches Brot verdienen. Bringt sie von der Straße weg, damit unsere Wagen vorbei können.«

Man trug sie an einen Ort, wo es dunkel und kühl war und stark nach Dung roch. Dabei machte sich jemand mit ihrem Bündel Stickereien davon. Weiter hinten in der Dunkelheit bewegten sich schwankend große Gestalten.

Ein Huf schlug hallend an ein Brett, gefolgt von lautem Wiehern.

»Was soll das? Ihr könnt sie nicht hierher bringen«, wehrte sich eine mürrische Stimme. Es war ein aufgeregter, kleiner Mann mit rundem Bauch und lückenhaften Zähnen, und als sie seine Stallknechtstiefel und die Mütze sah, erkannte sie Geoff Egglestan und wußte, daß sie in seinem Stall lag. Vor mehr als einem Jahr hatte Nathanael hier einige Boxen neu gebaut, und sie wollte diese Tatsache nützen.

»Master Egglestan«, keuchte sie leise. »Ich bin Agnes Cole, die Frau des Zimmermanns, den Ihr gut kennt.«

Sein Gesicht verriet, daß er sie widerwillig erkannte und ihm klar wurde, daß er sie nicht hinauswerfen konnte.

Die Leute drängten sich neugierig hinter ihm. Agnes rang nach Atem. »Bitte, würde jemand so freundlich sein und meinen Mann holen?« fragte sie.

»Ich kann von meiner Arbeit nicht weg«, murmelte Egglestan. »Das muß jemand anderer besorgen.«

Niemand rührte sich.

Sie steckte die Hand in die Tasche und fand das Geldstück. »Bitte«, wiederholte sie und hielt es in die Höhe.

»Ich werde meine Christenpflicht tun«, meldete sich sofort eine Frau, offenbar eine Prostituierte. Ihre Finger schlössen sich wie eine Klaue um die Münze.

Der Schmerz war unerträglich. Diesmal war es ein anderer, neuer Schmerz. Sie war an dicht aufeinanderfolgende Wehen gewöhnt; nach den ersten beiden Schwangerschaften waren die Geburten etwas schwierig gewesen, aber im Lauf der Zeit hatte sich der Muttermund gedehnt. Sie hatte vor und nach Anne Mary Fehlgeburten gehabt, aber sowohl Jonathan als auch das Mädchen hatten nach dem Platzen der Fruchtblase ihren Körper mühelos verlassen wie kleine, zwischen zwei Fingern herausgedrückte Samen. Bei fünf Geburten hatte sie nichts Derartiges erlebt.

Liebe Agnes, betete sie in dumpfem Schweigen. Liebe Agnes, der du den Lämmern hilfst, hilf auch mir!

Sie betete immer, wenn sie Wehen hatte, zu ihrer Namensheiligen, doch diesmal war die ganze Welt ein unablässiger Schmerz, und das Kind steckte in ihr wie ein großer Pfropfen.

Schließlich erregten ihre rauen Schreie die Aufmerksamkeit einer vorbeigehenden Hebamme, eines alten Weibes, das ziemlich betrunken war und die Gaffer fluchend aus dem Stall jagte. Als sie wieder zurückkam, betrachtete sie Agnes angewidert. »Die verdammten Männer haben dich in der Scheiße abgesetzt«, murmelte sie.

Sie wusste keinen anderen Platz, an den sie Agnes hätte bringen können. Sie schob ihr die Röcke bis zur Taille hinauf und schnitt die Unterwäsche weg; dann fegte sie auf dem Boden vor der offenen Vulva den strohigen Dung mit den Händen beiseite, die sie an ihrer schmutzigen Schürze abwischte.

Aus ihrer Tasche zog sie ein Glas mit Schweinefett, das schon vom Blut und den Säften anderer Frauen dunkel gefärbt war. Sie nahm etwas von dem ranzigen Fett heraus und bewegte die Hände wie beim Waschen, bis sie eingeschmiert waren. Dann schob sie zuerst zwei Finger, dann drei, dann die ganze Hand in die erweiterte Öffnung der pressenden Frau, die jetzt wie ein Tier heulte.

»Es wird dir noch doppelt so weh tun, Frau«, sagte die Hebamme nach einigen Augenblicken und schmierte ihre Arme bis zu den Ellbogen ein. »Der kleine Kerl könnte sich selbst in die Zehen beißen, wenn er wollte. Er kommt mit dem Arsch voran heraus.«

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