Jacob Walden - Wahrheit oder Sylt
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- Название:Wahrheit oder Sylt
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Drei Tage und Nächte in den Sylter Dünen.
Zwei geheimnisvolle Mädchen.
Ein verhängnisvolles Spiel …
Sonne, Meer, Strand und Sex. Ein exzessives Wochenende in einem luxuriösen Ferienhaus in den Dünen. Vier Freunde und viele Geheimnisse. Was an einem heißen Augusttag als unbeschwertes Spiel beginnt, gerät bald außer Kontrolle und mündet in eine Katastrophe …
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»Sylt?«, haucht er.
»Sehr gut«, lobt Waldmann erneut. »Und können Sie mir auch sagen, wie Sie auf Sylt ins Krankenhaus geraten sind?«
Wie in einem dunklen Keller, in dem die einzige Glühbirne durchgebrannt ist, tastet er sich an den spärlichen Bildern entlang, die der Schleier in seinem Kopf gerade freigibt.
Haus in den Dünen. Gesichter, die ihm vage bekannt vorkommen. Reden. Lachen. Geschrei. Aufregung. Wut. Etwas ist passiert, ist aus dem Ruder gelaufen. Er versucht, weiter in seine Erinnerung vorzudringen, doch je mehr er sich anstrengt, desto mehr verschwimmt alles in undurchsichtigem Nebel.
»Kommt die Erinnerung zurück?«, hört er den Arzt von weit entfernt fragen. »Wissen Sie wieder, wie Sie heißen?«
Er schüttelt den Kopf, was dieser mit erneutem Dröhnen quittiert. Ohnehin fühlt sich sein Kopf an, als wäre er viel zu weit weg, fast so, als wäre er durch einen Giraffenhals mit dem Rest des Körpers verbunden.
»Was ist das Letzte, woran Sie sich erinnern können?«, fragt der Arzt.
Schweigen.
»Mit wem sind Sie auf Sylt?«
Gesichter. Bekannte und weniger bekannte. Freundliche. Sympathische. Verzerrte. Abneigung. Ekel. Matze. Unwillkürlich zuckt er zusammen. Schmerz schießt durch seinen Kopf und von dort in den ganzen Körper. Er beginnt zu zittern.
»Freunde«, krächzt er. »Mit ein paar Freunden.«
Waldmann sieht ihn ernst an. »Was ist Ihnen eben eingefallen?«
»Nichts, nur …«
»Ja?«
»Nichts.«
Waldmann nickt langsam.
»Wo wohnen Sie auf Sylt?«
»Ein Haus in den Dünen, mit Reetdach, in der Nähe vom Strand.«
»Hmmm«, macht der Arzt und lächelt milde. »Ich fürchte, das bringt uns nicht wirklich weiter.«
»Hat niemand nach mir gefragt?«
Waldmann sieht ihn einige lange Sekunden stumm an.
»Okay«, sagt er schließlich. Er zieht sich einen Stuhl heran und setzt sich neben das Bett. »Ich werde Ihnen jetzt erzählen, was wir über die Umstände wissen, die Sie hierher gebracht haben. Unterbrechen Sie mich, wenn das irgendwelche Erinnerungen bei Ihnen wachruft.«
4
»Heute Nacht gegen halb zwei rief eine Frau bei der Rettungsleitstelle an und meldete, dass sich an der Bushaltestelle Schauinsland in Wenningstedt zwei bewusstlose Personen befänden. Bevor die Rettungsstelle nachfragen konnte, legte sie auf, ohne ihren Namen zu sagen. Die Rettungsleitstelle hat versucht zurückzurufen, doch wie sich herausstellte, kam der Anruf von einer Telefonzelle ein paar 100 Meter von der Bushaltestelle entfernt. Die Sanitäter des Rettungswagens fanden Sie und eine weitere Person wie angekündigt bewusstlos im Wartehäuschen liegend vor.«
»Warum Wenningstedt?«
Der Arzt lacht. »Warum nicht? Ist das das Einzige, das Ihnen zu denken gibt?«
»Und warum Bushaltestelle?«
»Vielleicht wollten Sie nach Hause?«, schlägt Waldmann vor.
Schweigen. Ratlosigkeit.
»Setzen Sie sich nicht unter Druck. Meistens kommt die Erinnerung mit der Zeit zurück.« Der Arzt schenkt ihm ein Lächeln, das aufmunternd wirken soll.
»Es war jedenfalls großes Glück, dass Sie so schnell gefunden worden sind. Durch das heftige Gewitter hat es sich stark abgekühlt, und Sie waren nur notdürftig bekleidet.«
»Okay«, sagt er gedehnt. Sein Gehirn ringt um Bilder, Erinnerungen, irgendetwas.
»Die Sanis haben Sie dann hierher in die Nordseeklinik gebracht. In Ihrem Blut fand sich eine Alkoholkonzentration von zweieinhalb Promille. Ihre Zunge wies frische Bissspuren auf, wie sie typischerweise bei Krampfanfällen auftreten. Daher haben wir eine Computertomografie ihres Kopfes durchgeführt, die aber keine auffälligen Befunde erbracht hat. Sie waren einige Stunden in einer tiefen Bewusstlosigkeit.«
»Krampfanfälle? Wie ein epileptischer Anfall?«
»So in der Art. Aber im Rahmen einer schweren Alkoholintoxikation kann man noch nicht von Epilepsie sprechen. Oder ist bei Ihnen ein Epilepsieleiden bekannt?«
Aus dem Nebel in seinem Kopf taucht seine Mutter auf. Sie sieht frisch und erholt und um Jahrzehnte jünger aus als das abstoßende Bild, das er von ihr in seiner Erinnerung behalten hat.
