Sinclair Lewis - Gesammelte Werke
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Der Mixer bewegte sich auf sie zu, voll liebenswürdiger Mordbereitschaft.
»Halt die Klappe, Höllenhund. Was du brauchst, ist noch 'n Schluck. Du kriegst noch 'n Schluck«, beruhigte Jim, und Elmer brach in Tränen aus, beweinte die alten tragischen Kümmernisse eines Menschen, dessen er sich als Jim Lefferts' entsann.
Plötzlich, infolge irgendeines Zaubertricks, standen zwei Gläser vor ihm. Er kostete aus dem einen und murmelte dämlich: »'Tschuldigen Sie«. Es war der Feind, das Wasser. Aber ihn konnten sie nicht drankriegen! Der Whisky mußte in dem anderen, in dem kleinen abgesägten Glas sein. Dort war er auch. Er hatte recht wie immer. Mit einem Schmunzeln der Selbstbewunderung schlürfte er den starken Bourbon ein. Das kitzelte ihn in der Kehle, flößte ihm Kraftbewußtsein ein und brachte ihn in friedliche Stimmung gegen jedermann, außer dem einen Kerl – er wußte nicht mehr genau, wer es war, auf jeden Fall einer, den er bald züchtigen würde, um dann in ein Elysium der Güte zu treiben.
Das Schankzimmer übte eine köstlich beruhigende Wirkung aus. Der säuerliche, kräftigende Bierdunst erzeugte ein Gefühl der Gesundheit in ihm. Der Schanktisch war ein langes Leuchten von Schönheit – schimmerndes Mahagoni, feiner Marmorbelag, blinkende Gläser und seltsam geformte Flaschen von unbekannten Schnäpsen, mit einer Geschicklichkeit zusammengestellt, die ihn sehr glücklich machte. Das Licht war trüb und besänftigend, es kam durch phantastische Fenster, wie sie nur in Kirchen, Saloons, Juwelenläden und anderen Refugien vor der Wirklichkeit zu finden sind. Auf den braungetünchten Wänden waren geschmeidige nackte Mädchen.
Er wandte sich von ihnen ab. Er hatte jetzt gar keine Lust auf Frauen.
»Die verdammte Juanita. Will nur rausholen aus einem, was sie kann. Weiter nichts«, brummte er.
Aber da ging etwas Interessantes neben ihm vor. Ein Zeitungsblatt sprang auf, anscheinend ganz von selber, und glitt den Fußboden entlang. Das war etwas sehr Komisches, er lachte aus vollem Herzen.
In sein Bewußtsein drang eine Stimme, die er schon seit Jahrhunderten hörte, die von einer fernen Stelle voll Licht und Funkeln durch immer weiter werdende Traumkorridore widerhallte.
»Wir werden hier rausgeschmissen, Höllenhund. Komm!«
Er trieb hoch. Das war glänzend. Seine Beine bewegten sich automatisch, ohne jede Anstrengung. Einmal machten sie etwas Spassiges – sie verwickelten sich ineinander, und das rechte Bein sprang vor das linke, als es, so viel er erkennen konnte, eigentlich hätte hinten sein sollen. Er lachte und stützte sich auf irgendjemandes Arm, zu dem kein Leib gehörte, auf einen Arm, der aus der Ewigkeit gekommen war, um ihn zu unterstützen.
Dann kamen unbekannte, unsichtbare Häuserblocks, viele Meilen weit, in seinem Kopf wurde es heller, und er machte einem Jim Lefferts, der plötzlich bei ihm zu sein schien, eine ernste Mitteilung:
»Ich muß den Kerl vertobacken.«
»Schon gut, schon gut. Von mir aus geh dir 'ne nette kleine Balgerei suchen und schau, daß du die Sache aus dir raus kriegst!«
Elmer war erstaunt; er war bekümmert. Sein Unterkiefer fiel hinunter, er floß vor Kummer über. Immerhin, eine reizende Rauferei sollte er ja haben dürfen, er lebte wieder auf, als er eifrig vorwärtstaumelte, um sich eine zu suchen.
Oh, er frohlockte, es war ein großartiger Ausflug. Das erstemal seit Wochen war er die Langeweile des Terwillinger-Colleges los.
