Dieter Jandt - German Cop

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Der ehemalige Lokal-Reporter Wagner lässt kaum ein Fettnäpfchen aus. Dabei geht er durchaus forsch vor. Er hat sich entschlossen, als angeblicher BKA-Beamter in ein Gefängnis in Bangkok zu spazieren, um die Thailänderin Nok aus der Auslieferungshaft zu befreien. Kann das gutgehen?
Doch wenn es um die gewiefte Nok geht, setzt bei Wagner meist der Verstand aus. Und so gerät er immer wieder in Turbulenzen. Bei allen Abenteuern verliert er Nok immer wieder aus den Augen, die sich ihm nach Belieben entzieht. Und wenn Johann, der «Thailand-Kenner», ihm nicht gelegentlich zur Seite stünde, wäre Wagner längst verloren.
"German Cop" ist der eigenständige Nachfolgeroman des 2008 erschienen Krimis «Rubine im Zwielicht» (Wuppertal-Krimi mit Rezepten) und der 21. Band der Krimi-Reihe Mord und Nachschlag. Die Kochrezepte stammen entsprechend der Handlung überwiegend aus Thailand.

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Nok hatte schon früher in Mae Sai mit Rubinen gehandelt. Ihr machte man so leicht nichts vor. Lange Jahre hatte sie inmitten des Viertels der Edelsteinhändler ein kleines Geschäft betrieben, hatte wie alle anderen an der Straße mit einer Lupe gebeugt an einem Tisch gesessen, mit einer Pinzette in kleinen Häufchen von Rubinen gestochert und die aussortierten Steine an einen jungen Mann mit flinken Fingern weitergereicht, der hinter ihr am Schleifband saß. Schon damals reihte sich ein Laden an den anderen, immer mehr zwielichtige Händler waren hinzugekommen, die ahnungslose Touristen übers Ohr hauten. Einige Ladeninhaber sahen sich genötigt, auf großen Metallschildern zu verkünden, dass sie garantiert mit echten Steinen handeln würden. Das Geschäft im Ort war zusehends verkommen und das Misstrauen untereinander schnell gewachsen. Das war der eigentliche Grund, warum Nok nach Bangkok gewechselt war.

Als Nok die Lupe endlich beiseitegelegt hatte, und man sich nach weiteren zähen Verhandlungen über den Preis einigte, wünschte sich das Männlein, diese Frau nie wieder zu sehen, strich freudlos die thailändischen Banknoten ein und sah gequält lächelnd Ton an, während Nok die in kleine Cellophantüten verstauten und in Papier eingewickelten Steine in einen der Rucksäcke legte. Draußen fuhr sie sofort ihren Bruder an, weil sie diese kleinen, fest verschnürten Bündel im Rucksack entdeckt hatte, die nur zu einer Gelegenheit dort hineingekommen sein konnten: Als der Freund des Akha ihnen das Motorrad gleich hinter der Grenze überlassen hatte.

»Sag mal, wie leichtsinnig bist du eigentlich? Wir führen das ganze Zeug hier 40 Kilometer in Burma spazieren und jetzt wieder zurück! Schleichen zu dritt über die Berge mit diesem klapprigen Motorrad. Ich hatte doch deutlich gesagt, ich will das nicht. Schmeiß es weg!«

»Nun bleib mal ruhig, Schwesterchen! Ich mach das nicht zum ersten Mal, das weißt du. Vor allen Dingen schreie nicht so rum! Es gibt nicht wenige hier, die verstehen Thai. Und unsere Steinchen sind ja schließlich auch nicht gerade legal, wenn wir die so einfach über die grüne Grenze mitnehmen.«

Die nächtliche Rückfahrt war nicht ganz so anstrengend. Nur zwei Mal sah sich der junge Akha genötigt abzusteigen und einen steilen Berg zu Fuß hochzulaufen, bis Ton kam und ihn mit dem Motorrad nachholte.

Nun auf der thailändischen Seite tuckerten sie zu dritt die Hügel hinauf, während über ihnen erleuchtete Ballons in die Höhe stiegen. Zu Tausenden wurden sie von den Straßenrändern in Mae Sai emporgeschickt. Wie die kleinen Krathongs auf dem Grenzfluss sollten sie die Wünsche der Menschen weitertragen. Irgendwo dort unten saß auch Wagner und hatte zumindest einen Wunsch.

9.

Johann fläzte sich mit lang ausgestreckten Beinen auf einem Sessel im Café des Top North Hotels. Er hielt einen Teller mit Schwarzwälder Kirschtorte in der Hand und aß gemächlich, während er das Treiben auf der Hauptstraße nahe den Grenzanlagen beobachtete. Die Dämmerung setzte ein. In einer halben Stunde, um 18 Uhr, würde die Grenze geschlossen sein. Ein Stau hatte sich auf der linken Seite der Fahrbahn gebildet, meist Pickups mit allen möglichen Waren auf den Ladeflächen. Fliegende Händler mit Handkarren schoben sich dazwischen, Motorräder nutzten die Lücken und drängten sich geschickt in gewagten Slaloms nach vorn. Fußgänger mussten aufpassen, nicht angefahren zu werden. Auf der rechten Fahrbahn kamen Autos und Motorräder zügig von der Grenzbrücke herunter und verteilten sich eilig auf der dreispurigen Straße nach Mae Sai hinein.

Vor dem Eingang des Hotels stellten burmesische Händler ihre Karren mit Textilien, billigem Schmuck und allerlei Nippes auf. Der Nachtmarkt veränderte wie überall in Thailand allabendlich das Straßenbild.