»Als kleines Kind … meine Mutter … sie hat gesagt, dass ich mal einen … Anfall gehabt hätte. Ich sollte das jedem Arzt sagen. Das war ihr ganz wichtig.«
»Na, dann passt ja alles zusammen«, sagt der Arzt nickend. »Vielleicht haben Sie tatsächlich eine niedrigere Krampfschwelle als andere. Und irgendetwas hat dann gestern Abend die Sicherungen durchbrennen lassen.«
»Aber so etwas ist noch nie passiert!«
»Haben Sie gestern etwas anderes als Alkohol konsumiert?«
Er spürt, wie es in seinem Kopf heiß wird.
»Ecstasy, Kokain, Marihuana?«, schlägt Waldmann vor.
»Nein«, flüstert er. »Selbstverständlich nicht.«
»So selbstverständlich ist das überhaupt nicht«, sagt der Arzt und sieht sehr skeptisch aus. »Auf Sylt ist so einiges im Umlauf, vor allem in der Saison. Aber jetzt, da Sie wieder aufgewacht sind, ist es eigentlich auch egal. Zumindest aus medizinischer …«
»Wer noch?«, unterbricht er den Arzt. »Wer war der andere … an der Bushaltestelle?«
»Hmmm«, macht der Arzt nachdenklich, »das darf ich Ihnen nicht sagen. Schweigepflicht, Sie wissen schon.«
»Dann fragen Sie ihn!«, versucht er zu rufen, aber seine Stimme kommt noch immer nicht über ein heiseres Krächzen hinaus. »Sie können ihm von mir erzählen.«
»Ihr«, sagt der Arzt ruhig. »Es ist eine Frau. Und sie ist noch nicht wieder aufgewacht.«
»Wer ist es? Sagen Sie es mir!«
»Wir wissen von ihr genauso wenig wie von Ihnen. Sie hatten beide keine Papiere, keine Handys und auch sonst nichts dabei. Nur die Kleider, die Sie anhatten, und das waren, wie gesagt, auch nicht viele.«
»Wie sieht sie aus?«
»Wenn Ihnen dann ihr Name einfällt, verraten Sie ihn mir dann?«
»Ja. Natürlich.«
»Groß, schlank, etwa Mitte 20. Am auffälligsten sind ihre langen, welligen blonden Haare. Eine richtige Löwenmähne. Und … wie soll ich das jetzt sagen?« Er lacht verlegen. »Ziemlich große Brüste.«
Ein Bild, mehr nicht, das aber deutlich. Kein Name. Nur Gesicht. Gestalt. Er schweigt und zuckt lediglich mit den Schultern.
»Schade«, sagt der Arzt. »Was ist gestern Abend wirklich passiert? Was haben Sie sich alles reingezogen?«
»Ich habe keine Ahnung. Ehrlich!«
Waldmann seufzt und wendet sich zum Gehen.
»Wie geht’s denn jetzt weiter?«, krächzt er dem Arzt hinterher.
»Erst einmal müssen Sie hier bleiben. Aber da Sie jetzt wach sind, können Sie im Laufe des Tages auf die normale Station umziehen. Die Schwester wird Sie vorher vom Vitaldatenmonitor nehmen und Ihnen den Blasenkatheter ziehen. Morgen müssen ein paar Untersuchungen durchgeführt werden. Wenn alles okay ist, werden Sie in zwei, maximal drei Tagen draußen sein. Bis dahin werden sich sicher auch Ihre Freunde gemeldet haben. Dann werden wir bestimmt erfahren, wer Sie überhaupt sind.«
Es sollte beruhigend klingen, doch bewirkt das Gegenteil. Der Arzt lässt die Glastür hinter sich offen. Vom Flur ist ein Murmeln zu hören, leise Stimmen, unverständlich, doch irgendwie bedrohlich. Er ist sich sicher, dass die Stimmen über ihn reden.
5
Ein gebeugtes, hageres Männchen manövriert ihn in seinem Bett durch Gänge, in denen er sofort die Orientierung verliert.
Fahrstuhl. Mehr Gänge. Türen. Eine davon öffnet das Männchen, schiebt ein leeres, mit Plastikfolie überzogenes Bett hinaus und ihn hinein.
»Schwester kommt gleich. Alles Gute.« Das Männchen nimmt eine graue Mappe vom Fußende des Bettes und geht. Die Tür schließt sich, absolute Stille.
Auf einem Tisch in Reichweite eine Flasche Mineralwasser, ein eingeschweißter Plastikbecher. Begrüßungsritual, denkt er, wobei ihn eine Woge aus Angst überspült. Das abstrakte Aquarell über dem Tisch scheint auf ihn zuzukommen. Billiger Druck, schmuckloser weißer Rahmen. Blau und Orange verschwimmen zu undefinierbaren Formen und Figuren. Das Orange flackert. Das Orange droht. Das Orange schreit ihn an.
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