2
Elmer Gantry, seinen Klassenkollegen am besten unter dem Namen Höllenhund bekannt, war, in diesem Herbst 1902, Fußballkapitän gewesen und hatte die beste Mannschaft geführt, die das Terwillinger-College seit zehn Jahren kannte. Sie hatten das Championat im Ost-Mittelkansas-Meeting gewonnen, das von zehn Sekten-Colleges beschickt wurde; alle diese Colleges besaßen ihre eigenen Gebäude, Rektoren, Kapellenandachten, Rufe und Farben und erfreuten sich eines Niveaus der Gelehrsamkeit, das sich mit den besten Hochschulen messen konnte. Aber seit dem letzten Abend der Fußballsaison mit dem herrlichen Freudenfeuer, in dem die jungen Herren neun Fässer Teer, das Schild des jüdischen Schneiders und die Katze des Präsidenten verbrannt hatten, war Elmer von Langeweile geplagt worden.
Basket-Ball und Turnplatzpossen waren für ihn unter der Würde eines Fußball-Gladiatoren. Als er ins College gekommen war, hatte er angenommen, er würde etwas lernen, das für einen Anwalt, einen Arzt oder einen Versicherungsmann bar Geld wert ist – er hatte nicht gewußt, was er werden sollte, und jetzt in seinem Seniorenjahr (er war in diesem November zweiundzwanzig Jahre alt) war er noch immer unschlüssig. Aber seinen Glauben von damals hatte er als trügerisch erkannt. Was könnte er vor Gericht, oder am Operationstisch, davon haben, wenn er etwas von Trigonometrie verstünde oder die Daten Karls des Großen wüßte? (Im letzten Frühjahr, beim Examen in europäischer Geschichte, hatte er sie gewußt, erinnerte er sich.) Wieviel Geld würde es einbringen, dieses ganze Zeug zu zitieren – was zum Teufel war es denn nur? – diesen ganzen Mist da »Die Welt ist viel zu sehr um uns, schon früh und schnell« von dem alten Narren Wordsworth?
Pinke, das war's, worauf es ankam. Lieber wäre er draußen gewesen, um Geschäfte zu machen. Aber, wenn seine Mutter behauptete, daß sie mit ihrem Putzgeschäft so gut auskäme, und wollte, daß er College-Absolvent würde, mußte er eben dabei bleiben. Auf jeden Fall war das tausendmal leichter, als Heuaufladen oder jede andere körperliche Arbeit.
Trotz seiner unschätzbaren Stimme hatte Elmer Gantry nie etwas für Diskussionen übriggehabt, weil ihn das Bücherwälzen verdroß, und ebensowenig hatte er sich um die Gebete und die sittliche Beredsamkeit in der Young Men's Christian Association gekümmert, denn er verachtete mit der ganzen Kraft seiner einfachen und starken Natur alle Frömmigkeit und bewunderte das Trinken und die Weltlichkeit.
Ein- oder zweimal beim öffentlichen Sprechen in der Klasse, beim Wiederholen von prächtigen Ideen anderer großer Denker, Dan'l Websters, Henry Ward Beechers und Chauncey M. Depews, hatte er erfahren, wie berauschend es ist, ein Publikum mit seiner Stimme zu packen wie mit der Hand, es zu packen, zu erschüttern und zu erheben. Der Debattierklub drängte ihn zum Eintritt, aber das waren kaninchengesichtige, bebrillte junge Männer, und es ekelte ihn, Statistiken über die Einwanderung und die Produkte San Domingos in der staubigen, schmutzigen Bibliothek aus staubigen, schmutzigen Büchern auszugraben.
Vor dem völligen Verbummeln blieb er nur bewahrt, weil Jim Lefferts ihn an seine Bücher schleifte.
Jim langweilte sich im College weniger. Der Duft der Gelehrsamkeit behagte ihm. Er wußte gern alles mögliche über Leute, die nun schon tausend Jahre tot waren, und vollbrachte gern chemische Tigelwunder. Elmer wunderte sich darüber, daß ein so tüchtiger Trinker, ein Mann, der es so glänzend verstand, »ein Mädel blendend dranzukriegen und sie wieder abfahren zu lassen«, Freude an römischen Triumphwagen und den langweiligen Liebesgeschichten spanischer Wicken finden konnte. Aber er – nein. Nicht ums Verrecken. Er würde fertigmachen, die Jura hinter sich bringen und nie wieder ein Buch aufschlagen – den Geschworenen was vorschwatzen und für die Schriftsätze irgendeinen alten Trottel engagieren.
Um sich vor einem völligen Zusammenbruch unter der Last zu bewahren, die das Gequake der Professoren für ihn war, machte er sich die Freude, mit Jim zu schwänzen und währenddessen verbotenerweise zu rauchen; stellte er Untersuchungen über die Lieblichkeit der Kommilitoninnen und der Bäckerstochter an; kultivierte er Saufereien und Streifzüge in die Welt. Aber er konnte sich nicht sehr oft Schnaps leisten, und die Kommilitoninnen waren größtenteils häßlich und ernst.
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