Johann pflückte die Kirsche von der Torte und schob sie mit der Zunge am Gaumen hin und her. Er beobachtete Wagner, der im Stehen seinen kleinen Rucksack kontrollierte.

»Was willst du mit der Kamera? Ein Familienfoto machen, bevor sie dich schnappen?«

Wagner antwortete nicht. Er nahm ein kleines, blau-gelbes Wörterbuch heraus, nickte und stopfte es wieder in den Rucksack zurück.

»Ich sag’s dir nochmal: Du bist so schnell weg vom Fenster, da hast du noch nicht mal nachgeschlagen, was ›Bitte, bitte‹ heißt. Und denk daran, falls sie dich festnehmen: Wir kennen uns nicht, okay?«

An den Kontrollposten waren die beiden am frühen Morgen im Bus tatsächlich nicht kontrolliert worden. Während die Polizisten die Einheimischen und vor allem Burmesen sehr genau checkten, ließ man Farang meist in Ruhe. Aber verlassen konnte man sich darauf nicht, und Johann konnte es immer noch nicht fassen, mit welcher Naivität Wagner herumreiste. Andererseits fand er zunehmend Gefallen an der ganzen Angelegenheit. Es versprach spannend zu werden. Und mit etwas Distanz konnte er sich das, was da kommen würde, in Ruhe anschauen, ohne sich selbst zu gefährden.

Wagner zog den Reißverschluss zu und schulterte den Rucksack.

»Was musst du die lieben!«, spottete Johann mit der Kirsche im Mund. »Denk doch mal nach: Wenn die Eltern wissen, wer du bist, ist das allererste, was sie tun, die Polizei anzurufen. Schon allein, weil sie hoffen, dass die Nok dann in Ruhe lässt.«

»Glaube ich nicht. So sind die nicht!«

»Ach ja klar. Weil Nok von ihnen abstammt. Und weil die auch nicht so ist. Kennen wir, die Leier.« Johann stieß seine Gabel hart in die Torte und schob sich ein großes Stück in den Mund. Schokoraspeln regneten auf sein T-Shirt. Hinter ihm bearbeitete ein Amerikaner mit langem Pferdeschwanz den etwas zu fest gebackenen Mürbeteig einer Käsetorte. Das Top North Hotel war so etwas wie eine Absteige für Alt-Hippies, die sehnsuchtsvoll daran zurückdachten, wie sie vor 40 Jahren hoch oben in den Bergen Opium geraucht hatten. Nun saßen sie im zur Straße hin offenen Café, verzehrten Kuchen, wie sie ihn von ihren Großmüttern her kannten, und erzählten sich, was sie sonst noch alles vor 40 Jahren erlebt hatten. Bier zum Kuchen war hier nicht unüblich, und manche hatten sich mittlerweile der thailändischen Sitte angepasst und kippten Eiswürfel ins Glas. Was sie fast alle vereinte, stand ihnen ins Gesicht geschrieben: zu viel Alkohol. Müde Augen, verbrämte Gesichter, bei all der Erfahrung und den Abenteuern. Dagegen sah Wagner recht frisch aus. Er war ja auch das erste Mal in Thailand.

»Also: Thanon Müang Dääng, Soi Sii«, plapperte Wagner die Adresse nach, die Johann ihm bestimmt zehn Mal vorgesagt hatte.

»Genau. Wobei du Sii von oben nach unten betonen musst, sonst versteht dich niemand.«

Später, es war schon dunkel und Wagner hatte gar nicht nachfragen müssen, stand er in der Linkskurve einer schmalen Straße vor einem großen grünen Metalltor. Das musste die Adresse sein, wenn Johanns Recherchen richtig waren. Der hatte einfach in den Markthallen nach einer »Mää khai muu yong« gefragt, nach »der Mutter, die getrocknete Schweinefleischfasern verkauft.« Diese Information hatte er Nuan im Pub in Bangkok noch entlocken können, so angeschlagen, wie der war. Der kannte diese Fleischfasernmutter zwar nicht, aber Nok hatte ihm das wohl irgendwann mal erzählt. Dafür kannte man die Frau, die nicht nur Mutter der getrockneten Schweinefleischfasern, sondern auch Noks Mutter war, in den Markthallen umso besser.

Nun stand Wagner also vor dem Tor und lugte darüber hinweg auf ein großes weißes Haus. In der oberen Etage brannte Licht, zwei Neonröhren an den Außenwändern bestrichen matt das Grundstück, auf dem in einer langen Reihe Palmen standen.

Was tun? Wagner ruckte vorsichtig am Tor, das über Rollen in einer Führung geöffnet werden konnte. Sogleich gab eine kleine Glocke Laut. Sie war am oberen Rand des Tores befestigt. Ein Hund kläffte hell. Wagner war einigermaßen beruhigt. Das konnte zumindest kein großes Tier sein. Wagner schob das Tor ganz langsam zur Seite, um möglichst nicht wieder die Glocke zu betätigen, und schob sich durch die Lücke. Er schaute den sandigen Weg entlang auf die beleuchtete Terrasse. Er sah lange Reihen leerer Flaschen an der Schuppenwand, und Wagner musste gleich wieder an die Armut vieler Familien im Norden und Nordosten des Landes denken, so wie Nok ihm das erzählt hatte: Familien, die nicht zurechtkamen, wo die Männer zu viel Alkohol tranken und die Töchter gezwungen waren, an der Sukhumvit Road in Bangkok Geld zu verdienen. Aber ärmlich sah das hier nicht aus.

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