Sinclair Lewis - Gesammelte Werke

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Entdecken Sie das Werk des amerikanischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Sinclair Lewis. Sein satirischer Erzählstil über komplexe philosophische Themen ist ein besonderes Merkmal des Autors. Das wichtigste außersoziale Problem, das in allen seinen Werken zum Vorschein kommt, ist das Thema des Individuums und der Gesellschaft, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk des Schriftstellers zieht.

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Sie ging nach Hause, und das war der Anfang und das Ende ihres Bohemienlebens gewesen.

Ein entfernter Vetter von Carolas Schwager lebte in Winetka und lud sie einmal zum Sonntagsessen ein. Sie ging durch Wilmette und Evanston zurück, entdeckte neue Formen der Vorstadtarchitektur und entsann sich ihres Wunsches, Dörfer zu verschönern. Sie kam zu dem Schluß, daß sie die Bibliotheksarbeit aufgeben und, dank einem Wunder, dessen Natur ihr nicht sehr klar war, eine Präriestadt in eine Ansiedlung mit Häusern im Kolonialstil und japanischen Bungalows umwandeln würde.

Am nächsten Tag hatte sie im Bibliothekskurs über die Verwendung des Ergänzungskatalogs zu sprechen und wurde von der Diskussion so gepackt, daß sie ihr Städtebauen aufgab – und im Herbst war sie in der städtischen Bibliothek St. Pauls.

7

In der St. Pauler Bibliothek war Carola nicht unglücklich und nicht selig. Sie gestand sich zögernd ein, daß sie keinen sichtbaren Einfluß auf Menschen gewann. Anfangs legte sie in ihren Verkehr mit den Kunden eine Bereitwilligkeit, die Welten bewegen sollte. Aber von diesen festen Welten wollten so wenige bewegt werden. Wenn sie im Zeitschriftensaal Dienst hatte, fragten die Leser nicht nach Anregungen für schöngeistige Essays. Sie knurrten: »Ich möcht' die Lederwarenzeitschrift vom letzten Februar.« Wenn sie Bücher ausgab, war die Hauptfrage: »Können Sie mir eine gute, leichte, spannende Liebesgeschichte empfehlen? Mein Mann verreist auf eine Woche.«

Niemals hatte sie das Gefühl, zu leben.

Während ihrer dreijährigen Bibliotheksarbeit zeigten einige Männer eifriges Interesse für sie – der Börsendisponent einer Pelzfirma, ein Lehrer, ein Zeitungsreporter und ein kleiner Eisenbahnbeamter. Keiner von diesen beschäftigte sie mit mehr als einem Gedanken. Monatelang hob sich kein männliches Wesen aus der Menge ab. Dann lernte sie bei den Marburys Herrn Will Kennicott kennen.

Zweites Kapitel

Inhaltsverzeichnis

1

Eine schwache, melancholische und einsame Carola war es, die zum Sonntagabendessen bei der Familie Johnson Marbury trabte. Frau Marbury war eine Nachbarin und Freundin von Carolas Schwester; Herr Marbury war Reisevertreter einer Versicherungsgesellschaft. Ihre Spezialität war ein Schnellimbiß aus belegten Broten, Salat und Kaffee, und Carola galt bei ihnen als Vertreterin der Literatur und Kunst. Sie war die einzige, auf deren Urteil man sich verlassen konnte, wenn man eine neue Caruso-Platte bekam, oder wenn Herr Marbury seiner Frau eine chinesische Lampe aus San Franzisko mitbrachte. Carola fand, daß die Marburys sie bewunderten, und fand sie daher bewundernswert.

An diesem Sonntagabend im September hatte sie ein Tüllkleid auf blaßrosa an. Ein Nachmittagsschläfchen hatte die schwachen Müdigkeitslinien um ihre Augen ausgelöscht. Sie war jung, unbefangen, von der kühlen Luft ein wenig erregt. Sie warf ihren Mantel auf den Stuhl im Vorzimmer und stürzte in das grüne Plüschwohnzimmer. Die Familiengruppe versuchte Konversation zu machen. Sie sah Herrn Marbury, die Turnlehrerin einer Hochschule, einen höheren Büroangestellten der Great Northern Railway, einen jungen Rechtsanwalt. Aber es war auch ein Fremder da, ein großer starker Mann von sechs- oder siebenunddreißig Jahren, mit schwerem braunen Haar, befehlsgewohntem Mund, Augen, die gutmütig alles verfolgten, und Kleidern, auf die man sich nicht ganz besinnen konnte.

Herr Marbury rief laut: »Carola, kommen Sie her, ich muß Sie mit Doktor Kennicott bekannt machen – Doktor Will Kennicott aus Gopher Prairie. Er macht die Untersuchungen für unsere Versicherung in den Walddistrikten dort oben und soll ein glänzender Arzt sein!«

Als Carola auf den Fremden zuging und irgendeine Redensart murmelte, fiel ihr ein, daß Gopher Prairie eine Stadt mit etwas über dreitausend Einwohnern in den Weizenprärien Minnesotas sei.

»Freut mich, Sie kennenzulernen«, erklärte Dr. Kennicott. Seine Hand war stark, die Handfläche weich, der Rücken derb, mit goldenen Härchen auf der festen roten Haut.

Er sah sie an, als ob sie eine angenehme Überraschung wäre. Sie machte ihre Hand frei und sagte unsicher: »Ich muß in die Küche gehen und Frau Marbury helfen.« Sie sprach mit ihm erst wieder, als sie die Brötchen aufgeröstet und die Papierservietten herumgereicht hatte, und Herr Marbury sie einfing, indem er rief: »Ach, hören Sie jetzt auf, herumzutrödeln. Kommen Sie her, setzen Sie sich nieder und erzählen Sie uns was.« Er drängte sie auf ein Sofa zu Dr. Kennicott, der einen etwas unsicheren Ausdruck in den Augen hatte, wie wenn er nicht wüßte, was man jetzt von ihm erwartete. Als der Hausherr sich von ihm entfernte, wurde Kennicott munter:

»Marbury sagt mir, Sie sind ein Großmogul in der städtischen Bibliothek. Das hat mich überrascht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie alt genug dazu sind. Ich dachte, Sie wären noch ein Mädel, vielleicht noch im College.«

»Ach, ich bin schrecklich alt. Bald werd' ich mich schminken müssen und jeden Morgen ein graues Haar finden.«

»Hu! Sie müssen schrecklich alt sein – wahrscheinlich schon zu alt, um meine Enkelin zu sein! – Wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit?«

»Sie ist angenehm, aber manchmal komme ich mir so vom Leben abgeschnitten vor – die Eisenregale und die ewigen Papiere, die über und über mit roten Stempeln verschmiert sind.«

»Wird Ihnen die Stadt nicht zuwider?«

»Sankt Paul? Wieso, gefällt es Ihnen nicht? Ich kenne keine hübschere Aussicht als von der Summit Avenue über die untere Stadt auf die Mississippiklippen und die Hochlandfarmen am anderen Ufer.«

»Ich weiß, aber – Ich hab' natürlich neun Jahre in den Zwillingsstädten gelebt – ich hab' meinen Doktor dort an der Universität gemacht und war als Assistent an einem Krankenhaus in Minneapolis, aber doch, na ja, man lernt die Leute hier nie so kennen wie dort oben bei mir zu Hause. Ich weiß, daß ich in Gopher Prairie was zu sagen habe, aber denken Sie an eine große Stadt von zwei- bis dreihunderttausend Einwohnern, dort bin ich doch nichts weiter als eine Fliege, die einem Hund auf dem Rücken sitzt. Und dann hab' ich die Fahrten über Land gern und das Jagen im Herbst. Kennen Sie Gopher Prairie überhaupt?«

»Nein, aber ich habe gehört, daß es eine hübsche Stadt ist.«

»Hübsch? Sagen Sie ehrlich – Natürlich kann ich ein Vorurteil haben, aber ich hab' schrecklich viele Städte gesehen, ich war einmal in Atlantic City – beim Jahreskongreß der Medizinischen Gesellschaft, und ich war eine Woche wirklich in New York! Aber ich hab' nie eine Stadt gesehen, die so rührige und tüchtige Leute hat wie Gopher Prairie. Bresnahan – Sie wissen, der berühmte Autofabrikant, der stammt aus Gopher Prairie. Dort geboren und aufgewachsen! Und es ist eine verdammt hübsche Stadt. Eine Menge schöne Ahornbäume, und dann sind dort zwei von den hübschesten Seen, die es gibt, ganz in der Nähe der Stadt! Und wir haben auch schon sieben Meilen zementierte Wege und bauen jeden Tag noch mehr! Eine Menge von den Städten haben noch immer ihre Bohlenwege, aber wir nicht, klar!«

»Wirklich?«

(Warum mußte sie an Stewart Snyder denken?)

»Gopher Prairie wird eine große Zukunft haben. Eine von den besten Molkerei- und Weizengegenden im Staat liegt ganz nah – ein Teil davon wird jetzt schon zu Eins fünfzig für den Morgen verkauft, und in zehn Jahren wird's bestimmt auf Zweieinviertel hinaufgehen!«

»Wie – Haben Sie Ihren Beruf gern?«

»Es gibt nichts Schöneres. Man kommt hinaus und kann doch mal zur Abwechslung im Büro bummeln.«

»Ich meine es nicht so. Ich meine – es ist so eine Gelegenheit für Mitgefühl.«

Dr. Kennicott polterte: »Ach, diese Bauern brauchen kein Mitgefühl. Alles, was sie brauchen, ist ein Bad und eine gute Dosis Bittersalz.«

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